{"id":15371,"date":"2012-12-20T06:40:32","date_gmt":"2012-12-20T04:40:32","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=15371"},"modified":"2012-12-20T06:40:32","modified_gmt":"2012-12-20T04:40:32","slug":"v-b-34-08-grundsaetze-zur-umsatzsteuerlichen-zuordnung-eines-gegenstandes-zum-unternehmen-sind-geklaert-massgebender-zeitpunkt-fuer-das-vorliegen-eines-revisionszulassungsgrundes-sicherung-einer-einhe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-b-34-08-grundsaetze-zur-umsatzsteuerlichen-zuordnung-eines-gegenstandes-zum-unternehmen-sind-geklaert-massgebender-zeitpunkt-fuer-das-vorliegen-eines-revisionszulassungsgrundes-sicherung-einer-einhe\/","title":{"rendered":"V&nbsp;B&nbsp;34\/08 &#8211; Grunds&auml;tze zur umsatzsteuerlichen Zuordnung eines Gegenstandes zum Unternehmen sind gekl&auml;rt &#8211; Ma&szlig;gebender Zeitpunkt f&uuml;r das Vorliegen eines Revisionszulassungsgrundes &#8211; Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 26.6.2009, V B 34\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Grunds&auml;tze zur umsatzsteuerlichen Zuordnung eines Gegenstandes zum Unternehmen sind gekl&auml;rt &#8211; Ma&szlig;gebender Zeitpunkt f&uuml;r das Vorliegen eines Revisionszulassungsgrundes &#8211; Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) ist Unternehmer. Auch seine Ehefrau ist Unternehmerin.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Eheleute sind je zur H&auml;lfte Miteigent&uuml;mer eines Grundst&uuml;cks, auf dem sie beginnend im Jahr 1995 ein Wohnhaus errichteten. Das Haus nutzten sie seit dem 1. Dezember 1997 sowohl zu eigenen Wohnzwecken, als auch gemeinsam hinsichtlich eines Arbeitszimmers und Archivraums f&uuml;r unternehmerische Zwecke.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) stimmte den Umsatzsteuererkl&auml;rungen f&uuml;r die Streitjahre 1997 und 1998, die im Jahr 1999 beim FA eingingen, zu. Vorsteuern aus Rechnungen, die die Errichtung des Geb&auml;udes betrafen, machte der Kl&auml;ger &#8211;auch in den Vorjahren&#8211; in seinen Umsatzsteuererkl&auml;rungen nicht geltend.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Jahr 2003 beantragte der Kl&auml;ger die &Auml;nderung der Umsatzsteuerfestsetzungen dahingehend, dass der Vorsteuerabzug aus der Herstellung des Wohnhauses entsprechend seines Miteigentumsanteils gew&auml;hrt werde. Zugleich erkl&auml;rte er ab dem 1. Dezember 1997 &quot;unentgeltliche Wertabgaben&quot; f&uuml;r die Nutzung des Wohnanteils unter Ansatz von 2 % der hierauf entfallenden Herstellungskosten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Am 2. Januar 2004 erlie&szlig; das FA f&uuml;r die Streitjahre ge&auml;nderte Umsatzsteuerbescheide, in denen das FA Vorsteuern aus den Herstellungskosten des Geb&auml;udes entsprechend des Miteigentumsanteils des Kl&auml;gers bezogen auf den zu unternehmerischen Zwecken genutzten Teil des Hauses ber&uuml;cksichtigte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Am 30. Juni 2004 erlie&szlig; das FA einen Bescheid &uuml;ber die Ablehnung der &Auml;nderung von Umsatzsteuerfestsetzungen, der auch die Jahre 1997 und 1998 betraf.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Einspr&uuml;che und Klage hatten keinen Erfolg.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Finanzgericht (FG) f&uuml;hrte im Wesentlichen aus, es fehle an der f&uuml;r einen Leistungsbezug f&uuml;r das Unternehmen erforderlichen Zuordnungsentscheidung. Die Zuordnung eines Gegenstandes zum Unternehmen erfordere eine durch Beweisanzeichen gest&uuml;tzte Zuordnungsentscheidung des Unternehmers bei Anschaffung, Herstellung oder Einlage des Gegenstandes. Ein wichtiges Indiz gegen die Zuordnung eines Gegenstandes zum Unternehmen sei das Unterlassen des Vorsteuerabzugs. Dar&uuml;ber hinaus k&ouml;nne auch die sp&auml;tere tats&auml;chliche Verwendung ein Indiz f&uuml;r oder gegen die Zuordnung zum Unternehmen sein. Im Streitfall habe der Kl&auml;ger im Jahr der Herstellung des Geb&auml;udes (1995) aber weder den B&uuml;roteil noch den Wohnteil des Geb&auml;udes seinem Unternehmen zugeordnet. Die erstmals im Jahr 2003 getroffene Zuordnungsentscheidung sei unbeachtlich. Eine Korrektur der im Zeitpunkt der Herstellung des Geb&auml;udes getroffenen Zuordnungsentscheidung f&uuml;r formell bestandskr&auml;ftige, aber noch &auml;nderbare Steuerfestsetzungen sei nicht m&ouml;glich.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Hiergegen wendet sich der Kl&auml;ger mit der vorliegenden Nichtzulassungsbeschwerde, mit der er grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) sowie Erforderlichkeit einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2&nbsp;&nbsp;2. Alternative FGO) geltend macht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Die Sache hat keine grunds&auml;tzliche Bedeutung, weil die vom Kl&auml;ger als grunds&auml;tzlich bedeutsam angesehenen Rechtsfragen,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>                    &#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;ob eine durch Beweisanzeichen gest&uuml;tzte Zuordnungsentscheidung des Unternehmers erforderlich sei, wenn die Finanzverwaltung im Zeitpunkt des Bezugs der Leistung aufgrund allgemeiner Verwaltungspraxis &quot;in Abschn. 192 Abs. 18 Nr. 2b UStR 1996 und 2000&quot; davon ausgegangen sei, dass der Unternehmer ein gemischt genutztes Geb&auml;ude insgesamt seinem Unternehmen zugeordnet habe,        <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>                    &#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;ob aus der unternehmerischen Nutzung eines Geb&auml;udeteils eine Zuordnung dieses Geb&auml;udeteils oder des gesamten Geb&auml;udes zum Unternehmen abgeleitet werden k&ouml;nne,        <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>                    &#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;ob eine getroffene Zuordnungsentscheidung in noch offenen F&auml;llen korrigiert werden k&ouml;nne,        <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bereits durch die Rechtsprechung hinreichend gekl&auml;rt sind und keine neuen Gesichtspunkte erkennbar sind, die eine erneute Pr&uuml;fung und Entscheidung dieser Frage erforderlich machen (zu den Voraussetzungen der Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung vgl. BFH-Beschluss vom 13. Juni 2007 V B 47\/06, BFH\/NV 2007, 809, m.w.N.). Der Kl&auml;rungsbedarf entf&auml;llt auch, wenn die Rechtsfragen w&auml;hrend des Beschwerdeverfahrens durch den BFH in anderen Verfahren beantwortet worden sind (BFH-Beschluss vom 3. Februar 1999 V B 95\/98, BFH\/NV 1999, 993).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Anforderungen an die Zuordnung eines Leistungsbezuges zum Unternehmen sind gekl&auml;rt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Ist eine Lieferung sowohl f&uuml;r den unternehmerischen Bereich als auch f&uuml;r den nichtunternehmerischen Bereich des Unternehmens vorgesehen (sog. gemischte Nutzung), hat der Unternehmer ein Zuordnungswahlrecht (vgl. BFH-Urteile vom 31. Januar 2002 V R 61\/96, BFHE 197, 372, BStBl II 2003, 813; vom 28. Februar 2002 V R 25\/96, BFHE 198, 216, BStBl II 2003, 815; vom 11. April 2008 V R 10\/07, BFHE 221, 456, BFH\/NV 2008, 1773, und vom 8. Oktober 2008 XI R 58\/07, BFHE 223, 487, BStBl II 2009, 394, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Unternehmer kann den Gegenstand insgesamt oder im Umfang der tats&auml;chlichen unternehmerischen Verwendung seinem Unternehmen zuordnen oder ihn in vollem Umfang seinem nichtunternehmerischen Bereich zuordnen, wodurch er dem Mehrwertsteuersystem vollst&auml;ndig entzogen wird (vgl. Urteile des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Gemeinschaften vom 21. April 2005 Rs. C-25\/03, HE, Slg. 2005, I-3123, BFH\/NV Beilage 2005, 196 Rdnr. 46; vom 14. Juli 2005 Rs. C-434\/03, Charles und Charles-Tijmens, Slg. 2005, I-7037, BFH\/NV Beilage 2005, 328 Rdnr. 23; z.B. BFH-Urteil in BFHE 223, 487, BStBl II 2009, 394, m.w.N., jeweils zu gemischt genutzten Geb&auml;uden).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Zuordnungsentscheidung eines Gegenstandes zum Unternehmen erfordert eine durch Beweisanzeichen gest&uuml;tzte Zuordnungsentscheidung des Unternehmers bei &quot;Anschaffung, Herstellung oder Einlage des Gegenstandes&quot;; dabei ist die Geltendmachung des Vorsteuerabzugs regelm&auml;&szlig;ig ein gewichtiges Indiz f&uuml;r, die Unterlassung des Vorsteuerabzugs ein ebenso gewichtiges Indiz gegen die Zuordnung eines Gegenstandes zum Unternehmen (vgl. z.B. BFH-Urteil in BFHE 223, 487, BStBl II 2009, 394, unter II. 1. b bb, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Gibt es keine Beweisanzeichen f&uuml;r eine Zuordnung zum Unternehmen, kann diese nicht unterstellt werden (vgl. BFH-Urteile in BFHE 221, 456, BFH\/NV 2008, 1773, unter II. 3. c, und vom 17. Dezember 2008 XI R 64\/06, BFH\/NV 2009, 798, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Die im Zeitpunkt des Leistungsbezugs zu treffende Zuordnungsentscheidung des Unternehmers wird in der Regel in der Umsatzsteuer-Voranmeldung des Voranmeldungszeitraums, in den der Leistungsbezug f&auml;llt, sp&auml;testens aber &#8211;mit endg&uuml;ltiger Wirkung&#8211; in der zeitnah erstellten Umsatzsteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Jahr, in das der Leistungsbezug f&auml;llt, nach au&szlig;en hin zu dokumentieren sein (BFH-Urteil in BFH\/NV 2009, 798, unter II. 3. c bb). Fehlt es daran, liegt keine wirksame Zuordnung eines Geb&auml;udes zum Unternehmen vor.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Die Entscheidung &uuml;ber die Zuordnung des Geb&auml;udes zum Unternehmen kann auch nicht nachtr&auml;glich mit R&uuml;ckwirkung auf den Zeitpunkt des Leistungsbezugs getroffen werden (z.B. BFH-Urteile in BFHE 221, 456, BFH\/NV 2008, 1773, unter II. 3. d cc, m.w.N., und in BFH\/NV 2009, 798, unter II. 3. d ff).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                d) Abschn. 192 Abs. 18 Nr. 2 Buchst. b Satz 1 der Umsatzsteuer-Richtlinien 2000 betrifft den im Streitfall nicht vorliegenden Sachverhalt, dass der Unternehmer &#8211;anders als im Streitfall&#8211; f&uuml;r das FA erkennbar ein nur teilweise unternehmerisch genutztes Geb&auml;ude dem Unternehmen zugeordnet hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Die Revision ist auch nicht nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2&nbsp;&nbsp;2. Alternative FGO zuzulassen, weil die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des BFH erfordert.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung &quot;erfordert&quot; u.a. dann eine Entscheidung des BFH, wenn ein FG bei gleichem oder vergleichbarem Sachverhalt in einer entscheidungserheblichen Rechtsfrage eine andere Rechtsauffassung vertritt als ein anderes FG (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 20. Februar 1980 II B 26\/79, BFHE 129, 313, BStBl II 1980, 211; vom 6. April 2006 IV B 131\/04, BFH\/NV 2006, 1476, und vom 22. M&auml;rz 2007 V B 87\/06, BFH\/NV 2007, 1366). Ob danach die Revision zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung zuzulassen ist, beurteilt sich ebenfalls nach den Verh&auml;ltnissen im Zeitpunkt der Entscheidung &uuml;ber die Nichtzulassungsbeschwerde (BFH-Beschluss vom 21. M&auml;rz 2005 V B 86\/04, BFH\/NV 2005, 1580).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Streitfall erfordert die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung keine Entscheidung des BFH, weil das vom Kl&auml;ger zur Begr&uuml;ndung der Divergenz benannte Urteil des FG M&uuml;nchen vom 14. Juli 2004&nbsp;&nbsp;14 K 55\/04 (Entscheidungen der Finanzgerichte 2004, 1722) einen nicht vergleichbaren Sachverhalt betrifft. Anders als im Streitfall hatte die Kl&auml;gerin n&auml;mlich dort den unternehmerisch genutzten Teil des Geb&auml;udes eindeutig ihrem Unternehmensverm&ouml;gen zugeordnet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Zwar kann die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des BFH auch erfordern, wenn das angefochtene Urteil von einem erst sp&auml;ter ergangenen oder bekannt gewordenen Urteil des BFH oder anderer Gerichte abweicht (BFH-Beschluss vom 31. Oktober 2002 IV B 126\/01, BFH\/NV 2003, 291). Das Urteil des FG weicht aber nicht von dem Urteil des BFH in BFHE 223, 487, BStBl II 2009, 394 ab.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 26.6.2009, V B 34\/08 Grunds&auml;tze zur umsatzsteuerlichen Zuordnung eines Gegenstandes zum Unternehmen sind gekl&auml;rt &#8211; Ma&szlig;gebender Zeitpunkt f&uuml;r das Vorliegen eines Revisionszulassungsgrundes &#8211; Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) ist Unternehmer. 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