{"id":15156,"date":"2012-12-19T15:00:00","date_gmt":"2012-12-19T13:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=15156"},"modified":"2012-12-19T15:00:00","modified_gmt":"2012-12-19T13:00:00","slug":"viii-r-57-07-kaskoversicherung-fuer-ein-auch-privat-genutztes-betriebliches-fahrzeug-abzug-der-praemien-als-betriebsausgabe-erfassung-einer-versicherungsleistung-nach-diebstahl-des-fahrzeugs-als-betri","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-57-07-kaskoversicherung-fuer-ein-auch-privat-genutztes-betriebliches-fahrzeug-abzug-der-praemien-als-betriebsausgabe-erfassung-einer-versicherungsleistung-nach-diebstahl-des-fahrzeugs-als-betri\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;57\/07 &#8211; Kaskoversicherung f&uuml;r ein auch privat genutztes betriebliches Fahrzeug &#8211; Abzug der Pr&auml;mien als Betriebsausgabe &#8211; Erfassung einer Versicherungsleistung nach Diebstahl des Fahrzeugs als Betriebseinnahme"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 13.5.2009, VIII R 57\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Kaskoversicherung f&uuml;r ein auch privat genutztes betriebliches Fahrzeug &#8211; Abzug der Pr&auml;mien als Betriebsausgabe &#8211; Erfassung einer Versicherungsleistung nach Diebstahl des Fahrzeugs als Betriebseinnahme<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Beteiligten streiten dar&uuml;ber, ob die Versicherungszahlung f&uuml;r ein gestohlenes Fahrzeug des Sonderbetriebsverm&ouml;gens in voller H&ouml;he Betriebseinnahme ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) war von 1996 bis 2004 Partner einer 1992 gegr&uuml;ndeten Anwaltssoziet&auml;t. Mit Eintritt in die Soziet&auml;t verpflichtete er sich, ihr seinen PKW entgeltlich zu &uuml;berlassen; dar&uuml;ber wurde ein gesonderter Nutzungsvertrag geschlossen. Den PKW erfasste die Soziet&auml;t im Rahmen der Ermittlung ihrer Eink&uuml;nfte aus selbst&auml;ndiger Arbeit als Sonderbetriebsverm&ouml;gen des Kl&auml;gers. Das im Oktober 2000 angeschaffte Fahrzeug wurde im M&auml;rz 2001 aus dessen Privatgarage entwendet; zu diesem Zeitpunkt hatte es einen Buchwert von 113 147,13 DM.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der von der Kaskoversicherung f&uuml;r das Fahrzeug erstattete Betrag in H&ouml;he von 144 010,35 DM wurde im Rahmen der einheitlichen und gesonderten Gewinnfeststellung der Soziet&auml;t f&uuml;r das Streitjahr 2001 nicht in voller H&ouml;he als Sonderbetriebseinnahme erfasst. Vielmehr wurde er in H&ouml;he von 45 881,70 DM der nichtsteuerbaren Privatsph&auml;re des Kl&auml;gers mit der Begr&uuml;ndung zugerechnet, dieser Anteil (31,86 v.H. der gesamten Versicherungsleistung) entspreche dem Anteil der Privatnutzung des Kraftfahrzeugs durch den Kl&auml;ger und sei deshalb nicht bei dessen Sonderbetriebseinnahmen zu ber&uuml;cksichtigen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nachdem der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) den Gewinn der Soziet&auml;t zun&auml;chst unter Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; festgestellt hatte, erfasste er die Versicherungsleistung aufgrund einer Au&szlig;enpr&uuml;fung durch &Auml;nderungsbescheid &uuml;ber die einheitliche und gesonderte Feststellung des Gewinns f&uuml;r das Streitjahr in voller H&ouml;he als Sonderbetriebseinnahme.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die dagegen nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhobene Klage des zwischenzeitlich aus der Soziet&auml;t ausgeschiedenen Kl&auml;gers wies das Finanzgericht (FG) mit seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2008, 785 ver&ouml;ffentlichten Urteil als unbegr&uuml;ndet ab.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit der Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger Verletzung materiellen Rechts und tr&auml;gt im Wesentlichen vor:      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das angefochtene Urteil stelle allein darauf ab, dass die Versicherungsleistung lediglich an die Stelle des zum Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;renden &#8211;gestohlenen&#8211; Kraftfahrzeugs trete und deshalb als Betriebseinnahme zu erfassen sei. Damit bleibe zu Unrecht unber&uuml;cksichtigt, dass die Versicherungsleistung aufgrund eines Kasko-Versicherungsvertrages erbracht worden sei und die insoweit gezahlten Versicherungspr&auml;mien nach Ma&szlig;gabe des Betriebspr&uuml;fungsberichts im Umfang des Anteils der privaten Kraftfahrzeugnutzung an dessen Gesamtnutzung nicht als Betriebsausgabe abgezogen werden k&ouml;nnten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Bundesfinanzhof (BFH) habe die Frage, ob die von einer Kaskoversicherung f&uuml;r ein Wirtschaftsgut des Betriebsverm&ouml;gens geleistete Entsch&auml;digung auch im Umfang der nichtbetrieblichen Nutzung als Betriebseinnahme zu erfassen ist, ausdr&uuml;cklich in seinem Urteil IV R 31\/02 vom 20. November 2003 (BFHE 204, 166, BStBl II 2006, 7) offengelassen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit dem Schrifttum sei in einem solchen Fall die Versicherungsleistung &#8211;entsprechend dem Verh&auml;ltnis zwischen betrieblicher und privater Nutzung&#8211; in einen steuerbaren betrieblichen Teil (= Betriebseinnahme) und einen nichtsteuerbaren Teil (= Privateinnahme) aufzuteilen, um eine andernfalls entstehende Doppelbesteuerung zu vermeiden. Sie entstehe n&auml;mlich, wenn der auf den Anteil der privaten Nutzung entfallende Teil der Versicherungspr&auml;mie nicht als Betriebsausgabe abgezogen werden d&uuml;rfe, andererseits aber der aufgrund der Pr&auml;mie erzielte Erstattungsbetrag in voller H&ouml;he als Betriebseinnahme versteuert werden m&uuml;sse. Diese Besonderheit schlie&szlig;e es aus, die uneingeschr&auml;nkte Erfassung der Versicherungsleistung als Betriebseinnahme mit dem Hinweis auf die grunds&auml;tzlich zu trennende Beurteilung von privater Nutzung der Wirtschaftsg&uuml;ter des Betriebsverm&ouml;gens einerseits und der steuerlichen Erfassung ihrer Ver&auml;u&szlig;erung andererseits zu begr&uuml;nden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger beantragt, das angefochtene Urteil aufzuheben, soweit es das Jahr 2001 betrifft, und den Feststellungs&auml;nderungsbescheid f&uuml;r 2001 vom 1. Juli 2004 dahin abzu&auml;ndern, dass der Ansatz der Sonderbetriebseinnahmen des Kl&auml;gers um 45 881,70 DM (= 23 458,94 EUR) verringert wird.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen und hilfsweise, den Ansatz der Sonderbetriebseinnahmen des Kl&auml;gers lediglich um 9 101,45 DM (= 4 653,50 EUR) zu verringern.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und nach &sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zu Recht hat das FG die streitige Versicherungsleistung f&uuml;r das im Sonderbetriebsverm&ouml;gen des Kl&auml;gers gehaltene Kraftfahrzeug in voller H&ouml;he den Sonderbetriebseinnahmen zugerechnet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Wird ein Wirtschaftsgut des Betriebsverm&ouml;gens zerst&ouml;rt oder wie im Streitfall gestohlen, so stellen die zum Ausgleich gezahlten Versicherungsleistungen grunds&auml;tzlich Betriebseinnahmen dar (BFH-Urteile vom 24. Mai 1989 I R 213\/85, BFHE 157, 521, BStBl II 1990, 8, unter II.B.5.; in BFHE 204, 166, BStBl II 2006, 7). Diese betriebliche Veranlassung der Einnahme wird nicht durch eine Nutzung des Fahrzeugs zu privaten Zwecken in Zweifel gezogen. Denn das Parken vor dem Privathaus wie auch in der Betriebs- oder Privatgarage unterbricht nach st&auml;ndiger Rechtsprechung nicht den im &Uuml;brigen &#8211;hier unstreitigen&#8211; betrieblichen Nutzungszusammenhang und kann deshalb nicht dem Bereich der privaten Nutzung zugerechnet werden (BFH-Urteile in BFHE 204, 166, BStBl II 2006, 7; vom 18. April 2007 XI R 60\/04, BFHE 218, 56, BStBl II 2007, 762, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Die Versicherungsleistung ist nicht nach Ma&szlig;gabe des Verh&auml;ltnisses zwischen betrieblicher und privater Nutzung in Betriebseinnahmen einerseits und Privateinnahmen andererseits aufzuteilen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Allerdings wird im Schrifttum eine solche Aufteilung gefordert (vgl. z.B. S&ouml;hn, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect; 4 Rz E 762; Schmidt\/Heinicke, EStG, 28. Aufl., &sect; 4 Rz 274; Tipke, Steuer und Wirtschaft 1979, 193, 202; a.A.: Bl&uuml;mich\/ Wied, EStG, KStG, GewStG, &sect; 4 EStG Rz 403 ff.; Meurer, Betriebs-Berater 2002, 503, 505; Scheidel, Deutsches Steuerrecht 2000, 1890, 1893; Valentin, EFG 2002, 1287).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Gegen eine solche Aufteilung spricht indessen, dass die Kaskoversicherung f&uuml;r das entwendete Fahrzeug ausschlie&szlig;lich ein Wirtschaftsgut des Sonderbetriebsverm&ouml;gens betrifft und der Versicherungsfall &#8211;die Entwendung des Fahrzeugs&#8211; nach den Ausf&uuml;hrungen zu 1. betrieblich veranlasst war.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                F&uuml;r die ausschlie&szlig;liche Erfassung der Versicherungsleistung als Betriebseinnahme spricht des Weiteren, dass solche Einnahmen nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH entsprechend der Art des versicherten Risikos zuzuordnen sind. Bezieht sich die Versicherung auf ein betriebsbedingtes und im Schadensfall verwirklichtes Risiko, f&uuml;hrt sie zu Betriebsausgaben und Betriebseinnahmen. Ist dagegen ein au&szlig;erbetriebliches Risiko versichert, k&ouml;nnen Ausgaben allenfalls als Sonderausgaben i.S. von &sect; 10 Abs. 1 Nr. 3 des Einkommensteuergesetzes (EStG) ber&uuml;cksichtigt werden, w&auml;hrend die Einnahmen (die Versicherungsleistung) nicht steuerbar sind (BFH-Urteile vom 6. Februar 1992 IV R 30\/91, BFHE 167, 366, BStBl II 1992, 653; vom 26. August 1993 IV R 35\/92, BFH\/NV 1994, 306).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Gefahren, die darin bestehen, dass betrieblich genutzte Gegenst&auml;nde durch Unfall, Brand, Sturm, Wassereinbruch oder &auml;hnliche Ereignisse zerst&ouml;rt, besch&auml;digt oder wie hier durch Diebstahl entzogen werden, stellen betriebliche Risiken dar (vgl. BFH-Urteile vom 18. Juli 1968 I 224\/65, BFHE 93, 233, BStBl II 1968, 737; vom 9. Dezember 1982 IV R 54\/80, BFHE 137, 453, BStBl II 1983, 371; zur betrieblichen Veranlassung von Kaskoversicherungen und der Vereinnahmung von Versicherungsleistungen durch ein ausschlie&szlig;lich betriebliches Ereignis Meurer in Lademann, EStG, &sect; 4 Rz 432, 656; entsprechend zu &Uuml;berschusseink&uuml;nften Cla&szlig;en in Lademann, a.a.O., &sect; 9 Rz 68).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Dass die vom Kl&auml;ger abgeschlossene Kaskoversicherung auch das Risiko eines Diebstahls im Zusammenhang mit einer Privatnutzung abdeckte, rechtfertigt im Streitfall keine andere Entscheidung, weil sich ein solches Risiko hier nicht verwirklicht hat (weitergehend BFH-Urteil in BFHE 157, 521, BStBl II 1990, 8 zur Zurechnung der Kasko-Versicherungsleistung f&uuml;r ein bei Privatnutzung entwendetes Kraftfahrzeug allein aufgrund seiner Eigenschaft als Wirtschaftsgut des Betriebsverm&ouml;gens; offengelassen insoweit durch BFH-Urteil in BFHE 204, 166, BStBl II 2006, 7 mit Nachweisen der ablehnenden Auffassungen im Schrifttum; vgl. dazu auch BFH-Urteil vom 15. Dezember 1977 IV R 78\/74, BFHE 124, 185, BStBl II 1978, 212).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Nach diesen Grunds&auml;tzen ist die streitige Versicherungsleistung zu Recht als Betriebseinnahme erfasst worden, weil sie unstreitig durch ein betrieblich veranlasstes Schadensereignis ausgel&ouml;st wurde und das Risiko eines solchen Schadens Gegenstand des Versicherungsvertrages (Sachversicherung gegen den Untergang oder Verlust eines Wirtschaftsguts des Betriebsverm&ouml;gens) war.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                4. Obwohl diese Versicherungsleistung in vollem Umfang als Betriebseinnahme zu beurteilen ist, hat das FA zu Recht den Sonderbetriebsausgabenabzug f&uuml;r die Versicherungsbeitr&auml;ge um den Anteil der Privatnutzung gek&uuml;rzt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Denn auch die Veranlassung der Versicherungspr&auml;mien richtet sich nach der Art des versicherten Risikos. Danach kann die Versicherungspr&auml;mie nur in dem Umfang als Betriebausgabe abgezogen werden, in dem sie ein betriebliches Risiko abdeckt. Im Streitfall waren die Versicherungspr&auml;mien dementsprechend aufzuteilen, weil die Kaskoversicherung auch private Risiken abdeckte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Bemessung dieses Teils durch das FG auf der Grundlage der entsprechenden tats&auml;chlichen Feststellungen des FA ist nach &sect; 118 Abs. 2 FGO f&uuml;r den Senat bindend, nachdem der Kl&auml;ger dagegen im Revisionsverfahren keine Verfahrensr&uuml;gen erhoben hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 13.5.2009, VIII R 57\/07 Kaskoversicherung f&uuml;r ein auch privat genutztes betriebliches Fahrzeug &#8211; Abzug der Pr&auml;mien als Betriebsausgabe &#8211; Erfassung einer Versicherungsleistung nach Diebstahl des Fahrzeugs als Betriebseinnahme Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Die Beteiligten streiten dar&uuml;ber, ob die Versicherungszahlung f&uuml;r ein gestohlenes Fahrzeug des Sonderbetriebsverm&ouml;gens in voller H&ouml;he Betriebseinnahme ist. 2&nbsp; Der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-57-07-kaskoversicherung-fuer-ein-auch-privat-genutztes-betriebliches-fahrzeug-abzug-der-praemien-als-betriebsausgabe-erfassung-einer-versicherungsleistung-nach-diebstahl-des-fahrzeugs-als-betri\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;57\/07 &#8211; Kaskoversicherung f&uuml;r ein auch privat genutztes betriebliches Fahrzeug &#8211; Abzug der Pr&auml;mien als Betriebsausgabe &#8211; Erfassung einer Versicherungsleistung nach Diebstahl des Fahrzeugs als Betriebseinnahme<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-15156","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15156","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15156"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15156\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15156"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15156"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15156"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}