{"id":16385,"date":"2012-12-18T10:04:57","date_gmt":"2012-12-18T08:04:57","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=16385"},"modified":"2012-12-18T10:04:57","modified_gmt":"2012-12-18T08:04:57","slug":"vii-b-229-07-fortdauer-der-unterbrechung-der-zahlungsverjaehrung-bei-forderungspfaendung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-b-229-07-fortdauer-der-unterbrechung-der-zahlungsverjaehrung-bei-forderungspfaendung\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;B&nbsp;229\/07 &#8211; Fortdauer der Unterbrechung der Zahlungsverj&auml;hrung bei Forderungspf&auml;ndung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 4.9.2008, VII B 229\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Fortdauer der Unterbrechung der Zahlungsverj&auml;hrung bei Forderungspf&auml;ndung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Wegen vom Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) nicht beglichener Einkommensteuer sowie steuerlicher Nebenleistungen der Veranlagungszeitr&auml;ume 1990 und 1991 pf&auml;ndete der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) mit Pf&auml;ndungsverf&uuml;gung vom 16. M&auml;rz 1999 s&auml;mtliche Anspr&uuml;che des Kl&auml;gers gegen die X-Bank (Bank). Die Bank teilte dem FA daraufhin mit, dass sie den Saldo eines Kontokorrentkontos des Kl&auml;gers dem FA &uuml;berwiesen und danach das Konto aufgel&ouml;st habe. Ein bestehendes Guthaben auf einem Sparkonto des Kl&auml;gers, das gesperrt worden sei, k&ouml;nne nach Vorlage des Sparbuchs ebenfalls ausgezahlt werden; bis dahin betrachte sie (die Bank) die Pf&auml;ndung als erledigt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zu weiteren Vollstreckungsma&szlig;nahmen des FA kam es erst wieder im April 2005. Mit Schreiben vom 18. Juli 2005 teilte die Bank dem FA mit, dass sie das Guthaben vom Sparkonto des Kl&auml;gers auf ein internes Konto umgebucht habe und dass die Gesch&auml;ftsverbindung zum Kl&auml;ger aufgel&ouml;st worden sei. Auf einen in diesem Zusammenhang gestellten Antrag des Kl&auml;gers erteilte das FA einen Abrechnungsbescheid &uuml;ber die r&uuml;ckst&auml;ndigen Betr&auml;ge an Einkommensteuer und Nebenleistungen f&uuml;r die Veranlagungszeitr&auml;ume 1990 und 1991. Hiergegen erhob der Kl&auml;ger mit der Begr&uuml;ndung Einspruch, dass mit dem Ende des Jahres 2004 Zahlungsverj&auml;hrung eingetreten sei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA &auml;nderte den Abrechnungsbescheid hinsichtlich einzelner Nebenleistungen, wies aber den Einspruch im &Uuml;brigen zur&uuml;ck und f&uuml;hrte zur Begr&uuml;ndung aus, dass die Zahlungsverj&auml;hrung gem&auml;&szlig; &sect; 231 Abs. 1 Satz 1 der Abgabenordnung (AO) durch die Vollstreckungsma&szlig;nahme der im M&auml;rz 1999 erlassenen Pf&auml;ndungsverf&uuml;gung unterbrochen worden sei und dass diese Unterbrechung nach &sect; 231 Abs. 2 Satz 1 AO weiterhin andauere, da das Pf&auml;ndungspfandrecht an der Forderung des Kl&auml;gers aus seinem bei der Bank bestehenden Sparkonto nicht erloschen sei. Die hiergegen erhobene Klage wies das Finanzgericht (FG) unter Bezugnahme auf die Gr&uuml;nde der Einspruchsentscheidung ab.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Hiergegen richtet sich die Nichtzulassungsbeschwerde des Kl&auml;gers, welche er auf s&auml;mtliche Zulassungsgr&uuml;nde des &sect; 115 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) st&uuml;tzt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Beschwerde hat keinen Erfolg, weil die geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde z.T. nicht schl&uuml;ssig dargelegt sind, wie es &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO verlangt, jedenfalls aber nicht vorliegen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die von der Beschwerde bezeichneten Fragen,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>                    &#8211; ob die Verj&auml;hrungsunterbrechung gem&auml;&szlig; &sect; 231 AO andauert, wenn aufgrund eines Pf&auml;ndungs- und &Uuml;berweisungsbeschlusses das Guthaben auf dem gepf&auml;ndeten Sparkonto auf ein internes Bankkonto zu Gunsten des Gl&auml;ubigers umgebucht wird, und        <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>                    &#8211; ob die gepf&auml;ndete Forderung weiterhin im Verm&ouml;gen des Schuldners bleibt und dem Vollstreckungszugriff unterliegt, obwohl der gepf&auml;ndete Guthabenbetrag auf ein internes Konto der Bank zu Gunsten des Gl&auml;ubigers umgebucht und das gepf&auml;ndete Konto gel&ouml;scht wurde,        <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                sind lediglich die in allgemeine Worte gekleideten Fragen des vorliegenden Einzelfalls. Es fehlt an Ausf&uuml;hrungen der Beschwerde, weshalb die Beantwortung dieser Fragen in dem angestrebten Revisionsverfahren aus Gr&uuml;nden der Rechtssicherheit, der Rechtseinheitlichkeit und\/oder Rechtsentwicklung im allgemeinen Interesse liegt und warum es sich um Fragen handelt, die kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im konkreten Streitfall auch kl&auml;rungsf&auml;hig sind.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die vorstehend genannten Fragen lassen sich im &Uuml;brigen nur so beantworten, wie es das FG getan hat. Aufgrund der getroffenen Feststellungen spricht nichts gegen die Annahme, dass der Kl&auml;ger weiterhin Inhaber der sich aus seinem Sparkonto ergebenden Forderung gegen die Bank ist. Wie die Beschwerde selbst zutreffend unter Hinweis auf das Senatsurteil vom 14. Juli 1987 VII R 116\/86 (BFHE 150, 396 , BStBl II 1987, 863) ausf&uuml;hrt, ber&uuml;hrt die Pf&auml;ndung und &Uuml;berweisung einer Forderung das Schuldverh&auml;ltnis, aus dem sich die betreffende Forderung ergibt, nicht. Ebenso wie die Forderung des Kl&auml;gers gegen die Bank weiterhin besteht, besteht auch weiterhin das Pf&auml;ndungspfandrecht des FA an dieser Forderung. Die von der Bank vorgenommene Umbuchung des Sparguthabens auf ein anderes &quot;internes&quot; Konto konnte die Forderung des Kl&auml;gers nicht dem Pf&auml;ndungspfandrecht des FA entziehen. Dem Beschwerdevorbringen, dass in der Umbuchung des Guthabens auf ein bankinternes Konto zu Gunsten des FA die Verwertung der gepf&auml;ndeten Forderung zu sehen sei, ist schon deshalb nicht zu folgen, weil weder den Feststellungen des FG noch den in Bezug genommenen Unterlagen, insbesondere dem Schreiben der Bank vom 18. Juli 2005, entnommen werden kann, dass der Guthabenbetrag des Sparkontos des Kl&auml;gers seinerzeit &quot;zu Gunsten des FA&quot; umgebucht worden ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die ger&uuml;gten Verfahrensm&auml;ngel liegen nicht vor.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Wenn es im Tatbestand des angefochtenen Urteils &#8211;anders als in der Einspruchsentscheidung des FA&#8211; hei&szlig;t, dass die Gesch&auml;ftsverbindung der Bank zum Kl&auml;ger aufgel&ouml;st worden sei, so handelt es sich hierbei nicht um eine Feststellung des FG, sondern lediglich um die Wiedergabe einer &Auml;u&szlig;erung der Bank. Dar&uuml;ber hinaus war die Frage einer weiterhin bestehenden Gesch&auml;ftsbeziehung zwischen dem Kl&auml;ger und der Bank f&uuml;r die Entscheidung des FG auch erkennbar ohne Bedeutung.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ob mit dem Beschwerdevorbringen, das FG habe die Tatsache, dass das Guthaben des Sparkontos auf ein internes Konto der Bank zu Gunsten des FA &uuml;berwiesen worden sei, bei der Gesamtw&uuml;rdigung nicht beachtet, &uuml;berhaupt ein Verfahrensmangel dargelegt wird, kann offenbleiben, da jedenfalls &#8211;wie ausgef&uuml;hrt&#8211; eine solche Tatsache nicht festgestellt worden ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Hinsichtlich der &uuml;brigen geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde fehlt es an jeglichen Darlegungen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 4.9.2008, VII B 229\/07 Fortdauer der Unterbrechung der Zahlungsverj&auml;hrung bei Forderungspf&auml;ndung Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. 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