{"id":15101,"date":"2012-12-19T15:31:24","date_gmt":"2012-12-19T13:31:24","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=15101"},"modified":"2012-12-19T15:31:24","modified_gmt":"2012-12-19T13:31:24","slug":"ix-b-46-09-besteuerung-privater-veraeusserungsgeschaefte-nach-dem-31121998-bei-denen-die-zuvor-geltende-spekulationsfrist-von-zwei-jahren-noch-nicht-abgelaufen-war-kein-vertrauensschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-b-46-09-besteuerung-privater-veraeusserungsgeschaefte-nach-dem-31121998-bei-denen-die-zuvor-geltende-spekulationsfrist-von-zwei-jahren-noch-nicht-abgelaufen-war-kein-vertrauensschutz\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;B&nbsp;46\/09 &#8211; Besteuerung privater Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;fte nach dem 31.12.1998, bei denen die zuvor geltende Spekulationsfrist von zwei Jahren noch nicht abgelaufen war &#8211; Kein Vertrauensschutz"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 19.6.2009, IX B 46\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Besteuerung privater Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;fte nach dem 31.12.1998, bei denen die zuvor geltende Spekulationsfrist von zwei Jahren noch nicht abgelaufen war &#8211; Kein Vertrauensschutz<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. 1. Dem Finanzgericht (FG) ist kein nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) die Zulassung der Revision rechtfertigender Verfahrensfehler unterlaufen. Insbesondere war das FG nicht verpflichtet, das Verfahren auszusetzen. Insoweit folgt der Senat den zutreffenden Erw&auml;gungen der Vorinstanz und des Beklagten und Beschwerdegegners (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) in seiner Beschwerdeerwiderung.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Die Rechtssache ist auch nicht grunds&auml;tzlich bedeutsam i.S. von &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO. Denn die von den Kl&auml;gern und Beschwerdef&uuml;hrern (Kl&auml;ger) herausgehobene Rechtsfrage, ob &sect; 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des Einkommensteuergesetzes i.d.F. der Streitjahre (EStG) i.V.m. &sect; 52 Abs. 39 Satz 1 EStG i.d.F. des Steuerentlastungsgesetzes 1999\/2000\/2002 vom 24. M&auml;rz 1999 (BGBl I, 402) mit dem Grundgesetz insoweit vereinbar ist, als danach auch private Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;fte nach dem 31. Dezember 1998 &uuml;bergangslos der Einkommensbesteuerung unterworfen werden, bei denen nach dem genannten Stichtag die zuvor geltende Spekulationsfrist von zwei Jahren (&sect; 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Buchst. a EStG a.F.) noch nicht abgelaufen war, ist in der Rechtsprechung gekl&auml;rt (vgl. die Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 16. Dezember 2003 IX R 46\/02, BFHE 204, 228, BStBl II 2004, 284 unter B. III. 4. c bb (2), und vom 18. April 2008 IX B 6\/08, BFH\/NV 2008, 1329; vgl. auch Treiber, Der Betrieb 2004, 453 ff.). Danach ist &#8211;wie auch das FG zutreffend herausstellt&#8211; der Steuerpflichtige in seinem Vertrauen auf die geltende Spekulationsfrist noch nicht schutzw&uuml;rdig, wenn diese zum Zeitpunkt der Gesetzes&auml;nderung bezogen auf seinen Erwerb noch nicht abgelaufen war. Denn das Vertrauen des Steuerpflichtigen reduziert sich in derartigen F&auml;llen auf die blo&szlig;e Hoffnung, der Gesetzgeber werde die Regelung des &sect; 23 EStG unver&auml;ndert bis zu einer sp&auml;teren Ver&auml;u&szlig;erung beibehalten und das fragliche Grundst&uuml;ck werde zuk&uuml;nftig nach zwei Jahren steuerentstrickt werden. Die Entt&auml;uschung dieses Vertrauens ist nach der Rechtsprechung hinzunehmen. Wer lediglich erwartet, eine f&uuml;r ihn g&uuml;nstige Steuerrechtslage werde &#8211;bei Fortgeltung des bisherigen Rechts&#8211; in Zukunft eintreten, verdient nicht den gleichen Vertrauensschutz wie derjenige, bei dem diese Rechtslage nach bisherigem Recht bereits eingetreten war (so BFH in BFH\/NV 2008, 1329).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;ger haben insoweit keine vom BFH noch nicht gepr&uuml;ften Argumente gegen die Rechtsauffassung des BFH vorgebracht; sie haben sich, indem sie f&uuml;r die Frage des Vertrauensschutzes ma&szlig;geblich (und allein) auf den Zeitpunkt des Erwerbs abstellen, mit den von der Rechtsprechung des BFH zu dieser Frage entwickelten Grunds&auml;tzen in keiner Weise auseinander gesetzt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 19.6.2009, IX B 46\/09 Besteuerung privater Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;fte nach dem 31.12.1998, bei denen die zuvor geltende Spekulationsfrist von zwei Jahren noch nicht abgelaufen war &#8211; Kein Vertrauensschutz Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. 1. 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