{"id":15770,"date":"2012-12-10T05:51:15","date_gmt":"2012-12-10T03:51:15","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=15770"},"modified":"2012-12-10T05:51:15","modified_gmt":"2012-12-10T03:51:15","slug":"iv-b-121-07-sonderbetriebsvermoegen-keine-quotale-begrenzung-fehlen-von-entscheidungsgruenden-bei-verweis-des-fg-auf-die-gruende-der-einspruchsentscheidung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-b-121-07-sonderbetriebsvermoegen-keine-quotale-begrenzung-fehlen-von-entscheidungsgruenden-bei-verweis-des-fg-auf-die-gruende-der-einspruchsentscheidung\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;B&nbsp;121\/07 &#8211; Sonderbetriebsverm&ouml;gen &#8211; keine quotale Begrenzung &#8211; Fehlen von Entscheidungsgr&uuml;nden bei Verweis des FG auf die Gr&uuml;nde der Einspruchsentscheidung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.7.2008, IV B 121\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Sonderbetriebsverm&ouml;gen &#8211; keine quotale Begrenzung &#8211; Fehlen von Entscheidungsgr&uuml;nden bei Verweis des FG auf die Gr&uuml;nde der Einspruchsentscheidung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin zu 2. (Kl&auml;gerin zu 2.) &#8211;Frau K.&#8211; war an einer Niederlassung der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin zu 1. (Kl&auml;gerin zu 1.) &#8211;einer Steuerberatungsgesellschaft mbH (im Folgenden: GmbH)&#8211; als atypisch stille Gesellschafterin mit einem Anteil von 30 % beteiligt. Frau K. war zugleich mit einer Beteiligung von 50 % Gesellschafterin einer (nicht gewerblichen) GbR, die das ihr geh&ouml;rende Grundst&uuml;ck (B&uuml;ror&auml;ume) an die GmbH (bzw. an die GmbH &#038; Still) vermietete. Im Anschluss an eine Betriebspr&uuml;fung erfasste der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) 50 % des aus der Grundst&uuml;cksvermietung erzielten Verlusts im Rahmen der ge&auml;nderten Gewinnfeststellungen 1994 und 1995 (Streitjahre) f&uuml;r die GmbH &#038; Still als Sonderbetriebsausgaben von Frau K. Zugleich k&uuml;rzte das FA im Streitjahr 1994 den Betriebsausgabenabzug f&uuml;r die im Zusammenhang mit einer Einweihungsfeier entstandenen Aufwendungen unter Hinweis auf &sect; 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) um 20 % der Kosten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Einspruch und Klage, mit denen begehrt wurde, den Verlust aus der Grundst&uuml;cksvermietung nur entsprechend dem Umfang der Beteiligung von Frau K. an der GmbH &#038; Still als Sonderbetriebsausgaben anzusetzen (15 % = 30 % x 50 %) sowie die K&uuml;rzung des Betriebsausgabenabzugs f&uuml;r die Einweihungsfeier r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen, blieben ohne Erfolg. Das Finanzgericht (FG) f&uuml;hrte hierzu aus, dass ein Wirtschaftsgut (hier: Grundst&uuml;ck), das von einer Mitunternehmerschaft genutzt werde, nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) in dem Umfang als Sonderbetriebsverm&ouml;gen auszuweisen sei, in dem es unter Ber&uuml;cksichtigung von &sect; 39 der Abgabenordnung (AO) im juristischen oder wirtschaftlichen Eigentum des Mitunternehmers stehe. Dem habe das FA im Streitfall dadurch Rechnung getragen, dass es den ideellen Miteigentumsanteil von Frau K. (50 %) an dem von der (stillen) Gesellschaft genutzten Grundst&uuml;ck als Sonderbetriebsverm&ouml;gen I erfasst habe. Wegen der weiteren Begr&uuml;ndung (auch bez&uuml;glich der Behandlung der Bewirtungskosten) hat das FG gem&auml;&szlig; &sect; 105 Abs. 5 der Finanzgerichtsordnung (FGO) auf die &quot;zutreffenden Ausf&uuml;hrungen des Beklagten in der &#8230; Einspruchsentscheidung verwiesen&quot;.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Vorinstanz hat die Revision nicht zugelassen. Hiergegen richtet sich die anh&auml;ngige Beschwerde.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Beschwerde ist zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Die R&uuml;ge, die Revision sei deshalb wegen eines Verfahrensfehlers (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO) zuzulassen, weil das Urteil des FG i.S. von &sect; 119 Nr. 6 FGO nicht mit Gr&uuml;nden versehen sei, ist unschl&uuml;ssig.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Der Vortrag, die Vorinstanz habe nicht nach &sect; 105 Abs. 5 letzter Halbsatz FGO &quot;festgestellt&quot;, dass es der Begr&uuml;ndung der Einspruchsentscheidung &quot;folge&quot;, geht fehl. Er l&auml;sst au&szlig;er Acht, dass das FG auf die (nach seiner Ansicht) &quot;zutreffenden Ausf&uuml;hrungen&quot; des FA in der Entscheidung &uuml;ber den au&szlig;ergerichtlichen Rechtsbehelf &quot;verwiesen&quot; hat. Dies ist nicht nur von der Rechtsprechung als ausreichende Feststellung i.S. von &sect; 105 Abs. 5 FGO angesehen worden (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 23. November 1998 VII R 79\/98, BFH\/NV 1999, 942, unter I.). Vielmehr entspricht dieses Verst&auml;ndnis auch dem Zweck der Vorschrift, die zwar einerseits nicht den Rechtsschutz des B&uuml;rgers einschr&auml;nken, andererseits aber die Gerichte durch die M&ouml;glichkeit der Bezugnahme auf bereits vorliegende und zutreffend begr&uuml;ndete Verwaltungsentscheidungen von unn&ouml;tiger Formulierungs- und Schreibarbeit entlasten will (BTDrucks 12\/1061, S. 19 f.). Hiernach muss es aber gen&uuml;gen, wenn &#8211;wie im Streitfall (&quot;zutreffend&quot;)&#8211; aus der gew&auml;hlten Formulierung f&uuml;r den Kl&auml;ger zweifelsfrei hervorgeht, dass das Gericht sich die Gr&uuml;nde der Einspruchsentscheidung zu Eigen gemacht hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Nicht substantiiert ist ferner die R&uuml;ge, dass nach &sect; 105 Abs. 5 FGO lediglich von einer &quot;weiteren Darstellung der Entscheidungsgr&uuml;nde&quot; abgesehen werden k&ouml;nne und es deshalb dem FG verwehrt gewesen sei, die eigene Begr&uuml;ndung vollst&auml;ndig durch eine Bezugnahme auf die Einspruchsentscheidung zu ersetzen (Hinweis auf &#8211;ein obiter dictum im&#8211; BFH-Urteil vom 7. November 2000 VII R 24\/00, BFH\/NV 2001, 909; Lange in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect; 105 FGO Rz 51). Abgesehen davon, dass diese R&uuml;ge allenfalls f&uuml;r die K&uuml;rzung des Betriebsausgabenabzugs betreffend die Bewirtungsaufwendungen der GmbH (bzw. GmbH &#038; Still) greifen k&ouml;nnte, l&auml;sst der Vortrag unber&uuml;cksichtigt, dass das FG nach der Rechtsprechung des BFH grunds&auml;tzlich befugt ist, ohne weitere Darstellung der Entscheidungsgr&uuml;nde auf die Erw&auml;gungen der Einspruchsentscheidung zu verweisen (grundlegend BFH-Beschluss vom 20. November 2003 III B 88\/02, BFH\/NV 2004, 517; gl.A. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 10. November 2006 XI B 147\/05, BFH\/NV 2007, 267; vom 27. Februar 1996 IV R 41\/95, BFH\/NV 1996, 623; Brandis in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect; 105 FGO Rz 21).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Unschl&uuml;ssig ist schlie&szlig;lich die R&uuml;ge, einer wirksamen Bezugnahme auf die Einspruchsentscheidung stehe entgegen, dass das FA im Streitfall seiner Rechtsbehelfsentscheidung keine nachvollziehbare Begr&uuml;ndung &uuml;ber alle entscheidungserheblichen Punkte gegeben, sondern sich &#8211;im Hinblick auf den Ansatz der Mietverluste (Sonderbetriebsausgaben)&#8211; mit lediglich formelhaften Wendungen begn&uuml;gt habe (vgl. z.B. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2004, 517; Brandis in Tipke\/Kruse, a.a.O., &sect; 105 FGO Rz 21, jeweils m.w.N.). Der Vortrag ist bereits deshalb unsubstantiiert, weil die Beschwerdeschrift die Einspruchsgr&uuml;nde nur selektiv wiedergibt und diese Darstellung zudem mit offenkundig unzutreffenden Folgerungen verbindet. Im &Uuml;brigen kann kein Zweifel daran bestehen, dass sich die Rechtsbehelfsentscheidung mit den gegen die ge&auml;nderten Gewinnfeststellungen erhobenen Einw&auml;nden in nachvollziehbarer und schl&uuml;ssiger Weise auseinandergesetzt hat. Ob dem dabei gefundenen Ergebnis materiell-rechtlich zuzustimmen ist (s. nachfolgend unter II.2.), ist nicht Gegenstand einer auf die Verletzung des &sect; 105 Abs. 5 FGO gest&uuml;tzten Verfahrensr&uuml;ge (BFH-Beschluss vom 20. Juni 2001 I R 80\/00, BFH\/NV 2001, 1583).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Soweit die Kl&auml;gerinnen vortragen, der Rechtssache komme deshalb grunds&auml;tzliche Bedeutung zu (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO), weil es der Kl&auml;rung bed&uuml;rfe, ob f&uuml;r die Frage &quot;des Bilanzierungsumfangs&quot; des an eine Personengesellschaft &uuml;berlassenen Wirtschaftsguts die Beteiligungsquote des Mitunternehmers &quot;relevant&quot; ist, l&auml;sst der Senat offen, ob die Darlegungserfordernisse des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO gewahrt wurden. Die R&uuml;ge ist jedenfalls unbegr&uuml;ndet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Auszugehen ist hierbei davon, dass einem Mitunternehmer nicht fremde &#8211;n&auml;mlich von der Gesellschaft erzielte&#8211; Eink&uuml;nfte zugerechnet werden; vielmehr erzielt er &#8211;gleich einem Einzelunternehmer&#8211; origin&auml;r eigene betriebliche Eink&uuml;nfte (Anteile an Gewinn und Verlust) und unterscheidet sich von einem Einzelunternehmer nur dadurch, dass er seine T&auml;tigkeit nicht alleine, sondern zusammen mit den anderen (Mit-)Unternehmern in gesellschaftsrechtlicher Verbundenheit aus&uuml;bt. Aus dieser Gleichstellung von Einzel- und Mitunternehmer hat der Gro&szlig;e Senat des BFH im Beschluss vom 3. Mai 1993 GrS 3\/92 (BFHE 171, 246, BStBl II 1993, 616, 622) abgeleitet, dass die Rechtsgrundlage f&uuml;r den Ansatz von Sonderbetriebsverm&ouml;gen vornehmlich in &sect; 4 Abs. 1 EStG zu sehen sei und dies durch die Regelung des &sect; 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG zur Einbeziehung von Sonderverg&uuml;tungen (z.B. Nutzungs&uuml;berlassung von Grundst&uuml;cken) in den Gewinnanteil des Mitunternehmers und damit in den Gesamtgewinn der Mitunternehmerschaft best&auml;tigt und klargestellt werde. Der gesetzlichen Regelung liege &#8211;so der Gro&szlig;e Senat des BFH weiter&#8211; die Wertung zugrunde, dass es aus ertragsteuerlicher Sicht keinen Unterschied machen k&ouml;nne, ob die objektiv dem Betrieb dienenden Wirtschaftsg&uuml;ter in das Gesellschaftsverm&ouml;gen eingebracht werden (Bildung von Gesamthandsverm&ouml;gen) oder ob die Gesellschafter der Gesellschaft Wirtschaftsg&uuml;ter zur betrieblichen Nutzung &uuml;berlassen. Wirtschaftsg&uuml;ter hingegen, die nicht einem oder mehreren Mitunternehmern geh&ouml;rten, k&ouml;nnten nicht Sonderbetriebsverm&ouml;gen der Mitunternehmerschaft sein.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Die Erl&auml;uterungen des Gro&szlig;en Senats des BFH verdeutlichen zugleich, dass eine auf den Umfang der Beteiligung des Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mers an der das Grundst&uuml;ck nutzenden (gewerblichen) Personengesellschaft quotal beschr&auml;nkte Qualifikation des Grundst&uuml;cks als Sonderbetriebsverm&ouml;gen nicht in Betracht kommen kann.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Dies gilt zum einen f&uuml;r den Sachverhalt, dass z.B. der an einer KG mit 10 % beteiligte A. der Gesellschaft ein Grundst&uuml;ck &uuml;berl&auml;sst, das in seinem Alleineigentum steht (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 5. April 1979 IV R 48\/77, BFHE 128, 49, BStBl II 1979, 554). Die von den Kl&auml;gerinnen vertretene Begrenzung (Sonderbetriebsverm&ouml;gen nur im Umfang von 10 %) w&uuml;rde nicht nur die wiedergegebenen Erw&auml;gungen des Gro&szlig;en Senats des BFH (Gleichbehandlung von Grundst&uuml;ckseinbringung und Nutzungs&uuml;berlassung), sondern auch den weitergehenden Zweck des &sect; 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG verfehlen, die Besteuerung von Mitunternehmer und Einzelunternehmer weitgehend anzun&auml;hern (vgl. Schmidt\/Wacker, EStG, 27. Aufl., &sect; 15 Rz 161). Da im Falle der Nutzung des (gesamten) Grundst&uuml;cks im Rahmen eines Einzelunternehmens des A. kein Zweifel dar&uuml;ber bestehen kann, dass das (gesamte) Grundst&uuml;ck als Betriebsverm&ouml;gen anzusetzen ist, kann auch mit R&uuml;cksicht hierauf in der eingangs geschilderten Situation (Grundst&uuml;cksvermietung des A. an die KG) keine Veranlassung bestehen, von der insoweit eindeutigen Wertung des &sect; 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG (Ansatz der gesamten Mietertr&auml;ge als Sonderbetriebseinnahmen) abzur&uuml;cken.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Aus dem Vorstehenden ergibt sich des Weiteren, dass &#8211;wie vom BFH in st&auml;ndiger Rechtsprechung vertreten&#8211; der Anteil des Gesellschafters einer gewerblichen Personengesellschaft an einer weiteren Gesellschaft, die origin&auml;r private Eink&uuml;nfte aus der Vermietung und Verpachtung ihres Grundbesitzes an die gewerbliche (Personen-)Gesellschaft erzielt &#8211;im Streitfall: 50 %-ige Beteiligung von Frau K. an der Grundst&uuml;cks-GbR&#8211;, zugleich auch den Umfang seines Sonderbetriebsverm&ouml;gens bestimmt (vgl. einschlie&szlig;lich Erbengemeinschaften BFH-Urteile vom 18. Mai 1995 IV R 125\/92, BFHE 178, 63, BStBl II 1996, 5; vom 10. November 2005 IV R 7\/05, BFHE 211, 312, BStBl II 2006, 176; vom 18. M&auml;rz 1958 I 147\/57 U, BFHE 66, 683, BStBl III 1958, 262; zu Grundst&uuml;cksmiteigentum s. BFH-Urteil vom 2. Dezember 1982 IV R 72\/79, BFHE 137, 323, BStBl II 1983, 215; gl.A. Schmidt\/Wacker, a.a.O., &sect; 15 Rz 532; Schneider in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect; 15 EStG Rz 726). Auch in dieser Situation w&uuml;rde die von der Beschwerde bef&uuml;rwortete Begrenzung der gebotenen Gleichbehandlung der Nutzungs&uuml;berlassung sowohl mit dem Fall Einbringung des Grundst&uuml;cks- bzw. Gesellschaftsanteils des Mitunternehmers in die gewerbliche Personengesellschaft als auch mit dem Sachverhalt widerstreiten, dass ein Grundst&uuml;ck dem Betrieb eines Einzelunternehmens des Grundst&uuml;cksmiteigent&uuml;mers (oder GbR-Gesellschafters) dient.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Der Senat kann sich deshalb auch nicht der Erw&auml;gung der Beschwerde anschlie&szlig;en, nach der sich die Richtigkeit ihrer Beurteilung aus dem Vergleich mit dem Sachverhalt ergebe, dass ein Grundst&uuml;ck vom Alleineigent&uuml;mer teilweise eigenbetrieblich genutzt, teilweise an ein fremdes Unternehmen (z.B. im Rahmen einer Praxisgemeinschaft) &uuml;berlassen werde. Dass im Hinblick auf den zuletzt genannten Grundst&uuml;cksteil die Voraussetzungen notwendigen Betriebsverm&ouml;gens nicht erf&uuml;llt sind, ist dem Umstand der fremdbetrieblichen Nutzung geschuldet. Der Fallvergleich ist deshalb auch nicht geeignet, die Qualifikation eines Grundst&uuml;cks als Betriebs- oder Sonderbetriebsverm&ouml;gen einzuschr&auml;nken, das &#8211;sei es im Rahmen eines Einzelunternehmens des Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mers, sei es im Rahmen einer Gesellschaft, an der der Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mer als Mitunternehmer beteiligt ist&#8211; eigenbetrieblich genutzt wird.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                d) Fehl geht schlie&szlig;lich der Hinweis der Beschwerde auf das BFH-Urteil vom 12. April 2000 XI R 35\/99, BFHE 192, 419, BStBl II 2001, 26. Auch diese Entscheidung geht nicht nur &#8211;erkennbar&#8211; von den vorstehend dargelegten Grunds&auml;tzen aus, sondern erl&auml;utert dar&uuml;ber hinaus, dass im Interesse der Gleichbehandlung von Einzel- und Mitunternehmer eine nach &sect; 16 EStG a.F. beg&uuml;nstigte Ver&auml;u&szlig;erung von Teilen von Mitunternehmeranteilen (vgl. nunmehr &sect; 16 Abs. 1 Satz 2 EStG n.F.) nur dann vorliegt, wenn neben dem Anteil am Gesellschaftsverm&ouml;gen auch ein entsprechender Bruchteil des Sonderbetriebsverm&ouml;gens (wesentliche Betriebsgrundlage) ver&auml;u&szlig;ert wird.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.7.2008, IV B 121\/07 Sonderbetriebsverm&ouml;gen &#8211; keine quotale Begrenzung &#8211; Fehlen von Entscheidungsgr&uuml;nden bei Verweis des FG auf die Gr&uuml;nde der Einspruchsentscheidung Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. 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