{"id":16296,"date":"2012-12-19T14:49:07","date_gmt":"2012-12-19T12:49:07","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=16296"},"modified":"2012-12-19T14:49:07","modified_gmt":"2012-12-19T12:49:07","slug":"x-b-158-08-beteiligung-als-bestandteil-des-notwendigen-betriebsvermoegens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-158-08-beteiligung-als-bestandteil-des-notwendigen-betriebsvermoegens\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;158\/08 &#8211; Beteiligung als Bestandteil des notwendigen Betriebsverm&ouml;gens"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.12.2008, X B 158\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Beteiligung als Bestandteil des notwendigen Betriebsverm&ouml;gens<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig. Die Beschwerdebegr&uuml;ndung des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) entspricht nicht den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) an die Darlegung eines Zulassungsgrunds i.S. des &sect; 115 Abs. 2 FGO.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Der Kl&auml;ger hat nicht in der erforderlichen Weise dargelegt, dass das angefochtene Urteil des Finanzgerichts (FG) i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO von der Entscheidung eines anderen Gerichts abweicht. Danach m&uuml;ssen, wenn die Abweichung von einer anderen Entscheidung behauptet wird, die tragenden Erw&auml;gungen der angefochtenen Entscheidung und der (angeblichen) Divergenzentscheidung so herausgearbeitet und gegen&uuml;bergestellt werden, dass eine Abweichung erkennbar wird, die sich auf eine Entscheidung bei einem gleichen oder vergleichbaren Sachverhalt bezieht (Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 116 Rz 41 f., m.w.N. aus der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211;).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger macht geltend, das Urteil des FG weiche von dem Beschluss des angerufenen Senats vom 26. August 2005 X B 98\/05 (BFHE 210, 434, BStBl II 2005, 833) ab. Der BFH habe dort erkannt, dass die Anteile des Besitzunternehmers und beherrschenden Gesellschafters der Betriebskapitalgesellschaft an einer anderen Kapitalgesellschaft, die 100 % der Anteile an einer weiteren Kapitalgesellschaft h&auml;lt, dann zum notwendigen Betriebsverm&ouml;gen des Besitzeinzelunternehmers geh&ouml;rten, wenn die weitere Gesellschaft intensive und dauerhafte Gesch&auml;ftsbeziehungen zur Betriebsgesellschaft unterhalte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Damit hat der Kl&auml;ger zwar den tragenden Rechtssatz dieser Entscheidung herausgearbeitet. Er hat diesem aber nicht einen (seiner Ansicht nach) davon abweichenden tragenden Rechtssatz des angefochtenen Urteils des FG gegen&uuml;bergestellt. Er bringt lediglich vor, er habe entsprechend dieser BFH-Entscheidung dargetan, dass eine wesentliche wirtschaftliche Verkn&uuml;pfung zwischen seinem Einzelunternehmen und der Beteiligungsgesellschaft bestanden habe. Auf den prozentualen Anteil der Umsatzerl&ouml;se mit dem Beteiligungsunternehmen komme es nicht an.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger ber&uuml;cksichtigt in diesem Zusammenhang nicht, dass das FG in dem angefochtenen Urteil ebenso wie der BFH in dem vorstehenden Beschluss hinsichtlich der tragenden Erw&auml;gungen von &uuml;bereinstimmenden Grunds&auml;tzen ausgehen. Danach ist f&uuml;r die Annahme, dass die Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft zum notwendigen Betriebsverm&ouml;gen eines (Einzel-)Unternehmens geh&ouml;rt, erforderlich, dass sie dazu bestimmt ist, die gewerbliche Bet&auml;tigung des Steuerpflichtigen entscheidend zu f&ouml;rdern, oder dass sie dazu dienen soll, den Absatz von Produkten des Steuerpflichtigen zu gew&auml;hrleisten. Grund f&uuml;r die Klageabweisung war nicht eine abweichende Rechtsauffassung des FG, sondern die Tatsache, dass das FG es nicht als erwiesen angesehen hat, dass die Voraussetzungen f&uuml;r die Annahme notwendigen Betriebsverm&ouml;gens im Streitfall vorgelegen haben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Der Kl&auml;ger hat auch nicht in schl&uuml;ssiger Weise das Vorliegen eines Verfahrensfehlers (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO) ger&uuml;gt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Eine &Uuml;berraschungsentscheidung und damit ein Versto&szlig; gegen den Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r (Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes) und gegen &sect; 96 Abs. 2 FGO liegt vor, wenn das Gericht seine Entscheidung auf einen bis dahin nicht er&ouml;rterten Gesichtspunkt gest&uuml;tzt und damit dem Rechtsstreit eine Wendung gegeben hat, mit der auch ein gewissenhafter und kundiger Prozessbeteiligter selbst unter Ber&uuml;cksichtigung der Vielzahl vertretbarer Rechtsauffassungen nach dem bisherigen Verlauf des Verfahrens nicht rechnen musste (Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 29. Mai 1991&nbsp;&nbsp;1 BvR 1383\/90, BVerfGE 84, 188; BFH-Beschluss vom 15. M&auml;rz 2002 X B 175\/01, BFH\/NV 2002, 944). Auf nahe liegende rechtliche oder tats&auml;chliche Gesichtspunkte braucht das FG aber jedenfalls dann nicht ausdr&uuml;cklich hinzuweisen, wenn der Kl&auml;ger wie im vorliegenden Streitfall sachkundig vertreten war (BFH-Beschluss vom 20. August 1998 XI B 110\/95, BFH\/NV 1999, 329).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Da eine &Uuml;berraschungsentscheidung dann nicht vorliegt, wenn ein Gesichtspunkt Grundlage des angefochtenen Urteils ist, den ein Beteiligter im gerichtlichen oder au&szlig;ergerichtlichen Verfahren angesprochen hat, setzt die schl&uuml;ssige R&uuml;ge eines solchen Verfahrensversto&szlig;es voraus, dass das gerichtliche und au&szlig;ergerichtliche Vorbringen der Beteiligten dargestellt wird (BFH-Beschl&uuml;sse vom 15. Juni 2001 VII B 45\/01, BFH\/NV 2001, 1580, und vom 11. M&auml;rz 2004 VIII B 139\/02, nicht ver&ouml;ffentlicht).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Daran fehlt es im Streitfall. Der Kl&auml;ger tr&auml;gt lediglich vor, es sei nicht damit zu rechnen gewesen, dass das FG bei der Pr&uuml;fung, ob die in Frage stehende Beteiligung zum notwendigen Betriebsverm&ouml;gen seines Einzelunternehmens geh&ouml;rte, nicht die Gesamtumst&auml;nde w&uuml;rdigen, sondern allein auf die prozentualen Anteile der Ums&auml;tze mit dieser Kapitalgesellschaft abheben w&uuml;rde. Hierbei ber&uuml;cksichtigt der Kl&auml;ger nicht, dass bereits der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) in seinen Einspruchsentscheidungen vom 18. Mai 2006 zum Ausdruck gebracht hat, der lediglich vor&uuml;bergehende (behauptete) prozentual hohe Umsatzanteil des kl&auml;gerischen Einzelunternehmens mit der Beteiligungsgesellschaft rechtfertige nicht die Annahme, dass die Beteiligung an dieser Kapitalgesellschaft notwendiges Betriebsverm&ouml;gen darstelle. Dass das FG (auch) auf diesen Gesichtspunkt abgestellt hat, war daher f&uuml;r den sachkundig vertretenen Kl&auml;ger nicht &uuml;berraschend. Klarstellend weist der angerufene Senat darauf hin, dass das FG entgegen dem kl&auml;gerischen Vorbringen ausweislich der Urteilsgr&uuml;nde nicht allein auf den Umsatzanteil abgestellt, sondern auch die &uuml;brigen Umst&auml;nde des konkreten Einzelfalls bei seiner Entscheidung mitbedacht hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Der Kl&auml;ger hat auch nicht schl&uuml;ssig ger&uuml;gt, das FG habe gegen seine Verpflichtung versto&szlig;en, die Beteiligten gem&auml;&szlig; &sect; 76 Abs. 2 FGO (zur Vermeidung einer &Uuml;berraschungsentscheidung) auf den aus der Sicht des FG ma&szlig;geblichen rechtlichen Gesichtspunkt hinzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Eine solche Hinweispflicht besteht bei einem rechtskundig beratenen Kl&auml;ger jedenfalls dann nicht, wenn der ma&szlig;gebliche rechtliche Gesichtspunkt auf der Hand liegt (BFH-Beschluss vom 19. M&auml;rz 2001 VII B 231\/00, BFH\/NV 2001, 1012). Dies war hier der Fall. Wie oben dargelegt, hat bereits das FA in seinen Einspruchsentscheidungen vom 18. Mai 2006 die Auffassung vertreten, der (angeblich) hohe Anteil der Ums&auml;tze des kl&auml;gerischen Einzelunternehmens mit der Beteiligungsgesellschaft lediglich in einem Jahr rechtfertige die Annahme nicht, der Anteil an dieser Gesellschaft sei notwendiges Betriebsverm&ouml;gen. Ausweislich des Protokolls &uuml;ber die m&uuml;ndliche Verhandlung vor dem FG vom 11. Juni 2008 war der Kl&auml;ger dort rechtskundig vertreten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.12.2008, X B 158\/08 Beteiligung als Bestandteil des notwendigen Betriebsverm&ouml;gens Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig. Die Beschwerdebegr&uuml;ndung des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) entspricht nicht den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) an die Darlegung eines Zulassungsgrunds i.S. des &sect; 115 Abs. 2 FGO. 2&nbsp; 1. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-158-08-beteiligung-als-bestandteil-des-notwendigen-betriebsvermoegens\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;158\/08 &#8211; Beteiligung als Bestandteil des notwendigen Betriebsverm&ouml;gens<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-16296","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16296","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16296"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16296\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16296"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16296"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16296"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}