{"id":15713,"date":"2012-12-18T15:25:11","date_gmt":"2012-12-18T13:25:11","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=15713"},"modified":"2012-12-18T15:25:11","modified_gmt":"2012-12-18T13:25:11","slug":"i-s-14-08-anhoerungsruege-darlegung-einer-gehoersverletzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-s-14-08-anhoerungsruege-darlegung-einer-gehoersverletzung\/","title":{"rendered":"I&nbsp;S&nbsp;14\/08 &#8211; Anh&ouml;rungsr&uuml;ge: Darlegung einer Geh&ouml;rsverletzung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 10.9.2008, I S 14\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Anh&ouml;rungsr&uuml;ge: Darlegung einer Geh&ouml;rsverletzung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Das Finanzgericht (FG) des Saarlandes hat mit Beschl&uuml;ssen vom 24. Januar 2007&nbsp;&nbsp;1 V 1233\/05 und 1 V 1234\/05 Antr&auml;ge der Kl&auml;gerin, Beschwerdef&uuml;hrerin und R&uuml;gef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) auf Fortsetzung zweier Verfahren betreffend die Ab&auml;nderung von Beschl&uuml;ssen &uuml;ber die Aussetzung der Vollziehung (AdV) bestimmter Steuerbescheide des Beklagten, Beschwerdegegners und R&uuml;gegegners (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) zur&uuml;ckgewiesen. Hiergegen hatte die Kl&auml;gerin, die der Ansicht war, keine Fortsetzungsantr&auml;ge gestellt zu haben, Nichtzulassungsbeschwerden erhoben, die der Senat mit Beschluss vom 18. Oktober 2007 I B 42, 43\/07 (juris) als nicht statthaft und damit unzul&auml;ssig verworfen hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Au&szlig;erdem hat die Kl&auml;gerin gegen die FG-Beschl&uuml;sse vom 24. Januar 2007 Anh&ouml;rungsr&uuml;gen erhoben, die vom FG mit Beschl&uuml;ssen vom 26. Februar 2007&nbsp;&nbsp;1 V 1068\/07 und 1 V 1069\/07 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen wurden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Sodann hat die Kl&auml;gerin gegen die FG-Beschl&uuml;sse vom 24. Januar 2007 &quot;Nichtigkeitsklage(n) gem&auml;&szlig; &sect; 134 i.V.m. &sect; 579 ff. ZPO i.V.m. &sect; 155 FGO&quot; erhoben, die vom FG unter Hinweis auf den Beschluss des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 18. Februar 1998 VII S 30\/97 (BFH\/NV 1998, 990) in Nichtigkeitsantr&auml;ge umgedeutet und mit Beschl&uuml;ssen vom 6. M&auml;rz 2007&nbsp;&nbsp;1 V 1097\/07 und 1 V 1098\/07 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen worden sind. Die hiergegen erhobenen Beschwerden hat der Senat mit Beschl&uuml;ssen vom 9. Juli 2007 I B 59\/07 (juris) und I B 60\/07 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Dagegen gerichtete Anh&ouml;rungsr&uuml;gen (I S 17\/07 und I S 18\/07) blieben ohne Erfolg.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Des Weiteren hat die Kl&auml;gerin sowohl gegen die FG-Beschl&uuml;sse vom 26. Februar 2007 betreffend die Zur&uuml;ckweisung der Anh&ouml;rungsr&uuml;gen als auch gegen die FG-Beschl&uuml;sse vom 6. M&auml;rz 2007 betreffend die Zur&uuml;ckweisung der Nichtigkeitsantr&auml;ge beim FG wiederum &quot;Nichtigkeitsklage(n) gem&auml;&szlig; &sect; 134 i.V.m. &sect; 579 ff. ZPO i.V.m. &sect; 155 FGO&quot; erhoben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FG hat die Klagen mit Urteilen vom 30. Mai 2007&nbsp;&nbsp;1 K 1198\/07, 1 K 1199\/07, 1 K 1200\/07 und 1 K 1201\/07 als unzul&auml;ssig abgewiesen. Die dagegen erhobenen Nichtzulassungsbeschwerden hat der Senat mit Beschluss vom 5. M&auml;rz 2008 I B 109, 111-113\/07 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Gegen den Senatsbeschluss wendet sich die Kl&auml;gerin mit ihrer Anh&ouml;rungsr&uuml;ge.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die gem&auml;&szlig; &sect; 133a der Finanzgerichtsordnung (FGO) statthafte Anh&ouml;rungsr&uuml;ge ist unzul&auml;ssig. Es fehlt ihr an einer substantiierten Darlegung (&sect; 133a Abs. 2 Satz 6 FGO) der in &sect; 133a Abs. 1 Nr. 2 FGO genannten Voraussetzungen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Die mit den Nichtzulassungsbeschwerden geltend gemachten Verfahrensr&uuml;gen wegen Missachtung eines angeblichen gesetzlichen Beteiligtenwechsels auf der Beklagtenseite hat der Senat aus den im Senatsbeschluss angegebenen Gr&uuml;nden sowohl im Hinblick auf die Sachentscheidungsvoraussetzungen als auch im Hinblick auf die Begr&uuml;ndetheit der Nichtzulassungsbeschwerde f&uuml;r nicht entscheidungserheblich erachtet. Aus welchen Gr&uuml;nden er von diesem Rechtsstandpunkt aus gehalten gewesen sein soll, dem diesbez&uuml;glichen Vorbringen der Kl&auml;gerin weiter nachzugehen, ist nicht ersichtlich.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Inwiefern die behaupteten Abweichungen des Senatsbeschlusses von Entscheidungen anderer Senate des BFH und anderer oberster Bundesgerichte zu einer Verletzung des Anspruchs der Kl&auml;gerin auf Gew&auml;hrung rechtlichen Geh&ouml;rs f&uuml;hren k&ouml;nnten, vermag der Senat nicht zu erkennen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Mit der behaupteten Verletzung des Anspruchs auf den gesetzlichen Richter gem&auml;&szlig; Art. 101 Abs. 1 Satz 2 des Grundgesetzes (GG) wegen Unterlassens der Vorlage des Rechtsstreits an den Gro&szlig;en Senat des BFH oder den Gemeinsamen Senat der obersten Gerichtsh&ouml;fe des Bundes kann die Kl&auml;gerin im Rahmen der Anh&ouml;rungsr&uuml;ge nicht geh&ouml;rt werden, weil nicht das Verfahrensgrundrecht des rechtlichen Geh&ouml;rs betroffen ist (vgl. Seer in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect; 133a FGO Rz 3). Entsprechendes gilt f&uuml;r die ger&uuml;gten Verst&ouml;&szlig;e gegen Art. 2, Art. 3, Art. 19 Abs. 4, Art. 20 Abs. 3 GG sowie gegen die Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten des Europarats.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                4. Entgegen der Sicht der Kl&auml;gerin war der Senat nicht gehalten, sie vor der Entscheidung auf seine Rechtsauffassung hinzuweisen. Das Gericht ist aus dem Gesichtspunkt der Gew&auml;hrung rechtlichen Geh&ouml;rs nicht verpflichtet, einen Hinweis auf seine Rechtsauffassung zu geben (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 3. M&auml;rz 1998 VIII R 66\/96, BFHE 185, 422, BStBl II 1998, 383; vom 31. Januar 2007 III S 33\/06, BFH\/NV 2007, 953). Auch liegt keine sog. &quot;&Uuml;berraschungsentscheidung&quot; vor, wenn das Gericht den in der Beschwerdebegr&uuml;ndung niedergelegten Rechtsauffassungen zu den Sachentscheidungsvoraussetzungen nicht folgt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                5. Im Hinblick auf die behauptete Verletzung des Akteneinsichtsrechts (&sect; 78 FGO) hat die Kl&auml;gerin nicht dargelegt, wann und in welcher Form sie beim Senat Akteneinsicht beantragt haben will. Aus den Gerichtsakten sind bis zum Eingang der Begr&uuml;ndungen der Nichtzulassungsbeschwerden Antr&auml;ge auf Akteneinsicht nicht feststellbar. Sollte sich in den jeweils mehrere Hundert Seiten umfassenden Begr&uuml;ndungsschrifts&auml;tzen, die nicht fr&uuml;her als einen Tag vor Ablauf der Begr&uuml;ndungsfristen (&sect; 116 Abs. 3 Satz 1 FGO) eingereicht worden sind, Antr&auml;ge auf Akteneinsicht befunden haben, die der Senat &uuml;bersehen hat, dann k&ouml;nnte die unterbliebene Gew&auml;hrung der Akteneinsicht jedenfalls nicht kausal f&uuml;r die angefochtene Entscheidung gewesen sein. Denn es kann als ausgeschlossen angesehen werden, dass die Akteneinsicht noch innerhalb der Begr&uuml;ndungsfrist durchf&uuml;hrbar gewesen und die Kl&auml;gerin dadurch gewonnene Erkenntnisse noch zur Beschwerdebegr&uuml;ndung h&auml;tte verwenden k&ouml;nnen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                6. Der Senat hat auch die weiteren Ausf&uuml;hrungen der Kl&auml;gerin zu den materiell-rechtlichen und verfahrensrechtlichen Gesichtspunkten des Rechtsstreits zur Kenntnis genommen. Zur Begr&uuml;ndung der Anh&ouml;rungsr&uuml;ge sind die Ausf&uuml;hrungen indes nicht geeignet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 10.9.2008, I S 14\/08 Anh&ouml;rungsr&uuml;ge: Darlegung einer Geh&ouml;rsverletzung Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Das Finanzgericht (FG) des Saarlandes hat mit Beschl&uuml;ssen vom 24. 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