{"id":15628,"date":"2012-12-10T05:56:08","date_gmt":"2012-12-10T03:56:08","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=15628"},"modified":"2012-12-10T05:56:08","modified_gmt":"2012-12-10T03:56:08","slug":"ix-b-71-08-zurechnung-einer-zahlung-bei-behaupteter-treuhandabrede","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-b-71-08-zurechnung-einer-zahlung-bei-behaupteter-treuhandabrede\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;B&nbsp;71\/08 &#8211; Zurechnung einer Zahlung bei behaupteter Treuhandabrede"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 21.8.2008, IX B 71\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Zurechnung einer Zahlung bei behaupteter Treuhandabrede<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Nichtzulassungsbeschwerde ist unbegr&uuml;ndet. Die geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde liegen nicht vor.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Vorentscheidung hat nicht verfahrensfehlerhaft (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) den Eindruck gewonnen, der Treuhandvertrag sei erst &quot;ins Spiel&quot; gekommen, nachdem die Zahlung durch den Beklagten und Beschwerdegegner (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) aufgedeckt worden sei. Unbeschadet der vom FA in seiner Beschwerdeerwiderung beanstandeten Darlegungsm&auml;ngel (&sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO), hat das Finanzgericht (FG) seinen &quot;Eindruck&quot; plausibel damit begr&uuml;ndet, die angebliche Treugeberin habe die behauptete Forderung gegen den Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) erstmals in der Bilanz zum 31. Dezember 2002 erfasst, obschon die Forderung bereits im Jahr 2000 (Streitjahr) entstanden sein sollte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) ist auch nicht wegen eines schwerwiegenden Fehlers der Vorentscheidung zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erforderlich (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO). Die Revision ist danach nur zuzulassen, wenn es sich bei dem behaupteten Fehler um einen offensichtlichen Rechtsanwendungsfehler von erheblichem Gewicht im Sinne einer willk&uuml;rlichen oder greifbar gesetzwidrigen Entscheidung handelt, die geeignet w&auml;re, das Vertrauen der Allgemeinheit in die Rechtsprechung zu besch&auml;digen, wenn sie nicht von einem Rechtsmittelgericht korrigiert w&uuml;rde (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 24. Juli 2006 IX B 208\/05, BFH\/NV 2006, 2269). Im Streitfall ist schon ein Fehler des FG nicht ersichtlich. Es ist aufgrund einer m&ouml;glichen W&uuml;rdigung der Tatsachen zu dem Ergebnis gelangt, dass die geleistete Zahlung dem Kl&auml;ger selbst und nicht abweichend davon (nach &sect; 39 Abs. 2 Nr. 1 Satz 2 der Abgabenordnung) einer Treugeberin zuzurechnen ist. Das FG hat dabei zutreffend und ma&szlig;gebend auf den h&ouml;chstpers&ouml;nlichen Charakter der Wettbewerbsvereinbarung abgestellt. Weil das Wettbewerbsverbot an die Person des Kl&auml;gers gebunden war, konnte es zu dem m&ouml;glichen und den BFH nach &sect; 118 Abs. 2 FGO bindenden Schluss kommen, eine Treuhandabrede auszuschlie&szlig;en, selbst wenn der gezahlte Betrag nachtr&auml;glich an die angebliche Treuh&auml;nderin geflossen war.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                In Bezug auf die umsatzsteuerrechtliche L&ouml;sung des Falles hat sich das FG zutreffend am BFH-Urteil vom 13. November 2003 V R 59\/02 (BFHE 203, 540, BStBl II 2004, 472) orientiert. Ob das FA seinerseits verwaltungsintern gehalten war, abweichende norminterpretierende Verwaltungsvorschriften zu beachten, ist demgegen&uuml;ber unerheblich. Das vermag einen Rechtsfehler des FG nicht zu begr&uuml;nden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 21.8.2008, IX B 71\/08 Zurechnung einer Zahlung bei behaupteter Treuhandabrede Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Nichtzulassungsbeschwerde ist unbegr&uuml;ndet. 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