{"id":16404,"date":"2012-12-18T16:23:23","date_gmt":"2012-12-18T14:23:23","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=16404"},"modified":"2012-12-18T16:23:23","modified_gmt":"2012-12-18T14:23:23","slug":"ix-b-127-08-ueberraschungsentscheidung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-b-127-08-ueberraschungsentscheidung\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;B&nbsp;127\/08 &#8211; &Uuml;berraschungsentscheidung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 22.10.2008, IX B 127\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">&Uuml;berraschungsentscheidung<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde hat keinen Erfolg. 1. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) macht zu Unrecht als Verfahrensmangel i.S. von &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) geltend, das Finanzgericht (FG) habe eine &Uuml;berraschungsentscheidung erlassen und dadurch seinen Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r (Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes; &sect; 96 Abs. 2 FGO) verletzt. Eine solche &Uuml;berraschungsentscheidung liegt vor, wenn das FG sein Urteil auf einen bis dahin nicht er&ouml;rterten rechtlichen oder tats&auml;chlichen Gesichtspunkt st&uuml;tzt und damit dem Rechtsstreit eine Wendung gibt, mit der auch ein gewissenhafter und kundiger Prozessbeteiligter selbst unter Ber&uuml;cksichtigung der Vielzahl vertretbarer Auffassungen nach dem bisherigen Verlauf der Verhandlung nicht rechnen musste (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 17. M&auml;rz 2008 IX B 258\/07, BFH\/NV 2008, 1180, m.w.N.). Dies ist vorliegend nicht der Fall. Das Gebot, rechtliches Geh&ouml;r zu gew&auml;hren, verpflichtet das Gericht nicht, die f&uuml;r die Entscheidung ma&szlig;geblichen Gesichtspunkte mit den Beteiligten umfassend zu er&ouml;rtern und ihnen die einzelnen f&uuml;r die Entscheidung ma&szlig;gebenden Gesichtspunkte im Voraus anzudeuten, z.B. das Ergebnis einer Gesamtw&uuml;rdigung einzelner Umst&auml;nde offen zu legen (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2008, 1180, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Bei der als Verfahrensfehlermangel ger&uuml;gten unzureichenden Sachverhaltsaufkl&auml;rung (&sect; 76 Abs. 1 FGO) und der Verletzung der Hinweispflicht (&sect; 76 Abs. 2 FGO) fehlt es an hinreichenden Ausf&uuml;hrungen, dass nach der insoweit ma&szlig;geblichen materiell-rechtlichen Auffassung des FG eine weitere Aufkl&auml;rung des Sachverhaltes (z.B. BFH-Beschluss vom 7. Februar 2006 IX B 153\/05, BFH\/NV 2006, 1114) oder ein Hinweis geboten gewesen w&auml;re (z.B. BFH-Beschluss vom 18. Mai 2005 VIII B 56\/04, BFH\/NV 2005, 1811). Den vom Kl&auml;ger angesprochenen Gesichtspunkt des Nachweises der Mietzahlungen hat das FG im Rahmen seiner an der Rechtsprechung des Senats ausgerichteten Gesamtw&uuml;rdigung (vgl. S. 9 FG-Urteil) ber&uuml;cksichtigt; es ist nicht ersichtlich, dass er f&uuml;r das FG allein entscheidungserheblich war.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Der Kl&auml;ger macht auch ohne Erfolg geltend, eine Entscheidung des BFH sei zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung i.S. von &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2, 2. Alternative FGO wegen Divergenz (vgl. zu diesem Zulassungsgrund z.B. Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 116 Rz 40 f., m.w.N.) erforderlich.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Nach dem tats&auml;chlichen Gehalt seines Vorbringens r&uuml;gt der Kl&auml;ger lediglich, das FG habe zu Unrecht im Streitfall die Grunds&auml;tze des BFH-Urteils vom 28. Juni 2002 IX R 68\/99 (BFHE 199, 380, BStBl II 2002, 699) nicht ber&uuml;cksichtigt; hierdurch wird keine Abweichung dargelegt (s. dazu Lange in H&uuml;bschmann\/ Hepp\/Spitaler, &sect; 116 FGO Rz 194, mit Rechtsprechungsnachweisen).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) In Bezug auf die Frage der Fremd&uuml;blichkeit der Regelung &uuml;ber Sch&ouml;nheitsreparaturen hat der Kl&auml;ger nicht kenntlich gemacht, dass das FG seiner Entscheidung einen Rechtssatz zugrunde gelegt hat, der von der in der Beschwerdebegr&uuml;ndung genannten Rechtsprechung abweicht. Das FG hat es als unter fremden Dritten un&uuml;blich angesehen, dass der Vermieter die Kosten f&uuml;r Sch&ouml;nheitsreparaturen &uuml;bernimmt, ohne dass dies erkennbar in der Miete ber&uuml;cksichtigt wird (S. 11\/12 FG-Urteil). An diese m&ouml;gliche W&uuml;rdigung ist der Senat gem&auml;&szlig; &sect; 118 Abs. 2 FGO gebunden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 22.10.2008, IX B 127\/08 &Uuml;berraschungsentscheidung Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde hat keinen Erfolg. 1. 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