{"id":15792,"date":"2012-12-10T05:56:11","date_gmt":"2012-12-10T03:56:11","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=15792"},"modified":"2012-12-10T05:56:11","modified_gmt":"2012-12-10T03:56:11","slug":"vii-b-40-08-pauschale-zweifel-an-der-gesetzgebungslegitimation-des-bundes-und-der-ordnungsgemaessen-besetzung-der-richterbank","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-b-40-08-pauschale-zweifel-an-der-gesetzgebungslegitimation-des-bundes-und-der-ordnungsgemaessen-besetzung-der-richterbank\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;B&nbsp;40\/08 &#8211; Pauschale Zweifel an der Gesetzgebungslegitimation des Bundes und der ordnungsgem&auml;&szlig;en Besetzung der Richterbank"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 21.8.2008, VII B 40\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Pauschale Zweifel an der Gesetzgebungslegitimation des Bundes und der ordnungsgem&auml;&szlig;en Besetzung der Richterbank<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. F&uuml;r die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH, die in der Klageschrift mit dem Zusatz i.L. bezeichnet war, setzte der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) im Jahr 2005 Kfz-Steuer fest. Ende 2006 beantragte die Kl&auml;gerin zum wiederholten Mal die Aussetzung der Vollstreckung r&uuml;ckst&auml;ndiger Kfz-Steuer, u.a., weil das FA mangels Rechtsgrundlage nicht zur Beitreibung der Abgaben berechtigt sei. Gegen die Ablehnung dieses Antrags erhob die Kl&auml;gerin nach erfolglosem Vorverfahren Klage, die das Finanzgericht (FG) aufgrund m&uuml;ndlicher Verhandlung abwies. In der m&uuml;ndlichen Verhandlung hatte die Kl&auml;gerin ausweislich der Sitzungsniederschrift insgesamt 17 &#8211;fortlaufend nummerierte&#8211; gr&ouml;&szlig;tenteils vorformulierte Antr&auml;ge gestellt (im Wesentlichen zur Feststellung der ordnungsgem&auml;&szlig;en Besetzung des Gerichts und zur Gesetzgebungslegitimation der Bundesrepublik Deutschland &#8211; insbesondere hinsichtlich der Steuerpflicht &#8211;&quot;Feststellung der Offenkundigkeit&quot;&#8211;, zur Feststellung der verfassungsrechtlichen Legitimation aller Richter und der speziellen Legitimation des Spruchk&ouml;rpers als gesetzlicher Richter, zur Befangenheit des Spruchk&ouml;rpers sowie auf Vollstreckungsschutz und Vorlage des Verfahrens an das Bundesverfassungsgericht &#8211;BVerfG&#8211;). Den Befangenheitsantrag gegen die Berufsrichter lehnte der mit anderen Berufsrichtern besetzte Spruchk&ouml;rper des FG ab. In dem schriftlichen Urteil ist der Antrag der Kl&auml;gerin wie folgt gefasst:      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &quot;Die Kl&auml;gerin beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        vorl&auml;ufigen Vollstreckungsschutz und Vorlage des Verfahrens an das Bundesverfassungsgericht zur Kl&auml;rung der tats&auml;chlichen Rechtsgrundlagen in der Bundesrepublik Deutschland,          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                hilfsweise beantragt sie sinngem&auml;&szlig;,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        den Beklagten &#8230; zu verpflichten, die Vollstreckung der Kfz-Steuerr&uuml;ckst&auml;nde &#8230; einzustellen.&quot;          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FG hielt es nicht f&uuml;r geboten, das Verfahren auszusetzen und dem BVerfG die von der Kl&auml;gerin bezeichneten Vorschriften zur Entscheidung vorzulegen, da es die f&uuml;r die Entscheidung ma&szlig;geblichen Gesetze nicht als verfassungswidrig ansah, insbesondere &#8211;im Anschluss an das BVerfG&#8211; keinen Zweifel daran hatte, dass auch nach der Wiedervereinigung innerhalb der Bundesrepublik Deutschland das Grundgesetz (GG) sowie die nachkonstitutionellen und die gem&auml;&szlig; Art. 123 GG fortgeltenden vorkonstitutionellen Gesetze rechtswirksam sind. Da laut Handelsregisterauszug f&uuml;r die Kl&auml;gerin kein Liquidationsvermerk eingetragen war, &auml;nderte es die Kl&auml;gerbezeichnung im Rubrum entsprechend. Den angefochtenen Ablehnungsbescheid in der Fassung der Einspruchsentscheidung beurteilte es als rechtm&auml;&szlig;ig, da die Voraussetzungen f&uuml;r eine Einstellung der Vollstreckung gem&auml;&szlig; &sect; 257 und &sect; 258 der Abgabenordnung nicht vorl&auml;gen. Dies habe die Kl&auml;gerin selbst nicht infrage gestellt, die begehrte dauerhafte Einstellung der Vollstreckung werde auf die irrige Auffassung gest&uuml;tzt, dass die bundesdeutschen Steuergesetze nichtig seien und daher als Erm&auml;chtigungsgrundlage zur Festsetzung und Beitreibung nicht dienen k&ouml;nnten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die nach Zustellung des Urteils beantragten Antr&auml;ge auf Berichtigung des Protokolls und des Urteilstatbestandes blieben ebenso erfolglos wie der Antrag auf Erg&auml;nzung des Urteils.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die 169 Seiten umfassende Beschwerde (Streitwert: 277 EUR) gegen die Nichtzulassung der Revision st&uuml;tzt die Kl&auml;gerin auf die rechtsgrunds&auml;tzliche Bedeutung der Sache, die Notwendigkeit einer h&ouml;chstrichterlichen Entscheidung zur Fortbildung des Rechts und zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung sowie auf unheilbare Verfahrensfehler, unter anderem wegen vermeintlichen Entzugs des gesetzlichen Richters, des rechtlichen Geh&ouml;rs und des fairen Verfahrens.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig und deshalb durch Beschluss zu verwerfen (&sect; 116 Abs. 5 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Die Kl&auml;gerin hat die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO nicht in der nach &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO gebotenen Weise dargelegt. Der Senat deutet das Vorbringen der Kl&auml;gerin zu diesem Zulassungsgrund dahin, dass sie die G&uuml;ltigkeit s&auml;mtlicher bundesdeutscher Gesetze, insbesondere diejenigen, die die Steuerpflicht begr&uuml;nden, als Grundlage des finanzgerichtlichen Urteils in Frage stellt. Diese pauschale Behauptung gen&uuml;gt nicht dem Darlegungserfordernis. Insbesondere fehlt jegliche Auseinandersetzung mit der die grunds&auml;tzliche G&uuml;ltigkeit der Rechtsnormen bejahenden Rechtsprechung des BVerfG, die beispielhaft in dem FG-Urteil zitiert ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Das Vorliegen des Zulassungsgrundes der Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung beziehungsweise der Fortbildung des Rechts gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO erl&auml;utert die Kl&auml;gerin auch nicht ansatzweise.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Mit ihrem Vorbringen behauptet die Kl&auml;gerin nahezu ausschlie&szlig;lich Verfahrensm&auml;ngel der finanzgerichtlichen Entscheidung. Auch diese Einw&auml;nde f&uuml;hren nicht zur Zul&auml;ssigkeit der Beschwerde. Denn die behaupteten M&auml;ngel sind nicht ordnungsgem&auml;&szlig; dargelegt und liegen auch nach Aktenlage offensichtlich nicht vor.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Einzelnen:      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Unzul&auml;ssiger Zeitdruck durch Hauptverhandlungsterminierung.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Wie das Protokoll der Hauptverhandlung ausweist, dauerte die Verhandlung insgesamt sechseinhalb Stunden. Der Umstand, dass der nachfolgende Termin bereits eine halbe Stunde nach Beginn dieser Verhandlung anberaumt war, hat &#8212; das ist offensichtlich&#8211; zu keiner zeitlichen Beschr&auml;nkung der m&uuml;ndlichen Verhandlung und zu keiner Behinderung des Vortrags der Kl&auml;gerin gef&uuml;hrt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Verweigerung der Pr&uuml;fung der rechtm&auml;&szlig;igen Besetzung des Gerichts.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Soweit mit diesem Vorwurf ein Versto&szlig; gegen den gesetzlichen Richter wegen nicht ausreichender gesetzlicher Legitimation der deutschen Richterschaft im Allgemeinen ger&uuml;gt werden sollte, hat die Kl&auml;gerin &uuml;ber die pauschale Behauptung hinaus keine Gesichtspunkte vorgetragen, die geeignet sind, die gegenw&auml;rtige Rechtslage verfassungsrechtlich zweifelhaft erscheinen zu lassen. Insbesondere ergibt sich die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der Beteiligung des Justizministers an der Anstellung der Richter aus der diesbez&uuml;glichen Regelung des Art. 98 Abs. 3 GG.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Hinsichtlich der Besetzung der Richterbank im vorliegenden Verfahren fehlen dem Vorbringen jegliche auf den konkreten Rechtsstreit bezogene Anhaltspunkte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                (1) Der Einwand, die Gesch&auml;ftsverteilungspl&auml;ne 2007 und 2008, die &uuml;berdies falsch datiert seien, seien nichtig, weil sie in Umlaufverfahren beschlossen worden seien, ber&uuml;cksichtigt nicht den in einem von der Kl&auml;gerin selbst vorgelegten Schreiben des Pr&auml;sidenten des FG gegebenen Hinweis, dass die Gesch&auml;ftsverteilungspl&auml;ne ordnungsgem&auml;&szlig; durch das Pr&auml;sidium des FG beschlossen und lediglich die technisch zutreffende Umsetzung in den jeweiligen Gesch&auml;ftsverteilungsplan gegebenenfalls durch Umlaufbeschluss des Pr&auml;sidiums best&auml;tigt worden ist. Der Senat hat keine Veranlassung, an der Richtigkeit dieser Darstellung zu zweifeln.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                (2) Soweit die Besetzungsr&uuml;ge die dem Spruchk&ouml;rper angeh&ouml;renden ehrenamtlichen Richter betrifft, behauptet die Kl&auml;gerin, ohne den konkreten Sachverhalt betreffende Anhaltspunkte vorzubringen, dass die &quot;Sch&ouml;ffenliste&quot; manipuliert sei und eine Beeinflussung des Einsatzes von Sch&ouml;ffen m&ouml;glich gemacht habe. Damit ist dem Darlegungserfordernis des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO nicht gen&uuml;gt. Die Kl&auml;gerin hatte w&auml;hrend der m&uuml;ndlichen Verhandlung im Hauptsacheverfahren Gelegenheit, die Listen einzusehen und hat davon auch Gebrauch gemacht. Die Kl&auml;gerin hatte demnach hinreichend Gelegenheit, konkrete Anhaltspunkte f&uuml;r die vermeintliche Vorenthaltung des gesetzlichen Richters aufzudecken und vorzutragen. Weder w&auml;hrend der Verhandlung noch mit der vorliegenden Beschwerde hat sie aber ihre Behauptung, die Liste sei nicht manipulationsfrei erstellt bzw. benutzt worden, belegt. Nach Aktenlage ist die ordnungsgem&auml;&szlig;e Heranziehung der ehrenamtlichen Richter nicht zweifelhaft.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                (3) Die Kl&auml;gerin kann auch nicht mit der R&uuml;ge geh&ouml;rt werden, die Berufsrichter h&auml;tten wegen Befangenheit nicht an der Entscheidung mitwirken d&uuml;rfen. Nach &sect; 119 Nr. 2 FGO ist die Besorgnis der Befangenheit eines Richters nur dann ein absoluter Revisionsgrund, wenn der Richter wegen dieser Besorgnis mit Erfolg abgelehnt war. Der Befangenheitsantrag ist hier aber unanfechtbar zur&uuml;ckgewiesen worden. Der auch hier erhobene Vorwurf der ungesetzlichen Besetzung des Spruchk&ouml;rpers beschr&auml;nkt sich wieder auf die blo&szlig;e unsubstantiierte Behauptung, obwohl es der Kl&auml;gerin durch Einsichtnahme in die ihr ausgeh&auml;ndigten Gesch&auml;ftsverteilungspl&auml;ne m&ouml;glich gewesen w&auml;re, sich daraus ergebende Zweifel zu konkretisieren.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                cc) Soweit insoweit eine Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;ranspruchs behauptet wird, ist dies nicht nachvollziehbar. Aus dem Protokoll ergibt sich zweifelsfrei, dass die Kl&auml;gerin Gelegenheit hatte, ihre grunds&auml;tzlichen Bedenken gegen die Legitimation der Richterschaft und die gesetzm&auml;&szlig;ige Besetzung des Spruchk&ouml;rpers vorzutragen. Den Kern ihres Vorbringens hat sie laut Protokoll &#8211;insbesondere auch ausweislich ihres eigenen sog. Ged&auml;chtnisprotokolls&#8211; dargestellt. Damit geht auch die R&uuml;ge ins Leere, sie sei am Verlesen und am m&uuml;ndlichen Begr&uuml;nden ihrer Antr&auml;ge unter Versto&szlig; gegen das &Ouml;ffentlichkeitsprinzip gehindert worden. Ihre entsprechenden schriftlichen Antr&auml;ge sind dem Protokoll beigef&uuml;gt, so dass das Gericht, auch die ehrenamtlichen Richter, den vollst&auml;ndigen Vortrag der Kl&auml;gerin in der Beratung ber&uuml;cksichtigen konnten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;rs durch Behinderung des m&uuml;ndlichen Vortrags.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Dazu h&auml;tte es in diesem Beschwerdeverfahren der Darlegung bedurft, was die Kl&auml;gerin, w&auml;re sie dazu gekommen, im Einzelnen noch vorgetragen h&auml;tte und welche Auswirkungen dieses weitere Vorbringen auf die Entscheidung des FG gehabt h&auml;tte. Das ist unterblieben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zusammengefasst vermitteln die Ausf&uuml;hrungen der Kl&auml;gerin den Eindruck, dass die Kl&auml;gerin die &#8211;der Entscheidung zugrunde liegende&#8211; rechtliche W&uuml;rdigung des FG, wonach die Beteiligten zutreffend bezeichnet und die Richterbank korrekt besetzt war, und die der steuerlichen Inanspruchnahme der Kl&auml;gerin zugrunde liegenden Gesetze verfassungsgem&auml;&szlig; sind, f&uuml;r unzutreffend h&auml;lt. Damit kann jedoch eine Beschwerde wegen Nichtzulassung der Revision nicht begr&uuml;ndet werden, weil allein die behauptete Unrichtigkeit des angegriffenen Urteils nach &sect; 115 Abs. 2 FGO kein Grund ist, der zur Zulassung der Revision f&uuml;hren kann.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 21.8.2008, VII B 40\/08 Pauschale Zweifel an der Gesetzgebungslegitimation des Bundes und der ordnungsgem&auml;&szlig;en Besetzung der Richterbank Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. F&uuml;r die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH, die in der Klageschrift mit dem Zusatz i.L. bezeichnet war, setzte der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) im Jahr 2005 Kfz-Steuer fest. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-b-40-08-pauschale-zweifel-an-der-gesetzgebungslegitimation-des-bundes-und-der-ordnungsgemaessen-besetzung-der-richterbank\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VII&nbsp;B&nbsp;40\/08 &#8211; Pauschale Zweifel an der Gesetzgebungslegitimation des Bundes und der ordnungsgem&auml;&szlig;en Besetzung der Richterbank<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-15792","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15792","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15792"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15792\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15792"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15792"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15792"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}