{"id":15090,"date":"2012-12-19T14:53:41","date_gmt":"2012-12-19T12:53:41","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=15090"},"modified":"2012-12-19T14:53:41","modified_gmt":"2012-12-19T12:53:41","slug":"i-b-2-09-verfahrensfehler-missachtung-der-vorgaben-des-zurueckverweisenden-bfh-urteils-darlegung-mangelnder-sachaufklaerung-keine-aussetzung-des-verfahrens-bei-zweifel-am-tod-des-klaegers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-2-09-verfahrensfehler-missachtung-der-vorgaben-des-zurueckverweisenden-bfh-urteils-darlegung-mangelnder-sachaufklaerung-keine-aussetzung-des-verfahrens-bei-zweifel-am-tod-des-klaegers\/","title":{"rendered":"I&nbsp;B&nbsp;2\/09 &#8211; Verfahrensfehler: Missachtung der Vorgaben des zur&uuml;ckverweisenden BFH-Urteils &#8211; Darlegung mangelnder Sachaufkl&auml;rung &#8211; Keine Aussetzung des Verfahrens bei Zweifel am Tod des Kl&auml;gers"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 29.4.2009, I B 2\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Verfahrensfehler: Missachtung der Vorgaben des zur&uuml;ckverweisenden BFH-Urteils &#8211; Darlegung mangelnder Sachaufkl&auml;rung &#8211; Keine Aussetzung des Verfahrens bei Zweifel am Tod des Kl&auml;gers<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. 1. Die Anordnung des Ruhens des Verfahrens kommt schon deshalb nicht in Betracht, weil es an einem nach &sect; 155 der Finanzgerichtsordnung (FGO) i.V.m. &sect; 251 der Zivilprozessordnung erforderlichen Antrag beider Prozessparteien fehlt; der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) hat dem Ruhen des Verfahrens nicht zugestimmt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Es liegen auch keine beachtlichen Gr&uuml;nde vor, die die Aussetzung des Verfahrens nach &sect; 74 FGO rechtfertigen k&ouml;nnten. Nach dieser Vorschrift kann ein Verfahren ausgesetzt werden, wenn die in ihm zu treffende Entscheidung ganz oder zum Teil von dem Bestehen oder Nichtbestehen eines Rechtsverh&auml;ltnisses abh&auml;ngt, das den Gegenstand eines anderen anh&auml;ngigen Rechtsstreits bildet oder von einer Verwaltungsbeh&ouml;rde festzustellen ist. Diese Voraussetzung ist vorliegend nicht gegeben. Der f&uuml;r den Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) bestimmte Abwesenheitspfleger macht geltend, das Landeskriminalamt X unternehme derzeit den Versuch, zu verifizieren, ob der Kl&auml;ger &#8230; verstorben sei. Selbst wenn dem so w&auml;re, rechtfertigte dies nicht die Aussetzung des Verfahrens, da es bei der Frage, ob der Kl&auml;ger noch lebt oder bereits verstorben ist, nicht um ein der Entscheidung vorgreifliches Rechtsverh&auml;ltnis geht. Zudem ist mit einer alsbaldigen Kl&auml;rung der Frage nicht zu rechnen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. a) Soweit der Kl&auml;ger r&uuml;gt, das Finanzgericht (FG) habe gegen &sect; 126 Abs. 5 FGO versto&szlig;en, da es seiner Entscheidung die rechtliche Beurteilung des Senats in seinem Urteil vom 19. Oktober 2005 I R 121\/04 (BFH\/NV 2006, 926) nicht zu Grunde gelegt hat, macht er einen Verfahrensfehler (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO) geltend (vgl. Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 1. M&auml;rz 1994 IV B 6\/93, BFHE 174, 103, BStBl II 1994, 569; vom 8. Januar 1998 VII B 102\/97, BFH\/NV 1998, 729). Dieser Verfahrensfehler liegt jedoch nicht vor.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Senat hatte das Urteil des FG im ersten Rechtsgang aufgehoben, da dem angefochtenen Urteil nicht zu entnehmen sei, dass es unter Einbeziehung der Besonderheiten des Falles &uuml;berpr&uuml;ft habe, ob der Kl&auml;ger im Streitjahr im Inland einen Wohnsitz (&sect; 8 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;) oder seinen gew&ouml;hnlichen Aufenthalt (&sect; 9 AO) gehabt habe. Ferner habe es nicht er&ouml;rtert, ob dem Kl&auml;ger eine Offenbarung seines ausl&auml;ndischen Wohnsitzes zuzumuten sei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FG hat sich in seiner angefochtenen Entscheidung mit beiden Vorgaben des Senats befasst; es ist gleichwohl auch unter Ber&uuml;cksichtigung dessen, dass der Kl&auml;ger zur Fahndung ausgeschrieben ist, zu dem Ergebnis gekommen, dass der Kl&auml;ger m&ouml;glicherweise im Inland einen Wohnsitz innehatte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Die R&uuml;ge des Kl&auml;gers, das FG habe den Sachverhalt mangelhaft aufgekl&auml;rt (&sect; 76 Abs. 1 FGO), weil es keinen Beamten des Landeskriminalamtes X vernommen habe, ist nicht schl&uuml;ssig erhoben. Der Kl&auml;ger macht nicht geltend, weshalb sich diese Beweiserhebung auch ohne Antrag dem FG aufdr&auml;ngen musste, welche entscheidungserheblichen Tatsachen sich &uuml;ber die &#8230; bereits bekannten bei weiterer Aufkl&auml;rung voraussichtlich ergeben h&auml;tten und inwiefern sich daraus auf der Grundlage des materiell-rechtlichen Standpunkts des Gerichts eine andere Entscheidung h&auml;tte ergeben k&ouml;nnen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                4. Soweit der Kl&auml;ger geltend macht, das FG habe Grunds&auml;tze der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung, so u.a. Beweislastgrunds&auml;tze, fehlerhaft angewandt, legt er keinen Revisionszulassungsgrund dar, sondern r&uuml;gt einen materiellen Fehler, der, selbst wenn er vorl&auml;ge, die Zulassung der Revision nicht rechtfertigen k&ouml;nnte (z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 28. September 2001 V B 77\/00, BFH\/NV 2002, 359; vom 29. Dezember 2006 IX B 139\/05, BFH\/NV 2007, 1084).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 29.4.2009, I B 2\/09 Verfahrensfehler: Missachtung der Vorgaben des zur&uuml;ckverweisenden BFH-Urteils &#8211; Darlegung mangelnder Sachaufkl&auml;rung &#8211; Keine Aussetzung des Verfahrens bei Zweifel am Tod des Kl&auml;gers Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. 1. 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