{"id":16015,"date":"2012-12-10T05:50:57","date_gmt":"2012-12-10T03:50:57","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=16015"},"modified":"2012-12-10T05:50:57","modified_gmt":"2012-12-10T03:50:57","slug":"x-b-172-07-keine-grundsaetzliche-bedeutung-der-frage-der-zuordnung-der-von-einem-gesellschafter-geschaeftsfuehrer-aufgrund-einer-pensionszusage-erhaltenen-bezuege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-172-07-keine-grundsaetzliche-bedeutung-der-frage-der-zuordnung-der-von-einem-gesellschafter-geschaeftsfuehrer-aufgrund-einer-pensionszusage-erhaltenen-bezuege\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;172\/07 &#8211; Keine grunds&auml;tzliche Bedeutung der Frage der Zuordnung der von einem Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer aufgrund einer Pensionszusage erhaltenen Bez&uuml;ge"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 3.7.2008, X B 172\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine grunds&auml;tzliche Bedeutung der Frage der Zuordnung der von einem Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer aufgrund einer Pensionszusage erhaltenen Bez&uuml;ge<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde ist als unzul&auml;ssig zu verwerfen. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) hat den von ihm geltend gemachten Zulassungsgrund der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) nicht in der nach &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO gebotenen Weise dargelegt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                F&uuml;r eine schl&uuml;ssige (substantiierte) Darlegung des Zulassungsgrundes der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache muss der Beschwerdef&uuml;hrer eine bestimmte, f&uuml;r die Entscheidung des Streitfalles erhebliche abstrakte Rechtsfrage herausstellen und substantiiert darauf eingehen, inwieweit diese Rechtsfrage im allgemeinen Interesse an einer einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts der h&ouml;chstrichterlichen Kl&auml;rung bedarf (vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 12. Juli 2005 X B 104\/04, BFH\/NV 2005, 1860; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 116 Rz 32, m.w.N.). Dazu ist auszuf&uuml;hren, dass die Beurteilung der aufgeworfenen Rechtsfrage von der Kl&auml;rung einer zweifelhaften oder umstrittenen Rechtslage abh&auml;ngt. Hierzu muss sich der Beschwerdef&uuml;hrer insbesondere mit der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH), den &Auml;u&szlig;erungen im Schrifttum sowie mit ggf. ver&ouml;ffentlichten Verwaltungsmeinungen auseinandersetzen. Hat der BFH &uuml;ber die Rechtsfrage bereits entschieden, so ist zus&auml;tzlich darzulegen, weshalb eine erneute Entscheidung des BFH f&uuml;r erforderlich gehalten wird. Eine weitere bzw. erneute Kl&auml;rung der Rechtsfrage kann z.B. geboten sein, wenn gegen die bisherige Rechtsprechung gewichtige Einwendungen erhoben worden sind, mit denen sich der BFH bislang noch nicht auseinandergesetzt hat (vgl. Senatsbeschluss vom 13. September 2005 X B 55\/05, Steuer-Eildienst 2005, 2158).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Diesen Anforderungen gen&uuml;gt die Beschwerdebegr&uuml;ndung des Kl&auml;gers nicht. Die von ihm als grunds&auml;tzlich bedeutsam aufgeworfene Frage, &quot;ob es sich hier bei den vom Steuerpflichtigen bezogenen Leistungen um Arbeitslohn im Sinne des &sect; 19 EStG oder um sonstige Bez&uuml;ge im Sinne des &sect; 22 EStG handelt&quot;, ist f&uuml;r Bez&uuml;ge eines fr&uuml;heren Arbeitnehmers, die ihm aufgrund einer vom Arbeitgeber erteilten Pensionszusage zuflie&szlig;en, durch die Rechtsprechung gekl&auml;rt (vgl. BFH-Urteile vom 31. Oktober 1957 VI 1\/54 U, BFHE 66, 8, BStBl III 1958, 4; vom 29. Januar 1960 VI 202\/59 U, BFHE 70, 282, BStBl III 1960, 105; vom 27. Mai 1993 VI R 19\/92, BFHE 172, 46, BStBl II 1994, 246). Die danach vorgenommene Zuordnung zu den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit nach &sect; 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) wird auch vom Fachschrifttum geteilt (vgl. Ahrend\/F&ouml;rster\/R&ouml;&szlig;ler, Steuerrecht der betrieblichen Altersversorgung, Band I, 2. Teil Rz 1431; Breinersdorfer in Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect; 19 Rz B 708, 712, 715, 716; Pfl&uuml;ger in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect; 19 EStG Rz 390, 410; Reuter, GmbH-Rundschau 1994, 141; Stache in Bordewin\/Brandt, &sect; 19 EStG Rz 1136, 1138; Bl&uuml;mich\/Th&uuml;rmer, &sect; 19 EStG Rz 301 und 296). Ma&szlig;geblich f&uuml;r die getroffene Zuordnungsentscheidung ist, dass der Empf&auml;nger seine Alters- bzw. Invalidit&auml;tsbez&uuml;ge trotz Absicherung seines Arbeitgebers durch eine R&uuml;ckdeckungsversicherung unmittelbar von dem fr&uuml;heren Arbeitgeber ohne eigenen Anspruch gegen einen Dritten (z.B. die Versicherung) erh&auml;lt, und dass ihm w&auml;hrend der aktiven Besch&auml;ftigungszeit insoweit kein Lohn zugeflossen ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Der Kl&auml;ger hat nicht dargetan, weshalb die Rechtsprechung, nach der die Pensionszusage, die eine GmbH ihrem Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer erteilt, bei diesem nicht zu einer K&uuml;rzung des Vorwegabzugs nach &sect; 10 Abs. 3 Nr. 2 EStG in der in den Streitjahren 2003 und 2004 g&uuml;ltigen Fassung f&uuml;hrt (z.B. BFH-Urteile vom 16. Oktober 2002 XI R 25\/01, BFHE 200, 554, BStBl II 2004, 546; vom 23. Februar 2005 XI R 29\/03, BFHE 209, 256, BStBl II 2005, 634), daran etwas ge&auml;ndert hat. Er hat eine solche &Auml;nderung lediglich behauptet, sich aber weder mit den Gesichtspunkten auseinandergesetzt, die f&uuml;r die Entscheidung ma&szlig;geblich sind, welcher Einkunftsart Zahlungen aufgrund einer wie im Streitfall gestalteten Pensionszusage zugeordnet werden, noch hat er schl&uuml;ssig vorgebracht, weshalb die bisherige gefestigte Zuordnungsentscheidung aufgegeben werden sollte. Damit hat er die Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit der aufgeworfenen Rechtsfrage nicht dargelegt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Bei seiner Auffassung, eine ge&auml;nderte Beurteilung sei notwendig, weil bei einem Einzelunternehmer, der eine Berufsunf&auml;higkeitsversicherung abschlie&szlig;t, die daraus flie&szlig;enden Leistungen von &sect; 22 EStG zu erfassen seien, l&auml;sst er zweierlei au&szlig;er Acht. Zum einen erwirbt der Einzelunternehmer in diesem Fall einen eigenen unmittelbaren Anspruch gegen die Versicherung. Zum anderen leistet er die Versicherungspr&auml;mien aus ihm zugeflossenem und der Einkommensteuer bereits unterworfenem Einkommen. Im &Uuml;brigen w&auml;re es dem Kl&auml;ger unbenommen gewesen, aus seinen der Lohnsteuer unterworfenen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerbez&uuml;gen oder der Einkommensteuer unterworfenen Gewinnen aus der GmbH selbst die Pr&auml;mien f&uuml;r eine mit einem eigenen Rentenanspruch ausgestattete Berufsunf&auml;higkeitsversicherung aufzubringen. Er w&auml;re dann mit seinen durch die Berufsunf&auml;higkeit ausgel&ouml;sten Einnahmen steuerlich ebenso zu behandeln wie der von ihm zum Vergleich herangezogene Einzelunternehmer.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 3.7.2008, X B 172\/07 Keine grunds&auml;tzliche Bedeutung der Frage der Zuordnung der von einem Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer aufgrund einer Pensionszusage erhaltenen Bez&uuml;ge Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde ist als unzul&auml;ssig zu verwerfen. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) hat den von ihm geltend gemachten Zulassungsgrund der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache i.S. des &sect; 115 Abs. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-172-07-keine-grundsaetzliche-bedeutung-der-frage-der-zuordnung-der-von-einem-gesellschafter-geschaeftsfuehrer-aufgrund-einer-pensionszusage-erhaltenen-bezuege\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;172\/07 &#8211; Keine grunds&auml;tzliche Bedeutung der Frage der Zuordnung der von einem Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer aufgrund einer Pensionszusage erhaltenen Bez&uuml;ge<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-16015","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16015","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16015"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16015\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16015"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16015"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16015"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}