{"id":16244,"date":"2012-12-19T14:49:56","date_gmt":"2012-12-19T12:49:56","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=16244"},"modified":"2012-12-19T14:49:56","modified_gmt":"2012-12-19T12:49:56","slug":"i-b-44-08-gewinnermittlung-bei-fremdwaehrungsbuchfuehrung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-44-08-gewinnermittlung-bei-fremdwaehrungsbuchfuehrung\/","title":{"rendered":"I&nbsp;B&nbsp;44\/08 &#8211; Gewinnermittlung bei Fremdw&auml;hrungsbuchf&uuml;hrung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 16.12.2008, I B 44\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Gewinnermittlung bei Fremdw&auml;hrungsbuchf&uuml;hrung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Streitpunkt ist, wie eine in ausl&auml;ndischer W&auml;hrung aufgestellte Bilanz in DM umzurechnen ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) ist eine italienische Kapitalgesellschaft mit im Handelsregister eingetragener inl&auml;ndischer Zweigniederlassung. Die Gesch&auml;fte der Zweigniederlassung wickelte die Kl&auml;gerin &uuml;berwiegend in US-Dollar (US-$) ab. Sie f&uuml;hrte dort neben einem geschlossenen Buchhaltungskreis in DM\/EUR einen davon getrennten, ebenfalls in sich geschlossenen Buchhaltungskreis in US-$.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Jahr 1996 erwarb die Kl&auml;gerin &uuml;ber die Zweigniederlassung festverzinsliche Wertpapiere f&uuml;r insgesamt 1 200 000 US-$; das entsprach zum Kurswert des Anschaffungszeitpunkts 1 924 082 DM. Mit diesem Betrag als Anschaffungskosten wurden die in dem US-$-Buchhaltungskreis gef&uuml;hrten Wertpapiere in den auf DM lautenden Bilanzen der Zweigniederlassung f&uuml;r die Jahre 1996 bis 1999 aktiviert. Im Streitjahr 2000 ver&auml;u&szlig;erte die Kl&auml;gerin die Wertpapiere und erl&ouml;ste daf&uuml;r 1 199 640 US-$. Nach dem Umrechnungskurs am Verkaufstag entsprach der Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s 2 570 026,48 DM. Auf Anweisung des Stammhauses &uuml;berwies die Zweigniederlassung den nicht in DM umgetauschten Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s noch im Streitjahr an dieses und aktivierte in H&ouml;he des US-$-Betrages eine gegen das Stammhaus gerichtete Forderung.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                In dem auf DM lautenden Jahresabschluss der Zweigniederlassung f&uuml;r das Streitjahr erfasste die Kl&auml;gerin aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Wertpapiere einen Gewinn von 645 944,48 DM. Sie sah darin einen noch nicht realisierten W&auml;hrungskursgewinn, den sie in ihrer Bilanz zum 31. Dezember des Streitjahres durch ertragswirksame Passivierung einer gleich hohen Position &quot;sonstige R&uuml;cklage&quot; neutralisierte. Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erkannte diese Bilanzposition nicht an und ber&uuml;cksichtigte den Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn im Rahmen des K&ouml;rperschaftsteuerbescheids f&uuml;r das Streitjahr ertragswirksam. Die deswegen erhobene Klage hat das Finanzgericht (FG) Bremen mit Urteil vom 17. Januar 2008&nbsp;&nbsp;1 K 22\/07 (1) abgewiesen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin beantragt die Zulassung der Revision gegen das FG-Urteil und begr&uuml;ndet ihr Begehren mit der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache und der Erforderlichkeit einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt, die Nichtzulassungsbeschwerde zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Nichtzulassungsbeschwerde ist unbegr&uuml;ndet und deshalb zur&uuml;ckzuweisen. Die geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde liegen nicht vor.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Der Rechtssache kommt unter den von der Kl&auml;gerin aufgeworfenen Aspekten keine grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. von &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zu.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Die Kl&auml;gerin erachtet die Frage f&uuml;r grunds&auml;tzlich bedeutsam, ob die (deutschen) Grunds&auml;tze der ordnungsm&auml;&szlig;igen Buchf&uuml;hrung (GoB) es erfordern, dass zur Ermittlung des inl&auml;ndischen Gewinns eines Steuerpflichtigen (hier: inl&auml;ndische Niederlassung eines ausl&auml;ndischen Unternehmens) jeder in einer Fremdw&auml;hrung realisierte Gesch&auml;ftsvorfall in DM\/EUR umgerechnet werden m&uuml;sse oder ob die GoB auch im Rahmen einer Fremdw&auml;hrungsbuchhaltung eingehalten werden k&ouml;nnten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Die damit zur Pr&uuml;fung gestellten Rechtsfragen sind indes durch die Senatsrechtsprechung gekl&auml;rt und es sind keine Gr&uuml;nde ersichtlich, die eine erneute Befassung des BFH mit der Frage geboten erscheinen lassen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Das angefochtene Urteil geht davon aus, dass die Kl&auml;gerin im Streitjahr mit den gewerblichen Eink&uuml;nften ihrer inl&auml;ndischen Zweigniederlassung gem&auml;&szlig; &sect; 2, &sect; 8 Abs. 1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG) i.V.m. &sect; 49 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a des Einkommensteuergesetzes (EStG) beschr&auml;nkt k&ouml;rperschaftsteuerpflichtig und nach Ma&szlig;gabe von &sect; 140 der Abgabenordnung i.V.m. &sect; 13f, &sect;&sect; 238 ff. des Handelsgesetzbuchs (HGB) buchf&uuml;hrungspflichtig war und dass sie ihren Gewinn gem&auml;&szlig; &sect; 8 Abs. 1 KStG i.V.m. &sect; 5 EStG zu ermitteln hatte. Hiergegen hat die Kl&auml;gerin nichts erinnert.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Des Weiteren beruht das FG-Urteil auf der Annahme, dass die laufende Buchhaltung der Zweigniederlassung zwar nach den GoB im Streitjahr nicht zwingend in DM zu f&uuml;hren, dass aber der Jahresabschluss gem&auml;&szlig; &sect; 244 HGB in DM aufzustellen und aus diesem Grund das Ergebnis der in US-$ aufgestellten (Teil-)Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung der Zweigniederlassung auch zu Steuerzwecken in DM umzurechnen war. Auch dagegen erhebt die Kl&auml;gerin keine Einwendungen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Die zur Kl&auml;rung gestellte Rechtsfrage betrifft die Art und Weise, wie die Umrechnung der in ausl&auml;ndischer W&auml;hrung aufgestellten Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfolgen hat. Das ist indes durch die Senatsrechtsprechung, auf der das FG-Urteil beruht, im Grundsatz gekl&auml;rt:      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach der Rechtsprechung des Senats regeln weder die GoB noch das Steuerrecht, nach welchem Verfahren die Werte aus einem ausl&auml;ndischen Jahresabschluss f&uuml;r Zwecke einer nach deutschem Steuerrecht aufzustellenden Bilanz (Steuerbilanz) umzurechnen sind. Daraus folgt, dass jedes Umrechnungsverfahren zul&auml;ssig ist, soweit es nicht im Einzelfall mit den materiellen Grunds&auml;tzen ordnungsm&auml;&szlig;iger Bilanzierung kollidiert; insoweit hat der Senat insbesondere die Anwendung des Zeitbezugsverfahrens, des Stichtagskursverfahrens, des Fristigkeitsverfahrens oder des Nominal-Sachwertverfahrens als in Betracht zu ziehende Umrechnungsverfahren bezeichnet (Senatsbeschluss vom 9. August 1989 I B 118\/88, BFHE 158, 40, BStBl II 1990, 175; Senatsurteil vom 13. September 1989 I R 117\/87, BFHE 158, 340, BStBl II 1990, 57). Des Weiteren hat der Senat zur Ermittlung des Gewinns von ausl&auml;ndischen Betriebsst&auml;tten unbeschr&auml;nkt Steuerpflichtiger entschieden, dass die GoB und die allgemeinen Bewertungsgrunds&auml;tze es erfordern, dass sich bei Gesch&auml;ftsvorf&auml;llen in ausl&auml;ndischer W&auml;hrung &#8211;unabh&auml;ngig von der gew&auml;hlten Umrechnungsmethode&#8211; auch der jeweilige Wechselkurs als einer der f&uuml;r die Bewertung der Wirtschaftg&uuml;ter relevanten Faktoren niederschl&auml;gt. Der nach Ma&szlig;gabe des deutschen Steuerrechts ermittelte Gewinn enth&auml;lt sonach nicht nur die aus der T&auml;tigkeit der Betriebsst&auml;tte resultierende Verm&ouml;gensmehrung in Fremdw&auml;hrung, sondern zugleich damit in Zusammenhang stehende wechselkursbedingte Wertverluste oder Wertsteigerungen; die Umrechnung ist Bestandteil der Gewinnermittlung der Betriebsst&auml;tte (Senatsurteile vom 16. Februar 1996 I R 43\/95, BFHE 180, 286, BStBl II 1997, 128, und I R 46\/95, BFHE 180, 576, BStBl II 1996, 588, vollst&auml;ndig abgedruckt in BFH\/NV 1997, 111). Nichts anderes kann f&uuml;r den Fall der Gewinnermittlung der inl&auml;ndischen Betriebsst&auml;tte eines ausl&auml;ndischen Unternehmens gelten (vgl. Wassermeyer in Wassermeyer\/Andresen\/Ditz, Betriebsst&auml;tten Handbuch, 2006, Rz 6.2), f&uuml;r den ebenfalls das deutsche Steuerrecht und die allgemeinen innerstaatlichen Gewinnermittlungsgrunds&auml;tze ma&szlig;geblich sind.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit diesen Grunds&auml;tzen ist das Begehren der Kl&auml;gerin, das letztlich darauf hinausl&auml;uft, den Ausweis von Wechselkursgewinnen oder -verlusten bei der Umrechnung einzelner Gesch&auml;ftsvorf&auml;lle dadurch zu vermeiden, dass nicht die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung der inl&auml;ndischen Betriebsst&auml;tte auf DM-Basis aufgestellt wird, sondern schlicht der sich aufgrund eines in US-$ aufgestellten Jahresabschlusses ergebende US-$-Gewinn (nach den Kurswerten des Bilanzstichtags oder nach dem durchschnittlichen Jahreskurswerten) umgerechnet und der Besteuerung zugrunde gelegt wird, nicht zu vereinbaren. Ob die laufende Buchhaltung der Betriebsst&auml;tte dabei ganz oder teilweise in einem geschlossenen Buchf&uuml;hrungskreis in der Fremdw&auml;hrung gef&uuml;hrt wird oder nicht, kann f&uuml;r die Frage, ob Wechselkursgewinne auf der Grundlage der innerstaatlichen Gewinnermittlungsgrunds&auml;tze zu besteuern sind, keine Rolle spielen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Die Senatsrechtsprechung ist nicht deshalb &uuml;berpr&uuml;fungsbed&uuml;rftig, weil sie &#8211;wie die Kl&auml;gerin meint&#8211; gegen den Grundsatz der Besteuerung nach der Leistungsf&auml;higkeit verst&ouml;&szlig;t, indem sie zur Besteuerung noch nicht realisierter &quot;Scheingewinne&quot; f&uuml;hrt. Die Ber&uuml;cksichtigung von Wechselkursverschiebungen bei der Umrechnung des Betriebsst&auml;ttenergebnisses folgt &#8211;wie ausgef&uuml;hrt&#8211; aus der Ma&szlig;geblichkeit des deutschen Steuerrechts, nach dem der Betriebsverm&ouml;gensvergleich nach &sect; 8 Abs. 1 KStG i.V.m. &sect; 4, &sect; 5 EStG auf der Grundlage einer Bewertung in DM\/EUR durchzuf&uuml;hren ist. Auch in einem Inlandssachverhalt, in dem ein Unternehmer ein Wirtschaftsgut gegen einen Kaufpreis in US-$ ver&auml;u&szlig;ert, ist der Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s bei der Ermittlung des zu versteuernden Gewinns unabh&auml;ngig davon in DM\/EUR umzurechnen, ob der Verk&auml;ufer den erhaltenen Betrag bis zum Bilanzstichtag in DM\/EUR umgetauscht hat oder nicht. Dass die gleichen Grunds&auml;tze f&uuml;r die Gewinnermittlung der inl&auml;ndischen Betriebsst&auml;tte eines ausl&auml;ndischen Unternehmens gelten, verst&ouml;&szlig;t weder gegen das Leistungsf&auml;higkeitsprinzip noch gegen das &Uuml;berma&szlig;verbot. Mit der Problematik der Gewinnentstehung erst durch die Umrechnung hat sich der Senat &uuml;berdies schon mit seinen Urteilen in BFHE 180, 286, BStBl II 1997, 128 und in BFH\/NV 1997, 111 (jeweils unter II.4.a) befasst und die insoweit vorgebrachten Einw&auml;nde f&uuml;r nicht stichhaltig erachtet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Aus dem Vorstehenden folgt zugleich, dass das auf der Senatsrechtsprechung basierende FG-Urteil nicht &quot;greifbar gesetzwidrig&quot; ist und somit eine Revisionszulassung unter diesem Aspekt nicht in Betracht kommt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 16.12.2008, I B 44\/08 Gewinnermittlung bei Fremdw&auml;hrungsbuchf&uuml;hrung Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Streitpunkt ist, wie eine in ausl&auml;ndischer W&auml;hrung aufgestellte Bilanz in DM umzurechnen ist. 2&nbsp; Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) ist eine italienische Kapitalgesellschaft mit im Handelsregister eingetragener inl&auml;ndischer Zweigniederlassung. Die Gesch&auml;fte der Zweigniederlassung wickelte die Kl&auml;gerin &uuml;berwiegend in US-Dollar (US-$) ab. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-44-08-gewinnermittlung-bei-fremdwaehrungsbuchfuehrung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;B&nbsp;44\/08 &#8211; Gewinnermittlung bei Fremdw&auml;hrungsbuchf&uuml;hrung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-16244","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16244","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16244"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16244\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16244"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16244"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16244"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}