{"id":15105,"date":"2012-12-20T06:43:19","date_gmt":"2012-12-20T04:43:19","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=15105"},"modified":"2012-12-20T06:43:19","modified_gmt":"2012-12-20T04:43:19","slug":"x-r-54-08-kuerzung-des-vorwegabzugs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-54-08-kuerzung-des-vorwegabzugs\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;54\/08 &#8211; K&uuml;rzung des Vorwegabzugs"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 24.6.2009, X R 54\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">K&uuml;rzung des Vorwegabzugs<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) sind Eheleute, die in den Streitjahren 2001 und 2002 zusammen zur Einkommensteuer veranlagt wurden. Der Kl&auml;ger erzielte in diesen Jahren als Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der X-GmbH (GmbH) Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die GmbH zahlte an den am &#8230; Juli 1938 geborenen Kl&auml;ger u.a. Arbeitgeberzusch&uuml;sse zur freiwilligen Kranken- und Pflegeversicherung, die sie als nach &sect; 3 Nr. 62 des Einkommensteuergesetzes in der in den Streitjahren geltenden Fassung (EStG a.F.) steuerfrei behandelte. Zudem bestand zugunsten des Kl&auml;gers eine Pensionszusage, die dem Kl&auml;ger im Rahmen einer Versorgungsrichtlinie von der GmbH im Oktober 1994 erteilt worden war. Diese umfasste den Anspruch auf Ruhegeld als Alterspension ab dem 65. Lebensjahr oder auf vorzeitige Alterspension im Falle der vorzeitigen Beendigung des Dienstverh&auml;ltnisses bei Vorliegen weiterer Voraussetzungen oder auf Invalidenpension bei bestehender Berufs- und Erwerbsunf&auml;higkeit. Ferner war eine Hinterbliebenenversorgung zugesagt. Der Kl&auml;ger war im Zeitpunkt der Zusage mit 60 000 DM (6 %) am Stammkapital der GmbH von 1 Mio. DM beteiligt. Zum damaligen Zeitpunkt war die Pensionszusage auch den anderen 14 Mitgesellschaftern, die alle auch Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer waren, erteilt worden. Die Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer hielten zu diesem Zeitpunkt Anteile an der GmbH zwischen 25 000 DM (kleinste Beteiligung) und 120 000 DM (gr&ouml;&szlig;te Beteiligung). Der Anspruch auf Alterspension setzte sich zusammen aus einem Grundbetrag und aus Steigerungsbetr&auml;gen von 5 % der Bruttomonatsverg&uuml;tung (Basisverg&uuml;tung) f&uuml;r jedes nach der Erteilung der Pensionszusage vollendete pensionsf&auml;hige Dienstjahr. Der Ruhegeldanspruch war begrenzt auf 30 % der Basisverg&uuml;tung. Die Festgeh&auml;lter aller Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer waren zum damaligen Zeitpunkt gleich hoch. Da der Kl&auml;ger schon von der Rechtsvorg&auml;ngerin der GmbH eine Pensionszusage erhalten hatte, wurde mit ihm eine pers&ouml;nliche Regelung dahingehend getroffen, dass f&uuml;r ihn die anrechenbare Dienstzeit im Sinne der Pensionszusage mit dem 18. M&auml;rz 1974 beginnt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                In der Folgezeit wurde das Stammkapital der GmbH auf 1 120 000 EUR erh&ouml;ht. Es wurden weitere Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer aufgenommen, andere Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer sind ausgeschieden. Nach dem unbestrittenen Vorbringen des Kl&auml;gers war er in den Streitjahren mit 75 500 EUR (6,74 %) am Stammkapital der GmbH beteiligt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;ger leisteten 2001 und 2002 jeweils Beitr&auml;ge an Versorgungseinrichtungen i.S. des &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2, Abs. 2 EStG a.F. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) behandelte den Arbeitgeberanteil zur Krankenversicherung als steuerpflichtigen Arbeitslohn. Zudem k&uuml;rzte er den Vorwegabzug i.S. des &sect; 10 Abs. 3 Nr. 2 EStG a.F. auf 0 DM bzw. 0 EUR. Infolgedessen wirkten sich die Vorsorgeaufwendungen in geringerem Umfang steuermindernd aus.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit ihrer Klage machten die Kl&auml;ger geltend, der Vorwegabzug sei ungek&uuml;rzt zu ber&uuml;cksichtigen. Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) sei der Vorwegabzug f&uuml;r Vorsorgeaufwendungen dann nicht zu k&uuml;rzen, wenn eine GmbH mehreren Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern eine Altersversorgung zusage und der einzelne Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer sein Anwartschaftsrecht auf Altersversorgung auf Dauer gesehen ausschlie&szlig;lich durch einen seiner Beteiligungsquote entsprechenden Verzicht auf gesellschaftsrechtliche Anspr&uuml;che erwerbe. Dies sei beim Kl&auml;ger der Fall.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nicht entscheidend sei, dass die Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer im Jahr 1994 und auch in den Folgejahren unterschiedlich hoch am Stammkapital der GmbH beteiligt gewesen seien. Es sei seit Ende der 90er Jahre angestrebt worden, alle Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer gleich, n&auml;mlich mit einem Anteil von 75 500 EUR an der GmbH zu beteiligen, auch wenn dieses Ziel nie vollst&auml;ndig zu realisieren gewesen sei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Dies k&ouml;nne nicht zu Lasten der Kl&auml;ger gehen. Denn der BFH habe in seinem Urteil vom 23. Februar 2005 XI R 29\/03 (BFHE 209, 256, BStBl II 2005, 634) ausgef&uuml;hrt, es versto&szlig;e gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz, wenn zwar ein Alleingesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer den ungek&uuml;rzten Vorwegabzug trotz der Pensionszusage erhalte, bei einer GmbH mit mehreren Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern der Vorwegabzug aber gek&uuml;rzt werde.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Finanzgericht (FG) wies die Klage ab. Das FA habe zu Recht den Vorwegabzug gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 3 Nr. 2 Satz 2 Buchst. a EStG a.F. gek&uuml;rzt, da der Kl&auml;ger zum Personenkreis des &sect; 10c Abs. 3 Nr. 2 EStG a.F. geh&ouml;rt habe.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger habe seine Altersvorsorge zum Teil auf Kosten seiner Mitgesellschafter erlangt. Nach der Versorgungsrichtlinie vom Oktober 1994 sei allen 15 Gesellschaftern mit Erreichen des 65. Lebensjahres eine Versorgung in H&ouml;he von 30 % des allen in gleicher H&ouml;he gezahlten Gesch&auml;ftsf&uuml;hrergehalts zugesagt worden. Es seien daher aufwandswirksam Pensionsr&uuml;ckstellungen in jeweils gleicher H&ouml;he zu bilden gewesen. Der gesamte Aufwand habe den Kl&auml;ger nur in H&ouml;he seiner damaligen Beteiligungsquote von 6 % belastet. Demgegen&uuml;ber betrage der Aufwand f&uuml;r die Pension des Kl&auml;gers 1\/15 des Gesamtaufwands (= 6,66 %). Zu keinem anderen Ergebnis f&uuml;hre es, wenn man die jeweiligen Pensionsverpflichtungen als Ma&szlig;stab nehme. Unerheblich sei, dass alle Gesellschafter h&auml;tten gleich beteiligt werden sollen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit ihrer Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts. Sie machen geltend, der Vorwegabzug sei nicht zu k&uuml;rzen. Nach der Pensionsordnung seien allen Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern bei grunds&auml;tzlich gleicher Beteiligungsquote gleich hohe Pensionen zugesagt worden. Die GmbH sei jedem Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer in gleicher H&ouml;he verpflichtet gewesen. Der Vorwegabzug d&uuml;rfe nicht deshalb gek&uuml;rzt werden, weil im Rahmen der GmbH gesellschaftstypische Entwicklungen wie beispielsweise Ein- und Austritte oder Anwachsungen bei neuen\/j&uuml;ngeren Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern vor&uuml;bergehende Abweichungen vom idealtypischen Regelfall bedingten. Andernfalls w&uuml;rde eine gr&ouml;&szlig;ere Freiberufler-GmbH schlechter gestellt als einfacher strukturierte Gesellschaften.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zu Unrecht habe das FG bei der Pr&uuml;fung, ob der kl&auml;gerische Pensionsanspruch sich im Rahmen seiner Beteiligungsquote halte, auch nicht streitige Vorjahre miteinbezogen. Dies lasse au&szlig;er Acht, dass bezogen auf den Pensionszeitpunkt alle Pensionsanspr&uuml;che jeweils den Beteiligungsquoten der Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer entspr&auml;chen. In einem solchen Fall seien zus&auml;tzliche Sachverhaltsermittlungen im Hinblick auf die steuerliche Bedeutung des Vorwegabzugs unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Beispielsrechnung des FG zur R&uuml;ckstellungsbildung l&auml;gen fiktive Annahmen zugrunde. Hieraus k&ouml;nnten keine relevanten Schlussfolgerungen abgeleitet werden. Die Ausf&uuml;hrungen des FG zu den Zuf&uuml;hrungen zur Pensionsr&uuml;ckstellung seien fehlerhaft. Insbesondere habe das FG zu Unrecht die Zuf&uuml;hrungen nicht um die j&auml;hrlich wachsenden Zinsanteile gek&uuml;rzt. Anzusetzen sei lediglich die um den Zinsanteil bereinigte Nettopr&auml;mie. Denn die Pension setze sich aus Kapital und Zins zusammen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;ger beantragen sinngem&auml;&szlig;,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                das angefochtene Urteil aufzuheben und die Einkommensteuerbescheide f&uuml;r 2001 und 2002 jeweils in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 31. Mai 2006 dahingehend abzu&auml;ndern, dass der Vorwegabzug jeweils ungek&uuml;rzt gew&auml;hrt wird,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                hilfsweise, das Verfahren zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das FG D&uuml;sseldorf zur&uuml;ckzuverweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;ger h&auml;tten nicht nachgewiesen, dass die dem Kl&auml;ger erteilte Pensionszusage unter Ber&uuml;cksichtigung einer typisierenden und vorausschauenden Betrachtung in vollem Umfang durch Minderung seiner gesellschaftlichen Anspr&uuml;che ausgeglichen worden sei. Bei der gebotenen Gesamtschau habe das FG zu Recht auch die Vorjahre gew&uuml;rdigt. Zutreffend habe es auch die Zuf&uuml;hrungen zur Pensionsr&uuml;ckstellung nicht um die Zinsanteile gek&uuml;rzt. Die Zinsanteile seien die Folge davon, dass die Pensionsr&uuml;ckstellungen gem&auml;&szlig; &sect; 6a Abs. 3 EStG zu bewerten seien.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision der Kl&auml;ger ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat im Ergebnis zu Recht erkannt, dass den Kl&auml;gern der Vorwegabzug gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 3 Nr. 2 EStG a.F. nicht ungek&uuml;rzt zu belassen ist. Es ist nicht festgestellt, dass der Kl&auml;ger seine Pensionsanwartschaft in vollem Umfang durch Verzicht auf eigene gesellschaftliche Rechte erworben hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Im Streitfall ist allein fraglich, ob der Kl&auml;ger zum Personenkreis des &sect; 10 Abs. 3 Nr. 2 Satz 2 Buchst. a i.V.m. &sect; 10c Abs. 3 Nr. 2 EStG a.F. geh&ouml;rt. Eine K&uuml;rzung des Vorwegabzugs aufgrund von &sect; 10 Abs. 3 Nr. 2 Satz 2 Buchst. a 1. Alternative EStG a.F. kommt nicht in Betracht, da f&uuml;r den Kl&auml;ger keine Leistungen f&uuml;r die Zukunftssicherung i.S. des &sect; 3 Nr. 62 EStG erbracht werden. Voraussetzung f&uuml;r die Steuerfreiheit von Ausgaben des Arbeitgebers f&uuml;r die Zukunftssicherung des Arbeitnehmers ist, dass der Arbeitgeber hierzu nach sozialversicherungsrechtlichen oder anderen gesetzlichen Vorschriften verpflichtet ist. Leistungen, die auf einer freiwillig begr&uuml;ndeten Rechtspflicht beruhen, sind dagegen nicht steuerbefreit (BFH-Urteil vom 22. Juli 2008 VI R 56\/05, BFHE 222, 442, BStBl II 2008, 894, m.w.N. aus der BFH-Rechtsprechung). Die Beteiligten gehen &uuml;bereinstimmend davon aus, dass eine solche gesetzliche Verpflichtung im Streitfall nicht bestanden hat. Der von der GmbH gezahlte Zuschuss zur Kranken- und Pflegeversicherung des Kl&auml;gers ist daher f&uuml;r die Beurteilung des Streitfalls ohne Belang. Auch ist unstreitig, dass der Kl&auml;ger nicht zum Personenkreis des &sect; 10c Abs. 3 Nr. 1 EStG a.F. geh&ouml;rt. Entscheidend ist daher, ob der Kl&auml;ger zum ebenso von der K&uuml;rzung des Vorwegabzugs betroffenen Personenkreis des &sect; 10c Abs. 3 Nr. 2 EStG a.F. geh&ouml;rt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Zum Personenkreis des &sect; 10c Abs. 3 Nr. 2 EStG z&auml;hlen nach der in den Streitjahren geltenden Gesetzesfassung Arbeitnehmer, die nicht der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht unterliegen, eine Berufst&auml;tigkeit ausge&uuml;bt und im Zusammenhang damit aufgrund vertraglicher Vereinbarungen Anwartschaftsrechte auf eine Altersversorgung ganz oder teilweise ohne eigene Beitragsleistungen erworben haben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Ob der Kl&auml;ger seine Pensionsanwartschaft ganz oder teilweise ohne eigene Beitragsleistungen erlangt hat, h&auml;ngt davon ab, ob der Aufwand der GmbH f&uuml;r die Altersversorgung des Kl&auml;gers sich im Rahmen seiner Beteiligung h&auml;lt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Nach der Rechtsprechung des BFH ist unter dem Begriff der &quot;Beitragsleistung&quot; f&uuml;r den Erwerb von Anwartschaftsrechten auf eine (eigene) Altersversorgung nicht nur eine Geldzahlung, sondern jede Minderung eines Verm&ouml;gensanspruchs gegen eine Versorgungszusage zu verstehen (Senatsurteil vom 25. M&auml;rz 1992 X R 121\/90, BFH\/NV 1992, 596; BFH-Urteil vom 16. Oktober 2002 XI R 25\/01, BFHE 200, 554, BStBl II 2004, 546). Der XI. Senat des BFH hat &#8211;ausgehend von diesem Grundsatz&#8211; mit seinen Urteilen in BFHE 200, 554, BStBl II 2004, 546 und vom 28. Juli 2004 XI R 9\/04 (BFH\/NV 2005, 196) entschieden, dass dem Alleingesellschafter und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einer GmbH der Vorwegabzug f&uuml;r Vorsorgeaufwendungen ungek&uuml;rzt zu belassen ist, weil dieser &#8211;wirtschaftlich betrachtet&#8211; eine ihm von der GmbH zugesagte Altersversorgung durch Verzicht auf entsprechende gesellschaftliche Anspr&uuml;che (&sect;&sect; 29, 72 des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschr&auml;nkter Haftung) und damit letztlich ausschlie&szlig;lich durch eigene Beitragsleistungen erwirbt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Gleiches gilt nach der Rechtsprechung des XI. Senats des BFH, wenn eine GmbH mehreren Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern eine Altersversorgung zugesagt hat und der einzelne Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer bei typisierender und wirtschaftlicher Betrachtung sein Anwartschaftsrecht auf Altersversorgung auf Dauer gesehen ausschlie&szlig;lich durch einen seiner Beteiligungsquote entsprechenden Verzicht auf gesellschaftliche Anspr&uuml;che erwirbt (BFH-Urteil in BFHE 209, 256, BStBl II 2005, 634). Die Frage, ob der Kl&auml;ger sein Anwartschaftsrecht auf betriebliche Altersversorgung ganz oder teilweise ohne eigene Beitragsleistung erwirbt, ist danach unter Ber&uuml;cksichtigung der bestehenden Beteiligungsverh&auml;ltnisse, des Alters der Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer und der H&ouml;he der jeweils zugesagten Altersversorgung im Wege der vorausschauenden Berechnung des auf den einzelnen Gesellschafter entfallenden Aufwands der Gesellschaft zu beantworten (BFH-Urteil vom 15. Dezember 2004 XI R 45\/03, BFH\/NV 2005, 1509).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Der erkennende Senat hat sich dieser Rechtsprechung des XI. Senats (kritisch dazu insbesondere Briese, Deutsches Steuerrecht 2005, 1087; dagegen wiederum Ahmann, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 2005, 959) im Grundsatz angeschlossen. Der erkennende Senat hat in mehreren Urteilen (vom 26. September 2006 X R 3\/05, BFHE 215, 165, BStBl II 2007, 452; vom 8. November 2006 X R 11\/05, BFH\/NV 2007, 673; vom 17. Januar 2007 X R 10\/06, BFH\/NV 2007, 1289, und vom 2. September 2008 X R 17\/08, BFH\/NV 2009, 141) jedoch klargestellt, dass der von dem Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einer GmbH bezogene Arbeitslohn nur dann aus der Bemessungsgrundlage f&uuml;r die K&uuml;rzung des Vorwegabzugs auszunehmen ist, wenn die gegen die Gesellschaft erworbenen Anspr&uuml;che auf eine eigene Altersversorgung vollst&auml;ndig mit dem (gegebenenfalls wechselseitigen) Verzicht auf die dem Steuerpflichtigen in seiner Eigenschaft als (Mit-)Gesellschafter zustehenden Anspr&uuml;che in Verbindung gebracht werden k&ouml;nnen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Bei &#8211;wie im Streitfall&#8211; mehreren Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern beantwortet sich die Frage nach der vollst&auml;ndig eigenen Beitragsleistung daher ma&szlig;geblich nach den bestehenden Beteiligungsverh&auml;ltnissen und nach der ihnen jeweils insgesamt zugesagten Altersversorgung. Die Antwort bestimmt sich damit letztlich danach, ob unter Ber&uuml;cksichtigung des Gesamtaufwands der Gesellschaft f&uuml;r die Altersversorgung ihrer Gesellschafter der Aufwand der GmbH f&uuml;r die Altersversorgung des Kl&auml;gers dessen quotaler Beteiligung an der GmbH entspricht oder diese unterschreitet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                cc) Ob diese Voraussetzungen vorliegen, beurteilt sich nicht danach, in welcher H&ouml;he die Gesellschaft vor Beginn der Auszahlungsphase f&uuml;r die zugunsten ihrer Gesellschafter erteilten Pensionszusagen jeweils Pensionsr&uuml;ckstellungen bildet; auf die Behandlung des Zinsfaktors kommt es daher nicht an. Die Ankn&uuml;pfung an die Zuf&uuml;hrungen zur Pensionsr&uuml;ckstellung ist kein geeigneter Ma&szlig;stab f&uuml;r die Beurteilung der Frage, ob sich der Aufwand der GmbH f&uuml;r die Pensionszusage des jeweiligen Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers im Rahmen seiner Beteiligungsquote an der GmbH h&auml;lt. Hiervon ist bereits der XI. Senat des BFH in seinem Urteil in BFHE 209, 256, BStBl II 2005, 634 ausgegangen. Der erkennende Senat hat sich dem in seinem Urteil vom 27. Mai 2009 X R 50\/06 (www.bundesfinanzhof.de, unter Entscheidungen &#8211; Recherche) angeschlossen. Eine im Rahmen von &sect; 6a EStG angesetzte Pensionsr&uuml;ckstellung bildet den der GmbH im Pensionsfall voraussichtlich entstehenden tats&auml;chlichen Aufwand nicht in zutreffender Weise ab, da gem&auml;&szlig; &sect; 6a Abs. 3 Satz 2 EStG der nach Satz 4 der Vorschrift abgezinste Barwert anzusetzen ist. Infolgedessen fallen die Zuf&uuml;hrungen zur Pensionsr&uuml;ckstellung allein wegen des unterschiedlichen Lebensalters der von der Pensionszusage beg&uuml;nstigten Personen trotz gleichen Leistungsumfangs und gleichen Stichtags f&uuml;r den Beginn der Pensionszahlungen unterschiedlich aus, obwohl sich die Aufwendungen nach Eintritt des Pensionsfalls jedenfalls im Ansatz entsprechen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Daher sind die bestehenden Versorgungsanwartschaften einschlie&szlig;lich solcher auf Hinterbliebenenversorgung (vgl. Senatsurteil X R 50\/06) daraufhin zu untersuchen, in welchem Umfang bei vorausschauender Betrachtung unter Ber&uuml;cksichtigung der H&ouml;he der jeweils zugesagten Altersversorgung und des Alters der Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer bei Beginn der Zahlungen der GmbH Aufwand f&uuml;r die Altersversorgung dieser Personen entstehen wird und wie viel hiervon auf den betreffenden Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer entf&auml;llt (zur Berechnung des Aufwands mittels Ansatzes der zu Beginn der Auszahlungsphase anzusetzenden Barwerte der Versorgungsanspr&uuml;che vgl. Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 22. Mai 2007 IV C 8 &#8211; S 2221\/07\/0002, BStBl I 2007, 493, unter 2.b). Die sich hierbei ergebende Quote ist mit der Beteiligungsquote dieses Gesellschafters an der GmbH zu vergleichen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                dd) Hinsichtlich der Beantwortung der Frage, ob deshalb ein vorwegabzugssch&auml;dliches Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis vorliegt, weil der quotale Aufwand der GmbH f&uuml;r den Pensionsanspruch des betroffenen Gesellschafters dessen Beteiligungsquote an der Gesellschaft &uuml;bersteigt, ist auf die in den Streitjahren konkret bestehenden gesamten Versorgungsanwartschaften und auf die jeweiligen Beteiligungsquoten an der GmbH abzustellen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach Auffassung des erkennenden Senats ist es nicht sachgerecht, zur Beurteilung der Frage, ob der Aufwand der GmbH f&uuml;r den Pensionsanspruch ihres Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers dessen Beteiligungsquote an der Gesellschaft entspricht oder unterschreitet, die Verh&auml;ltnisse fr&uuml;herer oder k&uuml;nftiger Veranlagungszeitr&auml;ume miteinzubeziehen. Eine solche Vorgehensweise w&auml;re, worauf bereits der XI. Senat in seinem Urteil in BFHE 209, 256, BStBl II 2005, 634 hingewiesen hat, mit einem erheblichen Verwaltungsaufwand verbunden. Ein solcher ist deshalb nicht zu rechtfertigen, weil der Gesetzgeber wiederholt die Regelung &uuml;ber die K&uuml;rzung des Vorwegabzugs mit dem Ziel ge&auml;ndert hat, das Verfahren zu vereinfachen (BTDrucks 11\/2157, S. 145).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Entgegen der Ansicht des FG kann dem Senatsurteil in BFHE 215, 165, BStBl II 2007, 452 nicht entnommen werden, dass auch Verh&auml;ltnisse fr&uuml;herer Veranlagungszeitr&auml;ume zu ber&uuml;cksichtigen seien. Das FG hat die vom erkennenden Senat getroffene Aussage, wonach der Vorwegabzug nur dann ungek&uuml;rzt zu gew&auml;hren sei, wenn die Pensionsanwartschaft vollst&auml;ndig auf einem Verzicht der dem Steuerpflichtigen zustehenden gesellschaftlichen Anspr&uuml;che beruhte, fehl interpretiert. Der erkennende Senat hat damit &#8211;wie das Senatsurteil in BFH\/NV 2007, 1289 zeigt&#8211; nur zum Ausdruck gebracht, dass der Vorwegabzug eines Gesellschafters, bei dem der Aufwand f&uuml;r dessen Pensionszusage seine Beteiligungsquote an der GmbH &uuml;bersteigt, nicht deshalb ungek&uuml;rzt bleiben kann, weil dieser h&ouml;here Aufwand durch andere Leistungen wie z.B. durch eine h&ouml;here Arbeitsleistung dieses Gesellschafters oder durch eine h&ouml;here Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer-Verg&uuml;tung der anderen Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer kompensiert wird.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Eine Mitber&uuml;cksichtigung der Verh&auml;ltnisse k&uuml;nftiger Veranlagungszeitr&auml;ume kommt ebenso nicht in Betracht. Die k&uuml;nftigen Verh&auml;ltnisse sind &#8211;wie der Streitfall zeigt&#8211; h&auml;ufig nicht hinreichend sicher zu prognostizieren. Zudem w&auml;re die Mitber&uuml;cksichtigung dieser Verh&auml;ltnisse mit einem nicht vertretbaren Verwaltungsaufwand verbunden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                ee) Ob unter Beachtung der vorstehend genannten Grunds&auml;tze ein k&uuml;rzungsunsch&auml;dliches Arbeitsverh&auml;ltnis vorliegt, weil sich der quotale Aufwand f&uuml;r den Pensionsanspruch im Rahmen der Beteiligungsquote des Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers h&auml;lt, muss zur &Uuml;berzeugung des Gerichts nachgewiesen werden. Insbesondere gen&uuml;gt es nicht, dass die Beteiligten ein solches Ergebnis lediglich anstreben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                ff) Kann diese &Uuml;berzeugung nicht gewonnen werden, ist nach den Grunds&auml;tzen der objektiven Beweislast der Vorwegabzug zu versagen. Hierin liegt keine nach Art. 3 des Grundgesetzes unzul&auml;ssige Benachteiligung von Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern einer gro&szlig;en GmbH gegen&uuml;ber Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern einfach strukturierter Gesellschaften. Der ungek&uuml;rzte Vorwegabzug h&auml;ngt in allen F&auml;llen der Erteilung einer Pensionszusage vom Nachweis ab, dass der hierdurch ausgel&ouml;ste Aufwand nicht &#8211;auch nicht zum Teil&#8211; zu Lasten der Mitgesellschafter geht. Dass dieser Nachweis bei komplizierter Sachverhaltsgestaltung gegebenenfalls schwieriger zu f&uuml;hren ist, ist keine Folge einer rechtlich unterschiedlichen Behandlung, sondern Konsequenz der Gestaltung, welche die Beteiligten gew&auml;hlt haben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Entgegen der Auffassung der Finanzverwaltung (BMF-Schreiben in BStBl I 2007, 493, unter 2.e) ist bereits eine geringf&uuml;gige &Uuml;berschreitung sch&auml;dlich. Eine Bagatellgrenze sieht &sect; 10c Abs. 3 Nr. 2 EStG a.F. nicht vor. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird auf den Beschluss des erkennenden Senats vom 23. Juli 2008 X B 51\/08, BFH\/NV 2008, 1675 Bezug genommen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Bei Anwendung dieser Rechtsgrunds&auml;tze hat das FG im Ergebnis zu Recht die Klage abgewiesen. Zwar hat es sein Urteil in erster Linie darauf gest&uuml;tzt, die Kl&auml;ger h&auml;tten nicht nachgewiesen, dass unter Einbeziehung der Verh&auml;ltnisse, die seit Erteilung der Pensionszusage gegeben waren, der Aufwand der GmbH f&uuml;r die dem Kl&auml;ger erteilte Pensionszusage seine Beteiligungsquote nicht &uuml;berschritten habe. Auch hat das FG hilfsweise auf die Zuf&uuml;hrungen zur Pensionsr&uuml;ckstellung abgestellt. Auf diese Gesichtspunkte kommt es wie dargelegt nicht an.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FG hat indessen die Kl&auml;ger auch aufgefordert, unter Zugrundelegung der Grunds&auml;tze des Senatsurteils in BFH\/NV 2007, 673 zu belegen, dass der Kl&auml;ger seine Pensionsanwartschaft nicht teilweise auf Kosten Dritter erlangt hat. Bereits in diesem Urteil hat der erkennende Senat auf die Verh&auml;ltnisse des einzelnen Veranlagungszeitraums abgestellt. Auch hat der Senat durch den Hinweis, der k&uuml;nftig aus dieser Pensionszusage entstehende Aufwand sei entscheidend, hinreichend deutlich gemacht, dass die H&ouml;he der Zuf&uuml;hrung zur Pensionsr&uuml;ckstellung in der Zeit vor Eintritt des Versorgungsfalls nicht ma&szlig;gebend ist. Auf die Aufforderung des FG haben die Kl&auml;ger lediglich mit allgemein gehaltenen &Auml;u&szlig;erungen reagiert. Sie haben aber keine Unterlagen vorgelegt, mittels derer festgestellt werden kann, dass unter Beachtung der im Senatsurteil in BFH\/NV 2007, 673 aufgestellten Grunds&auml;tze kein vorwegabzugssch&auml;dliches Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis vorgelegen hat. Dies geht zu Lasten der Kl&auml;ger.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 24.6.2009, X R 54\/08 K&uuml;rzung des Vorwegabzugs Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) sind Eheleute, die in den Streitjahren 2001 und 2002 zusammen zur Einkommensteuer veranlagt wurden. Der Kl&auml;ger erzielte in diesen Jahren als Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der X-GmbH (GmbH) Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit. 2&nbsp; Die GmbH zahlte an den am &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-54-08-kuerzung-des-vorwegabzugs\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;54\/08 &#8211; K&uuml;rzung des Vorwegabzugs<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-15105","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15105","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15105"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15105\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15105"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15105"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15105"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}