{"id":15208,"date":"2012-12-20T02:57:09","date_gmt":"2012-12-20T00:57:09","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=15208"},"modified":"2012-12-20T02:57:09","modified_gmt":"2012-12-20T00:57:09","slug":"x-r-21-07-einkommensteuerliche-behandlung-der-sog-praxisausfallversicherung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-21-07-einkommensteuerliche-behandlung-der-sog-praxisausfallversicherung\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;21\/07 &#8211; Einkommensteuerliche Behandlung der sog. Praxisausfallversicherung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.8.2009, X R 21\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Einkommensteuerliche Behandlung der sog. Praxisausfallversicherung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) betrieb im Streitjahr 2002 eine Versicherungsagentur. Der durch Bestandsvergleich ermittelte Gewinn wurde gem&auml;&szlig; &sect;&sect; 179, 180 Abs. 1 Nr. 2b der Abgabenordnung (AO) gesondert festgestellt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erlie&szlig; den Gewinnfeststellungsbescheid f&uuml;r 2002 zun&auml;chst erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung nach &sect; 164 Abs. 1 AO. Eine im Jahr 2004 durchgef&uuml;hrte Au&szlig;enpr&uuml;fung stellte fest, dass der Kl&auml;ger Leistungen in H&ouml;he von 31.660,04 EUR aus einer Praxis-Ausfallversicherung wegen eines krankheitsbedingten Ausfalls nicht als Betriebseinnahmen erfasst hatte. Gegenstand der Versicherung war nach den Vertragsbestimmungen der Ersatz eines Unterbrechungsschadens, wenn die Unterbrechung durch Krankheit oder Unfall der den Betrieb leitenden Person oder durch Quarant&auml;ne oder durch Besch&auml;digungen oder Zerst&ouml;rungen einer dem Betrieb dienenden Sache durch Feuer, Sturm\/Hagel, Leitungswasser sowie Einbruch\/Diebstahl entstand.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach den Feststellungen der Au&szlig;enpr&uuml;fung hatte der Kl&auml;ger die Versicherungsbeitr&auml;ge f&uuml;r Januar bis April 2000 als Betriebsausgaben gebucht, diejenigen f&uuml;r die Folgemonate &#8211;auch f&uuml;r das gesamte Streitjahr&#8211; hingegen nicht. Das FA folgte den Feststellungen der Au&szlig;enpr&uuml;fung und &auml;nderte den Gewinnfeststellungsbescheid 2002 nach &sect; 164 Abs. 2 AO. Die nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhobene Klage hatte in vollem Umfang Erfolg. Das Finanzgericht (FG) erkannte in dem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2007, 1063 ver&ouml;ffentlichten Urteil, dass das FA zu Unrecht die Leistungen aus der Praxis-Unfallversicherung und die in diesem Zusammenhang geleisteten Versicherungspr&auml;mien als Betriebseinnahmen bzw. -ausgaben angesetzt habe.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit der Revision r&uuml;gt das FA Verletzung materiellen Rechts. Der Kl&auml;ger habe keine Krankenhaustagegeldversicherung, sondern eine Praxis-Ausfallversicherung abgeschlossen, die ein Unterfall der Betriebsunterbrechungsversicherung sei. Bei einer Krankenhaustagegeldversicherung bemesse sich die H&ouml;he der Versicherungsleistung nach Tagessatzpauschalen. Die Praxis-Ausfallversicherung hingegen sei von s&auml;mtlichen Krankheitskosten v&ouml;llig unabh&auml;ngig. Sie stelle eine betriebliche Sach- und Schadensversicherung dar. Sie diene der Kompensation von Betriebsausgaben und bemesse sich nach den nachgewiesenen fortlaufenden Betriebsausgaben. Da den Betriebsausgaben w&auml;hrend des Praxisausfalls keine Einnahmen gegen&uuml;berst&uuml;nden, solle diese Versicherung letztlich eine m&ouml;gliche betriebliche &Uuml;berschuldung durch die Belastung mit fortlaufenden Betriebsausgaben (L&ouml;hne, Miete, Steuern, Abgaben etc.) verhindern. Die Einnahmen aus der Versicherungserstattung w&uuml;rden daher in einem engen kausalen Zusammenhang mit dem Betrieb des Kl&auml;gers stehen und zu einem au&szlig;erordentlichen Ertrag f&uuml;hren. Das FG habe nicht zwischen versichertem Risiko und Schadensereignis unterschieden. Im Streitfall sei ein ausschlie&szlig;lich betriebliches Risiko gegeben, so dass &sect; 12 Nr. 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) nicht anwendbar sei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                das FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen bzw. hilfsweise die Streitsache an das FG zur anderweitigen Verhandlung zur&uuml;ckzuverweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und deshalb zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Zu Recht hat das FG erkannt, dass Leistungen aus einer Praxis-Ausfallversicherung, die zum Ausgleich eines au&szlig;erbetrieblichen Risikos gezahlt werden, zu keinen Betriebseinnahmen f&uuml;hren.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Ob Anspr&uuml;che und Verpflichtungen aus einem Versicherungsvertrag zum Betriebsverm&ouml;gen eines Unternehmens geh&ouml;ren und die geleisteten Pr&auml;mien bei ihm Betriebsausgaben i.S. des &sect; 4 Abs. 4 EStG bilden, beurteilt sich nach der st&auml;ndigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) nach der Art des versicherten Risikos. Bezieht sich die Versicherung auf ein betriebsbedingtes Risiko, f&uuml;hrt sie zu Betriebsausgaben und Betriebseinnahmen; ist dagegen ein au&szlig;erbetriebliches Risiko versichert, k&ouml;nnen die Ausgaben allenfalls als Sonderausgaben i.S. von &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 EStG ber&uuml;cksichtigt werden, w&auml;hrend die Einnahmen nicht steuerbar sind (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 6. Februar 1992 IV R 30\/91, BFHE 167, 366, BStBl II 1992, 653; vom 26. August 1993 IV R 35\/92, BFH\/NV 1994, 306).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Gefahren, die in der Person des Betriebsinhabers begr&uuml;ndet sind, wie etwa das allgemeine Lebensrisiko zu erkranken oder Opfer eines Unfalls zu werden, stellen grunds&auml;tzlich au&szlig;erbetriebliche Risiken dar (BFH-Urteile vom 22. Mai 1969 IV R 144\/68, BFHE 95, 447, BStBl II 1969, 489; vom 7. Oktober 1982 IV R 32\/80, BFHE 137, 19, BStBl II 1983, 101; in BFHE 167, 366, BStBl II 1992, 653; in BFH\/NV 1994, 306). Denn das Risiko krankheits- oder unfallbedingter Verm&ouml;genseinbu&szlig;en (Heilbehandlungskosten, Verdienstausfall) ist bei wertender Betrachtung der privaten Lebensf&uuml;hrung zuzurechnen. Eine Ausnahme kommt nur in Betracht, wenn durch die Aus&uuml;bung des Berufs ein erh&ouml;htes Risiko geschaffen wird und der Abschluss des Versicherungsvertrags entscheidend der Abwendung dieses Risikos dient. Daher sind Versicherungen, die Schutz gegen spezielle berufs- oder betriebsspezifische Gefahren (Berufskrankheiten, Arbeitsunf&auml;lle) gew&auml;hren, der betrieblichen\/beruflichen Sph&auml;re zuzurechnen (vgl. BFH-Urteile in BFHE 137, 19, BStBl II 1983, 101; in BFH\/NV 1994, 306).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Gefahren, die darin bestehen, dass betrieblich genutzte Gegenst&auml;nde durch Unfall, Brand, Sturm, Wassereinbruch oder &auml;hnliche Ereignisse zerst&ouml;rt oder besch&auml;digt werden, stellen betriebliche Risiken dar. Anspr&uuml;che und Verpflichtungen aus den entsprechenden Sachversicherungen geh&ouml;ren zum Betriebsverm&ouml;gen (vgl. BFH-Urteile vom 18. Juli 1968 I 224\/65, BFHE 93, 233, BStBl II 1968, 737; vom 9. Dezember 1982 IV R 54\/80, BFHE 137, 453, BStBl II 1983, 371, zur Betriebsunterbrechungsversicherung).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                4. F&uuml;r die Einordnung eines Risikos als betrieblich oder privat ist nicht entscheidend, welche Aufwendungen oder Sch&auml;den bei Eintritt des Versicherungsfalls vom Versicherer zu ersetzen sind. Vielmehr kommt es darauf an, ob die versicherte Gefahr durch den Betrieb veranlasst wird (BFH-Urteile in BFHE 167, 366, BStBl II 1992, 653, und in BFH\/NV 1994, 306). Das ist bei dem speziellen Risiko einer Berufskrankheit oder bei einer Gefahrerh&ouml;hung durch eine besondere berufliche oder betriebliche T&auml;tigkeit der Fall, weil die Risikoursache im betrieblichen Bereich liegt. Von diesen Sonderf&auml;llen abgesehen, stellt der Verlust der Gesundheit ein allgemeines Lebensrisiko dar, das der Privatsph&auml;re zuzurechnen ist. Welche finanziellen Sch&auml;den in Folge der Verwirklichung des Risikos eintreten, kann die Zuordnung des Risikos zur betrieblichen oder privaten Sph&auml;re nicht mehr beeinflussen. Realisiert sich ein betriebliches Risiko, dann sind auch die finanziellen Folgen unmittelbar durch den Betrieb verursacht. Realisiert sich dagegen ein Risiko der privaten Sph&auml;re, dann werden die finanziellen Folgen durch das der Privatsph&auml;re zuzurechnende Ereignis &#8211;und nicht durch den Betrieb&#8211; verursacht (BFH-Urteil vom 19. Mai 2009 VIII R 6\/07, BFHE 225, 119).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                5. Die Anwendung dieser Grunds&auml;tze auf den Streitfall ergibt, dass die Praxis-Ausfallversicherung dem Bereich der privaten Lebensf&uuml;hrung zuzurechnen ist, soweit die Gefahr einer krankheits- oder unfallbedingten Arbeitsunf&auml;higkeit versichert ist. Eine Beschr&auml;nkung des Versicherungsschutzes auf betriebsspezifische Krankheits- oder Unfallrisiken liegt nicht vor (BFH-Urteil vom 19. Mai 2009 VIII R 6\/07, BFHE 225, 119).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Dass bei einer krankheits- oder unfallbedingten Betriebsunterbrechung die nachgewiesenen fortlaufenden Ausgaben eines Betriebes ersetzt werden, ist rechtlich f&uuml;r die Qualifikation des Risikos als betrieblich oder privat nicht erheblich. Denn bei den zu ersetzenden Aufwendungen handelt es sich lediglich um die finanziellen Folgen der Erkrankung, also der Realisierung eines privaten Risikos. Bei wirtschaftlicher Betrachtung ersetzt die Praxis-Ausfallversicherung Betriebseinnahmen des einzelunternehmerisch t&auml;tigen Steuerpflichtigen. Darauf deutet der Umstand hin, dass neben den fortlaufenden Betriebskosten auch zus&auml;tzlich der entgangene Gewinn versichert werden kann. Damit weist die Praxis-Ausfallversicherung eine deutliche N&auml;he zur Krankentagegeldversicherung auf (BFH-Urteil vom 19. Mai 2009 VIII R 6\/07, BFHE 225, 119). Beide Versicherungen bezwecken wirtschaftlich &#8211;ungeachtet der Grunds&auml;tze, die f&uuml;r die Ermittlung der Versicherungsleistung gelten&#8211; den Ausgleich krankheitsbedingter Aufwendungen und Einnahmeausf&auml;lle (vgl. BFH-Urteil in BFH\/NV 1994, 306).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Ersetzt die Praxis-Ausfallversicherung hingegen einen Schaden, der durch Besch&auml;digung oder Zerst&ouml;rung einer dem Betrieb dienenden Sache durch Feuer, Sturm\/Hagel, Leitungswasser sowie Einbruch\/Diebstahl entsteht, wird ein betriebliches Risiko abgedeckt mit der Folge, dass die Versicherungsleistung zu den steuerbaren Eink&uuml;nften geh&ouml;rt. Gleiches gilt f&uuml;r Quarant&auml;ne als Schadensereignis (BFH-Urteil vom 19. Mai 2009 VIII R 6\/07, BFHE 225, 119).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                In diesem Fall w&auml;ren die hierauf entfallenden anteiligen Pr&auml;mien deshalb grunds&auml;tzlich als Betriebsausgaben abziehbar. &sect; 12 Nr. 1 EStG w&uuml;rde dem nicht entgegenstehen (vgl. BFH-Urteil vom 19. Mai 2009 VIII R 6\/07, BFHE 225, 119). Nach den Feststellungen des FG hat der Kl&auml;ger die Pr&auml;mienzahlung insoweit bei seiner Gewinnermittlung nicht ber&uuml;cksichtigt. Die Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung scheidet jedoch aus, da der Senat nicht &uuml;ber das Klagebegehren hinausgehen kann (&sect; 96 Abs. 1 Satz 2 FGO).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.8.2009, X R 21\/07 Einkommensteuerliche Behandlung der sog. Praxisausfallversicherung Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) betrieb im Streitjahr 2002 eine Versicherungsagentur. Der durch Bestandsvergleich ermittelte Gewinn wurde gem&auml;&szlig; &sect;&sect; 179, 180 Abs. 1 Nr. 2b der Abgabenordnung (AO) gesondert festgestellt. 2&nbsp; Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erlie&szlig; &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-21-07-einkommensteuerliche-behandlung-der-sog-praxisausfallversicherung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;21\/07 &#8211; Einkommensteuerliche Behandlung der sog. 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