{"id":16438,"date":"2012-12-10T05:55:51","date_gmt":"2012-12-10T03:55:51","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=16438"},"modified":"2012-12-10T05:55:51","modified_gmt":"2012-12-10T03:55:51","slug":"xi-r-59-06-segeljachtvercharterung-ohne-ueberschusserzielungsabsicht-unternehmerische-taetigkeit-aufwendungseigenverbrauch-eigenstaendige-pruefung-der-gewinnerzielungsabsicht-fuer-zwecke-der-umsatzste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-59-06-segeljachtvercharterung-ohne-ueberschusserzielungsabsicht-unternehmerische-taetigkeit-aufwendungseigenverbrauch-eigenstaendige-pruefung-der-gewinnerzielungsabsicht-fuer-zwecke-der-umsatzste\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;59\/06 &#8211; Segeljachtvercharterung ohne &Uuml;berschusserzielungsabsicht &#8211; unternehmerische T&auml;tigkeit &#8211; Aufwendungseigenverbrauch &#8211; eigenst&auml;ndige Pr&uuml;fung der Gewinnerzielungsabsicht f&uuml;r Zwecke der Umsatzsteuer &#8211; Tatsachenw&uuml;rdigung des FG &#8211; Bindung des BFH"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 2.7.2008, XI R 59\/06<\/p>\n<p class=\"titel\">Segeljachtvercharterung ohne &Uuml;berschusserzielungsabsicht &#8211; unternehmerische T&auml;tigkeit &#8211; Aufwendungseigenverbrauch &#8211; eigenst&auml;ndige Pr&uuml;fung der Gewinnerzielungsabsicht f&uuml;r Zwecke der Umsatzsteuer &#8211; Tatsachenw&uuml;rdigung des FG &#8211; Bindung des BFH<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) ist nunmehr Rechtsanwalt A, der als Insolvenzverwalter das Verfahren nach der Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens &uuml;ber das Verm&ouml;gen des fr&uuml;heren Kl&auml;gers und Revisionskl&auml;gers B aufgenommen hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                B war als Konstrukteur selbst&auml;ndig t&auml;tig. Im Streitjahr 1992 erwarb er f&uuml;r jeweils ca. 210 000 DM zwei Segeljachten, die er &uuml;ber die Firma X vercharterte. Mit X hatte er befristete Vermittlungsvertr&auml;ge f&uuml;r die Zeit vom 1. April 1992 bis zum 30. September 1993 bzw. 30. September 1994 abgeschlossen. Nach einer Renditeberechnung der X sollten die Jachten durchschnittlich zwanzig Wochen im Kalenderjahr zu einem Wochenpreis von jeweils 3 000 DM verchartert werden k&ouml;nnen. Die unter Mitwirkung eines Steuerberaters erstellte Wirtschaftlichkeitsberechnung mit einer Ertragsvorschau f&uuml;r 1992 bis 2020 wies f&uuml;r den Beginn der Vermietungst&auml;tigkeit in 1992 Nettoeinnahmen in H&ouml;he von 78 000 DM und Nettofixkosten in H&ouml;he von 42 000 DM aus.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nachdem sich die Chartervermittlung durch die X nicht wie von dieser prognostiziert entwickelt hatte, trennte sich B im Fr&uuml;hjahr 1994 von der X und schloss sich der Eignergemeinschaft Y an, die in Eigenregie einen eigenen B&uuml;roraum und eine eigene Organisation am St&uuml;tzpunkt unterhielt. Die Eignergemeinschaft schaltete Werbeanzeigen, nahm Kontakt mit Charteragenturen auf und trat auf Messen und Bootsausstellungen auf.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Ums&auml;tze aus den Vercharterungen betrugen 1992&nbsp;&nbsp;41 002 DM, 1993 60 925 DM, 1994&nbsp;&nbsp;60 376 DM, 1995&nbsp;&nbsp;71 629 DM, 1996&nbsp;&nbsp;66 228 DM, 1997 56 815 DM, 1998&nbsp;&nbsp;66 910 DM, 1999&nbsp;&nbsp;47 478 DM, 2000&nbsp;&nbsp;67 399 DM und 2001&nbsp;&nbsp;63 254 DM. Im November 2001 verkaufte B eine Jacht f&uuml;r netto 107 758,92 DM.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                B erzielte in den Jahren 1992 bis 1999 jeweils Verluste, und zwar 1992 in H&ouml;he von 38 243 DM, 1993 in H&ouml;he von 45 558 DM, 1994 in H&ouml;he von 42 550 DM, 1995 in H&ouml;he von 48 143 DM, 1996 in H&ouml;he von 50 812 DM, 1997 in H&ouml;he von 53 365 DM, 1998 in H&ouml;he von 28 284 DM und 1999 in H&ouml;he von 36 212 DM.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) setzte &#8211;neben den von B erkl&auml;rten Ums&auml;tzen und Vorsteuerbetr&auml;gen&#8211; wegen der Aufwendungen f&uuml;r die Segeljachten (einschlie&szlig;lich der Absetzung f&uuml;r Abnutzung &#8211;AfA&#8211;) einen Eigenverbrauch gem&auml;&szlig; &sect; 1 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. c des Umsatzsteuergesetzes 1991 (UStG) i.V.m. &sect; 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 4 des Einkommensteuergesetzes (EStG) an.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Klage hatte keinen Erfolg. Das Finanzgericht (FG) ging davon aus, dass die Voraussetzungen f&uuml;r den Ansatz des Aufwendungseigenverbrauchs erf&uuml;llt seien. Die Vermietung der Segeljachten sei nicht als gewerbliche T&auml;tigkeit i.S. von &sect; 15 Abs. 2 EStG anzusehen. Denn es l&auml;gen keine besonderen Umst&auml;nde vor, die der Vermieterleistung als Ganzes ein gewerbliches Gepr&auml;ge g&auml;ben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                B habe die Jachtvercharterung nicht mit &Uuml;berschusserzielungsabsicht betrieben. Er habe in den Jahren 1992 bis 2003 nur Verluste erzielt. Bei objektiver Betrachtung habe er keinen Gesamt&uuml;berschuss erreichen k&ouml;nnen. Die von ihm erstellte Wirtschaftlichkeitsberechnung basiere auf zu optimistischen Prognosen &uuml;ber erzielbare Erl&ouml;se und entstehende Aufwendungen. Es seien keine ernsthaften Bem&uuml;hungen des B erkennbar, die verlustbringende T&auml;tigkeit zu beenden oder betriebswirtschaftlich sinnvolle Umstrukturierungen vorzunehmen. Die von ihm geplante Erweiterung des Unternehmens sei keine geeignete Ma&szlig;nahme zur Verlustbegrenzung. Zudem habe B in der m&uuml;ndlichen Verhandlung einger&auml;umt, dass die Umsetzung dieses Vorhabens aufgrund seiner angespannten finanziellen Verh&auml;ltnisse zurzeit nicht abzusehen sei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Festsetzung der Umsatzsteuer f&uuml;r den Eigenverbrauch versto&szlig;e nicht gegen das Gemeinschaftsrecht. Die Vorschrift des &sect; 1 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. c UStG k&ouml;nne auf Art. 17 Abs. 6 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern (Richtlinie 77\/388\/EWG) gest&uuml;tzt werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit der vom Bundesfinanzhof (BFH) zugelassenen Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger sinngem&auml;&szlig; die unrichtige Anwendung von &sect; 1 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. c UStG i.V.m. &sect; 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 4 EStG. Das FG habe nicht ber&uuml;cksichtigt, dass eine &uuml;ber lange Zeit nur zu Verlusten f&uuml;hrende T&auml;tigkeit nicht bereits dann als Liebhaberei zu beurteilen sei, wenn eine objektive betriebswirtschaftliche Beurteilung ergebe, dass das Unternehmen auf absehbare Zeit nicht zur Eink&uuml;nfteerzielung geeignet sei. F&uuml;r eine Gewinnerzielung k&ouml;nne n&auml;mlich sprechen, dass ein Steuerpflichtiger Ma&szlig;nahmen zur Herstellung und zur Steigerung der Rentabilit&auml;t ergreife (unter Hinweis auf das BFH-Urteil vom 29. April 1999 III R 38\/97, BFH\/NV 1999, 1510). Derartige Ma&szlig;nahmen habe B ergriffen. So habe er zur Jachtvercharterung zus&auml;tzlich Kojencharter angeboten. Weiter sei er einer Eignergemeinschaft beigetreten, mit dem Ziel, Kosten zu senken. Au&szlig;erdem habe er &Uuml;berlegungen angestellt, wie er sein Chartergesch&auml;ft durch geeignete Ma&szlig;nahmen in die Gewinnzone bringe und mittelfristig in einem &uuml;berschaubaren Zeitraum einen Totalgewinn erziele. Er habe bereits konkret geplant, seine Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit im Rahmen der Vercharterung auszubauen und zu erweitern. Sein neues Konzept &#8211;Ankauf restaurierungsbed&uuml;rftiger Boote zu Verkaufszwecken und der Aufbau einer Charterflotte von zehn bis f&uuml;nfzehn Booten&#8211; h&auml;tte es ihm erlaubt, das Gesch&auml;ft mit Booten ganzj&auml;hrig und nicht nur saisonbedingt auszu&uuml;ben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;, die Vorentscheidung aufzuheben und den Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 1992 dahingehend zu &auml;ndern, dass ein Aufwendungseigenverbrauch f&uuml;r die Segeljachten nicht angesetzt wird.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zu Recht hinsichtlich der Aufwendungen f&uuml;r die Segeljachten einen steuerpflichtigen Eigenverbrauch bejaht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Soweit die angefochtene Entscheidung ohne Weiteres davon ausgeht, dass die Vermietung der Segeljachten eine unternehmerische T&auml;tigkeit i.S. von &sect; 2 Abs. 1 Satz 3 UStG darstellt, ist dies revisionsrechtlich nicht zu beanstanden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                B war als Konstrukteur Unternehmer gem&auml;&szlig; &sect; 2 Abs. 1 UStG. Gewerblich oder beruflich ist nach &sect; 2 Abs. 1 Satz 3 UStG jede nachhaltige T&auml;tigkeit zur Erzielung von Einnahmen, auch wenn die Absicht, Gewinn zu erzielen, fehlt. Bei richtlinienkonformer Anwendung muss dabei eine wirtschaftliche T&auml;tigkeit (Art. 4 Abs. 1, Abs. 2 Satz 1 der Richtlinie 77\/388\/EWG) ausge&uuml;bt werden (vgl. BFH-Urteil vom 28. Oktober 2004 V R 19\/04, BFH\/NV 2005, 725). Die Vermietung eines k&ouml;rperlichen Gegenstands ist eine wirtschaftliche T&auml;tigkeit, wenn sie zur nachhaltigen Erzielung von Einnahmen vorgenommen wird (vgl. Urteil des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Gemeinschaften &#8211;EuGH&#8211; vom 26. September 1996 Rs. C-230\/94 &#8211;Enkler&#8211;, Slg. 1996, I-4517; BFH-Urteil vom 12. Dezember 1996 V R 23\/93, BFHE 182, 388, BStBl II 1997, 368).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Vercharterung der Segeljachten erf&uuml;llt diese Voraussetzungen. B hat die Segeljachten &#8211;wie die erkl&auml;rten Erl&ouml;se zeigen&#8211; dauerhaft zur Erzielung von Einnahmen eingesetzt. Die T&auml;tigkeit war nach den mit X geschlossenen Vermittlungsvertr&auml;gen von vornherein auf Wiederholung angelegt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Nach &sect; 1 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. c UStG liegt Eigenverbrauch vor, wenn ein Unternehmer im Rahmen seines Unternehmens Aufwendungen t&auml;tigt, die unter das Abzugsverbot des &sect; 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 bis 7 EStG fallen. Dieses Abzugsverbot, nach dem bestimmte Betriebsausgaben den Gewinn nicht mindern d&uuml;rfen, erfasst ausdr&uuml;cklich Aufwendungen f&uuml;r Segeljachten (&sect; 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 4 EStG). Es gilt jedoch nicht, wenn die in den Nrn. 2 bis 4 bezeichneten Zwecke Gegenstand einer mit Gewinnabsicht ausge&uuml;bten Bet&auml;tigung des Steuerpflichtigen sind (&sect; 4 Abs. 5 Satz 2 EStG).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Danach unterliegen Aufwendungen f&uuml;r eine Jacht, die vom Erwerber nachhaltig und zur Erzielung von Einnahmen, jedoch ohne Gewinnabsicht vermietet wird, dem Eigenverbrauch gem&auml;&szlig; &sect; 1 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. c UStG i.V.m. &sect; 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 4 EStG (vgl. BFH-Urteile vom 6. August 1998 V R 74\/96, BFHE 186, 454, BStBl II 1999, 104, betreffend eine Motorjacht; vom 24. August 2000 V R 9\/00, BFHE 193, 161, BStBl II 2001, 76, betreffend eine Segeljacht). Zu den Aufwendungen in diesem Sinne geh&ouml;ren insbesondere laufende Aufwendungen und die AfA gem&auml;&szlig; &sect; 7 EStG (vgl. BFH-Urteile vom 23. Januar 1992 V R 66\/85, BFHE 167, 221; in BFHE 193, 161, BStBl II 2001, 76).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Die Voraussetzungen des in &sect; 4 Abs. 5 EStG enthaltenen Abzugsverbots sind im Rahmen der jeweiligen Umsatzsteuerfestsetzung eigenst&auml;ndig zu pr&uuml;fen; eine Bindung an die ertragsteuerrechtliche Behandlung besteht nicht. Entscheidend ist f&uuml;r den Eigenverbrauchstatbestand, dass der Unternehmer Aufwendungen t&auml;tigt, die ihrer Art nach unter &sect; 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 bis 7 EStG fallen (BFH-Urteil in BFHE 167, 221). Solche Aufwendungen k&ouml;nnen auch dann zu einem Eigenverbrauch f&uuml;hren, wenn &sect; 4 Abs. 5 EStG bei dem Unternehmer ertragsteuerrechtlich keine Bedeutung hat (vgl. BFH-Urteil in BFHE 167, 221).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Der Besteuerung des Eigenverbrauchs steht deshalb nicht entgegen, dass der Unternehmer wegen fehlender Gewinn-\/&Uuml;berschusserzielungsabsicht keine ertragsteuerrechtlich relevanten Eink&uuml;nfte erzielt und somit ein Abzugsverbot weder f&uuml;r Gewinneink&uuml;nfte nach &sect; 4 Abs. 5 EStG noch f&uuml;r &Uuml;berschusseink&uuml;nfte nach &sect; 9 Abs. 5 i.V.m. &sect; 4 Abs. 5 EStG greift. Ebenso unerheblich ist die Qualifizierung der Aufwendungen als Betriebsausgaben oder als Werbungskosten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &sect; 4 Abs. 5 EStG betrifft im Einzelnen genannte Aufwendungen, die nicht abziehbar sind und damit im Ergebnis den privaten Aufwendungen gleichgestellt werden. An diese durch das EStG getroffene Entscheidung kn&uuml;pft &sect; 1 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. c UStG f&uuml;r die Umsatzsteuer die Eigenverbrauchsfolge. Die genannten Aufwendungen, d.h. die Gegenst&auml;nde, bleiben mit Umsatzsteuer belastet, weil sie der Gesetzgeber dem &quot;Endverbrauch&quot; zuordnet (vgl. BFH-Urteil in BFHE 167, 221). Die Regelung in &sect; 1 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. c UStG erm&ouml;glicht auch bei sog. &quot;Liebhaberei-Unternehmen&quot;, die mit Hilfe von Repr&auml;sentationsgegenst&auml;nden betrieben werden, den Vorsteuerabzug aus der Anschaffung des Gegenstands &uuml;ber den Eigenverbrauch auszugleichen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 167, 221). An dieser Rechtsprechung h&auml;lt der Senat trotz der in der Literatur ge&auml;u&szlig;erten Kritik (vgl. Stadie in Rau\/D&uuml;rrw&auml;chter, Umsatzsteuergesetz, &sect; 15 Rz 688, 689) fest.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Anwendungsbereich des &sect; 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 4 EStG ist zwar dem Zweck der Vorschrift entsprechend einzuschr&auml;nken (vgl. BFH-Urteile vom 3. Februar 1993 I R 18\/92, BFHE 170, 537, BStBl II 1993, 367; vom 10. Mai 2001 IV R 6\/00, BFHE 195, 323, BStBl II 2001, 575; vom 7. Februar 2007 I R 27-29\/05, BFHE 216, 536). Unter das Abzugsverbot fallen Aufwendungen f&uuml;r die in der Vorschrift genannten Zwecke nur dann, wenn sie einer sportlichen Bet&auml;tigung, der Unterhaltung von Gesch&auml;ftsfreunden, der Freizeitgestaltung oder der Repr&auml;sentation dienen. Zur Vermeidung von Abgrenzungsschwierigkeiten ist aber bei der Pr&uuml;fung, ob Aufwendungen vom Abzug ausgeschlossen sind, eine typisierende Betrachtungsweise ma&szlig;gebend (vgl. BFH-Urteil in BFHE 216, 536). Aufwendungen f&uuml;r Segeljachten sind nicht abziehbar und unterliegen deshalb der Eigenverbrauchsbesteuerung, wenn die Verwendung der Jachten bei typisierender Betrachtung dazu geeignet ist, private Neigungen zu befriedigen. Davon kann bei einer Jachtvercharterung ohne Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht regelm&auml;&szlig;ig ausgegangen werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Eine weitere, f&uuml;r Zwecke der Umsatzsteuerfestsetzung geltende Einschr&auml;nkung des Anwendungsbereichs des &sect; 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 4 EStG dahingehend, dass Aufwendungen f&uuml;r solche Segeljachten nicht erfasst werden, die bei fehlender Gewinn-\/&Uuml;berschusserzielungsabsicht gleichwohl nachhaltig zur Erzielung von Einnahmen eingesetzt werden, h&auml;lt der Senat nicht f&uuml;r zul&auml;ssig. Dies w&auml;re weder mit dem Wortlaut noch mit dem Zweck der Vorschrift vereinbar.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Die Regelung in &sect; 1 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. c UStG wirkt wie eine Einschr&auml;nkung des Vorsteuerabzugs (vgl. BFH-Urteil vom 12. August 2004 V R 49\/02, BFHE 207, 71, BStBl II 2004, 1090, betreffend Bewirtungsaufwendungen). Der Gesetzgeber verwendet nur eine andere Technik. Bei der Einf&uuml;hrung der Besteuerung des Repr&auml;sentationseigenverbrauchs durch das UStG 1967 vom 29. Mai 1967 (BGBl I 1967, 545) erschien dem Gesetzgeber im Interesse der leichten Durchf&uuml;hrbarkeit des Gesetzes eine eng begrenzte Eigenverbrauchsbesteuerung geeigneter als die Versagung des Vorsteuerabzugs f&uuml;r alle aus Repr&auml;sentationsgr&uuml;nden veranlassten Leistungsbez&uuml;ge (vgl. Bericht des Finanzausschusses zu BTDrucks V\/1581, S. 10, Einzelbegr&uuml;ndung zu &sect; 1).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                4. Die Einschr&auml;nkung des Vorsteuerabzugs durch Ansatz des Eigenverbrauchs nach &sect; 1 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. c UStG i.V.m. &sect; 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 4 EStG ist mit Art. 17 der Richtlinie 77\/388\/EWG vereinbar (vgl. BFH-Urteil in BFHE 186, 454, BStBl II 1999, 104).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Mitgliedstaaten sind gem&auml;&szlig; Art. 17 Abs. 6 Unterabs. 2 der Richtlinie 77\/388\/EWG berechtigt, bis zum Inkrafttreten der in Art. 17 Abs. 6 Unterabs. 1 der Richtlinie 77\/388\/EWG bezeichneten Bestimmungen alle Ausschl&uuml;sse beizubehalten, die in ihren zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Richtlinie bestehenden innerstaatlichen Rechtsvorschriften vorgesehen sind. Art. 17 Abs. 6 der Richtlinie 77\/388\/EWG enth&auml;lt eine Stillhalteklausel, die die Beibehaltung der innerstaatlichen Ausschl&uuml;sse des Rechts auf Vorsteuerabzug vorsieht, die vor dem Inkrafttreten der Richtlinie 77\/388\/EWG, also vor dem 1. Januar 1979, galten (vgl. EuGH-Urteil vom 19. September 2000 Rs. C-177\/99, C-181\/99 &#8211;Ampafrance und Sanofi&#8211;, Slg. 2000, I-7013, Randnr. 5). Aus dem Wortlaut und der Entstehungsgeschichte von Art. 17 Abs. 6 der Richtlinie 77\/388\/EWG ergibt sich, dass diese Vorschrift so auszulegen ist, dass sich der Ausdruck &quot;alle Ausschl&uuml;sse&quot; auch auf Ausgaben mit streng gesch&auml;ftlichem Charakter bezieht (vgl. EuGH-Urteil vom 5. Oktober 1999 Rs. C-305\/97 &#8211;Royscot Leasing Ltd.&#8211;, Slg. 1999, I-6671, Randnr. 20).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Da Gemeinschaftsbestimmungen i.S. von Art. 17 Abs. 6 Unterabs. 1 der Richtlinie 77\/388\/EWG noch nicht ergangen sind, kann die Besteuerung des Eigenverbrauchs gem&auml;&szlig; &sect; 1 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. c UStG auf die Stillhalteklausel des Art. 17 Abs. 6 Unterabs. 2 der Richtlinie 77\/388\/EWG gest&uuml;tzt werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                5. Im Streitfall ist der Ansatz des Eigenverbrauchs rechtm&auml;&szlig;ig. B hat die Jachtvercharterung ohne &Uuml;berschusserzielungsabsicht betrieben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Die Absicht der steuerrechtlich relevanten Gewinn-\/&Uuml;berschusserzielung zeigt sich in dem Bestreben, w&auml;hrend des Bestehens der &quot;Einkunftsquelle&quot; insgesamt einen &quot;Totalgewinn&quot; bzw. Einnahmen&uuml;berschuss zu erzielen. Ob der Unternehmer eine derartige Absicht hatte, l&auml;sst sich als innere Tatsache nicht anhand seiner Erkl&auml;rungen, sondern nur aufgrund &auml;u&szlig;erer Umst&auml;nde feststellen (vgl. BFH-Urteil vom 31. Juli 2002 X R 48\/99, BFHE 200, 504, BStBl II 2003, 282, unter II.1.b). Hierf&uuml;r ist insbesondere von Bedeutung, ob die Bet&auml;tigung bei objektiver Betrachtung nach ihrer Art, ihrer Gestaltung und den gegebenen Ertragsaussichten einen Total&uuml;berschuss erwarten l&auml;sst (vgl. BFH-Urteil vom 27. Januar 2000 IV R 33\/99, BFHE 191, 119, BStBl II 2000, 227).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Verluste der Anlaufzeit sind steuerrechtlich nicht anzuerkennen, wenn aufgrund der bekannten Entwicklung der unternehmerischen Bet&auml;tigung eindeutig feststeht, dass sie so, wie sie vom Steuerpflichtigen betrieben wurde, von vornherein nicht in der Lage war, nachhaltige &Uuml;bersch&uuml;sse zu erzielen und deshalb nach objektiver Beurteilung von Anfang an keine Einkunftsquelle im Sinne des Einkommensteuerrechts dargestellt hat (vgl. BFH-Urteile vom 25. Juni 1996 VIII R 28\/94, BFHE 181, 133, BStBl II 1997, 202, unter II.3.a; vom 14. Dezember 2004 XI R 6\/02, BFHE 208, 557, BStBl II 2005, 392, unter II.2.c).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                So hat der BFH einen Liebhabereibetrieb von Anfang an f&uuml;r den Fall angenommen, dass der Gegenstand des Unternehmens in der Vercharterung eines Motorbootes oder einer Segeljacht besteht, deren Nutzung in erster Linie der Freizeitgestaltung dient, da pers&ouml;nliche Interessen und Neigungen unter diesen Umst&auml;nden nach der Lebenserfahrung eine erhebliche Rolle spielen werden (vgl. BFH-Urteile vom 28. August 1987 III R 273\/83, BFHE 151, 42, BStBl II 1988, 10; vom 11. April 1990 I R 22\/88, BFH\/NV 1990, 768). Auch bei der Vercharterung von zwei Segeljachten kann eine ertragsteuerrechtlich unbeachtliche Liebhaberei vorliegen (vgl. BFH-Beschluss vom 14. April 2000 X B 118\/99, BFH\/NV 2000, 1333).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Die Feststellung, ob eine T&auml;tigkeit mit Gewinn-\/&Uuml;berschusserzielungsabsicht ausge&uuml;bt wird, liegt im Wesentlichen auf dem Gebiet der Tatsachenw&uuml;rdigung (vgl. BFH-Urteil in BFHE 191, 119, BStBl II 2000, 227, unter 2. der Entscheidungsgr&uuml;nde). Insoweit ist der BFH als Revisionsgericht an die tatrichterlichen Feststellungen gebunden (&sect; 118 Abs. 2 FGO). Er kann jedoch die Schlussfolgerungen &uuml;berpr&uuml;fen, die aus den festgestellten Tatsachen auf der Grundlage der Denkgesetze und von Erfahrungss&auml;tzen gezogen wurden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Das FG ist bei seiner Entscheidung nicht von den vorstehend angef&uuml;hrten Rechtsgrunds&auml;tzen abgewichen. Die W&uuml;rdigung des FG, B habe die Jachtvercharterung ohne &Uuml;berschusserzielungsabsicht betrieben, ist rechtlich m&ouml;glich und weist keinen Versto&szlig; gegen Denkgesetze und Erfahrungss&auml;tze auf. Sie ist daher f&uuml;r den erkennenden Senat bindend.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FG hat im Rahmen der Beurteilung, ob die Jachtvercharterung mit &Uuml;berschusserzielungsabsicht betrieben wurde, auch gepr&uuml;ft, ob B geeignete Umstrukturierungsma&szlig;nahmen zur Verbesserung der Ertragssituation ergriffen hat. Denn das Unterlassen derartiger Ma&szlig;nahmen ist im Hinblick auf das darin liegende nicht marktgerechte Verhalten als gewichtiges Beweisanzeichen f&uuml;r eine fehlende &Uuml;berschusserzielungsabsicht zu werten (vgl. BFH-Urteil vom 23. Mai 2007 X R 33\/04, BFHE 218, 163, BStBl II 2007, 874, unter II.2.b bb). Der von B geplante Ausbau und die Erweiterung des Unternehmens zu einem Boots- und Charterzentrum sind jedoch vom FG nicht als betriebswirtschaftlich geeignete Ma&szlig;nahmen zur Verlustbegrenzung angesehen worden. Die diesbez&uuml;glichen Planungen des B h&auml;tten sich noch in einem fr&uuml;hen Anfangsstadium befunden. Die von ihm vorgelegten Berechnungen h&auml;tten keine konkrete betriebswirtschaftliche &Uuml;berpr&uuml;fung des Vorhabens erlaubt. Zudem habe B in der m&uuml;ndlichen Verhandlung einger&auml;umt, dass die Umsetzung des Vorhabens aufgrund seiner angespannten finanziellen Verh&auml;ltnisse nicht abzusehen sei. Es seien keine ernsthaften Bem&uuml;hungen des B erkennbar gewesen, die verlustbringende T&auml;tigkeit fr&uuml;hzeitig zu beenden bzw. betriebswirtschaftlich sinnvolle Umstrukturierungen vorzunehmen. Unter diesen Umst&auml;nden konnte das FG den Schluss ziehen, dass die geplante Erweiterung des Chartergesch&auml;fts kein Indiz f&uuml;r eine &Uuml;berschusserzielungsabsicht des B sei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 2.7.2008, XI R 59\/06 Segeljachtvercharterung ohne &Uuml;berschusserzielungsabsicht &#8211; unternehmerische T&auml;tigkeit &#8211; Aufwendungseigenverbrauch &#8211; eigenst&auml;ndige Pr&uuml;fung der Gewinnerzielungsabsicht f&uuml;r Zwecke der Umsatzsteuer &#8211; Tatsachenw&uuml;rdigung des FG &#8211; Bindung des BFH Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) ist nunmehr Rechtsanwalt A, der als Insolvenzverwalter das Verfahren nach der Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens &uuml;ber &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-59-06-segeljachtvercharterung-ohne-ueberschusserzielungsabsicht-unternehmerische-taetigkeit-aufwendungseigenverbrauch-eigenstaendige-pruefung-der-gewinnerzielungsabsicht-fuer-zwecke-der-umsatzste\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;59\/06 &#8211; Segeljachtvercharterung ohne &Uuml;berschusserzielungsabsicht &#8211; unternehmerische T&auml;tigkeit &#8211; Aufwendungseigenverbrauch &#8211; eigenst&auml;ndige Pr&uuml;fung der Gewinnerzielungsabsicht f&uuml;r Zwecke der Umsatzsteuer &#8211; Tatsachenw&uuml;rdigung des FG &#8211; Bindung des BFH<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-16438","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16438","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16438"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16438\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16438"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16438"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16438"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}