{"id":15150,"date":"2012-12-20T02:56:15","date_gmt":"2012-12-20T00:56:15","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=15150"},"modified":"2012-12-20T02:56:15","modified_gmt":"2012-12-20T00:56:15","slug":"x-r-41-06-gewerblicher-grundstueckshandel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-41-06-gewerblicher-grundstueckshandel\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;41\/06 &#8211; Gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.8.2009, X R 41\/06<\/p>\n<p class=\"titel\">Gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) ist alleiniger Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der E-GmbH (GmbH). An dieser ist er zu 75 % beteiligt, die weiteren Anteile geh&ouml;ren seiner Mutter. Gegenstand des Unternehmens der GmbH ist der Hoch-, Tief- und Stahlbetonbau.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Seit 1993 ist der Kl&auml;ger Eigent&uuml;mer eines vermieteten Mehrfamilienhauses in M. Seit 1989 ist seine Ehefrau Eigent&uuml;merin eines weiteren vermieteten Mehrfamilienhauses und seit 1993 Eigent&uuml;merin eines vermieteten Gesch&auml;ftsgrundst&uuml;cks jeweils in M.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Prozessbevollm&auml;chtigte des Kl&auml;gers wurde von dem Architekten S angesprochen, ob er in M das baureife Grundst&uuml;ck L-Stra&szlig;e\/F-Stra&szlig;e erwerben wolle. Der Prozessbevollm&auml;chtigte suchte in seinem Umfeld deshalb weitere K&auml;ufer.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Durch notariell beurkundeten Kauf- und Auseinandersetzungsvertrag vom 5. August 1994 erwarben der Kl&auml;ger, die Eheleute J und Herr G, die alle Mandanten des Prozessbevollm&auml;chtigten des Kl&auml;gers waren, sowie Frau R, eine Kollegin des Prozessbevollm&auml;chtigten und der Prozessbevollm&auml;chtigte selbst das noch ungeteilte Grundst&uuml;ck. Der Kl&auml;ger und die anderen K&auml;ufer setzten sich in der Weise auseinander, dass jedem von ihnen ein Bauplatz und ein Garagengrundst&uuml;ck zugewiesen wurden. Nach dem Anhang zur notariellen Urkunde waren f&uuml;r den Bauplatz des Kl&auml;gers sechs Wohnungen, f&uuml;r den der Eheleute J neun Wohnungen, f&uuml;r die Baupl&auml;tze von Herrn G neun bzw. acht Wohnungen und f&uuml;r den Bauplatz von Frau R bzw. den des Prozessbevollm&auml;chtigten jeweils acht Wohnungen vorgesehen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                W&auml;hrend die H&auml;user der &uuml;brigen Grundst&uuml;ckserwerber bereits zum Ende des Jahres 1995 bzw. zum Ende des Folgejahres fertig gestellt waren, begann der Kl&auml;ger auf der Grundlage eines von ihm bereits am 22. November 1994 gestellten Bauantrags erst im November 1996 mit der Errichtung eines Sechsfamilienhauses auf seinem Grundst&uuml;ck. Die Architektenleistungen f&uuml;r alle Geb&auml;ude wurden von S erbracht. Auch wurden die Garagen f&uuml;r alle Eigent&uuml;mer von demselben Unternehmen hergestellt. Im &Uuml;brigen w&auml;hlten die Bauherren die beauftragten Unternehmen nicht in Abstimmung mit den Eigent&uuml;mern der Nachbargrundst&uuml;cke aus. Der Kl&auml;ger lie&szlig; den Rohbau seines Hauses durch die GmbH errichten. Nach dem unwidersprochenen Vortrag des Kl&auml;gers waren die ihn betreffenden Rechnungen der GmbH bei dieser Gegenstand einer Betriebspr&uuml;fung, die zu dem Ergebnis f&uuml;hrte, dass die Bauleistungen wie zwischen fremden Dritten abgerechnet worden waren.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zur Finanzierung des Geb&auml;udes hatte der Kl&auml;ger am 17. M&auml;rz 1997 zwei Kredite &uuml;ber jeweils 450.000 DM bei der Sparkasse M aufgenommen. Diese waren &uuml;ber Grundschulden auf dem Grundst&uuml;ck und durch die Abtretung von zwei am 1. Dezember 1996 abgeschlossenen und bis zum 1. Dezember 2016 laufenden Lebensversicherungen der Z-Lebensversicherung abgesichert. Der Zinssatz von j&auml;hrlich 6,75 % war bis zum Jahresende 2006 unver&auml;nderlich. Die Darlehen sollten beginnend ab dem 1. Dezember 1997 ratenweise &uuml;ber ein Policendarlehen der vorstehend genannten Versicherung getilgt werden. Ferner sollten zur Tilgung die jeweils zum Jahresende 2016 f&auml;llig werdenden Abschlusszahlungen dieser Lebensversicherungen dienen. Nach dem Inhalt der vom Finanzgericht (FG) in Bezug genommenen und damit festgestellten Kreditvereinbarungen war der Kl&auml;ger berechtigt, kostenfrei f&uuml;r beide Darlehen der Sparkasse M j&auml;hrliche Sondertilgungen von insgesamt 75.000 DM vorzunehmen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Am 3. April 1997 beauftragte der Kl&auml;ger einen Makler damit, f&uuml;r die sechs Wohnungen seines noch nicht fertig gestellten Mehrfamilienhauses Mieter zu suchen. Am 8. und am 13. Mai 1997 sowie am 23. Juni 1997 schloss der Kl&auml;ger Mietvertr&auml;ge &uuml;ber jeweils eine Wohnung seines Mehrfamilienhauses ab. Die jeweiligen Mietvertr&auml;ge sollten jeweils am 1. September 1997 beginnen und ohne Verl&auml;ngerungsoption in einem Fall am 1. September 2002 bzw. in den anderen beiden F&auml;llen jeweils am 30. September 2002 enden. In allen Mietvertr&auml;gen war die nach &sect; 568 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs in der im Jahr 1997 g&uuml;ltigen Fassung vorgesehene stillschweigende Verl&auml;ngerung des Mietverh&auml;ltnisses durch unwidersprochenen Gebrauch der Mietsache nach Ablauf der Mietzeit ausgeschlossen worden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Durch den notariell beurkundeten Kaufvertrag vom 4. Juli 1997 ver&auml;u&szlig;erte der Kl&auml;ger das zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertig gestellte Sechsfamilienhaus nebst Garagen f&uuml;r 1.555.000 DM an Herrn V, der in die Mietvertr&auml;ge und auch in die Darlehensvertr&auml;ge des Kl&auml;gers mit der Sparkasse &uuml;ber 900.000 DM eintrat. In H&ouml;he der Differenz zwischen dem Kaufpreis und den &uuml;bernommenen Schulden wurde eine Ausgleichszahlung geleistet. Das bebaute Grundst&uuml;ck wurde ausdr&uuml;cklich in teilfertigem Zustand ver&auml;u&szlig;ert, die restlichen Arbeiten zur Fertigstellung waren vom K&auml;ufer auf eigene Rechnung vorzunehmen. Zu diesem Zeitpunkt war der Rohbau einschlie&szlig;lich Dacheindeckung hergestellt und abgenommen, die Elektroleitungen lagen unter Putz, das Rohrsystem f&uuml;r die Heizung und die f&uuml;r den Sanit&auml;rbereich notwendigen Leitungen waren verlegt. Es fehlten die Steckdosen, die Verbindungsleitungen zum Z&auml;hler, der Heizkessel, der Warmwasserboiler, die Zapfstellen, H&auml;hne, Waschbecken, Badewannen, Duschtassen und Toilettent&ouml;pfe. Fenster und Haust&uuml;re waren montiert, Estrich- und Putz- sowie die Natursteinarbeiten einschlie&szlig;lich der Montage der Fensterb&auml;nke waren erledigt. Die Garagen waren hergestellt und die Grobplanung f&uuml;r die Au&szlig;enanlagen war fertig gestellt. Es fehlten die Innent&uuml;ren, Holzstufen, Holzstufentreppen, Fliesenarbeiten, Metallbauarbeiten, die Trennw&auml;nde im Keller und die Rolll&auml;den.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger hatte nach eigenen Angaben f&uuml;r den Erwerb des Grundst&uuml;cks, Baukosten und Baunebenkosten bis zur Herstellung des teilfertigen Geb&auml;udes insgesamt 1.212.337,13 DM zuz&uuml;glich 18.786 DM Finanzierungskosten aufgewandt. Er sah den von ihm durch die Ver&auml;u&szlig;erung erzielten Gewinn als nicht steuerbar an.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Anschluss an eine Au&szlig;enpr&uuml;fung vertrat der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) den Standpunkt, es handele sich um einen Gewinn aus einem gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel. Er ermittelte einen Gewinn von 288.095 DM. Auf dieser Grundlage setzte er mit Bescheid vom 14. April 1999 f&uuml;r das Streitjahr 1997 einen einheitlichen Gewerbesteuermessbetrag von 9.595 DM fest.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit seiner nach erfolglosem Vorverfahren erhobenen Klage machte der Kl&auml;ger geltend, er habe das Grundst&uuml;ck in der Absicht erworben, es zu bebauen und Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung zu erzielen. Dies werde durch die abgeschlossenen Mietvertr&auml;ge und die langfristige Finanzierung belegt. Die Initiative zum Verkauf des Grundst&uuml;cks sei von V ausgegangen, der sich auch bereit erkl&auml;rt habe, in die Finanzierung einzutreten. Der Kontakt zu V sei von dem als Steuerberater t&auml;tigen Herrn B ausgegangen, der im Juni 1997 erfahren habe, dass der Kl&auml;ger ein Sechsfamilienhaus baue.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                F&uuml;r eine solche Ver&auml;u&szlig;erung h&auml;tten mehrere, erst nach Planung und Beginn der Baumassnahmen eingetretene Umst&auml;nde gesprochen. Seine Eink&uuml;nfte als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der GmbH h&auml;tten sich ab dem Jahr 1996 r&uuml;ckl&auml;ufig entwickelt. Auch habe die GmbH seit 1996 im Gegensatz zu den Vorjahren keine Gewinne mehr ausgesch&uuml;ttet. Ferner habe sich im Juni 1997 herausgestellt, dass zur Fertigstellung des Geb&auml;udes eine Nachfinanzierung in H&ouml;he von 150.000 DM erforderlich werden w&uuml;rde. Zudem sei die Vermietung der Wohnungen schwieriger als erwartet gewesen, weil sich der Wohnungsmarkt in M erstmals seit 1990 entspannt habe und sich die Mietpreise daher r&uuml;ckl&auml;ufig entwickelt h&auml;tten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Einen gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel habe er nicht unterhalten. Das von ihm errichtete Mehrfamilienhaus geh&ouml;re nicht zu den Gro&szlig;objekten, die eine solche Vielzahl von Aktivit&auml;ten erforderten, dass in der Gesamtheit von einer gewerblichen T&auml;tigkeit ausgegangen werden k&ouml;nne. Auch habe er das Geb&auml;ude nicht in unbedingter Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht erworben. Er sei nicht wie ein Bautr&auml;ger aufgetreten, insbesondere habe er nach dem Verkauf keine weiteren Leistungen an den K&auml;ufer erbracht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA ist der Klage entgegengetreten. Das Verhalten des Kl&auml;gers entspreche dem Bild eines gewerblichen Grundst&uuml;cksh&auml;ndlers. Er habe das Grundst&uuml;ck kurze Zeit nach Erwerb und vor Fertigstellung des Geb&auml;udes ver&auml;u&szlig;ert. In einem solchen Fall nehme die Finanzverwaltung stets eine gewerbliche T&auml;tigkeit an. Auch habe die Errichtung des Geb&auml;udes Einzelaktivit&auml;ten in einem Umfang erfordert, die das Merkmal der Nachhaltigkeit erf&uuml;llten. Der Verkauf von zuvor errichteten Gro&szlig;objekten sei nach Auffassung der Finanzverwaltung gewerblich. Zudem habe der Kl&auml;ger die GmbH bei der Bebauung eingeschaltet und unter anderem dadurch die erhebliche Wertsteigerung des Grundst&uuml;cks erreicht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FG gab der Klage mit in Entscheidungen der Finanzgerichte 2007, 686 ver&ouml;ffentlichten Urteilsgr&uuml;nden statt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ein gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel habe nicht vorgelegen. Im Streitfall lasse sich auch nach Durchf&uuml;hrung einer Beweisaufnahme nicht feststellen, dass der Kl&auml;ger das Mehrfamilienhaus in unbedingter Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht errichtet habe. Es k&ouml;nne allenfalls davon ausgegangen werden, dass er das Geb&auml;ude neben der Absicht zur Vermietung in einer bedingten Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht erworben habe. Eine unbedingte Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht habe erst ab dem Zeitpunkt vorgelegen, zu dem sich der Kl&auml;ger aufgrund des Gespr&auml;chs mit dem als Zeugen vernommenen Herrn B grunds&auml;tzlich zur Ver&auml;u&szlig;erung bereit erkl&auml;rt gehabt habe. Dass der Kl&auml;ger zuvor keine eigenen Verkaufsbem&uuml;hungen angestrengt habe, werde auch durch den Maklervertrag belegt, in dem lediglich ein Auftrag zur Vermietung der Wohnungen und nicht zu deren Verkauf erteilt worden sei. F&uuml;r eine geplante langfristige Nutzung spreche zudem die Geb&auml;udefinanzierung mittels eines Kredits mit 20-j&auml;hriger Laufzeit.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger habe nach dem Zeitpunkt, zu dem er den unbedingten Entschluss zur Grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;erung gefasst habe, keine Aktivit&auml;ten entfaltet, die in ihrer Gesamtheit dem Bild eines Gewerbetreibenden entspr&auml;chen. Er habe nichts unternommen, was &uuml;ber den Rahmen hinausgehe, der bei einem Privatmann &uuml;blich sei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Auch das Merkmal der Nachhaltigkeit sei nicht erf&uuml;llt. Die zur Teilfertigstellung des Geb&auml;udes erforderlichen Ma&szlig;nahmen seien nicht &uuml;ber diejenigen hinausgegangen, die jeder Privatmann entfalten m&uuml;sse, um auf seinem Grundst&uuml;ck ein Mietshaus zu errichten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit der Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts. Das FG habe zu Unrecht einen gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel verneint. Der Kl&auml;ger habe die Grenze zur privaten Verm&ouml;gensverwaltung &uuml;berschritten. Nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 18. September 2002 X R 183\/96 (BFHE 200, 293, BStBl II 2003, 238) sei keine private Verm&ouml;gensverwaltung gegeben, wenn mit dem k&uuml;nftigen Erwerber vor Fertigstellung des Bauwerks ein Vorvertrag abgeschlossen werde. Dies m&uuml;sse dann erst Recht gelten, wenn wie im Streitfall vor der Fertigstellung des Bauwerks ein endg&uuml;ltiger Kaufvertrag abgeschlossen worden sei. Der Kl&auml;ger habe auch nachhaltig gehandelt. Dies sei dann der Fall, wenn wie im Streitfall die mit der Errichtung eines Sechsfamilienhauses entwickelten Einzelaktivit&auml;ten nicht hinter denen zur&uuml;ckblieben, die zum Bau mehrerer Geb&auml;ude erforderlich seien.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das angefochtene Urteil stehe auch in Widerspruch zum Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 24. Februar 2004, BStBl I 2004, 434, Tz. 29. Entgegen der Auffassung des FG seien im Streitfall besondere Umst&auml;nde gegeben, aus denen sich ergebe, dass die Bet&auml;tigung des Kl&auml;gers der T&auml;tigkeit eines Bautr&auml;gers entsprochen habe. Das BMF verweise auf das BFH-Urteil vom 14. Januar 1996 X R 1\/96 (BFHE 185, 242, BStBl II 1998, 346). Dem liege ein dem Streitfall vergleichbarer Sachverhalt zugrunde.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                das angefochtene Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zutreffend angenommen, dass der Kl&auml;ger nicht als gewerblicher Grundst&uuml;cksh&auml;ndler t&auml;tig geworden ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Nach &sect; 2 Abs. 1 Satz 1 des Gewerbesteuergesetzes unterliegt der Gewerbesteuer jeder stehende Gewerbebetrieb, soweit er im Inland betrieben wird. Unter Gewerbebetrieb ist ein gewerbliches Unternehmen i.S. des Einkommensteuergesetzes (EStG) zu verstehen. Ein Gewerbebetrieb liegt nach n&auml;herer Ma&szlig;gabe des &sect; 15 Abs. 2 EStG vor, wenn er selbst&auml;ndig, nachhaltig sowie mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, betrieben wird, sich als Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr darstellt und die T&auml;tigkeit nicht der privaten Verm&ouml;gensverwaltung zuzurechnen ist (st&auml;ndige Rechtsprechung des BFH, vgl. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 10. Dezember 2001 GrS 1\/98, BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) F&uuml;r die Abgrenzung zwischen Gewerbebetrieb einerseits und Verm&ouml;gensverwaltung andererseits stellt die Rechtsprechung auf das Gesamtbild der Verh&auml;ltnisse und die Verkehrsanschauung ab. In Zweifelsf&auml;llen ist ma&szlig;gebend, ob die T&auml;tigkeit, soll sie in den gewerblichen Bereich fallen, dem Bild entspricht, das nach der Verkehrsanschauung einen Gewerbebetrieb ausmacht und einer privaten Verm&ouml;gensverwaltung fremd ist (vgl. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 3. Juli 1995 GrS 1\/93, BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617, unter C.I.; BFH-Urteil vom 29. Oktober 1998 XI R 80\/97, BFHE 187, 287, BStBl II 1999, 448, zum Wertpapierhandel).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Anhaltspunkt f&uuml;r einen solchen gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel ist die Ver&auml;u&szlig;erung von mehr als drei Objekten innerhalb eines engen zeitlichen Zusammenhangs (sog. Drei-Objekt-Grenze, vgl. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291, m.w.N.). Denn die Zahl der Ver&auml;u&szlig;erungen innerhalb eines engen zeitlichen Zusammenhangs von in der Regel f&uuml;nf Jahren zwischen Anschaffung bzw. Errichtung und Verkauf l&auml;sst den Schluss zu, dass es dem Steuerpflichtigen auf die Ausnutzung substantieller Verm&ouml;genswerte durch Umschichtung ankommt (Senatsurteil vom 15. M&auml;rz 2000 X R 130\/97, BFHE 191, 360, BStBl II 2001, 530). Die Heranziehung dieser objektiv erkennbaren Merkmale ist gerechtfertigt, weil das Merkmal der von Anfang an bestehenden Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht oft nicht auf anderem Wege zweifelsfrei feststellbar ist. Gleichwohl kommt es auf diese Umst&auml;nde dann nicht an, wenn sich bereits aus anderen &#8211;ganz besonderen&#8211; Umst&auml;nden zweifelsfrei eine von Anfang an bestehende oder aber fehlende Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht ergibt (vgl. Beschl&uuml;sse des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617, und in BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291). Danach kann trotz &Uuml;berschreitens der Drei-Objekt-Grenze ein gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel zu verneinen sein, wenn eindeutige Anhaltspunkte gegen eine von Anfang an bestehende Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht sprechen. Andererseits k&ouml;nnen auch bei der Ver&auml;u&szlig;erung von weniger als vier Objekten besondere Umst&auml;nde auf eine gewerbliche Bet&auml;tigung schlie&szlig;en lassen (Entscheidung des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben liegen die Voraussetzungen f&uuml;r einen Grundst&uuml;ckshandel nicht vor.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Der Kl&auml;ger hat nicht innerhalb eines engen zeitlichen Zusammenhangs mehr als drei Objekte verkauft. Nur ein Objekt im Sinne der Drei-Objekt-Grenze sind auch Mehrfamilienh&auml;user unabh&auml;ngig von deren Wert und Gr&ouml;&szlig;e (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteil vom 17. Dezember 2008 IV R 77\/06, BFHE 224, 233, BFH\/NV 2009, 1007, m.w.N. aus der Rechtsprechung).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) F&uuml;r die Annahme eines Grundst&uuml;ckshandels ist es nicht ausreichend, wenn ein Steuerpflichtiger nur ein Grundst&uuml;ck mit lediglich bedingter Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht erwirbt oder bebaut (BFH-Urteile vom 15. April 2004 IV R 54\/02, BFHE 206, 90, BStBl II 2004, 868, unter II.1.b bb der Gr&uuml;nde, und vom 17. Dezember 2008 IV R 85\/06, BFHE 224, 84).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Ein gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel kann jedoch gegeben sein, wenn (nur) ein Grundst&uuml;ck ver&auml;u&szlig;ert wird, sofern der Steuerpflichtige im Zeitpunkt des Erwerbs oder im Zeitpunkt der Errichtung eines auf dem Grundst&uuml;ck befindlichen Geb&auml;udes mit unbedingter Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht handelt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ob dies der Fall ist, ist durch eine Gesamtw&uuml;rdigung aller in Betracht kommenden Umst&auml;nde festzustellen. Das FG ist hierbei zutreffend zu dem Ergebnis gelangt, dass sich im Streitfall eine solche unbedingte Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht nicht feststellen l&auml;sst.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Ein enger zeitlicher Zusammenhang zwischen der Fertigstellung eines Geb&auml;udes und dem anschlie&szlig;enden Verkauf ist ebenso wie die Ver&auml;u&szlig;erung eines Geb&auml;udes in teilfertigem Zustand ein gewichtiger Anhaltspunkt daf&uuml;r, dass der Steuerpflichtige das Geb&auml;ude bereits in unbedingter Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht erstellt hat (Senatsurteil vom 10. Dezember 2008 X R 14\/05, BFH\/NV 2009, 1244). Die Ver&auml;u&szlig;erung eines bebauten Grundst&uuml;cks in unmittelbarem Anschluss an die Fertigstellung des Geb&auml;udes l&auml;sst jedoch f&uuml;r sich genommen noch nicht den Schluss zu, es habe bereits bei Erwerb oder bei der Bebauung eine unbedingte Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht bestanden (BFH-Urteile vom 27. November 2008 IV R 38\/06, BFHE 223, 476, BStBl II 2009, 278, und vom 19. Februar 2009 IV R 8, 9\/07, BFH\/NV 2009, 923; IV R 12\/07, BFH\/NV 2009, 926).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Die Grunds&auml;tze der zuletzt genannten BFH-Urteile sind nach Ansicht des erkennenden Senats auch auf den Fall zu &uuml;bertragen, dass der Steuerpflichtige sein Grundst&uuml;ck mit einem von ihm lediglich teilweise fertig gestellten Geb&auml;ude ver&auml;u&szlig;ert. Denn auch in einem solchen Fall kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Steuerpflichtige seinen Ver&auml;u&szlig;erungsentschluss kurzfristig gefasst hat. Es bedarf daher des Vorliegens weiterer Umst&auml;nde, die den Schluss zulassen, dass die unbedingte Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht bereits im Zeitpunkt des Erwerbs bzw. der Bebauung bestand.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Dem steht nicht entgegen, dass der erkennende Senat in mehreren Entscheidungen zum Ausdruck gebracht hat, von einer solchen Absicht sei auszugehen, wenn der Steuerpflichtige mit dem Erwerber in einem Zeitpunkt, zu dem das von ihm errichtete Geb&auml;ude lediglich teilweise fertig gestellt ist, einen Vorvertrag oder einen Kaufvertrag abschlie&szlig;t (Senatsurteile in BFHE 200, 293, BStBl II 2003, 238, und vom 28. Januar 2009 X R 36\/07, www.bundesfinanzhof.de, unter Entscheidungen). Diese Urteile betreffen, wie das zuletzt genannte Senatsurteil zeigt, Gestaltungen, in denen der Steuerpflichtige zur Fertigstellung des Geb&auml;udes verpflichtet war und vor allem eine lediglich kurzfristige Finanzierung vorlag. Bei einer solchen Konstellation liegt die W&uuml;rdigung nahe, dass der Ver&auml;u&szlig;erungsentschluss nicht erst bei Abschluss des Vor- oder Kaufvertrags, sondern bereits bei Baubeginn gefasst wurde.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die vorstehenden Grunds&auml;tze gelten auch im Falle der Errichtung eines Mehrfamilienhauses. Dem stehen die Senatsurteile vom 24. Januar 1996 X R 255\/93 (BFHE 180, 51, BStBl II 1996, 303) und in BFHE 185, 242, BStBl II 1998, 346 nicht entgegen. In diesen Urteilen hat der erkennende Senat die Errichtung eines Supermarktgeb&auml;udes bzw. eines Sechsfamilienhauses mit jeweils anschlie&szlig;ender Ver&auml;u&szlig;erung als gewerbliche Bet&auml;tigung beurteilt. Die Entscheidungen beruhten ma&szlig;geblich auf der Erw&auml;gung, die Errichtung solcher &quot;Gro&szlig;objekte&quot; sei unabh&auml;ngig von der Drei-Objekt-Grenze als gewerbliche Bet&auml;tigung zu beurteilen. Dieser Rechtsauffassung ist indessen der Gro&szlig;e Senat des BFH in seinem Beschluss in BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291 nicht gefolgt. Die Senatsurteile sind daher &uuml;berholt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                cc) Das FG hat keine ma&szlig;geblichen Umst&auml;nde festgestellt, die in ausreichendem Umfang belegen, dass der Kl&auml;ger das Geb&auml;ude in unbedingter Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht erstellt bzw. nach der Grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;erung entsprechend den W&uuml;nschen des Erwerbers fertig gestellt hat oder er zu dessen Gunsten Verpflichtungen eingegangen ist, die im Rahmen eines Privatverkaufs un&uuml;blich sind.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aaa) Zutreffend hat das FG der Tatsache, dass der Kl&auml;ger Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der im Bereich des Bauwesens t&auml;tigen GmbH war, keine ma&szlig;gebliche Bedeutung zugemessen. Nach der Rechtsprechung des BFH ist die Branchenn&auml;he eines Steuerpflichtigen nur ein schwaches Beweisanzeichen f&uuml;r das Vorhandensein einer von vornherein bestehenden Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht, dem allenfalls in Verbindung mit anderen Indizien Bedeutung zukommt (BFH-Urteil in BFH\/NV 2009, 923).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bbb) Kein Anhaltspunkt f&uuml;r eine unbedingte Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht ist ferner die Errichtung des Rohbaus durch diese GmbH. Zwar kann f&uuml;r eine gewerbliche Bet&auml;tigung der Umstand sprechen, dass das Bauunternehmen des das Grundst&uuml;ck bebauenden Steuerpflichtigen erhebliche Leistungen f&uuml;r den Bau erbringt. Dies gilt indessen nur, wenn diese nicht wie unter Fremden abgerechnet werden (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291, Senatsurteil in BFHE 200, 293, BStBl II 2003, 238).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Streitfall ist unstreitig, dass die GmbH die gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger erbrachten Bauleistungen zu fremd&uuml;blichen Bedingungen abgerechnet hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                ccc) Ferner hat das FG durch Vernehmung des Grundst&uuml;ckerwerbers und eines Steuerberaters, der diesen Verkauf vermittelt hat, festgestellt, dass sich der Kl&auml;ger erst aufgrund der zeitnah zum Verkauf erfolgten Gespr&auml;che zur Ver&auml;u&szlig;erung entschlossen hat. Diese Feststellungen hat das FA ebenso wenig beanstandet wie die weitere Feststellung, der Kl&auml;ger habe vor der Grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;erung einen Makler lediglich dazu eingeschaltet, Mieter f&uuml;r die von ihm zu errichtenden Wohnungen zu finden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zudem hat das FG unter Heranziehung des vom Kl&auml;ger abgeschlossenen Kaufvertrags und der Zeugenaussage des Erwerbers hierzu festgestellt, dass der Kl&auml;ger von dem Zeitpunkt des Abschlusses des Kaufvertrags an keine weiteren Bauma&szlig;nahmen zur Fertigstellung des ver&auml;u&szlig;erten Geb&auml;udes veranlasst und er dem Erwerber gegen&uuml;ber auch keine un&uuml;blichen Garantieleistungen &uuml;bernommen hat. Ersteres hat das FG zudem auch plausibel damit begr&uuml;ndet, der Erwerber habe zur Erlangung der (erh&ouml;hten) degressiven Abschreibung nach der im Ver&auml;u&szlig;erungsjahr geltenden Rechtslage die Bauherreneigenschaft erlangen m&uuml;ssen. Auch diese Feststellungen sind von der Revision nicht angegriffen worden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                ddd) Schlie&szlig;lich hat das FG festgestellt, der Kl&auml;ger habe sein Bauvorhaben langfristig finanziert. Eine solche zu Beginn der Bebauung abgeschlossene Finanzierungsvereinbarung ist ein gewichtiges Beweisanzeichen daf&uuml;r, dass zu diesem Zeitpunkt eine unbedingte Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht nicht bestanden hat. Die Annahme, ein Steuerpflichtiger vereinbare eine langfristige Finanzierung, obwohl er hinsichtlich des zu finanzierenden Objekts zur Ver&auml;u&szlig;erung entschlossen sei, widerspricht im Regelfall der Lebenserfahrung, weil die im Ver&auml;u&szlig;erungsfall regelm&auml;&szlig;ig erforderliche Abl&ouml;sung der Kreditvereinbarung mit der Verpflichtung zur Zahlung einer Vorf&auml;lligkeitsentsch&auml;digung verbunden ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Anders ist es dann, wenn im Rahmen einer langfristig angelegten Kreditvereinbarung dem Kreditnehmer das Recht einger&auml;umt ist, den gesamten Kredit kostenfrei vorzeitig abzul&ouml;sen. Dies steht einer kurzfristigen Finanzierung gleich (Senatsurteil vom 28. Januar 2009 X R 35\/07, BFH\/NV 2009, 1249). Soweit eine Kreditvereinbarung vorzeitige (kostenfreie) Sondertilgungen in nur begrenztem Umfang vorsieht, kommt es entscheidend auf deren Gewicht an. Sofern die j&auml;hrlich zul&auml;ssigen Sondertilgungen jedenfalls 10 % des urspr&uuml;nglich vereinbarten Kreditvolumens nicht &uuml;bersteigen, ist einem solchen Sondertilgungsrecht keine Bedeutung beizumessen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Streitfall hat das FG durch Bezugnahme auf die bei den Gerichtsakten befindlichen Kreditunterlagen festgestellt, dass die Geb&auml;udefinanzierung auf eine Gesamtlaufzeit bis zum Jahr 2016 und damit auf 20 Jahre angelegt war. Zwar war der Kl&auml;ger vereinbarungsgem&auml;&szlig; zu j&auml;hrlichen Sondertilgungen von insgesamt 75.000 DM berechtigt. Bezogen auf die anf&auml;ngliche Kreditsumme von 900.000 DM machen diese weniger als 10 % aus. Das Sondertilgungsrecht ist daher bei der Beurteilung der Frage, ob eine langfristige Finanzierung gegeben war, unbeachtlich.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Da im Streitfall bereits nicht festgestellt werden kann, dass der Kl&auml;ger das teilweise fertig gestellte Geb&auml;ude in unbedingter Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht ver&auml;u&szlig;ert hat, bedarf es keiner Ausf&uuml;hrungen dazu, ob im Streitfall eine gewerbliche Bet&auml;tigung auch deshalb ausscheidet, weil das Merkmal der Nachhaltigkeit nicht erf&uuml;llt ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.8.2009, X R 41\/06 Gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) ist alleiniger Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der E-GmbH (GmbH). An dieser ist er zu 75 % beteiligt, die weiteren Anteile geh&ouml;ren seiner Mutter. 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