{"id":15068,"date":"2012-12-19T14:53:40","date_gmt":"2012-12-19T12:53:40","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=15068"},"modified":"2020-09-14T10:46:27","modified_gmt":"2020-09-14T08:46:27","slug":"x-r-31-08-progressionsvorbehalt-bei-zahlung-von-geburtengeld-durch-eine-schweizerische-krankenversicherung-schweizerisches-geburtengeld-als-krankenversicherungsleistung-isd-par-3-nr-1a-estg-zukunftssi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-31-08-progressionsvorbehalt-bei-zahlung-von-geburtengeld-durch-eine-schweizerische-krankenversicherung-schweizerisches-geburtengeld-als-krankenversicherungsleistung-isd-par-3-nr-1a-estg-zukunftssi\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;31\/08 &#8211; Progressionsvorbehalt bei Zahlung von Geburtengeld durch eine schweizerische Krankenversicherung &#8211; &quot;Schweizerisches Geburtengeld&quot; als Krankenversicherungsleistung i.S.d. &sect; 3 Nr. 1a EStG &#8211; Zukunftssicherungsleistungen eines schweizerischen Arbeitgebers als steuerpflichtiger Arbeitslohn &#8211; Anwendung des Mutterschutzgesetzes"},"content":{"rendered":"<p class=\"ueberschrift\">BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.4.2009, X R 31\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Progressionsvorbehalt bei Zahlung von Geburtengeld durch eine schweizerische <a title=\"Krankenversicherung Rechner\" href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/krankenversicherung-vorsorgeaufwendungen.html\">Krankenversicherung<\/a> &#8211; &#8222;Schweizerisches Geburtengeld&#8220; als Krankenversicherungsleistung i.S.d. \u00a7 3 Nr. 1a EStG &#8211; Zukunftssicherungsleistungen eines schweizerischen Arbeitgebers als steuerpflichtiger Arbeitslohn &#8211; Anwendung des Mutterschutzgesetzes<\/p>\n<p style=\"font-weight: bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>I. Der Kl\u00e4ger und Revisionsbeklagte (Kl\u00e4ger) wird f\u00fcr den Veranlagungszeitraum 2001 (Streitjahr) mit seiner Ehefrau (E) zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. E war im Streitjahr bei der schweizerischen X AG in N\/CH (Arbeitgeberin) als Mitarbeiterin im technischen Dienst besch\u00e4ftigt. Im Lohnausweis f\u00fcr das Streitjahr sind &#8222;Taggelder aus Kranken-, Unfall- und Invalidenversicherungen&#8220; in H\u00f6he von 8 002 CHF ausgewiesen, die von E bei der Abgabe der Einkommensteuererkl\u00e4rung als &#8222;Mutterschaftsgeld \u00a7 3 Nr. 1 EStG&#8220; bezeichnet wurden. Diese Zahlungen leistete die Arbeitgeberin durch die M-Versicherung im Hinblick auf die Geburt des Sohnes der E am \u2026 Januar 2001. Der Betrag ergibt sich aus der Zahlung f\u00fcr 112 Tage \u00e0 71,45 CHF, was einem Anteil von 80 v.H. des Tageslohnes (bzw. des vollen Lohnes) der E entspricht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Gest\u00fctzt auf Art. 324a Abs. 4 des Bundesgesetzes betreffend die Erg\u00e4nzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (F\u00fcnfter Teil: Obligationenrecht &#8211;OR&#8211;) tritt die Versicherungsleistung der Versicherung an die Stelle der gesetzlichen Lohnfortzahlungspflicht der Arbeitgeberin nach Art. 324a Abs. 1 bis 3 OR. Die Zahlungen der M-Versicherung (als Versicherer) beruhen auf einem nicht obligatorischen Kollektiv-Krankentaggeldversicherungsvertrag mit der Arbeitgeberin (als Versicherungsnehmerin) und der E (als versicherter Person). Der Vertrag wurde abgeschlossen \u00fcber den Erwerbsausfall bei Krankheit einschlie\u00dflich Geburtengeld. Der Abschluss dieses Vertrages f\u00fcr Lohnausfall bei Krankheit und Mutterschaft war im Arbeitsvertrag der E vereinbart worden. Es handelt sich um einen Kollektiv-Krankentaggeldversicherungsvertrag nach dem Bundesgesetz \u00fcber den Versicherungsvertrag (VVG) vom 2. April 1908, der dem (schweizerischen) Privatversicherungsrecht unterliegt (vgl. zu den schweizerischen Rechtsgrundlagen das vom Finanzgericht &#8211;FG&#8211; angeforderte Gutachten von P vom 20. Juli 2007 mit den Erg\u00e4nzungen vom 2. November 2007).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Bescheinigung &#8222;Lohn f\u00fcr H 2001&#8220; vom 1. M\u00e4rz 2001 sowie dem Lohnausweis f\u00fcr die Steuerkl\u00e4rung vom 31. Dezember 2001 ist zu entnehmen, dass die Arbeitgeberin Beitr\u00e4ge f\u00fcr die Kollektiv-Krankentaggeldversicherung in H\u00f6he von 216 CHF vom Bruttolohn der E einbehalten und abgef\u00fchrt hat (jeweils monatlich 18 CHF = 0,9 v.H. des Bruttolohnes). Der Arbeitgeberanteil f\u00fcr die Kollektiv-Krankentaggeldversicherung betrug f\u00fcr das Streitjahr insgesamt 181 CHF. Da die Schweiz erst seit dem 1. Juli 2005 eine obligatorische Versicherung f\u00fcr Leistungen bei Mutterschaft kennt, bestand im Streitjahr in der Schweiz f\u00fcr eine Versicherung \u00fcber Mutterschaftsleistungen keine gesetzliche Verpflichtung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>In ihrer Einkommensteuererkl\u00e4rung f\u00fcr das Streitjahr ging E davon aus, das Geburtengeld sei nicht als steuerpflichtiger Arbeitslohn zu ber\u00fccksichtigen. Dem folgte der Beklagte und Revisionskl\u00e4ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) nicht, sondern unterwarf das Geburtengeld im Einkommensteuerbescheid vom 13. Juni 2003 der Einkommensteuer. Der eingelegte Einspruch blieb insoweit ohne Erfolg; das FA ber\u00fccksichtigte jedoch den (Eigen-)Beitrag der E f\u00fcr die Kollektivversicherung von 216 CHF als Werbungskosten bei deren Eink\u00fcnften aus nichtselbst\u00e4ndiger Arbeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FG gab mit dem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2008, 1862 ver\u00f6ffentlichten Urteil vom 12. Dezember 2007 dem Kl\u00e4ger im Wesentlichen Recht. Es sah nicht die Leistungen aus der Kollektiv-Krankentaggeldversicherung als steuerpflichtigen Arbeitslohn an, sondern die auf E entfallenden Beitr\u00e4ge ihres Arbeitgebers f\u00fcr die Kollektiv-Krankentaggeldversicherung. Die nicht steuerbaren Leistungen aus der Kollektiv-Krankentaggeldversicherung unterwarf es nicht dem Progressionsvorbehalt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Seine Revision begr\u00fcndet das FA damit, bei dem Mutterschaftsgeld aufgrund des mit der Arbeitgeberin der E abgeschlossenen Vertrages \u00fcber eine Kollektiv-Krankentaggeldversicherung handele es sich um steuerbare Eink\u00fcnfte aus wiederkehrenden Bez\u00fcgen i.S. des \u00a7 22 Nr. 1 Satz 1 Halbsatz 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) in der im Streitjahr g\u00fcltigen Fassung. Eine Steuerbefreiung aufgrund der Befreiungsvorschrift des \u00a7 3 EStG sei nicht einschl\u00e4gig; weder liege ein Krankengeld gem\u00e4\u00df \u00a7 3 Nr. 1a EStG vor noch sei \u00a7 3 Nr. 1d EStG anzuwenden, da dort nur das deutsche Mutterschaftsgeld aufgef\u00fchrt sei. Eine teleologische Gesetzesauslegung k\u00f6nne zwar dazu f\u00fchren, das gezahlte Mutterschaftsgeld unter die Befreiungsnorm des \u00a7 3 Nr. 1a oder Nr. 1d EStG zu fassen; dann m\u00fcsse aber auch die entsprechende Einbeziehung in den Progressionsvorbehalt gem\u00e4\u00df \u00a7 32b EStG m\u00f6glich sein. Dies gelte insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Mutterschaftsgeldzahlungen ausschlie\u00dflich dazu dienten, entgehende Einnahmen der E aus ihrer bisherigen nichtselbst\u00e4ndigen T\u00e4tigkeit auszugleichen, und somit &#8211;wirtschaftlich betrachtet&#8211; Einnahmen f\u00fcr den entgehenden Arbeitslohn darstellten, so dass eine Parallele zum deutschen Mutterschaftsgeld bestehe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>unter Aufhebung des angefochtenen Urteils die Anfechtungsklage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Kl\u00e4ger beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>die Revision zur\u00fcckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight: bold;\">Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist unbegr\u00fcndet und deshalb zur\u00fcckzuweisen (\u00a7 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Zutreffend hat das FG entschieden, dass die von dem Arbeitgeber geleisteten Beitr\u00e4ge f\u00fcr die Kollektiv-Krankentaggeldversicherung zugunsten der Ehefrau des Kl\u00e4gers steuerpflichtiger Arbeitslohn der E sind (unten 1.). Das aufgrund der Kollektiv-Krankentaggeldversicherung gezahlte Geburtengeld ist weder steuerpflichtiger Arbeitslohn (unten 2.) noch stellt es eine sonstige steuerpflichtige Leistung gem\u00e4\u00df \u00a7 22 Nr. 1 Satz 1 EStG dar (unten 3.) noch ist es in den Progressionsvorbehalt einzubeziehen (unten 4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Da der Bundesrepublik Deutschland entweder nach Art. 15a oder Art. 21 des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Schweizerischen Eidgenossenschaft zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und Verm\u00f6gen vom 11. August 1971 &#8211;DBA-Schweiz 1971\/1992&#8211; (BGBl II 1972, 1022, BStBl I 1972, 519) in der Fassung des Protokolls vom 21. Dezember 1992 (BGBl II 1993, 1888, BStBl I 1993, 928) als Ans\u00e4ssigkeitsstaat das Besteuerungsrecht zusteht, ist die Pr\u00fcfung und Abgrenzung, ob es sich bei den Zukunftssicherungsleistungen des Arbeitgebers sowie bei dem von der M-Versicherung gezahlten Geburtengeld um Arbeitslohn handelt, nach deutschem Recht als dem Recht des Anwendestaates vorzunehmen (siehe auch Brandis in Debatin\/Wassermeyer, MA, DBA-Schweiz Art. 15a Rz 26).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Der von der Arbeitgeberin gezahlte Arbeitgeberanteil f\u00fcr die Kollektiv-Krankentaggeldversicherung in der unbestrittenen H\u00f6he von 181 CHF stellt steuerpflichtigen Arbeitslohn der E dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Zu den Eink\u00fcnften aus nichtselbst\u00e4ndiger Arbeit geh\u00f6ren nach \u00a7 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG Geh\u00e4lter, L\u00f6hne, Gratifikationen, Tantiemen und andere Bez\u00fcge und Vorteile, die &#8222;f\u00fcr eine Besch\u00e4ftigung&#8220; gew\u00e4hrt werden, also als Frucht der Arbeitsleistung f\u00fcr den Arbeitgeber zu betrachten sind. Zum Arbeitslohn geh\u00f6ren nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) auch die Ausgaben, die ein Arbeitgeber leistet, um einen Arbeitnehmer oder diesem nahe stehende Personen f\u00fcr den Fall der Krankheit, des Unfalls, der Invalidit\u00e4t, des Alters oder des Todes abzusichern (Zukunftssicherung). Die Arbeitslohnqualit\u00e4t von Zukunftssicherungsleistungen, f\u00fcr die der Arbeitgeber an einen Dritten (Versicherer) zahlt, h\u00e4ngt davon ab, ob sich der Vorgang &#8211;wirtschaftlich betrachtet&#8211; so darstellt, als ob der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer Mittel zur Verf\u00fcgung gestellt und der Arbeitnehmer sie zum Zweck seiner Zukunftssicherung verwendet hat. Davon ist auszugehen, wenn dem Arbeitnehmer gegen die Versorgungseinrichtung, an die der Arbeitgeber die Beitr\u00e4ge geleistet hat, ein unentziehbarer Rechtsanspruch auf die Leistung zusteht (vgl. BFH-Urteil vom 15. November 2007 VI R 30\/04, BFH\/NV 2008, 550, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FG hat zutreffend das Vorliegen dieser Voraussetzungen bejaht: Bei den Beitr\u00e4gen der Arbeitgeberin der E f\u00fcr die Kollektiv-Krankentaggeldversicherung, die diese an die M-Versicherung gezahlt hat, handelt es sich um Ausgaben, die der E als versicherter Person einen Versicherungsschutz f\u00fcr den Fall der Krankheit und der Mutterschaft verschaffen und damit deren Zukunftssicherung dienen (\u00a7 2 Abs. 2 Nr. 3 der Lohnsteuer-Durchf\u00fchrungsverordnung). Durch den Abschluss des Kollektivversicherungsvertrages hat E einen unentziehbaren Anspruch auf die Leistungen im Versorgungsfall gegen den Versicherer. Grundlage dieses direkten\/unmittelbaren Anspruchs ist &#8211;wie sich den zus\u00e4tzlichen Erl\u00e4uterungen des Gutachters vom 2. November 2007 entnehmen l\u00e4sst&#8211; die Vorschrift des Art. 87 VVG. Danach steht demjenigen aus einer Kollektiv-Krankentaggeldversicherung, zu dessen Gunsten die Versicherung abgeschlossen wurde, mit dem Eintritt der Krankheit ein selbst\u00e4ndiges Forderungsrecht zu. Da der vorliegende Versicherungsvertrag auch Leistungen bei Mutterschaft in Form des Geburtengeldes vorsieht, hatte E einen unentziehbaren Anspruch auf diese Leistung, so dass der auf E entfallende Beitrag ihres Arbeitgebers f\u00fcr die Kollektiv-Krankentaggeldversicherung als Arbeitslohn zu beurteilen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Zutreffend ist das FG auch davon ausgegangen, dass der Arbeitgeberanteil nicht gem\u00e4\u00df \u00a7 3 Nr. 62 EStG steuerfrei ist. Ausgaben des Arbeitgebers f\u00fcr die Zukunftssicherung des Arbeitnehmers sind nach \u00a7 3 Nr. 62 EStG steuerfrei, wenn der Arbeitgeber dazu nach sozialversicherungsrechtlichen oder anderen gesetzlichen Vorschriften oder nach einer auf gesetzlicher Erm\u00e4chtigung beruhenden Bestimmung verpflichtet ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>17<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>F\u00fcr die Beurteilung, ob eine solche gesetzliche Verpflichtung besteht, ist das schweizerische Recht ma\u00dfgeblich. Es besteht zwar grunds\u00e4tzlich die M\u00f6glichkeit, im Rahmen der Privatautonomie f\u00fcr zwischen den Parteien bestehende Verpflichtungen und Anspr\u00fcche wirksam das Arbeitsstatut nach deutschem Arbeitsrecht zu vereinbaren. Abgesehen davon, dass keine Anhaltspunkte daf\u00fcr vorliegen, dass das Arbeitsverh\u00e4ltnis der E dem deutschen Arbeitsrecht unterworfen werden sollte, k\u00f6nnen \u00f6ffentlich-rechtliche Anspr\u00fcche und Verpflichtungen, d.h. solche etwa gegen Versicherungstr\u00e4ger oder andere \u00f6ffentlich-rechtliche Stellen, im Zusammenhang mit Arbeitsverh\u00e4ltnissen au\u00dferhalb des r\u00e4umlichen Geltungsbereichs des deutschen Arbeitsrechts ebenso wenig zwischen den privaten Parteien des Arbeitsverh\u00e4ltnisses rechtswirksam vereinbart werden, wie sie f\u00fcr Arbeitsverh\u00e4ltnisse im Inland abbedungen werden k\u00f6nnen (Urteil des Bundessozialgerichts &#8211;BSG&#8211; vom 12. Juni 1986\u00a0\u00a08 RK 5\/85, SozR 7830, \u00a7 13 Nr. 8).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>18<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Da nach dem einschl\u00e4gigen schweizerischen Recht im Streitjahr weder eine Krankentaggeldversicherung noch eine Mutterschaftsversicherung obligatorisch war, liegen die Voraussetzungen f\u00fcr eine Steuerfreiheit gem\u00e4\u00df \u00a7 3 Nr. 62 EStG nicht vor. Zudem ist weder dieser Vorschrift noch dem Einkommensteuerrecht insgesamt die gesetzgeberische Grundentscheidung zu entnehmen, dass unabh\u00e4ngig von diesen tatbestandlichen Voraussetzungen Lohn stets insoweit von der Einkommensteuer zu befreien w\u00e4re, als er f\u00fcr Zukunftssicherungsleistungen verwendet wird (st\u00e4ndige BFH-Rechtsprechung, vgl. Urteil vom 18. Dezember 2007 VI R 13\/05, BFH\/NV 2008, 794, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>19<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Der Kl\u00e4ger und E hatten die H\u00f6chstbetr\u00e4ge des \u00a7 10 Abs. 3 EStG bereits ausgesch\u00f6pft; somit bedarf die Frage, ob die von und f\u00fcr E geleisteten Beitr\u00e4ge f\u00fcr die Kollektiv-Krankentaggeldversicherung als Sonderausgaben steuermindernd geltend gemacht werden k\u00f6nnen, keiner Entscheidung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>20<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Sind schon die vom Arbeitgeber f\u00fcr den Versicherungsschutz erbrachten Aufwendungen Arbeitslohn, f\u00fchren nach der st\u00e4ndigen BFH-Rechtsprechung die darauf erbrachten Versicherungsleistungen zu keinem weiteren Arbeitslohn (vgl. Urteil in BFH\/NV 2008, 550, m.w.N.). Damit liegt kein Arbeitslohn vor, wenn &#8211;wie im Streitfall&#8211; eine Leistung aus einem Versicherungsverh\u00e4ltnis auf eigene und nicht lediglich dem Arbeitgeber zustehende Anspr\u00fcche des Arbeitnehmers erbracht und der Versicherungsschutz im Zusammenhang mit dem Arbeitsverh\u00e4ltnis gew\u00e4hrt wird (vgl. BFH-Urteil vom 26. Mai 1998 VI R 9\/96, BFHE 186, 247, BStBl II 1998, 581). Dem steht nicht entgegen, dass der Arbeitgeber sowohl in den Beitragseinzug als auch in die Auszahlung des Krankentagegeldes eingeschaltet war, da dies nichts am Charakter der Zuwendungen \u00e4ndert (BFH-Urteil in BFHE 186, 247, BStBl II 1998, 581). Ebenfalls ist es unerheblich, dass das Versicherungsverh\u00e4ltnis an das Arbeitsverh\u00e4ltnis ankn\u00fcpft (BFH-Urteil in BFHE 186, 247, BStBl II 1998, 581) und der Arbeitgeber durch die Versicherungsleistung von seiner Lohnfortzahlungspflicht befreit wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>21<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>3. Es kann dahinstehen, ob in dem Bezug des Geburtengeldes Eink\u00fcnfte aus wiederkehrenden Bez\u00fcgen i.S. des \u00a7 22 Nr. 1 Satz 1 EStG zu sehen sind; das Geburtengeld, das von der schweizerischen M-Versicherung gezahlt wurde, unterliegt jedenfalls als &#8222;Leistung aus einer Krankenversicherung&#8220; i.S. des \u00a7 3 Nr. 1a EStG nicht der Einkommensteuer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>22<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) \u00a7 3 Nr. 1a EStG enth\u00e4lt keine Beschr\u00e4nkung auf die Leistungen eines inl\u00e4ndischen Versicherungsunternehmens (vgl. BFH-Urteil in BFHE 186, 247, BStBl II 1998, 581 zur schweizerischen <a title=\"Krankenkassenvergleich\" href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/krankenversicherung-vorsorgeaufwendungen.html\">Betriebskrankenkasse<\/a>). Ebenso wenig muss es sich &#8211;anders als bei der Unfallversicherung in \u00a7 3 Nr. 1a EStG&#8211; um die Leistungen eines gesetzlichen Versicherers handeln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>23<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Auch ist das Geburtengeld eine Leistung i.S. des \u00a7 3 Nr. 1a EStG. Diese Vorschrift umschreibt zwar nicht ausdr\u00fccklich den &#8211;steuerbefreiten&#8211; Leistungsumfang; es ist jedoch davon auszugehen, dass der entsprechende Katalog der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung heranzuziehen ist (BFH-Urteil vom 22. Mai 1969 IV R 144\/68, BFHE 95, 447, BStBl II 1969, 489; vgl. auch Bergkemper in Herrmann\/Heuer\/Raupach &#8211;HHR&#8211;, \u00a7 3 Nr. 1 EStG Rz 6; v. Beckerath, in: Kirchhof\/S\u00f6hn\/Mellinghoff, EStG, \u00a7 3 Nr. 1a Rz B 1a\/48).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>24<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Steuerfreiheit der Krankenversicherungsleistungen beruht in erster Linie auf der Erw\u00e4gung, den Steuerpflichtigen vor den Folgen einer Krankheit zu sch\u00fctzen und ihm die Deckung der durch die Krankheit entstandenen Aufwendungen zu erleichtern. Der BFH hat auch f\u00fcr das Krankengeld gem\u00e4\u00df \u00a7 44 des F\u00fcnften Buches Sozialgesetzbuch und f\u00fcr das Krankentagegeld einer privaten Krankenversicherung die Steuerfreiheit gem\u00e4\u00df \u00a7 3 Nr. 1a EStG anerkannt (vgl. z.B. BFH-Urteil in BFH\/NV 2008, 550). Dasselbe muss auch f\u00fcr das aufgrund der Kollektiv-Krankentaggeldversicherung geleistete Geburtengeld gelten, da diese Leistung ebenso wie das Krankengeld der gesetzlichen Krankenversicherung und das Krankentaggeld einer privaten Krankenversicherung Schutz vor dem Verdienstausfall als Folge der Geburt und dem Besch\u00e4ftigungsverbot nach der Niederkunft gew\u00e4hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>25<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>4. Das FG hat ebenfalls zu Recht entschieden, dass das von der Ehefrau des Kl\u00e4gers im Streitjahr bezogene Geburtengeld nicht dem Progressionsvorbehalt gem\u00e4\u00df \u00a7 32b Abs. 1 Nr. 1 EStG unterliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>26<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Hat ein unbeschr\u00e4nkt Steuerpflichtiger in dem Veranlagungszeitraum Krankengeld, Mutterschaftsgeld, Verletztengeld, \u00dcbergangsgeld oder vergleichbare Lohnersatzleistungen nach dem F\u00fcnften, Sechsten oder Siebten Buch Sozialgesetzbuch, dem Gesetz \u00fcber die Krankenversicherung der Landwirte oder dem Zweiten Gesetz \u00fcber die Krankenversicherung der Landwirte erhalten, sind diese Bez\u00fcge dem Progressionsvorbehalt unterworfen (\u00a7 32b Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b EStG). Diese Voraussetzungen treffen auf den Bezug des Geburtengeldes durch E nicht zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>27<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Die von dem FA vertretene Auffassung, \u00a7 32b Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b EStG m\u00fcsse auch auf das Geburtengeld anwendbar sein, das von einer schweizerischen Kollektiv-Krankentaggeldversicherung gezahlt wird, findet im Gesetz keine St\u00fctze. Der Wortlaut dieser Vorschrift verweist auf Lohnersatzleistungen nach dem F\u00fcnften, Sechsten oder Siebten Buch Sozialgesetzbuch. Diese liegen hier unstreitig nicht vor; Rechtsgrund f\u00fcr die Zahlung des Geburtengeldes war der dem schweizerischen Privatversicherungsrecht unterliegende Kollektiv-Krankentaggeldversicherungsvertrag mit der M-Versicherung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>28<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) F\u00fcr eine \u00fcber den Wortlaut hinausgehende &#8211;analoge&#8211; Auslegung des \u00a7 32b Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b EStG besteht keine M\u00f6glichkeit. Das Gesetz unterwirft in \u00a7 32b Abs. 1 Nr. 1 EStG nur bestimmte, enumerativ aufgez\u00e4hlten &#8222;Ersatzleistungen&#8220; dem Progressionsvorbehalt (HHR\/Probst, \u00a7 32b EStG Rz 62; Bl\u00fcmich\/ Wagner, \u00a7 32b EStG Rz 37; Naujok in Lademann, EStG, \u00a7 32b EStG Rz 33; Handzik in Littmann\/Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, \u00a7 32b Rz 76; Krippner in Bordewin\/Brandt, \u00a7 32b EStG Rz 20; Frenz, in: Kirchhof\/S\u00f6hn\/Mellinghof, a.a.O., \u00a7 32b Rz D 10; Lambrecht in Kirchhof, EStG, 8. Aufl., \u00a7 32b Rz 10; Schmidt\/Heinicke, EStG, 28. Aufl., \u00a7 32b Rz 22), zu denen das von der Ehefrau des Kl\u00e4gers bezogene Geburtengeld nicht z\u00e4hlt. Es liegt keine zu schlie\u00dfende Gesetzesl\u00fccke vor, wenn nur die aufgrund der deutschen Sozialversicherungssysteme erhaltenen Lohnersatzleistungen und nicht auch Leistungen ausl\u00e4ndischer privater Versicherungen in den Progressionsvorbehalt einbezogen werden. Der Gesetzgeber hat bei der Auswahl des Steuergegenstandes bzw. bei der Auswahl der Leistungen, die dem Progressionsvorbehalt unterliegen sollen, den ihm zustehenden weiten Gestaltungsspielraum verfassungskonform ausgef\u00fcllt, indem er lediglich die Leistungen gesetzlicher Versicherungstr\u00e4ger dem Progressionsvorbehalt unterworfen hat (Senatsurteil vom 26. November 2008 X R 53\/06, BStBl II 2009, 376).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>29<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Aus denselben Erw\u00e4gungen scheidet eine Einbeziehung des Geburtengeldes in den Progressionsvorbehalt gem\u00e4\u00df \u00a7 32b Abs. 1 Nr. 1 Buchst. c EStG aus. Es handelt sich bei dem Geburtengeld nicht um eine in dieser Vorschrift aufgef\u00fchrte Leistung nach dem Mutterschutzgesetz (MuSchG), zu denen das Mutterschaftsgeld nach \u00a7 13 MuSchG, der Zuschuss zum Mutterschaftsgeld nach \u00a7 14 MuSchG, die Sonderunterst\u00fctzung nach dem MuSchG sowie der Zuschuss nach \u00a7 4a der Mutterschutzverordnung geh\u00f6ren. Das MuSchG gilt im Streitfall nicht f\u00fcr die Ehefrau des Kl\u00e4gers, da das MuSchG grunds\u00e4tzlich nur dann Anwendung findet, wenn der Arbeitsort der Frau im Bundesgebiet liegt (vgl. BSG-Urteil vom 22. Februar 1972\u00a0\u00a03 RK 61\/69, BSGE 34, 76; Zmarzlik\/ Zipperer\/Viethen, Mutterschutzgesetz, Mutterschaftsleistungen, Bundeserziehungsgeldgesetz, 8. Aufl., \u00a7 1 MuSchG Rz 23).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p><!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.4.2009, X R 31\/08 Progressionsvorbehalt bei Zahlung von Geburtengeld durch eine schweizerische Krankenversicherung &#8211; &#8222;Schweizerisches Geburtengeld&#8220; als Krankenversicherungsleistung i.S.d. \u00a7 3 Nr. 1a EStG &#8211; Zukunftssicherungsleistungen eines schweizerischen Arbeitgebers als steuerpflichtiger Arbeitslohn &#8211; Anwendung des Mutterschutzgesetzes Tatbestand 1 I. Der Kl\u00e4ger und Revisionsbeklagte (Kl\u00e4ger) wird f\u00fcr den Veranlagungszeitraum 2001 (Streitjahr) mit seiner &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-31-08-progressionsvorbehalt-bei-zahlung-von-geburtengeld-durch-eine-schweizerische-krankenversicherung-schweizerisches-geburtengeld-als-krankenversicherungsleistung-isd-par-3-nr-1a-estg-zukunftssi\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;31\/08 &#8211; Progressionsvorbehalt bei Zahlung von Geburtengeld durch eine schweizerische Krankenversicherung &#8211; &quot;Schweizerisches Geburtengeld&quot; als Krankenversicherungsleistung i.S.d. &sect; 3 Nr. 1a EStG &#8211; Zukunftssicherungsleistungen eines schweizerischen Arbeitgebers als steuerpflichtiger Arbeitslohn &#8211; Anwendung des Mutterschutzgesetzes<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[1694],"class_list":["post-15068","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online","tag-schweizerische-krankenversicherung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15068","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15068"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15068\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15068"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15068"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15068"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}