{"id":15740,"date":"2012-12-10T16:30:40","date_gmt":"2012-12-10T14:30:40","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=15740"},"modified":"2012-12-10T16:30:40","modified_gmt":"2012-12-10T14:30:40","slug":"ii-r-27-06-rechtsmittelbelehrung-bei-wiederholter-urteilszustellung-grundsteuerfreiheit-der-schutzzonen-und-sicherheitszonen-eines-truppenuebungsplatzes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-27-06-rechtsmittelbelehrung-bei-wiederholter-urteilszustellung-grundsteuerfreiheit-der-schutzzonen-und-sicherheitszonen-eines-truppenuebungsplatzes\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;27\/06 &#8211; Rechtsmittelbelehrung bei wiederholter Urteilszustellung &#8211; Grundsteuerfreiheit der Schutzzonen und Sicherheitszonen eines Truppen&uuml;bungsplatzes"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 27.8.2008, II R 27\/06<\/p>\n<p class=\"titel\">Rechtsmittelbelehrung bei wiederholter Urteilszustellung &#8211; Grundsteuerfreiheit der Schutzzonen und Sicherheitszonen eines Truppen&uuml;bungsplatzes<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist Eigent&uuml;merin eines Truppen&uuml;bungsplatzes im Beitrittsgebiet. Rund 1\/3 davon nutzt die Bundesforstverwaltung forstwirtschaftlich.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin reichte im Jahr 2001 eine Erkl&auml;rung zur Ermittlung des Ersatzwirtschaftswerts und zur Festsetzung des Grundsteuermessbetrags auf den 1. Januar 1997 ein und vertrat dabei die Auffassung, dass alle zu dem Truppen&uuml;bungsplatz geh&ouml;renden Fl&auml;chen von der Grundsteuer befreit seien. Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte dieser Ansicht nicht und setzte f&uuml;r die forstwirtschaftlich genutzten Fl&auml;chen gegen&uuml;ber der zust&auml;ndigen Standortverwaltung auf den 1. Januar 1997 einen Grundsteuermessbetrag fest.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Finanzgericht (FG) gab der nach erfolglosem Einspruch erhobenen Klage durch das in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2006, 1539 ver&ouml;ffentlichte Urteil mit der Begr&uuml;ndung statt, der Truppen&uuml;bungsplatz sei einschlie&szlig;lich der von der Bundesforstverwaltung genutzten Fl&auml;chen nach &sect; 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 1 i.V.m. &sect; 6 Nr. 2 des Grundsteuergesetzes (GrStG) von der Grundsteuer befreit. Dem stehe nicht entgegen, dass die milit&auml;rischen &Uuml;bungen nicht in den Randzonen des Gel&auml;ndes stattf&auml;nden und diese Teilfl&auml;chen daher forstwirtschaftlich genutzt werden k&ouml;nnten. Die Teilfl&auml;chen seien als Schutz- und Sicherheitszonen f&uuml;r den Betrieb des Truppen&uuml;bungsplatzes zwingend erforderlich und damit Gel&auml;nde, dessen Besteuerung die zitierten Befreiungsvorschriften des GrStG verhindern wollten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FG &uuml;bermittelte den Beteiligten eine Ausfertigung des &quot;Urteils&quot;, bevor die Urschrift von allen Richtern unterzeichnet worden war. Das FA legte gegen das &quot;Urteil&quot; Revision ein und begr&uuml;ndete sie.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Hinblick auf die fehlende Unterschrift eines Richters stellte das FG durch Beschluss fest, dass das den Beteiligten zugestellte Urteil unwirksam sei. Nachdem die fehlende Unterschrift nachgeholt worden war, stellte das FG das Urteil den Beteiligten nochmals zu, und zwar dem FA am 15. Mai 2006. Das FA legte daraufhin mit Schriftsatz vom 9. Juni 2006, der beim Bundesfinanzhof (BFH) am 19. Juni 2006 einging, erneut Revision ein.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit der Revision r&uuml;gt das FA, das FG habe &sect; 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und &sect; 6 Nr. 2 GrStG unrichtig angewandt. Die vom angefochtenen Grundsteuermessbescheid erfassten Waldfl&auml;chen w&uuml;rden von der Bundesforstverwaltung im Auftrag der Bundeswehr uneingeschr&auml;nkt bewirtschaftet, l&auml;gen im Au&szlig;enbereich des Truppen&uuml;bungsplatzes, dienten lediglich als Schutzbereich und w&uuml;rden daher nicht unmittelbar f&uuml;r den beg&uuml;nstigten (milit&auml;rischen) Zweck genutzt. Dies stehe nach &sect; 7 GrStG der Steuerbefreiung entgegen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage abzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin ist der Revision entgegengetreten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist zul&auml;ssig, aber unbegr&uuml;ndet und war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Die Revision ist nicht wegen versp&auml;teter Einlegung unzul&auml;ssig.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Es kann dabei auf sich beruhen, ob die vom FA urspr&uuml;nglich eingelegte Revision nach der erneuten Urteilszustellung weiterwirkte (vgl. Urteile des Bundesgerichtshofs vom 18. September 1963 V ZR 192\/61, Neue Juristische Wochenschrift &#8211;NJW&#8211; 1964, 248, und vom 17. April 1996 VIII ZR 108\/95, NJW 1996, 1969), obwohl das FG inzwischen die Unwirksamkeit des zun&auml;chst zugestellten Urteils durch Beschluss festgestellt hatte und dadurch m&ouml;glicherweise das Rechtsschutzbed&uuml;rfnis f&uuml;r die urspr&uuml;ngliche Revision entfallen war, oder ob es nach der wirksamen Urteilszustellung einer erneuten Revisionseinlegung bedurfte. Trifft die zuletzt genannte Alternative zu, gen&uuml;gte es nicht, dem Urteil die &uuml;bliche Rechtsmittelbelehrung beizuf&uuml;gen. Vielmehr h&auml;tte das FG in der dem erneut zugestellten Urteil beigef&uuml;gten Rechtsbehelfsbelehrung zur Vermeidung von Unklarheiten dar&uuml;ber, auf die Zustellung welchen Urteils es f&uuml;r den Beginn der Revisionsfrist ankam, auf die Erforderlichkeit einer nochmaligen fristgerechten Einlegung und Begr&uuml;ndung der Revision hinweisen m&uuml;ssen. Da dies nicht geschehen ist, gen&uuml;gte die Rechtsmittelbelehrung f&uuml;r die hier vorliegende besondere Fallgestaltung nicht den Anforderungen des &sect; 55 Abs. 1 FGO, so dass nicht die Revisionsfrist von einem Monat gem&auml;&szlig; &sect; 120 Abs. 1 Satz 1 FGO, sondern die Jahresfrist des &sect; 55 Abs. 2 Satz 1 FGO lief. Diese Frist hat das FA eingehalten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) &Uuml;ber den vom FA gestellten Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand (&sect; 56 FGO) braucht danach nicht entschieden zu werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet. Das FG hat auf der Grundlage der von ihm getroffenen Feststellungen zu Recht die Grundsteuerbefreiung der zum Truppen&uuml;bungsplatz geh&ouml;renden Waldfl&auml;chen bejaht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Grundbesitz, der von einer inl&auml;ndischen juristischen Person des &ouml;ffentlichen Rechts f&uuml;r einen &ouml;ffentlichen Dienst oder Gebrauch genutzt wird, ist nach &sect; 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 1 GrStG von der Grundsteuer befreit. &Ouml;ffentlicher Dienst oder Gebrauch in diesem Sinn ist die hoheitliche T&auml;tigkeit oder der bestimmungsgem&auml;&szlig;e Gebrauch durch die Allgemeinheit (&sect; 3 Abs. 2 Satz 1 GrStG). Die Befreiung nach &sect; 3 GrStG tritt gem&auml;&szlig; &sect; 7 Satz 1 GrStG nur ein, wenn der Steuergegenstand f&uuml;r den steuerbeg&uuml;nstigten Zweck unmittelbar genutzt wird. Wird Grundbesitz, der f&uuml;r steuerbeg&uuml;nstigte Zwecke (&sect;&sect; 3 und 4 GrStG) genutzt wird, zugleich land- und forstwirtschaftlich genutzt, so gilt die Befreiung gem&auml;&szlig; &sect; 6 Nr. 2 GrStG u.a. f&uuml;r Grundbesitz, der von der Bundeswehr als &Uuml;bungsplatz oder Flugplatz genutzt wird. Es handelt sich dabei um die gegen&uuml;ber &sect; 8 Abs. 2 GrStG speziellere Vorschrift. Es kommt deshalb nicht darauf an, welche der Nutzungen &uuml;berwiegt (Troll\/Eisele, Grundsteuergesetz, Kommentar, 9. Aufl., &sect; 6 Rz 2).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Die streitgegenst&auml;ndlichen Waldfl&auml;chen sind danach zum Stichtag 1. Januar 1997 von der Grundsteuer befreit. Sie waren nach den vom FG getroffenen Feststellungen als Schutz- und Sicherheitszonen f&uuml;r den Betrieb des Truppen&uuml;bungsplatzes zwingend erforderlich und wurden somit i.S. des &sect; 7 Satz 1 GrStG unmittelbar f&uuml;r dessen Zwecke genutzt. Die gleichzeitige forstwirtschaftliche Nutzung steht nach &sect; 6 Nr. 2 GrStG der Steuerbefreiung nicht entgegen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die vom FG getroffenen Feststellungen sind f&uuml;r den BFH nach &sect; 118 Abs. 2 FGO bindend. Das FA hat in Bezug auf diese Feststellungen keine zul&auml;ssigen und begr&uuml;ndeten Revisionsgr&uuml;nde vorgetragen. Zu den der Bindung unterliegenden Feststellungen geh&ouml;ren auch die Schlussfolgerungen tats&auml;chlicher Art, soweit sie nicht mit Denkgesetzen oder Erfahrungss&auml;tzen unvereinbar sind. Die Schlussfolgerungen brauchen nicht zwingend, sondern nur m&ouml;glich zu sein (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 27. August 1991 VIII R 84\/89, BFHE 165, 330, BStBl II 1992, 9; vom 13. Februar 2008 I R 63\/06, BFH\/NV 2008, 1250; vom 28. Februar 2008 V R 44\/06, BFH\/NV 2008, 1088, und vom 6. M&auml;rz 2008 IV R 72\/05, BFH\/NV 2008, 1311).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ein Versto&szlig; gegen Denkgesetze oder Erfahrungss&auml;tze ist im Streitfall nicht ersichtlich. Wie der BFH bereits mit Urteil vom 15. M&auml;rz 1957 III 17\/57 S (BFHE 64, 492, BStBl III 1957, 183) entschieden hat, sind Grundst&uuml;cksfl&auml;chen, die innerhalb eines in Betrieb befindlichen Milit&auml;rflugplatzes liegen, auch dann grundsteuerfrei, wenn sie zwecks eingeschr&auml;nkter landwirtschaftlicher Nutzung verpachtet sind. Nach dieser Entscheidung w&auml;re es eine dem Sinn und Zweck der Grundsteuerbefreiung widersprechende Einengung, wenn man unentbehrliche Hilfsma&szlig;nahmen und Hilfsmittel vom Kreise der Aufgaben einer steuerbeg&uuml;nstigten Person ausschlie&szlig;en w&uuml;rde (ebenso schon BFH-Urteil vom 22. Oktober 1954 III 74\/54 S, BFHE 59, 413, BStBl III 1954, 369). Eine Verfahrensr&uuml;ge (&sect; 120 Abs. 3 Nr. 2 Buchst. b FGO) hat das FA nicht erhoben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Soweit sich das FA in der Revisionsbegr&uuml;ndung auf Tatsachen st&uuml;tzt, die das FG nicht festgestellt hat, steht &sect; 118 Abs. 2 FGO deren Ber&uuml;cksichtigung entgegen. Von den tats&auml;chlichen, den BFH bindenden Feststellungen des FG abweichendes tats&auml;chliches Vorbringen zur materiell-rechtlichen Beurteilung einer Streitsache ist im Revisionsverfahren, von hier nicht gegebenen Ausnahmen abgesehen, nicht zu ber&uuml;cksichtigen (BFH-Urteile vom 17. Dezember 1997 X R 88\/95, BFHE 185, 40, BStBl II 1998, 343, und vom 5. Oktober 1999 VII R 152\/97, BFHE 191, 140, BStBl II 2000, 93).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 27.8.2008, II R 27\/06 Rechtsmittelbelehrung bei wiederholter Urteilszustellung &#8211; Grundsteuerfreiheit der Schutzzonen und Sicherheitszonen eines Truppen&uuml;bungsplatzes Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist Eigent&uuml;merin eines Truppen&uuml;bungsplatzes im Beitrittsgebiet. Rund 1\/3 davon nutzt die Bundesforstverwaltung forstwirtschaftlich. 2&nbsp; Die Kl&auml;gerin reichte im Jahr 2001 eine Erkl&auml;rung zur Ermittlung des Ersatzwirtschaftswerts und &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-27-06-rechtsmittelbelehrung-bei-wiederholter-urteilszustellung-grundsteuerfreiheit-der-schutzzonen-und-sicherheitszonen-eines-truppenuebungsplatzes\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;R&nbsp;27\/06 &#8211; Rechtsmittelbelehrung bei wiederholter Urteilszustellung &#8211; Grundsteuerfreiheit der Schutzzonen und Sicherheitszonen eines Truppen&uuml;bungsplatzes<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-15740","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15740","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15740"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15740\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15740"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15740"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15740"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}