{"id":16386,"date":"2012-12-18T10:04:59","date_gmt":"2012-12-18T08:04:59","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=16386"},"modified":"2012-12-18T10:04:59","modified_gmt":"2012-12-18T08:04:59","slug":"vii-s-13-08-pkh-prozesskostenhilfe-nach-urteilsverkuendung-gestellter-antrag-auf-terminsaenderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-s-13-08-pkh-prozesskostenhilfe-nach-urteilsverkuendung-gestellter-antrag-auf-terminsaenderung\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;S&nbsp;13\/08&nbsp;(PKH) &#8211; Prozesskostenhilfe: Nach Urteilsverk&uuml;ndung gestellter Antrag auf Termins&auml;nderung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 4.9.2008, VII S 13\/08 (PKH)<\/p>\n<p class=\"titel\">Prozesskostenhilfe: Nach Urteilsverk&uuml;ndung gestellter Antrag auf Termins&auml;nderung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Das Finanzgericht (FG) hat die Klage des Antragstellers, mit der sich dieser gegen die Festsetzung von Zwangsgeld zur Erzwingung der Abgabe von Steuererkl&auml;rungen wendet, mit aufgrund m&uuml;ndlicher Verhandlung vom 30. Januar 2008 ergangenem Urteil abgewiesen. Zuvor hatte der Antragsteller mit einem am 22. Januar 2008 eingegangenen Schriftsatz unter Beif&uuml;gung eines an ihn gerichteten Schreibens der Staatsanwaltschaft beantragt, den Termin zur m&uuml;ndlichen Verhandlung zu verlegen, da er zum Antritt einer Ersatzfreiheitsstrafe geladen worden sei. Diesen Antrag hatte das FG unter dem 24. Januar 2008 mit der Begr&uuml;ndung abgelehnt, dass sich aus dem Schreiben der Staatsanwaltschaft ergebe, dass die Ersatzfreiheitsstrafe bis zum 7. Februar 2008 anzutreten sei. Nach Schluss der m&uuml;ndlichen Verhandlung, zu der der Antragsteller nicht erschienen war, wurde das klagabweisende Urteil verk&uuml;ndet. Mit einem am 5. Februar 2008 beim FG eingegangenen Schriftsatz machte der Antragsteller unter Beif&uuml;gung einer &auml;rztlichen Arbeitsunf&auml;higkeitsbescheinigung f&uuml;r den Zeitraum 30. Januar bis 1. Februar 2008 geltend, dass er aus gesundheitlichen Gr&uuml;nden nicht in der Lage gewesen sei, zur m&uuml;ndlichen Verhandlung zu erscheinen, und beantragte Wiedereinsetzung in den vorigen Stand. Zur Durchf&uuml;hrung einer gegen das Urteil des FG noch zu erhebenden Beschwerde wegen Nichtzulassung der Revision hat der Antragsteller Prozesskostenhilfe (PKH) beantragt. Er macht sinngem&auml;&szlig; geltend, dass das FG seine krankheitsbedingte Verhinderung und seinen Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu Unrecht nicht ber&uuml;cksichtigt habe.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Der Antrag auf Bewilligung von PKH ist abzulehnen, weil die beabsichtigte Rechtsverfolgung, die noch zu erhebende Nichtzulassungsbeschwerde gegen das FG-Urteil vom 30. Januar 2008 2 K 20017\/05, keine hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet (&sect; 142 Abs. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211; i.V.m. &sect; 114 der Zivilprozessordnung &#8211;ZPO&#8211;).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Von den in &sect; 115 Abs. 2 FGO genannten Gr&uuml;nden, die die Zulassung der Revision gegen ein Urteil des FG rechtfertigen, macht der Antragsteller sinngem&auml;&szlig; allein den Zulassungsgrund des Verfahrensmangels (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO) geltend, indem er die Ablehnung der Terminsverlegung durch das FG r&uuml;gt. Der ger&uuml;gte Verfahrensmangel liegt jedoch nicht vor.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zwar kann in einer sachlich unzutreffenden Behandlung eines Antrags auf &Auml;nderung des anberaumten Termins zur m&uuml;ndlichen Verhandlung eine Verletzung des Anspruchs auf Gew&auml;hrung des rechtlichen Geh&ouml;rs gesehen werden (st&auml;ndige Rechtsprechung, Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 6. Februar 1992 V R 38\/85, BFH\/NV 1993, 102; BFH-Beschluss vom 15. Juni 2001 IV B 25\/00, BFH\/NV 2001, 1579; Senatsbeschluss vom 3. Februar 2003 VII B 13\/02, BFH\/NV 2003, 797, jeweils m.w.N.). Jedoch bestand im Streitfall kein erheblicher Grund f&uuml;r eine Termins&auml;nderung, der das FG gem&auml;&szlig; &sect; 155 FGO i.V.m. &sect; 227 Abs. 1 Satz 1 ZPO h&auml;tte veranlassen m&uuml;ssen, den Termin zur m&uuml;ndlichen Verhandlung zu verlegen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Am Tag der m&uuml;ndlichen Verhandlung hatte das FG keine Kenntnis von einer krankheitsbedingten Verhinderung des Antragstellers. Der Antragsteller hatte sich bis dahin allein auf die Ladung zum Strafantritt durch die Staatsanwaltschaft berufen, die jedoch &#8211;wie das FG zutreffend erkannt hat&#8211; eine Termins&auml;nderung nicht rechtfertigte, weil der Antragsteller aufgefordert worden war, die Strafe bis zum 7. Februar 2008 anzutreten. Das &auml;rztliche Attest, das die Arbeitsunf&auml;higkeit des Antragstellers bescheinigt, ging dem FG erst am 5. Februar 2008 zu, als das Urteil bereits verk&uuml;ndet war. Die zugleich vom Antragsteller beantragte Wiedereinsetzung in den vorigen Stand konnte das FG nicht gew&auml;hren, weil keine gesetzliche Frist vers&auml;umt worden war (&sect; 56 Abs. 1 FGO). Das FG hatte auch keine M&ouml;glichkeit, die m&uuml;ndliche Verhandlung wiederzuer&ouml;ffnen, weil das Urteil bereits verk&uuml;ndet war (&sect; 155 FGO i.V.m. &sect; 318 ZPO).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 4.9.2008, VII S 13\/08 (PKH) Prozesskostenhilfe: Nach Urteilsverk&uuml;ndung gestellter Antrag auf Termins&auml;nderung Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Das Finanzgericht (FG) hat die Klage des Antragstellers, mit der sich dieser gegen die Festsetzung von Zwangsgeld zur Erzwingung der Abgabe von Steuererkl&auml;rungen wendet, mit aufgrund m&uuml;ndlicher Verhandlung vom 30. Januar 2008 ergangenem Urteil abgewiesen. 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