{"id":15373,"date":"2012-12-20T02:57:10","date_gmt":"2012-12-20T00:57:10","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=15373"},"modified":"2012-12-20T02:57:10","modified_gmt":"2012-12-20T00:57:10","slug":"x-b-14-09-zustellung-an-prozessbevollmaechtigten-heilung-von-zustellungsmaengeln-wirkung-der-ladung-bei-spaeterer-mandatsniederlegung-begrenzung-des-anspruchs-auf-rechtliches-gehoer-durch-prozessuale","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-14-09-zustellung-an-prozessbevollmaechtigten-heilung-von-zustellungsmaengeln-wirkung-der-ladung-bei-spaeterer-mandatsniederlegung-begrenzung-des-anspruchs-auf-rechtliches-gehoer-durch-prozessuale\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;14\/09 &#8211; Zustellung an Prozessbevollm&auml;chtigten &#8211; Heilung von Zustellungsm&auml;ngeln &#8211; Wirkung der Ladung bei sp&auml;terer Mandatsniederlegung &#8211; Begrenzung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r durch prozessuale Mitverantwortung &#8211; R&uuml;ge der falschen Rechtsanwendung und Tatsachenw&uuml;rdigung bei Sch&auml;tzung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 18.8.2009, X B 14\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Zustellung an Prozessbevollm&auml;chtigten &#8211; Heilung von Zustellungsm&auml;ngeln &#8211; Wirkung der Ladung bei sp&auml;terer Mandatsniederlegung &#8211; Begrenzung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r durch prozessuale Mitverantwortung &#8211; R&uuml;ge der falschen Rechtsanwendung und Tatsachenw&uuml;rdigung bei Sch&auml;tzung<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) hat keinen Erfolg. Die von ihm benannten Gr&uuml;nde f&uuml;r eine Zulassung der Revision gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) gegen das Urteil des Hessischen Finanzgerichts (FG) vom 11. Dezember 2008&nbsp;&nbsp;3 K 3150\/07 sind teils nicht ordnungsgem&auml;&szlig; dargelegt worden, teils liegen sie der Sache nach nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Ein Verfahrensmangel i.S. von &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO i.V.m. &sect; 119 Nr. 4 FGO ist nicht ersichtlich. Zwar liegt ein absoluter Revisionsgrund gem&auml;&szlig; &sect; 119 Nr. 4 FGO vor, wenn ein Beteiligter im Verfahren nicht nach den Vorschriften des Gesetzes vertreten war. Ein solcher Verfahrensfehler ist im Streitfall jedoch nicht gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Kl&auml;ger hatte f&uuml;r das Verfahren vor dem FG den Rechtsanwalt X als Prozessbevollm&auml;chtigten mit seiner Vertretung beauftragt. Ist ein Bevollm&auml;chtigter bestellt, sind gem&auml;&szlig; &sect; 62 Abs. 6 Satz 5 FGO die Zustellungen oder Mitteilungen des Gerichts an den Prozessbevollm&auml;chtigten zu richten (vgl. dazu auch Spindler in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler &#8211;HHSp&#8211;, &sect; 62 FGO Rz 192 ff.). Da das FG den Prozessbevollm&auml;chtigten des Kl&auml;gers zur m&uuml;ndlichen Verhandlung geladen hatte, liegt kein Mangel nach &sect; 119 Nr. 4 FGO vor (siehe Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 119 Rz 19, m.N. aus der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211;). Der Kl&auml;ger war vor dem FG ordnungsgem&auml;&szlig; vertreten, da das Gericht auch nicht gem&auml;&szlig; &sect; 80 Abs. 1 FGO sein pers&ouml;nliches Erscheinen angeordnet hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Ladung f&uuml;r den Termin zur m&uuml;ndlichen Verhandlung wurde dem Prozessbevollm&auml;chtigten der Kl&auml;ger gem&auml;&szlig; &sect; 62 Abs. 6 Satz 5 FGO ordnungsgem&auml;&szlig; zugestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Dabei ist es unerheblich, ob im Rahmen der Zustellung der Ladung an den Prozessbevollm&auml;chtigten die vom Kl&auml;ger behaupteten Zustellungsm&auml;ngel &#8211;die fehlenden Angaben auf dem Briefumschlag&#8211; tats&auml;chlich vorlagen, da keine Zweifel daran bestehen, dass die Ladung zum Termin den Prozessbevollm&auml;chtigten tats&auml;chlich erreicht hat. Dies ergibt sich daraus, dass sowohl nach der vom Prozessbevollm&auml;chtigten beigef&uuml;gten Kopie des Umschlags der Ladung als auch nach der Postzustellungsurkunde, die sich in den FG-Akten befindet, als Zustellungstermin der &quot;11.09.2008&quot; vermerkt war. Auch hat der Kl&auml;ger nicht vorgetragen &#8211;was zudem wenig glaubhaft w&auml;re&#8211;, dass der Prozessbevollm&auml;chtigte von der sich in seiner Verf&uuml;gungsmacht befindenden Ladung keine Kenntnis genommen habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Selbst wenn ein Schriftst&uuml;ck unter Verletzung zwingender Zustellungsvorschriften zugegangen ist, gilt es nach &sect; 53 FGO i.V.m. &sect; 189 der Zivilprozessordnung (ZPO) in dem Zeitpunkt als zugestellt, in dem das Schriftst&uuml;ck der Person, an die die Zustellung dem Gesetz gem&auml;&szlig; gerichtet war oder gerichtet werden konnte, tats&auml;chlich zugegangen ist (BFH-Beschluss vom 17. November 2008 VII B 148\/08, BFH\/NV 2009, 777). Die Anwendung des &sect; 189 ZPO setzt voraus, dass das Dokument zugestellt werden sollte (sog. Zustellungswille, vgl. Gr&auml;ber\/Stapperfend, a.a.O., &sect; 53 Rz 136); es besteht in Anbetracht der Zustellungsverf&uuml;gung des FG sowie der beigef&uuml;gten Zustellungsurkunde kein Zweifel, dass auf Seiten des FG der Wille, die nach &sect; 53 Abs. 1 FGO vorgeschriebene Zustellung der Ladung zu bewirken, vorhanden war. Damit ist von einer wirksamen Zustellung der Ladung auszugehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Auf die Wirkung der Ladung hat es keinen Einfluss, dass der Prozessbevollm&auml;chtigte nach Empfang der Ladung das Mandat niedergelegt hat. Das FG war nicht verpflichtet, den Kl&auml;ger pers&ouml;nlich zu laden oder zu pr&uuml;fen, ob der Prozessbevollm&auml;chtigte den Kl&auml;ger von der Ladung verst&auml;ndigt hatte (vgl. Senatsbeschluss vom 22. M&auml;rz 1994 X R 66\/93, BFH\/NV 1994, 499, m.w.N. aus der Rechtsprechung der anderen Bundesgerichte).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der lediglich behaupteten fehlenden Ladung des Kl&auml;gers zur m&uuml;ndlichen Verhandlung und Beweisaufnahme ist keine grunds&auml;tzliche Bedeutung einer Rechtssache zu entnehmen, die zur Zulassung der Revision gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO f&uuml;hren w&uuml;rde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Ein Verfahrensmangel, der die Zulassung der Revision gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO rechtfertigen k&ouml;nnte, ergibt sich nicht aus dem Vorbringen des Kl&auml;gers, der Einzelrichter habe die Verf&uuml;gung der Ladung zur m&uuml;ndlichen Verhandlung und zur Beweisaufnahme nicht unterschrieben, sondern nur paraphiert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es kann dahingestellt bleiben, ob das Paraphieren anstelle des Unterschreibens der prozessleitenden Verf&uuml;gung &uuml;berhaupt einen zu beachtenden Verfahrensmangel darstellen kann (vgl. dazu Schallmoser in HHSp, &sect; 91 FGO Rz 21, m.w.N.), da der Einzelrichter Y im vorliegenden Fall die Verf&uuml;gung vom 8. September 2008 nicht nur paraphiert sondern unterschrieben hat. Ob ein Schriftzug eine Unterschrift oder lediglich eine Abk&uuml;rzung darstellt, beurteilt sich dabei nach dem &auml;u&szlig;eren Erscheinungsbild (vgl. dazu auch den Senatsbeschluss vom 2. Januar 2008 X B 62\/07, Zeitschrift f&uuml;r Steuern und Recht 2008, R 641, m.w.N.). Diesen Anforderungen ist hier gen&uuml;gt. Die Unterschrift des Y ist von individuellem Gepr&auml;ge und hat charakteristische Merkmale, welche die Identit&auml;t dessen, von dem sie stammt, ausreichend kennzeichnen. Abgesehen davon, dass die Unterschrift des Y aufgrund seines kurzen Namens aus wenigen Zeichen besteht, deutet nichts darauf hin, dass es sich um eine blo&szlig;e Paraphe des Einzelrichters handeln k&ouml;nnte. Dies ergibt sich zudem eindeutig aus dem Vergleich mit den Verf&uuml;gungen vom 14. Oktober 2008 und 6. Januar 2009 &#8211;Bl. 143 und 161 FG-Akte&#8211;, die er lediglich paraphiert hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Behauptungen des Kl&auml;gers, er habe sich nicht zu dem Ergebnis der Beweisaufnahme &auml;u&szlig;ern k&ouml;nnen, k&ouml;nnen nicht die Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r belegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger hat der ihm bei der Wahrung seines Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r obliegenden Prozessverantwortung dadurch nicht Rechnung getragen, dass er trotz rechtzeitiger und ordnungsgem&auml;&szlig;er Ladung seines Prozessbevollm&auml;chtigten (vgl. oben unter 1.) nicht zur m&uuml;ndlichen Verhandlung erschienen ist (BFH-Beschluss vom 29. Oktober 1999 III B 32\/99, BFH\/NV 2000, 580). Durch die m&uuml;ndliche Verhandlung wird den Beteiligten die Gelegenheit gegeben, sich rechtliches Geh&ouml;r zu verschaffen und sich zu allen entscheidungserheblichen Tatsachen zu &auml;u&szlig;ern. Wer davon &#8211;wie der Kl&auml;ger&#8211; keinen Gebrauch macht, kann keine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r geltend machen (BFH-Beschluss vom 31. M&auml;rz 2006 IV B 138\/04, BFH\/NV 2006, 1490). Durch die prozessuale Mitverantwortung wird der Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r begrenzt (BFH-Beschluss vom 19. Januar 2007 VII B 171\/06, BFH\/NV 2007, 947).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Der vom Kl&auml;ger geltend gemachte Versto&szlig; des FG gegen die richterliche Sachaufkl&auml;rungspflicht (&sect; 76 Abs. 1 Satz 1 FGO) ist nicht gegeben. Die R&uuml;gen des Kl&auml;gers, das FG habe den entscheidungserheblichen Sachverhalt durch fehlende Ermittlungen sowie durch die fehlende Einholung von Sachverst&auml;ndigengutachten nicht hinreichend aufgekl&auml;rt, sind nicht begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG ist &#8211;mit einer nicht zu beanstandenden Begr&uuml;ndung&#8211; bei der Sch&auml;tzung der Gewinne von den sich aus den handschriftlichen Notizen des Kl&auml;gers ergebenden Tageseinnahmen ausgegangen und hat &#8211;ebenfalls mit einer nicht zu beanstandenden Begr&uuml;ndung&#8211; eine Erh&ouml;hung des vom Kl&auml;ger erkl&auml;rten Wareneinsatzes um 20 % angenommen. Die daraus resultierende Abweichung von der Richtsatzsammlung erkl&auml;rt das FG &#8211;wiederum gut nachvollziehbar&#8211; mit den von den &#8230;unternehmen gew&auml;hrten &#8230;rabatten, wie sie auch von dem damaligen Berater des Kl&auml;gers dargelegt worden waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Mit dem Einwand, das FG habe das von ihm beantragte Sachverst&auml;ndigengutachten nicht erhoben, legt der Kl&auml;ger keinen Versto&szlig; des FG gegen die Sachaufkl&auml;rungspflicht dar, sondern r&uuml;gt im Kern die falsche Rechtsanwendung der gew&auml;hlten Sch&auml;tzungsmethode durch das FG, nicht aber die R&uuml;ge eines Versto&szlig;es des FG gegen die Sachaufkl&auml;rungspflicht. Denn die Frage, unter welchen Voraussetzungen eine Sch&auml;tzung der Besteuerungsgrundlagen zul&auml;ssig ist, erfordert ebenso wie die Bestimmung der ma&szlig;geblichen Sch&auml;tzungskriterien eine rechtliche Beurteilung, die in erster Linie dem FG obliegt und weder regelm&auml;&szlig;ig noch in bestimmten Einzelf&auml;llen durch ein Sachverst&auml;ndigengutachten vorbereitet werden muss (Senatsbeschl&uuml;sse vom 27. Februar 2007 X B 7\/06, BFH\/NV 2007, 1167; vom 1. September 2004 X B 162\/03, BFH\/NV 2005, 224). Die R&uuml;ge der falschen Rechtsanwendung und tats&auml;chlichen W&uuml;rdigung des Streitfalles durch das FG im Rahmen einer Sch&auml;tzung ist aber im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren grunds&auml;tzlich unbeachtlich (vgl. Senatsbeschluss vom 17. Februar 2004 X B 142\/03, nicht ver&ouml;ffentlicht &#8211;n.v.&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Dies gilt auch f&uuml;r die weiteren vom Kl&auml;ger gegen die Sch&auml;tzung des FG erhobenen Einw&auml;nde, die sich zum einen auf die Sch&auml;tzungsmethode und zum anderen auf das Ergebnis der Sch&auml;tzung beziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Verst&ouml;&szlig;e gegen anerkannte Sch&auml;tzungsgrunds&auml;tze, Denkgesetze und Erfahrungss&auml;tze sowie materielle Rechtsfehler verm&ouml;gen die Zulassung der Revision im Regelfall nicht zu begr&uuml;nden (vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 31. Juli 2007 X B 36\/07, n.v.). Ein zur Zulassung der Revision berechtigender erheblicher Rechtsfehler aufgrund objektiver Willk&uuml;r kann allenfalls ausnahmsweise in den F&auml;llen bejaht werden, in denen das Sch&auml;tzungsergebnis des FG schlechthin unvertretbar ist, weil es wirtschaftlich unm&ouml;glich ist und sich als offensichtlich realit&auml;tsfremd darstellt (Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 115 Rz 69, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine solche offensichtlich realit&auml;tsfremde Sch&auml;tzung hat der Kl&auml;ger aber &#8211;vor allem vor dem Hintergrund, dass die finanzgerichtlichen Sch&auml;tzungen auf den bei ihm gefundenen Aufzeichnungen beruhen und bei ihm erhebliche Geldanlagen bei Kreditinstituten in Luxemburg festgestellt wurden&#8211; nicht dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Seine Ausf&uuml;hrungen zur Geldverkehrsrechnung sind nicht entscheidungserheblich (vgl. zu diesem Erfordernis Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 115 Rz 30, m.w.N.), da die Geldverkehrsrechnung &#8211;wie das FG im Urteil ausdr&uuml;cklich dargelegt hat&#8211; im Falle des Kl&auml;gers nur dazu diente, die Notwendigkeit des Handelns der Steuerfahndung abzukl&auml;ren, nicht jedoch dazu eingesetzt wurde, die H&ouml;he der kl&auml;gerischen Eink&uuml;nfte zu sch&auml;tzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ebenfalls nicht entscheidungserheblich ist die von dem Kl&auml;ger aufgeworfene Frage, ob eine Sch&auml;tzung sich an der von der Finanzverwaltung festgestellten Richtsatzsammlung orientieren m&uuml;sse. Der Kl&auml;ger &uuml;bersieht dabei, dass das FG nicht nur von einem um 20 % erh&ouml;hten Wareneinsatz ausgeht, sondern vielmehr bei seiner Sch&auml;tzung zus&auml;tzlich noch die &#8230;rabatte der &#8230;unternehmen ber&uuml;cksichtigt hat, so dass insoweit die Richtsatzsammlungen nicht aussagekr&auml;ftig sein k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Weitere Bedenken gegen die Sch&auml;tzung, die der Kl&auml;ger in dem Schriftsatz vom 15. Mai 2009, und damit erst nach Ablauf der am 9. April 2009 endenden Begr&uuml;ndungsfrist vortr&auml;gt, sind &#8211;unabh&auml;ngig davon, ob sie einen erheblichen Rechtsanwendungsfehler belegen k&ouml;nnten&#8211; nicht zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 18.8.2009, X B 14\/09 Zustellung an Prozessbevollm&auml;chtigten &#8211; Heilung von Zustellungsm&auml;ngeln &#8211; Wirkung der Ladung bei sp&auml;terer Mandatsniederlegung &#8211; Begrenzung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r durch prozessuale Mitverantwortung &#8211; R&uuml;ge der falschen Rechtsanwendung und Tatsachenw&uuml;rdigung bei Sch&auml;tzung Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) hat keinen Erfolg. 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