{"id":16401,"date":"2012-12-18T16:23:22","date_gmt":"2012-12-18T14:23:22","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=16401"},"modified":"2012-12-18T16:23:22","modified_gmt":"2012-12-18T14:23:22","slug":"ix-b-128-08-grundsaetzliche-bedeutung-vertrauensschutz-hinsichtlich-des-wegfalls-der-nutzungswertbesteuerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-b-128-08-grundsaetzliche-bedeutung-vertrauensschutz-hinsichtlich-des-wegfalls-der-nutzungswertbesteuerung\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;B&nbsp;128\/08 &#8211; Grunds&auml;tzliche Bedeutung: Vertrauensschutz hinsichtlich des Wegfalls der Nutzungswertbesteuerung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 22.10.2008, IX B 128\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Grunds&auml;tzliche Bedeutung: Vertrauensschutz hinsichtlich des Wegfalls der Nutzungswertbesteuerung<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Die Voraussetzungen f&uuml;r eine Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) liegen im Streitfall nicht vor.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Eine Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache setzt voraus, dass der Beschwerdef&uuml;hrer eine hinreichend bestimmte Rechtsfrage herausstellt, deren Kl&auml;rung im Interesse der Allgemeinheit an der Einheitlichkeit der Rechtsprechung und der Fortentwicklung des Rechts erforderlich ist und die im konkreten Streitfall kl&auml;rbar ist. Es kann offenbleiben, ob die Ausf&uuml;hrungen der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) den insoweit gestellten Darlegungsanforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO gen&uuml;gen; denn jedenfalls sind die von der Kl&auml;gerin f&uuml;r grunds&auml;tzlich bedeutsam gehaltenen Rechtsfragen durch die Rechtsprechung gekl&auml;rt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin macht sinngem&auml;&szlig; geltend, dass eine Ber&uuml;cksichtigung von Schuldzinsen als Werbungskosten bei ihren Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung in dem geltend gemachten Umfang mit Blick auf den Grundsatz von Treu und Glauben geboten sei, da sie nach dem Auslaufen der sog. &quot;gro&szlig;en &Uuml;bergangsregelung&quot; (&sect; 21 Abs. 2 Satz 1 i.V.m. &sect; 52 Abs. 21 Satz 2 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211; a.F.) im Jahr 1998 alles Erforderliche und ihr Zumutbare getan habe, um nachtr&auml;glich eine Aufteilung der auf ihre selbst genutzte Wohnung im eigenen Haus entfallenden Schuldzinsen einerseits und der auf den vermieteten Teil entfallenden Schuldzinsen andererseits vorzunehmen. Sie habe damit in gebotener Weise versucht, den Anforderungen der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung f&uuml;r den Schuldzinsenabzug bei Darlehen f&uuml;r die Anschaffung eines teilweise vermieteten und teilweise selbstgenutzten Geb&auml;udes (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 9. Juli 2002 IX R 65\/00, BFHE 199, 430, BStBl II 2003, 389) gerecht zu werden. Dieses Vorbringen verhilft der Beschwerde nicht zum Erfolg. Denn die rechtlichen Voraussetzungen und Grenzen eines dahingehenden Vertrauensschutzes sind durch die Rechtsprechung bereits gekl&auml;rt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Soweit der Gesetzgeber bestehende Rechtslagen, Berechtigungen und Rechtsverh&auml;ltnisse aufhebt oder &auml;ndert, muss er den Eingriff in schutzw&uuml;rdige Vertrauenstatbest&auml;nde, insbesondere das Ausma&szlig; des Vertrauensschadens, nach M&ouml;glichkeit in geeigneter Weise durch eine angemessene &Uuml;bergangsregelung abmildern oder ausgleichen. Bei der Ausgestaltung einer hiernach erforderlichen &Uuml;bergangsregelung steht dem Gesetzgeber ein weiter Gestaltungsspielraum zur Verf&uuml;gung. Der Gesetzgeber ist nicht gehalten, alle denkbaren Sonderf&auml;lle zu erfassen; er kann vielmehr &#8211;und muss notwendigerweise&#8211; bis zu einem gewissen Grad pauschalieren (Beschluss des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; vom 30. September 1987&nbsp;&nbsp;2 BvR 933\/82, BVerfGE 76, 256, 359; BFH-Urteil vom 23. November 1994 X R 124\/92, BFHE 177, 246, BStBl II 1995, 824). Dies hat der Gesetzgeber beim Wegfall der Nutzungswertbesteuerung mit der &Uuml;bergangsregelung des &sect; 52 Abs. 21 EStG a.F. in einer dem Vertrauensschutz gen&uuml;genden Weise getan. Es ist von Verfassungs wegen weder zu beanstanden, dass nach Auslaufen der sog. &quot;gro&szlig;en &Uuml;bergangsregelung&quot; der mit der Nutzung einer Wohnung im eigenen Haus verbundene Mietwert nicht mehr der Besteuerung unterliegt und damit auch die dadurch veranlassten Aufwendungen grunds&auml;tzlich nicht steuerwirksam sind, noch, dass dem Steuerpflichtigen keine zus&auml;tzliche M&ouml;glichkeit f&uuml;r einen weitergehenden Schuldzinsenabzug bei Darlehen f&uuml;r die Anschaffung eines teilweise vermieteten und teilweise selbstgenutzten Geb&auml;udes einger&auml;umt wird, obwohl er die hierf&uuml;r von der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung gestellten Anforderungen nicht erf&uuml;llt. Denn der Steuerpflichtige kann nicht ohne weiteres darauf vertrauen, dass der Gesetzgeber steuerrechtliche Freir&auml;ume f&uuml;r alle Zukunft aufrechterh&auml;lt und eine f&uuml;r den Steuerpflichtigen g&uuml;nstige Rechtslage dauerhaft erhalten bleibt (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 76, 256, 348).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 22.10.2008, IX B 128\/08 Grunds&auml;tzliche Bedeutung: Vertrauensschutz hinsichtlich des Wegfalls der Nutzungswertbesteuerung Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde hat keinen Erfolg. 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