{"id":16101,"date":"2012-12-18T16:23:08","date_gmt":"2012-12-18T14:23:08","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=16101"},"modified":"2012-12-18T16:23:08","modified_gmt":"2012-12-18T14:23:08","slug":"v-b-1-08-berichtigung-der-bemessungsgrundlage-nach-par-17-ustg-1999","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-b-1-08-berichtigung-der-bemessungsgrundlage-nach-par-17-ustg-1999\/","title":{"rendered":"V&nbsp;B&nbsp;1\/08 &#8211; Berichtigung der Bemessungsgrundlage nach &sect; 17 UStG 1999"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 17.10.2008, V B 1\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Berichtigung der Bemessungsgrundlage nach &sect; 17 UStG 1999<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde hat keinen Erfolg. 1. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) macht mit ihrer Beschwerde die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtsfrage geltend (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;), ob die Berichtigung der Bemessungsgrundlage nach &sect; 17 des Umsatzsteuergesetzes 1999 (UStG) &quot;f&uuml;r den daf&uuml;r geschuldeten Steuerbetrag&quot; voraussetze, dass die entsprechende Umsatzsteuer in einem fr&uuml;heren Veranlagungszeitraum bezahlt wurde (so das Finanzgericht &#8211;FG&#8211; unter Bezugnahme auf Stadie in Rau\/D&uuml;rrw&auml;chter, UStG, &sect; 17 Rz 43) oder ob &sect; 17 UStG unabh&auml;ngig von einer zuvor erfolgten Durchf&uuml;hrung einer Umsatzsteuerfestsetzung oder der Abgabe einer Umsatzsteuererkl&auml;rung anwendbar ist (so die Kl&auml;gerin unter Hinweis auf Klenk, in S&ouml;lch\/Ringleb, UStG, &sect; 17 Rz 8). Diese Rechtsfrage kann aber im Streitfall nicht in einem Revisionsverfahren gekl&auml;rt werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Denn zum einen ist es nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, dass die &Auml;nderung der Bemessungsgrundlage jedenfalls dann ausscheidet, wenn eine &quot;geschuldete Steuer&quot; deshalb nicht mehr korrigiert werden kann, weil die Umsatzsteuer des Ursprungsjahrs, im Streitfall die Umsatzsteuer 1997, durch eine gerichtliche Entscheidung bereits rechtskr&auml;ftig auf 0 DM festgesetzt worden ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zum anderen scheidet eine Revisionszulassung auch deshalb aus, weil eine Korrektur nach &sect; 17 UStG nicht im Streitjahr 2000, sondern allenfalls f&uuml;r den Veranlagungszeitraum 1997 und damit f&uuml;r das Ursprungsjahr in Betracht gekommen w&auml;re. Denn &quot;uneinbringlich&quot; ist eine Forderung bereits dann, wenn der Anspruch auf Entrichtung des Entgelts nicht erf&uuml;llt wird und bei objektiver Betrachtung damit zu rechnen ist, dass der Leistende die Entgeltsforderung (ganz oder teilweise) jedenfalls auf absehbare Zeit nicht durchsetzen kann (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 20. Juli 2006 V R 13\/04, BFHE 214, 471, BStBl II 2007, 22). Die Uneinbringlichkeit ergibt sich im Streitfall bereits daraus, dass der Auftraggeber den Vertrag mit der Kl&auml;gerin im August 1997 gek&uuml;ndigt und die Kl&auml;gerin Ende 1997 aus einer B&uuml;rgschaft in H&ouml;he von 500 000 DM in Anspruch genommen hatte. Eine Uneinbringlichkeit nach &sect; 17 Abs. 2 Nr. 1 UStG liegt nicht erst dann vor, wenn &#8211;wie die Kl&auml;gerin meint&#8211; der Auftraggeber gerichtlich auf R&uuml;ckzahlung der B&uuml;rgschaftssumme in Anspruch genommen worden und dann im Jahr 2000 insolvent geworden ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Auch soweit die Kl&auml;gerin geltend macht, das FG habe verfahrensfehlerhaft (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO) die M&ouml;glichkeit einer &Auml;nderung der Umsatzsteuerbescheide f&uuml;r 1997 und 1998 verneint, hat die Beschwerde keinen Erfolg.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Dass das FG die nach dem Vortrag der Kl&auml;gerin beim Finanzamt O eingereichte Jahreserkl&auml;rung nicht ber&uuml;cksichtigt hat, begr&uuml;ndet keinen Verfahrensfehler (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO). Zwar kann ein Verfahrensfehler nach &sect; 96 Abs. 1 FGO auch bei einem Versto&szlig; gegen den Inhalt der Akten vorliegen. Dies setzt aber voraus, dass das FG seiner Entscheidung einen Sachverhalt zugrunde gelegt hat, der einem schriftlichen Vorbringen der Beteiligten nicht entspricht oder eine nach den Akten eindeutig festgestellte Tatsache unber&uuml;cksichtigt l&auml;sst (BFH-Beschl&uuml;sse vom 16. November 2007 VIII B 147\/06, juris, und vom 24. Januar 2008 VIII B 163\/06, BFH\/NV 2008, 1099). Hieran fehlt es im Streitfall, da die Kl&auml;gerin bis zum Schluss der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem FG zur Einreichung einer Steuererkl&auml;rung beim Finanzamt O nichts vorgetragen hat und sich die Abgabe einer derartigen Steuererkl&auml;rung auch nicht aus den Akten ergibt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Das FG hat den Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r auch nicht dadurch verletzt, dass es in &Uuml;bereinstimmung mit dem Vortrag der Kl&auml;gerin und ihrem Hinweis im Schriftsatz vom 15. November 2007, &quot;f&uuml;r die Jahre 1997 bis 1999 [sei] Festsetzungsverj&auml;hrung eingetreten&quot;, davon ausgeht, dass diese Bescheide nicht mehr ge&auml;ndert werden k&ouml;nnten. Offenbleiben kann deshalb, ob die Kl&auml;gerin f&uuml;r die Frage der Zul&auml;ssigkeit einer Berichtigung nach &sect; 17 UStG zu ihren Gunsten h&auml;tte geltend machen k&ouml;nnen, die Festsetzungsfrist sei wegen Steuerhinterziehung oder zumindest wegen leichtfertiger Verk&uuml;rzung der Umsatzsteuer nach &sect; 169 Abs. 2 Satz 2 der Abgabenordnung noch nicht abgelaufen gewesen (vgl. hierzu BFH-Urteil vom 26. Februar 2008 VIII R 1\/07, BFH\/NV 2008, 1375).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 17.10.2008, V B 1\/08 Berichtigung der Bemessungsgrundlage nach &sect; 17 UStG 1999 Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde hat keinen Erfolg. 1. 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