{"id":16100,"date":"2012-12-19T14:46:05","date_gmt":"2012-12-19T12:46:05","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=16100"},"modified":"2012-12-19T14:46:05","modified_gmt":"2012-12-19T12:46:05","slug":"xi-b-212-07-unentgeltlichkeit-einer-grundstuecksuebertragung-bei-uebernahme-von-grundpfandrechten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-212-07-unentgeltlichkeit-einer-grundstuecksuebertragung-bei-uebernahme-von-grundpfandrechten\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;B&nbsp;212\/07 &#8211; Unentgeltlichkeit einer Grundst&uuml;cks&uuml;bertragung bei &Uuml;bernahme von Grundpfandrechten"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 2.12.2008, XI B 212\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Unentgeltlichkeit einer Grundst&uuml;cks&uuml;bertragung bei &Uuml;bernahme von Grundpfandrechten<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) ist jedenfalls unbegr&uuml;ndet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Die Kl&auml;gerin hat nicht schl&uuml;ssig dargelegt, dass das Finanzgericht (FG) dadurch, dass es die Klage teilweise als unzul&auml;ssig angesehen hat, einen Verfahrensfehler begangen hat, auf dem das Urteil beruhen kann (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat seine Entscheidung damit begr&uuml;ndet, die Kl&auml;gerin habe eine Beschwer (&sect; 40 Abs. 2 FGO) insoweit nicht dargelegt, als sie pauschal die Aufhebung aller durch die Betriebspr&uuml;fung vorgenommenen &Auml;nderungen begehre. Selbst wenn unterstellt wird, dass sich der Umfang des Klagebegehrens durch alle Punkte ergibt, die die Kl&auml;gerin in der Klageschrift ausdr&uuml;cklich angesprochen hat, rechtfertigt dies die Zulassung der Revision nicht. Dann h&auml;tte das FG zwar zu Unrecht das Vorliegen einer Beschwer i.S. des &sect; 40 Abs. 2 FGO verneint. Aber seine Entscheidung, die Klage insgesamt abzuweisen, w&auml;re nicht anders ausgefallen. Deshalb kann das Urteil auf dem &#8211;hier unterstellten&#8211; Fehler nicht beruhen. Daran h&auml;tte auch ein Hinweis nach &sect; 76 Abs. 2 FGO nichts ge&auml;ndert.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Mit ihren Ausf&uuml;hrungen dar&uuml;ber, dass das FG die Grundst&uuml;cks&uuml;bertragung zu Unrecht als unentgeltlich angesehen habe, wendet sich die Kl&auml;gerin nach Art einer Revisionsbegr&uuml;ndung gegen die materielle Richtigkeit der Vorentscheidung. Sie beanstandet die W&uuml;rdigung der Einzelumst&auml;nde des Streitfalles durch das FG und macht damit lediglich einen materiell-rechtlichen Mangel des Urteils geltend. Dies rechtfertigt die Zulassung der Revision nicht (vgl. z.B. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 17. Januar 2006 IX B 79\/05, BFH\/NV 2006, 802).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Soweit die Kl&auml;gerin r&uuml;gt, das FG habe ihr erstinstanzliches Vorbringen nicht ber&uuml;cksichtigt, dass von Anfang an eine m&uuml;ndliche Absprache bestanden habe, wonach ihre Tochter im Innenverh&auml;ltnis die Darlehensverbindlichkeiten zu tragen habe, ist dies sinngem&auml;&szlig; als die R&uuml;ge zu verstehen, das FG habe seiner Entscheidung, die Grundst&uuml;cks&uuml;bertragung sei unentgeltlich erfolgt, nicht das Gesamtergebnis des Verfahrens (&sect; 96 Abs. 1 FGO) zugrunde gelegt. Diese R&uuml;ge ist aber unbegr&uuml;ndet. Denn das FG hat sich auf Seite 6 bis 8 der Urteilsgr&uuml;nde eingehend und unter W&uuml;rdigung aller Umst&auml;nde des Streitfalles mit der Frage auseinandergesetzt, ob sich die Tochter schuldrechtlich wirksam zu einer &Uuml;bernahme der Darlehensverbindlichkeiten der Kl&auml;gerin und somit zu einer Gegenleistung f&uuml;r die Grundst&uuml;cks&uuml;bertragung verpflichtet habe.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die in diesem Zusammenhang erhobene R&uuml;ge der fehlenden oder unzureichenden Sachverhaltsaufkl&auml;rung (&sect; 76 Abs. 1 FGO) durch das FG ist unschl&uuml;ssig. Denn dem Vorbringen der Kl&auml;gerin ist nicht zu entnehmen, weshalb sich dem FG eine Vernehmung der Tochter der Kl&auml;gerin oder Anh&ouml;rung der Kl&auml;gerin auch ohne einen entsprechenden Antrag der Kl&auml;gerin in der m&uuml;ndlichen Verhandlung h&auml;tte aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen, obwohl die Kl&auml;gerin anwaltlich vertreten war (vgl. zu den Anforderungen an eine ordnungsgem&auml;&szlig;e R&uuml;ge eines Versto&szlig;es gegen die Verpflichtung zur Aufkl&auml;rung des Sachverhalts z.B. BFH-Beschluss vom 9. Februar 1998 III B 65\/97, BFH\/NV 1998, 1249; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 120 Rz 70).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Hinsichtlich der Unentgeltlichkeit der Grundst&uuml;cks&uuml;bertragung hat die Kl&auml;gerin auch weder eine Rechtsfrage von grunds&auml;tzlicher Bedeutung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO) aufgeworfen noch schl&uuml;ssig dargelegt, dass die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des BFH erfordert (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO). Mit der Behauptung, der BFH habe sich mit einer bestimmten Frage noch nicht befasst, ist ein Zulassungsgrund i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 und 2 FGO nicht in einer den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO gen&uuml;genden Weise dargetan. Denn daraus ergibt sich nicht die Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit dieser Frage (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 29. M&auml;rz 1995 II B 129\/94, BFH\/NV 1995, 910).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im &Uuml;brigen liegt insoweit auch keine kl&auml;rungsbed&uuml;rftige Rechtsfrage vor. Denn die Frage, ob allein die &Uuml;bernahme von Grundpfandrechten, die der Sicherung von solchen Darlehen dienen, zu deren R&uuml;ckzahlung einschlie&szlig;lich der Zinsen der Zuwendende allein verpflichtet bleibt, eine Gegenleistung f&uuml;r die Grundst&uuml;cks&uuml;bertragung ist, kann nur so entschieden werden, wie das FG es getan hat (vgl. auch BFH-Beschluss vom 6. Dezember 2000 II B 161\/99, BFH\/NV 2001, 781).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Soweit das FG eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen (&sect; 1 Abs. 1a des Umsatzsteuergesetzes &#8211;UStG&#8211;) abgelehnt hat, hat die Kl&auml;gerin einen Grund f&uuml;r die Zulassung der Revision gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 FGO nicht schl&uuml;ssig dargelegt. Mit ihrem Vorbringen, ihre Tochter sei entgegen der W&uuml;rdigung des FG Unternehmerin gewesen, beanstandet sie lediglich die materiell-rechtliche Richtigkeit der Vorentscheidung. Dies rechtfertigt die Zulassung der Revision nicht (vgl. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2006, 802).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die sinngem&auml;&szlig; geltend gemachte Abweichung von dem BFH-Urteil vom 6. September 2007 V R 41\/05 (BFHE 217, 338, BStBl II 2008, 65) liegt nicht vor. Der dort zu beurteilende Sachverhalt, bei dem der BFH eine nicht steuerbare Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung i.S. des &sect; 1 Abs. 1a UStG bejaht hat, ist mit dem des Streitfalles nicht vergleichbar, sodass die dort aufgestellten Grunds&auml;tze auch nicht auf den Streitfall &uuml;bertragbar sind. Denn dort wurde ein Miteigentumsanteil an einem insgesamt vermieteten Grundst&uuml;ck mit der Folge &uuml;bertragen, dass die dadurch entstandene Bruchteilsgemeinschaft gleichzeitig mit ihrer Entstehung in einen bestehenden Mietvertrag eintrat. Dagegen wurde im Streitfall ein mit einer Ferienbungalow-Anlage bebautes Grundst&uuml;ck &uuml;bertragen, das nicht insgesamt vermietet war, und die Gesellschaft wurde sp&auml;ter gegr&uuml;ndet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 2.12.2008, XI B 212\/07 Unentgeltlichkeit einer Grundst&uuml;cks&uuml;bertragung bei &Uuml;bernahme von Grundpfandrechten Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) ist jedenfalls unbegr&uuml;ndet. 2&nbsp; 1. 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