{"id":15326,"date":"2012-12-19T15:31:20","date_gmt":"2012-12-19T13:31:20","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=15326"},"modified":"2012-12-19T15:31:20","modified_gmt":"2012-12-19T13:31:20","slug":"v-r-76-07-unternehmerischer-bereich-einer-forstbetriebsgemeinschaft-in-der-rechtsform-eines-wirtschaftlichen-vereins-einordnung-von-mitgliedsbeitraegen-und-zuschuessen-der-oeffentlichen-hand-als-entge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-76-07-unternehmerischer-bereich-einer-forstbetriebsgemeinschaft-in-der-rechtsform-eines-wirtschaftlichen-vereins-einordnung-von-mitgliedsbeitraegen-und-zuschuessen-der-oeffentlichen-hand-als-entge\/","title":{"rendered":"V&nbsp;R&nbsp;76\/07 &#8211; Unternehmerischer Bereich einer Forstbetriebsgemeinschaft in der Rechtsform eines wirtschaftlichen Vereins &#8211; Einordnung von Mitgliedsbeitr&auml;gen und Zusch&uuml;ssen der &ouml;ffentlichen Hand als Entgelt"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.6.2009, V R 76\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Unternehmerischer Bereich einer Forstbetriebsgemeinschaft in der Rechtsform eines wirtschaftlichen Vereins &#8211; Einordnung von Mitgliedsbeitr&auml;gen und Zusch&uuml;ssen der &ouml;ffentlichen Hand als Entgelt<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Streitig ist, ob die Vornahme einer Waldinventur zum unternehmerischen Bereich einer Forstbetriebsgemeinschaft geh&ouml;rt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist eine Forstbetriebsgemeinschaft in der Rechtsform eines wirtschaftlichen Vereins. Mitglieder sind mehrere Waldbesitzer. Zu den satzungsm&auml;&szlig;igen Aufgaben der Kl&auml;gerin geh&ouml;ren die Beratung der Mitglieder, die Vermittlung von Forschungs- und Erfahrungsergebnissen, Dienstleistungen f&uuml;r die Mitglieder bei der Waldbewirtschaftung, die Durchf&uuml;hrung des Forstschutzes, die Beschaffung und der Einsatz von Maschinen sowie Vermittlungsleistungen beim Holzabsatz. Nach der Satzung haben die Mitglieder die Verpflichtung, das eingeschlagene Holz durch Vermittlung der Kl&auml;gerin zum Verkauf anzubieten. Im Zusammenhang mit der T&auml;tigkeit aufgrund dieser sog. Andienungsverpflichtung erbringt die Kl&auml;gerin unstreitig steuerpflichtige Ums&auml;tze. Zudem erhebt sie &#8211;neben den Mitgliedsbeitr&auml;gen&#8211; Sonderentgelte von Mitgliedern.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Jahr 2001 (Streitjahr) nahm die Kl&auml;gerin in ihrem Gebiet eine Waldinventur vor. Dabei wurden die Waldfl&auml;chen katalogisiert und die Holzbest&auml;nde nach Holzarten, Alter und Nutzungsm&ouml;glichkeiten erfasst. F&uuml;r die Durchf&uuml;hrung der Waldinventur zahlte die Landwirtschaftskammer der Kl&auml;gerin einen einmaligen Zuschuss in H&ouml;he von 229 300,28 DM.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                In der Umsatzsteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr zog die Kl&auml;gerin Umsatzsteuern aus den Eingangsrechnungen &uuml;ber Leistungen im Zusammenhang mit der Waldinventur in H&ouml;he von 38 867,87 DM als Vorsteuerbetr&auml;ge ab. Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte dem zun&auml;chst.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Anschluss an eine Umsatzsteuersonderpr&uuml;fung stellte sich das FA auf den Standpunkt, die Waldinventur stehe im Zusammenhang mit der Beratung und Betreuung der Waldbesitzer und geh&ouml;re deshalb zum nichtunternehmerischen Bereich des Vereins (der Kl&auml;gerin). Die entsprechenden Umsatzsteuern k&ouml;nnten deshalb nicht als Vorsteuerbetr&auml;ge abgezogen werden (Umsatzsteuer-&Auml;nderungsbescheid f&uuml;r 2001 vom 13. Oktober 2006).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Finanzgericht (FG) gab der nach erfolglosem Einspruch erhobenen Klage der Kl&auml;gerin statt und erkannte den geltend gemachten Vorsteuerabzug als abziehbar an.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Es f&uuml;hrte zur Begr&uuml;ndung im Wesentlichen aus: Die Kl&auml;gerin habe die Leistungen im Zusammenhang mit der Waldinventur f&uuml;r ihr Unternehmen bezogen. Bei einem wirtschaftlichen Verein bestehe &#8211;im Gegensatz zu einem gemeinn&uuml;tzigen Verein&#8211; eine tats&auml;chliche Vermutung f&uuml;r die Zugeh&ouml;rigkeit einer Leistung zum unternehmerischen Bereich. Dies folge aus dem satzungsm&auml;&szlig;igen Unternehmenszweck, der auf die Erbringung wirtschaftlicher Leistungen gerichtet sei. Wenn sich die Erf&uuml;llung des Gemeinschaftszwecks und die Befriedigung eines Individualinteresses eines Mitglieds im Rahmen eines Leistungsaustauschs &uuml;berlagerten, so sei die Zuordnung der Leistung zum unternehmerischen Bereich des Vereins vorrangig.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Streitfall betreffe die Waldinventur nicht nur den ideellen Bereich der Kl&auml;gerin, sondern auch die Sonderinteressen der einzelnen Mitglieder, weil die Durchf&uuml;hrung einer Waldinventur dem Mitglied detaillierte Kenntnisnahme dar&uuml;ber liefere, wo sich auf der Forstfl&auml;che B&auml;ume bef&auml;nden, die zur wirtschaftlichen Verwertung geeignet seien, so dass dadurch ein individueller Vorteil der beg&uuml;nstigten Mitglieder begr&uuml;ndet werde. Da andererseits zwischen der Kl&auml;gerin und dem jeweiligen Vereinsmitglied &uuml;ber die Holzverk&auml;ufe ein unternehmerischer Leistungsaustausch stattfinde, habe die Waldinventur, die die M&ouml;glichkeit der Holzgewinnung steigere, auch einen Bezug zum unternehmerischen Bereich der Kl&auml;gerin.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ob die von der Landwirtschaftskammer gezahlten Zusch&uuml;sse steuerbar seien, habe auf die Vorsteuerabzugsberechtigung keine Auswirkungen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Urteil ist in &quot;Entscheidungen der Finanzgerichte&quot; 2008, 261 ver&ouml;ffentlicht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA r&uuml;gt mit der Revision Verletzung von &sect; 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und von &sect; 10 Abs. 5 Nr. 1 i.V.m. &sect; 10 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 des Umsatzsteuergesetzes 1999 (UStG).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Es macht geltend, der Rechtssatz des FG, dass die Zuordnung einer Eingangsleistung zum unternehmerischen Bereich eines Vereins vorrangig sei, wenn sich die Erf&uuml;llung des Gemeinschaftszwecks und die Befriedigung eines Individualinteresses eines Mitglieds &uuml;berlagerten, verletze &sect; 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 UStG. Das FG habe die Ums&auml;tze an die Kl&auml;gerin im Zusammenhang mit der Waldinventur als Leistungen beurteilt, die sowohl den ideellen als auch den unternehmerischen Bereich des Vereins (der Kl&auml;gerin) ber&uuml;hrten. Bei dieser Ausgangslage h&auml;tte das FG den Vorsteuerabzug nicht in vollem Umfang anerkennen, sondern vielmehr die Vorsteuerbetr&auml;ge aufteilen m&uuml;ssen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Abgesehen davon ergebe sich aus dem Gesetz zur Erhaltung des Waldes und zur F&ouml;rderung der Forstwirtschaft (BWaldG), dass die Kl&auml;gerin die Ums&auml;tze im Zusammenhang mit der Waldinventur (ausschlie&szlig;lich) f&uuml;r ihren ideellen Bereich bezogen habe. Denn der Verein habe als Forstbetriebsgemeinschaft den gesetzlichen Zweck, die Nachteile geringer Fl&auml;chengr&ouml;&szlig;en, ung&uuml;nstiger Fl&auml;chengestalt, der Besitzzersplitterung, der Gemengelage, des unzureichenden Waldaufschlusses und anderer Strukturm&auml;ngel auszugleichen (&sect; 16 BWaldG). Der einzelne Waldbesitzer k&ouml;nne wegen der vorstehenden Nachteile fl&auml;chendeckende Ma&szlig;nahmen, wie z.B. die Waldinventur, nicht nur f&uuml;r seinen eigenen Besitz durchf&uuml;hren. Diese Ma&szlig;nahme werde erst erm&ouml;glicht durch den Zusammenschluss der Waldbesitzer im Verein. Mit der Durchf&uuml;hrung der Ma&szlig;nahme erf&uuml;lle der Verein seinen gesetzlichen Zweck und damit die Gesamtbelange seiner Mitglieder.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Au&szlig;erdem verletze das Urteil des FG &sect; 10 Abs. 5 Nr. 1 i.V.m. &sect; 10 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 UStG. Das FG beurteile die Durchf&uuml;hrung der Waldinventur durch den Verein als nicht mit dem Mitgliedsbeitrag abgegoltene Sonderleistung des Vereins an die Mitglieder. Die Ma&szlig;nahme steigere den Wert der Waldfl&auml;chen. Damit erhalte jedes Mitglied einen individuellen Vorteil. Bei dieser W&uuml;rdigung &#8211;so tr&auml;gt das FA weiter vor&#8211; h&auml;tte das FG &sect; 10 Abs. 5 Nr. 1 i.V.m. &sect; 10 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 UStG beachten m&uuml;ssen, wonach unentgeltliche Leistungen eines Vereins an seine Mitglieder mit den bei der Ausf&uuml;hrung der Leistungen entstandenen Kosten zu besteuern seien. Zu diesen Kosten z&auml;hlten auch Ausgaben, die aus Zusch&uuml;ssen finanziert worden seien (Hinweis auf Abschn. 155 Abs. 2 Satz 8 der Umsatzsteuer-Richtlinien 2005 &#8211;UStR&#8211;). Dem Vorsteuerabzug stehe mithin eine gleich hohe Umsatzsteuer gegen&uuml;ber.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage abzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Sie tritt dem Vorbringen des FA entgegen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt &#8211;aus anderen als den vom FA geltend gemachten Gr&uuml;nden&#8211; zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat im Ergebnis zu Recht entschieden, dass die Kl&auml;gerin die streitigen Vorsteuerbetr&auml;ge abziehen darf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Umfang der Stattgabe der Klage ist jedoch zu ber&uuml;cksichtigen, dass auch die (allgemeinen) Beitr&auml;ge der Mitglieder, die diese &#8211;neben den Sonderentgelten&#8211; zu entrichten hatten, Gegenleistung f&uuml;r die Leistungen der Kl&auml;gerin an die Mitglieder sind und (auch) insoweit ein steuerbarer Leistungsaustausch vorliegt. Dem ist das FG bisher nicht nachgegangen. Die Feststellungen im angefochtenen Urteil reichen f&uuml;r eine abschlie&szlig;ende Entscheidung durch den Senat nicht aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect; 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 UStG kann der Unternehmer die in Rechnungen i.S. des &sect; 14 UStG gesondert ausgewiesene Steuer f&uuml;r Lieferungen und sonstige Leistungen, die von anderen Unternehmern &quot;f&uuml;r sein Unternehmen&quot; ausgef&uuml;hrt worden sind, als Vorsteuerbetr&auml;ge abziehen. Diese Voraussetzungen sind im Streitfall erf&uuml;llt. Insbesondere hat die Kl&auml;gerin die Eingangsleistungen f&uuml;r die Waldinventur f&uuml;r ihr Unternehmen bezogen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA r&uuml;gt zwar zu Recht, der Rechtssatz des FG, die Zuordnung einer Eingangsleistung zum unternehmerischen Bereich eines Vereins sei vorrangig, wenn sich die Erf&uuml;llung des Gemeinschaftszwecks und die Befriedigung eines Individualinteresses eines Mitglieds &uuml;berlagerten, verletze &sect; 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 UStG. Gleichwohl hat das FG den streitigen Vorsteuerabzug im Ergebnis zu Recht anerkannt. Denn das Unternehmen der Kl&auml;gerin (&sect; 2 Abs. 1 Satz 2 UStG) umfasste nicht nur den Bereich Holzverkauf; vielmehr war die Kl&auml;gerin insgesamt unternehmerisch t&auml;tig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Kl&auml;gerin als Forstbetriebsgemeinschaft ist ein privatrechtlicher Zusammenschluss von Grundbesitzern, die den Zweck verfolgen, die Bewirtschaftung der angeschlossenen Waldfl&auml;chen und der zur Aufforstung bestimmen Grundst&uuml;cke (Grundst&uuml;cke) zu verbessern, insbesondere die Nachteile geringer Fl&auml;chengr&ouml;&szlig;e, ung&uuml;nstiger Fl&auml;chengestalt, der Besitzzersplitterung, der Gemengelage, des unzureichenden Waldaufschlusses oder anderer Strukturm&auml;ngel zu &uuml;berwinden (&sect; 16 BWaldG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Forstbetriebsgemeinschaft muss gem&auml;&szlig; &sect; 17 BWaldG mindestens eine der folgenden Ma&szlig;nahmen zur Aufgabe haben:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>1. Abstimmung der Betriebspl&auml;ne oder Betriebsgutachten und der Wirtschaftspl&auml;ne sowie der einzelnen forstlichen Vorhaben;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>2.&nbsp;&nbsp;Abstimmung der f&uuml;r die forstliche Erzeugung wesentlichen Vorhaben und Absatz des Holzes oder sonstiger Forstprodukte;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>3.&nbsp;&nbsp;Ausf&uuml;hrung der Forstkulturen, Bodenverbesserungen und Bestandspflegearbeiten einschlie&szlig;lich des Forstschutzes;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>4.&nbsp;&nbsp;Bau und Unterhaltung von Wegen;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>5.&nbsp;&nbsp;Durchf&uuml;hrung des Holzeinschlags, der Holzaufarbeitung und der Holzbringung;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>6. Beschaffung und Einsatz von Maschinen und Ger&auml;ten f&uuml;r mehrere der unter den Nummern 2 bis 5 zusammengefassten Ma&szlig;nahmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Forstbetriebsgemeinschaft wird nach &sect; 18 BWaldG von der nach Landesrecht zust&auml;ndigen Beh&ouml;rde auf Antrag anerkannt, wenn sie bestimmte in dieser Vorschrift aufgef&uuml;hrte Voraussetzungen erf&uuml;llt; u.a. muss sie nach Gr&ouml;&szlig;e, Lage und Zusammenhang aller angeschlossenen Grundst&uuml;cke eine wesentliche Verbesserung der Bewirtschaftung erm&ouml;glichen (&sect; 18 Abs. 1 Nr. 2 BWaldG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hat der forstwirtschaftliche Zusammenschluss &#8211;wie hier&#8211; die Rechtsform eines rechtsf&auml;higen Vereins mit wirtschaftlichem Gesch&auml;ftsbetrieb gew&auml;hlt, so kann ihm gem&auml;&szlig; &sect; 19 BWaldG durch die f&uuml;r die Anerkennung zust&auml;ndige Beh&ouml;rde gleichzeitig mit der Anerkennung die Rechtsf&auml;higkeit nach &sect; 22 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB) verliehen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Aus dieser gesetzlich normierten Zweckbestimmung einer Forstbetriebsgemeinschaft, die Bewirtschaftung der angeschlossenen Waldfl&auml;chen und der zur Aufforstung bestimmten Grundst&uuml;cke zu verbessern (vgl. &sect; 16, &sect; 18 Abs. 1 Nr. 2 BWaldG) und aus den Aufgaben einer Forstbetriebsgemeinschaft (&sect; 17 BWaldG), mit der die vom FG festgestellten satzungsm&auml;&szlig;igen Aufgaben der Kl&auml;gerin korrespondieren, folgt, dass sie im konkreten wirtschaftlichen Interesse ihrer Mitglieder insgesamt unternehmerisch t&auml;tig wurde. Daf&uuml;r spricht auch, dass die Kl&auml;gerin kein nichtwirtschaftlicher Verein (&quot;Idealverein&quot;) i.S. des &sect; 21 BGB, sondern ein wirtschaftlicher Verein i.S. des &sect; 22 BGB ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daf&uuml;r, dass die Kl&auml;gerin (teilweise) lediglich allgemeine Interessen ihrer Mitglieder wahrgenommen hat, wie z.B. eine Vereinigung zur allgemeinen F&ouml;rderung der Interessen des Agrarsektors (vgl. Urteil des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Gemeinschaften &#8211;EuGH&#8211; vom 12. Februar 2009 Rs. C-515\/07, VNLTO, Deutsches Steuerrecht 2009, 369 Rdnrn. 32 ff.), ergibt sich aus den Feststellungen des FG kein Anhaltspunkt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Senat kann nicht abschlie&szlig;end entscheiden; denn im Rahmen der Klagestattgabe ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass die Beitr&auml;ge der Mitglieder Entgelt f&uuml;r die Vereinsleistungen an sie sind und deshalb (auch) insoweit ein nach &sect; 1 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 UStG steuerbarer Leistungsaustausch vorliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Beitr&auml;ge der Mitglieder eines Vereins (Mitgliedsbeitr&auml;ge) sind nach der neueren Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) i.S. des &sect; 1 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 UStG Entgelt f&uuml;r die Leistungen des Vereins an seine Mitglieder, wenn diese einen konkreten Vorteil erhalten (vgl. BFH-Urteile vom 9. August 2007 V R 27\/04, BFHE 217, 314, BFH\/NV 2007, 2213, unter II. 4.; vom 11. Oktober 2007 V R 69\/06, BFHE 219, 287, BFH\/NV 2008, 322, unter II. 2. b; vom 29. Oktober 2008 XI R 59\/07, BFHE 223, 493, BFH\/NV 2009, 324; a.A. Abschn. 4 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 und Abschn. 22 Abs. 1 Satz 1 UStR; Oberfinanzdirektion Hannover, Vfg. vom 23. Juli 2003 &#8211; S 7100-491-StO 351 &#8211; S 7100-1004-StH 446, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2004, 96).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der BFH hat damit im Anschluss an das Urteil des EuGH vom 21. M&auml;rz 2002 Rs. C-174\/00, &#8211;Kennemer Golf &#038; Country Club&#8211; (Slg. 2002, I-3293, BFH\/NV Beilage 3, 2002, 95, UR 2002, 320) seine fr&uuml;here Rechtsprechung aufgegeben, wonach ein Leistungsaustausch nicht gegeben sei, soweit der Verein in Verwirklichung des Satzungszwecks unter Einsatz des Beitragsaufkommens t&auml;tig werde (vgl. BFH-Urteile vom 20. Dezember 1984 V R 25\/76, BFHE 142, 524, BStBl II 1985, 176, unter II. B. 5., und vom 20. August 1992 V R 2\/88, BFH\/NV 1993, 204, unter II. 1. cc aa).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese neuere, erst nach dem Urteil des FG entwickelte Rechtsprechung des BFH, die auch im Streitfall Anwendung findet, konnte das FG bei seiner Entscheidung noch nicht ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Da Feststellungen zur H&ouml;he der Mitgliederbeitr&auml;ge und damit zum Entgelt nach &sect; 10 Abs. 1 Satz 2 UStG fehlen, war die Sache an das FG zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Im zweiten Rechtsgang wird ferner zu pr&uuml;fen sein, ob der an die Kl&auml;gerin &quot;f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung der Waldinventur&quot; gezahlte Zuschuss der Landwirtschaftskammer in H&ouml;he von 229 300,28 DM, zu dem das FG keine weiteren Feststellungen getroffen hat, gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 1 Satz 3 UStG ebenfalls als Entgelt zu ber&uuml;cksichtigen ist. Nach dieser Vorschrift geh&ouml;rt zum Entgelt auch, was ein anderer als der Leistungsempf&auml;nger dem Unternehmer f&uuml;r die Leistung gew&auml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zahlungen der &ouml;ffentlichen Hand an einen Unternehmer, der Lieferungen oder sonstige Leistungen an Dritte erbringt, geh&ouml;ren nach der Rechtsprechung des BFH (vgl. BFH-Urteil vom 9. Oktober 2003 V R 51\/02, BFHE 203, 515, BStBl II 2004, 322; BFH-Beschluss vom 16. November 2004 V B 104\/04, BFH\/NV 2005, 391) dann gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 1 Satz 3 UStG zum Entgelt f&uuml;r diese Ums&auml;tze, wenn<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; der Zuschuss dem Abnehmer des Gegenstands oder dem Dienstleistungsempf&auml;nger zugute kommt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211;&nbsp;&nbsp;der Zuschuss gerade f&uuml;r die Lieferung eines bestimmten Gegenstands oder die Erbringung einer bestimmten sonstigen Leistung gezahlt wird, und<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211;&nbsp;&nbsp;mit der Verpflichtung der den Zuschuss gew&auml;hrenden Stelle zur Zuschusszahlung das Recht des Zahlungsempf&auml;ngers (Unternehmers) auf Auszahlung des Zuschusses einhergeht, wenn er einen steuerbaren Umsatz bewirkt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dabei wird auch Art. 11 Teil A Abs. 1 Buchst. a der Sechsten Richtlinie des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern (77\/388\/EWG) zu ber&uuml;cksichtigen sein. Nach dieser Bestimmung ist Besteuerungsgrundlage bei Lieferungen von Gegenst&auml;nden und Dienstleistungen &#8230; alles, was den Wert der Gegenleistung bildet, die der Lieferer oder Dienstleistende f&uuml;r diese Ums&auml;tze vom Abnehmer oder Dienstleistungsempf&auml;nger oder von einem Dritten erh&auml;lt oder erhalten soll, &quot;einschlie&szlig;lich der unmittelbar mit dem Preis dieser Ums&auml;tze zusammenh&auml;ngenden Subventionen &#8230;&quot; (vgl. dazu Urteil des EuGH vom 15. Juli 2004 C-144\/02, Kommission .\/. Bundesrepublik Deutschland, Slg. 2004, I-6985).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Erst nach dieser Pr&uuml;fung stellt sich ggf. die vom FA aufgeworfene Frage der Anwendung von &sect; 10 Abs. 5 Nr. 1 i.V.m. Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 UStG (Mindestbemessungsgrundlage; vgl. dazu z.B. BFH-Urteile vom 11. Oktober 2007 V R 77\/05, BFHE 219, 277, BStBl II 2008, 443, m.w.N.; vom 24. Januar 2008 V R 39\/06, BFHE 221, 388, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.6.2009, V R 76\/07 Unternehmerischer Bereich einer Forstbetriebsgemeinschaft in der Rechtsform eines wirtschaftlichen Vereins &#8211; Einordnung von Mitgliedsbeitr&auml;gen und Zusch&uuml;ssen der &ouml;ffentlichen Hand als Entgelt Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Streitig ist, ob die Vornahme einer Waldinventur zum unternehmerischen Bereich einer Forstbetriebsgemeinschaft geh&ouml;rt. 2&nbsp; Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist eine Forstbetriebsgemeinschaft in &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-76-07-unternehmerischer-bereich-einer-forstbetriebsgemeinschaft-in-der-rechtsform-eines-wirtschaftlichen-vereins-einordnung-von-mitgliedsbeitraegen-und-zuschuessen-der-oeffentlichen-hand-als-entge\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;R&nbsp;76\/07 &#8211; Unternehmerischer Bereich einer Forstbetriebsgemeinschaft in der Rechtsform eines wirtschaftlichen Vereins &#8211; Einordnung von Mitgliedsbeitr&auml;gen und Zusch&uuml;ssen der &ouml;ffentlichen Hand als Entgelt<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-15326","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15326","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15326"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15326\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15326"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15326"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15326"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}