{"id":15611,"date":"2012-12-10T05:52:15","date_gmt":"2012-12-10T03:52:15","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=15611"},"modified":"2012-12-10T05:52:15","modified_gmt":"2012-12-10T03:52:15","slug":"i-b-47-08-darlegung-einer-divergenz-verletzung-der-sachaufklaerungspflicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-47-08-darlegung-einer-divergenz-verletzung-der-sachaufklaerungspflicht\/","title":{"rendered":"I&nbsp;B&nbsp;47\/08 &#8211; Darlegung einer Divergenz &#8211; Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 15.7.2008, I B 47\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Darlegung einer Divergenz &#8211; Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig, da die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) die Beschwerde nicht in der gesetzlich gebotenen Weise (&sect; 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) begr&uuml;ndet hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Soweit sie die Zulassung der Revision wegen Divergenz (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO) f&uuml;r erforderlich h&auml;lt, hat die Kl&auml;gerin nicht &#8211;wie erforderlich&#8211; die behauptete Abweichung durch das Gegen&uuml;berstellen einander widersprechender abstrakter Rechtss&auml;tze aus der Entscheidung der Vorinstanz einerseits und den behaupteten Divergenzentscheidungen andererseits erkennbar gemacht (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 18. Mai 2005 IX B 168\/04, BFH\/NV 2005, 1829). Sie macht vielmehr nur geltend, das Finanzgericht (FG) habe die Rechtsprechung des BFH zur Abgrenzung von Dauerschuldzinsen i.S. von &sect; 8 Nr. 1 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) und Zinsen f&uuml;r laufende Verbindlichkeiten rechtsfehlerhaft auf den Streitfall angewandt. Selbst wenn dies zutr&auml;fe, rechtfertigte dies die Zulassung der Revision wegen Divergenz nicht. Dass die Entscheidung des FG willk&uuml;rlich oder greifbar gesetzeswidrig w&auml;re, ist dem Vorbringen der Kl&auml;gerin nicht zu entnehmen (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 16. Dezember 2005 IX B 38\/05, BFH\/NV 2006, 772).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Auch die R&uuml;ge, das FG habe seine Sachaufkl&auml;rungspflicht verletzt, ist nicht schl&uuml;ssig erhoben. Wird ein Versto&szlig; gegen die Sachaufkl&auml;rungspflicht (&sect; 76 Abs. 1 i.V.m. &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO) geltend gemacht, so sind nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH Ausf&uuml;hrungen dazu erforderlich, aus welchen Gr&uuml;nden sich die Notwendigkeit einer Beweiserhebung oder weiteren Sachaufkl&auml;rung dem FG auch ohne Antrag h&auml;tte aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen, welche entscheidungserheblichen Tatsachen sich bei einer Beweisaufnahme voraussichtlich ergeben h&auml;tten und inwiefern die Beweiserhebung auf der Grundlage des materiell-rechtlichen Standpunktes des FG zu einer anderen Entscheidung h&auml;tte f&uuml;hren k&ouml;nnen (z.B. BFH-Beschluss vom 29. Oktober 2004 XI B 213\/02, BFH\/NV 2005, 566).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Diesen Anforderungen gen&uuml;gt die Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht. Die Kl&auml;gerin macht geltend, das FG habe weder Debitorenlisten noch Kontoausz&uuml;ge eingesehen. H&auml;tte es dies getan, h&auml;tte es festgestellt, dass die einzelnen Gesch&auml;ftsvorf&auml;lle nachpr&uuml;fbar gewesen seien. Die Kl&auml;gerin legt nicht dar, inwieweit dies zu einer anderen Entscheidung des FG in der Sache h&auml;tte f&uuml;hren k&ouml;nnen. Das FG hat in seiner Entscheidung ausgef&uuml;hrt, es k&ouml;nne zutreffen, dass anhand der Debitorenlisten zu den betreffenden Stichtagen eine Verkn&uuml;pfung des Kredites mit einzelnen Gesch&auml;ftsvorf&auml;llen h&auml;tte hergestellt werden k&ouml;nnen. Es war jedoch der Ansicht, dies reiche nicht aus, um die Darlehen als laufende Verbindlichkeiten einordnen zu k&ouml;nnen. Denn der zur Exportfinanzierung gew&auml;hrte Kredit m&uuml;sse von der Aufnahme des Kredits an bis zu seiner Tilgung verfolgbar sein. Dies sei nur dann m&ouml;glich, wenn jeder einzelne Warenkredit f&uuml;r sich abgewickelt werde und die eingehenden Zahlungen aus den Warengesch&auml;ften unmittelbar zur Abdeckung des jeweiligen Kredits verwendet w&uuml;rden. Vom Rechtsstandpunkt des FG aus war folglich eine Einsicht in die Debitorenlisten und Kontoausz&uuml;ge nicht geeignet, den Dauerschuldcharakter der Kredite i.S. des &sect; 8 Nr. 1 GewStG zu widerlegen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 15.7.2008, I B 47\/08 Darlegung einer Divergenz &#8211; Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig, da die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) die Beschwerde nicht in der gesetzlich gebotenen Weise (&sect; 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) begr&uuml;ndet hat. 2&nbsp; 1. Soweit sie die Zulassung der Revision wegen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-47-08-darlegung-einer-divergenz-verletzung-der-sachaufklaerungspflicht\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;B&nbsp;47\/08 &#8211; Darlegung einer Divergenz &#8211; Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-15611","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15611","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15611"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15611\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15611"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15611"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15611"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}