{"id":15791,"date":"2012-12-10T05:56:10","date_gmt":"2012-12-10T03:56:10","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=15791"},"modified":"2012-12-10T05:56:10","modified_gmt":"2012-12-10T03:56:10","slug":"vii-b-117-08-zum-anspruch-auf-urteilsergaenzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-b-117-08-zum-anspruch-auf-urteilsergaenzung\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;B&nbsp;117\/08 &#8211; Zum Anspruch auf Urteilserg&auml;nzung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 21.8.2008, VII B 117\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Zum Anspruch auf Urteilserg&auml;nzung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Gegen die Ablehnung eines Antrags der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) auf Aussetzung der Vollstreckung r&uuml;ckst&auml;ndiger Kfz-Steuer durch den Beklagten und Beschwerdegegner (Finanzamt) erhob die Kl&auml;gerin nach erfolglosem Vorverfahren Klage, die das Finanzgericht (FG) aufgrund m&uuml;ndlicher Verhandlung abwies. In der m&uuml;ndlichen Verhandlung hatte die Kl&auml;gerin ausweislich der Sitzungsniederschrift insgesamt 17 &#8211;fortlaufend nummerierte&#8211; gr&ouml;&szlig;tenteils vorformulierte Antr&auml;ge gestellt (im Wesentlichen zur Feststellung der ordnungsgem&auml;&szlig;en Besetzung des Gerichts und zur Gesetzgebungslegitimation der Bundesrepublik Deutschland &#8211; insbesondere hinsichtlich der Steuerpflicht, zur Feststellung der verfassungsrechtlichen Legitimation aller Richter und der speziellen Legitimation des Spruchk&ouml;rpers als gesetzlicher Richter, zur Befangenheit des Spruchk&ouml;rpers sowie auf Vollstreckungsschutz und Vorlage des Verfahrens an das Bundesverfassungsgericht). Den Befangenheitsantrag gegen die Berufsrichter lehnte der mit anderen Berufsrichtern besetzte Spruchk&ouml;rper des FG ab. In dem schriftlichen Urteil ist der Antrag der Kl&auml;gerin wie folgt gefasst:      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &quot;Die Kl&auml;gerin beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        vorl&auml;ufigen Vollstreckungsschutz und Vorlage des Verfahrens an das Bundesverfassungsgericht zur Kl&auml;rung der tats&auml;chlichen Rechtsgrundlagen in der Bundesrepublik Deutschland,          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                hilfsweise beantragt sie sinngem&auml;&szlig;,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        den Beklagten &#8230; zu verpflichten, die Vollstreckung der Kfz-Steuerr&uuml;ckst&auml;nde &#8230; einzustellen.&quot;          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach Zustellung des Urteils beantragte die Kl&auml;gerin gleichzeitig Berichtigung des Protokolls, Berichtigung des Urteilstatbestandes und Erg&auml;nzung des Urteils. Die Berichtigungsantr&auml;ge wies die Senatsvorsitzende unter Hinweis auf die Unanfechtbarkeit der Entscheidungen ab. Den Erg&auml;nzungsantrag, mit dem die Aufnahme des von der Kl&auml;gerin eingereichten Inhaltsverzeichnisses der Klagebegr&uuml;ndung sowie die Fortsetzung der m&uuml;ndlichen Verhandlung f&uuml;r alle nicht beschiedenen Antr&auml;ge begehrt wurden, lehnte der Senat aufgrund m&uuml;ndlicher Verhandlung, an der f&uuml;r die Kl&auml;gerin niemand teilgenommen hatte, durch Urteil ab. &Uuml;ber den Antrag habe das FG, da die Kl&auml;gerin ihn nicht f&ouml;rmlich zur&uuml;ckgenommen habe, trotz Einlegung der Nichtzulassungsbeschwerde gegen das Urteil in der Hauptsache zu entscheiden. Die Voraussetzungen f&uuml;r eine Urteilserg&auml;nzung nach &sect; 109 Abs. 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) l&auml;gen nicht vor, da ausweislich der Entscheidungsgr&uuml;nde &uuml;ber die beiden im Tatbestand des Urteils aufgef&uuml;hrten Antr&auml;ge entschieden worden sei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit ihrer Beschwerde beantragt die Kl&auml;gerin zun&auml;chst die Verbindung mit der Nichtzulassungsbeschwerde gegen die Hauptsacheentscheidung des FG, die beim Senat unter dem Aktenzeichen VII B 40\/08 anh&auml;ngig ist, da der Antrag auf Urteilserg&auml;nzung nach Ablehnung der Protokoll- und Tatbestandsberichtigung keinen Erfolg haben k&ouml;nne. Im &Uuml;brigen r&uuml;gt sie die ungesetzliche Besetzung der Richterbank. Die Berufsrichter seien als befangen abgelehnt und lediglich in ungesetzlicher Besetzung einer Ersatzkammer im Wege der vollst&auml;ndigen Verweigerung des rechtlichen Geh&ouml;rs nur scheinbar wieder zu Prozesshandlungen bevollm&auml;chtigt gewesen. Auch seien die Gesch&auml;ftsverteilungspl&auml;ne f&uuml;r 2007 und 2008 nichtig, da solche grunds&auml;tzlich nicht im Umlaufverfahren erlassen werden k&ouml;nnten und zu vermuten sei, dass es sich bei dem datierten Umlaufverfahren um Falschbeurkundungen handeln m&uuml;sse, weil sie nicht am Tag des angegebenen Datums begonnen und auch abgeschlossen worden seien. Auch die ehrenamtlichen Richter seien keine gesetzlichen Richter gewesen, weil die manipulierte Sch&ouml;ffenliste ungesetzlich eine Beeinflussung des Einsatzes von Sch&ouml;ffen m&ouml;glich gemacht habe. Schlie&szlig;lich sei das Urteil zwischen den falschen Beteiligten ergangen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Beschwerde hat keinen Erfolg.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Die Kl&auml;gerin hat weder hinreichend dargelegt noch ist nach Aktenlage ersichtlich, dass das FG bei der Entscheidung &uuml;ber den Urteilserg&auml;nzungsantrag unvorschriftsm&auml;&szlig;ig besetzt war (&sect; 119 Nr. 1 und 2 FGO).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Der Einwand, die Gesch&auml;ftsverteilungspl&auml;ne 2007 und 2008, die &uuml;berdies falsch datiert seien, seien nichtig, weil sie in Umlaufverfahren beschlossen worden seien, ber&uuml;cksichtigt nicht den in einem von der Kl&auml;gerin selbst vorgelegten Schreiben des Pr&auml;sidenten des FG gegebenen Hinweis, dass die Gesch&auml;ftsverteilungspl&auml;ne ordnungsgem&auml;&szlig; durch das Pr&auml;sidium des FG beschlossen worden sind und lediglich die technisch zutreffende Umsetzung in den jeweiligen Gesch&auml;ftsverteilungsplan gegebenenfalls durch Umlaufbeschluss des Pr&auml;sidiums best&auml;tigt worden ist (S. 27 der Beschwerde). Der Senat hat keine Veranlassung, an der Richtigkeit dieser Darstellung zu zweifeln.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Soweit die Besetzungsr&uuml;ge die dem Spruchk&ouml;rper angeh&ouml;renden ehrenamtlichen Richter betrifft, behauptet die Kl&auml;gerin, ohne den konkreten Sachverhalt betreffende Anhaltspunkte vorzubringen, dass die &quot;Sch&ouml;ffenliste&quot; manipuliert sei und eine Beeinflussung des Einsatzes von Sch&ouml;ffen m&ouml;glich gemacht habe. Damit ist dem Darlegungserfordernis des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO nicht gen&uuml;gt. Die Kl&auml;gerin hatte w&auml;hrend der m&uuml;ndlichen Verhandlung im Hauptsacheverfahren Gelegenheit, die Gesch&auml;ftsverteilungspl&auml;ne in der Gesch&auml;ftsstelle einzusehen, und vor der m&uuml;ndlichen Verhandlung im vorliegenden Verfahren hat die Vorsitzende auf die Liste der ehrenamtlichen Richter sowie auf die gegebenenfalls anzuwendende Vertretungsregelung hingewiesen. Die Kl&auml;gerin hatte demnach hinreichend Gelegenheit, konkrete Anhaltspunkte f&uuml;r die vermeintliche Vorenthaltung des gesetzlichen Richters aufzudecken und vorzutragen. Nach Aktenlage ist die ordnungsgem&auml;&szlig;e Heranziehung der ehrenamtlichen Richter nicht zweifelhaft.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Die Kl&auml;gerin kann auch nicht mit der R&uuml;ge geh&ouml;rt werden, die Berufsrichter h&auml;tten wegen Befangenheit nicht an der Entscheidung mitwirken d&uuml;rfen. Nach &sect; 119 Nr. 2 FGO ist die Besorgnis der Befangenheit eines Richters nur dann ein absoluter Revisionsgrund, wenn der Richter wegen dieser Besorgnis mit Erfolg abgelehnt war. Im vorliegenden Verfahren hat die Kl&auml;gerin, die dazu in der m&uuml;ndlichen Verhandlung Gelegenheit gehabt h&auml;tte, keinen Ablehnungsantrag gestellt. Der Befangenheitsantrag im Hauptsacheverfahren hat &#8211;abgesehen davon, dass er unanfechtbar abgelehnt worden ist&#8211; &uuml;ber jenes Verfahren hinaus keine Rechtswirkungen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Im &Uuml;brigen ist die Beschwerde unbegr&uuml;ndet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Senat l&auml;sst dahingestellt, ob f&uuml;r die Beschwerde der Kl&auml;gerin im Hinblick darauf, dass sie selbst die Entscheidung &uuml;ber die Urteilserg&auml;nzung nach Ablehnung der Protokoll- und Tatbestandsberichtigungsbeschl&uuml;sse f&uuml;r aussichtslos h&auml;lt und mit ihren Einwendungen ausdr&uuml;cklich auf die Zulassung der Revision im Hauptsacheverfahren abzielt, &uuml;berhaupt ein Rechtsschutzbed&uuml;rfnis besteht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ein Anspruch auf Urteilserg&auml;nzung besteht nicht. Nach dem ausdr&uuml;cklichen Wortlaut des &sect; 109 Abs. 1 FGO ist daf&uuml;r Voraussetzung, dass ein im Tatbestand wiedergegebener Antrag in der Entscheidung &uuml;bergangen worden ist. Aus dem mit der Beschwerde angefochtenen Urteil selbst ergibt sich, dass das FG &uuml;ber die Antr&auml;ge, wie sie sich aus dem Tatbestand des Urteils ergeben, entschieden hat. Der Umstand, dass die &uuml;brigen, von der Kl&auml;gerin in der m&uuml;ndlichen Verhandlung gestellten Antr&auml;ge im Tatbestand nicht im Einzelnen aufgef&uuml;hrt und auch nicht Punkt f&uuml;r Punkt in den Entscheidungsgr&uuml;nden behandelt worden sind, rechtfertigt einen Anspruch auf Urteilserg&auml;nzung nicht. Das hat auch die Kl&auml;gerin erkannt. Den f&uuml;r ihr Begehren zutreffenden Antrag auf Tatbestandsberichtigung hat das FG unanfechtbar abgelehnt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das &uuml;brige Vorbringen der Kl&auml;gerin betrifft nicht den vorliegenden Rechtsstreit, sondern die Rechtm&auml;&szlig;igkeit der Entscheidung im Hauptsacheverfahren.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 21.8.2008, VII B 117\/08 Zum Anspruch auf Urteilserg&auml;nzung Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. 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