{"id":16484,"date":"2012-12-19T14:33:19","date_gmt":"2012-12-19T12:33:19","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=16484"},"modified":"2012-12-19T14:33:19","modified_gmt":"2012-12-19T12:33:19","slug":"iv-b-127-07-zurueckverweisung-im-beschwerdeverfahren-ueber-adv-aufgabenverteilung-zwischen-den-instanzen-im-finanzgerichtlichen-verfahren-uebernahme-von-feststellungen-eines-strafgerichtlichen-urteils","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-b-127-07-zurueckverweisung-im-beschwerdeverfahren-ueber-adv-aufgabenverteilung-zwischen-den-instanzen-im-finanzgerichtlichen-verfahren-uebernahme-von-feststellungen-eines-strafgerichtlichen-urteils\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;B&nbsp;127\/07 &#8211; Zur&uuml;ckverweisung im Beschwerdeverfahren &uuml;ber AdV &#8211; Aufgabenverteilung zwischen den Instanzen im finanzgerichtlichen Verfahren &#8211; &Uuml;bernahme von Feststellungen eines strafgerichtlichen Urteils &#8211; Recht des Filmherstellers nach &sect; 94 UrhG &#8211; unechte Auftragsproduktion &#8211; Aktivierung von Verm&ouml;gensgegenst&auml;nden in der Handelsbilanz"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 6.11.2008, IV B 127\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur&uuml;ckverweisung im Beschwerdeverfahren &uuml;ber AdV &#8211; Aufgabenverteilung zwischen den Instanzen im finanzgerichtlichen Verfahren &#8211; &Uuml;bernahme von Feststellungen eines strafgerichtlichen Urteils &#8211; Recht des Filmherstellers nach &sect; 94 UrhG &#8211; unechte Auftragsproduktion &#8211; Aktivierung von Verm&ouml;gensgegenst&auml;nden in der Handelsbilanz<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Antragstellerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Antragstellerin) ist ein geschlossener Medienfonds in der Rechtsform einer 2002 gegr&uuml;ndeten gewerblich gepr&auml;gten GmbH &#038; Co. KG. Das Gesch&auml;ftsmodell sah vor, dass der Fonds internationale Kinofilme im Wege der so genannten unechten Auftragsproduktion erstellen und verwerten lassen sollte. Mit der Herstellung der Filme sollten Produktionsdienstleister beauftragt werden, die im Rahmen eines genehmigten Budgets alle branchen&uuml;blichen Dienstleistungen zur Fertigstellung des Films zu erbringen hatten. S&auml;mtliche Rechte sollten dem Fonds zustehen. Zur Sicherung der Fertigstellung war der Produktionsdienstleister verpflichtet, eine Fertigstellungsgarantie abzuschlie&szlig;en.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Verwertung der Filme sollte durch einen Lizenznehmer erfolgen, der sich in einem Lizenzvertrag zum weltweiten Vertrieb der Filmrechte verpflichtete. Dem Lizenznehmer standen in Abh&auml;ngigkeit von dem Verh&auml;ltnis der Nettoerl&ouml;se zu den Produktionskosten prozentuale Anteile an den Nettoerl&ouml;sen zu. Allerdings war der Lizenznehmer verpflichtet, die Vertriebs- und Verwertungsvertr&auml;ge so abzuschlie&szlig;en, dass an den Fonds bei seinem Auslaufen im Jahr 2014 Schlusszahlungen in H&ouml;he von mindestens 100 % des Anteils des Fonds an den Produktionskosten zu leisten sein sollten. Zur Sicherung dieser Verpflichtung war eine befreiende Schuld&uuml;bernahme durch die X-Bank vereinbart. Die Bank verlangte dazu die Einzahlung des Barwerts der vom Lizenznehmer zu leistenden Schlusszahlung.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Einhaltung s&auml;mtlicher Verpflichtungen war durch einen Mittelverwendungskontrolleur zu &uuml;berwachen. Nettoerl&ouml;se w&auml;hrend der Laufzeit des Fonds sollten erneut in der Produktion von Filmen angelegt werden. Ab dem f&uuml;nften Jahr war eine Vorabgewinnaussch&uuml;ttung von 8 % des anf&auml;nglichen eingesetzten Eigenkapitals vorgesehen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Fonds warb damit, dass durch die vertraglichen Vereinbarungen, insbesondere die Schlusszahlung des Lizenznehmers, 100 % des gezeichneten Kommanditkapitals ohne Agio bei Ablauf des Fonds nach neun Jahren garantiert zur&uuml;ckgezahlt w&uuml;rden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                In steuerlicher Hinsicht stellte der Fonds im Jahr der Zeichnung eine Verlustzuweisung von 104,5 % des Kommanditkapitals in Aussicht. Neben den vom dritten Jahr an projektierten Vorabgewinnaussch&uuml;ttungen war im Jahr des Auslaufens des Fonds ein Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn von 168,98 % des Kommanditkapitals vorgesehen. F&uuml;r seine Modellrechnungen bezog sich der Fonds auf das Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 23. Februar 2001 IV A 6 -S 2241- 8\/01 (BStBl I 2001, 175, so genannter Medienerlass). Er sah sich als Hersteller und wirtschaftlicher Eigent&uuml;mer der Filmrechte an und ging davon aus, dass s&auml;mtliche Kosten f&uuml;r selbst geschaffene immaterielle Wirtschaftsg&uuml;ter des Anlageverm&ouml;gens aufgewendet w&uuml;rden, f&uuml;r die nach &sect; 248 Abs. 2 des Handelsgesetzbuchs (HGB) und &sect; 5 Abs. 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) ein Aktivierungsverbot gelte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                F&uuml;r das Streitjahr (2004) hatte der Antragsgegner und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) zun&auml;chst unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; einen Gewinnfeststellungsbescheid, einen Gewerbesteuermessbescheid und einen Bescheid &uuml;ber den vortragsf&auml;higen Gewerbeverlust auf den 31. Dezember 2004 erlassen. Nach einer Steuerfahndungspr&uuml;fung kam das FA zu dem Ergebnis, dass der Fonds abweichend von dem Emissionsprospekt nur 20 % der budgetierten Produktionskosten f&uuml;r die Filmproduktion verwendet habe. In H&ouml;he von 80 % des Budgets seien die Zahlungen des Fonds mittelbar &uuml;ber die Konten von Produktionsdienstleister und Lizenznehmer bei der Bank zur Absicherung des Kommanditkapitals angelegt worden. Der Fonds k&ouml;nne deshalb einen Betriebsausgabenabzug in H&ouml;he der verdeckten Kapitalanlagen nicht beanspruchen. Entweder habe es sich bei den Produktions- und Lizenzvertr&auml;gen insoweit um Scheingesch&auml;fte gehandelt, weil die betreffenden Unternehmen tats&auml;chlich als Agent und Finanzdienstleister t&auml;tig geworden seien. Oder aber es handele sich um einen Gestaltungsmissbrauch, soweit bei einigen Projekten tats&auml;chlich Vertragspartner mit Produktion und Vertrieb der Filme betraut gewesen seien.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA erlie&szlig; deshalb auf der Grundlage des Fahndungspr&uuml;fungsberichts unter dem 12. Dezember 2006 einen ge&auml;nderten Gewinnfeststellungsbescheid 2004. Die Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb wurden darin auf -&#8230; EUR festgestellt. In gleicher Weise ergingen ein ge&auml;nderter Gewerbesteuermessbescheid sowie ein Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes auf den 31. Dezember 2004.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Gegen s&auml;mtliche Bescheide erhob die Antragstellerin Einspruch und beantragte zugleich Aussetzung der Vollziehung (AdV). &Uuml;ber die Einspr&uuml;che ist noch nicht entschieden. Die Antr&auml;ge auf AdV lehnte das FA mit Bescheid vom 10. Mai 2007 ab.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Antragstellerin beantragte daraufhin am 29. Mai 2007 beim Finanzgericht (FG) die AdV des ge&auml;nderten Gewinnfeststellungsbescheids und des ge&auml;nderten Bescheids &uuml;ber die gesonderte Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes. Das FG lehnte den Antrag mit Beschluss vom 9. Oktober 2007&nbsp;&nbsp;8 V 1835\/07 ab und lie&szlig; die Beschwerde zum Bundesfinanzhof (BFH) zu.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit der Beschwerde, der das FG nicht abgeholfen hat, verfolgt die Antragstellerin ihr Begehren nach AdV des Gewinnfeststellungsbescheids weiter. Das FG habe zu Unrecht angenommen, dass die Zahlungen das Betriebsverm&ouml;gen nicht gemindert h&auml;tten. Weder h&auml;tte bei Beurteilung der Filme als Anlageverm&ouml;gen eine Anzahlung bilanziert werden m&uuml;ssen noch scheitere das Bilanzierungsverbot daran, dass die Filme Umlaufverm&ouml;gen seien.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Antragstellerin beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und den Bescheid vom 12. Dezember 2006 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Grundlagen f&uuml;r die Einkommensbesteuerung 2004 bis einen Monat nach Ergehen einer Entscheidung in dem gegen den Bescheid anh&auml;ngigen Einspruchsverfahren ohne Sicherheitsleistung von der Vollziehung auszusetzen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt, die Beschwerde als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Es tr&auml;gt vor, an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit des in Rede stehenden Feststellungsbescheids best&uuml;nden keine ernstlichen Zweifel. Das Ergebnis der Ermittlungen der Steuerfahndungsstelle und der Staatsanwaltschaft hinsichtlich des tats&auml;chlich verwirklichten Sachverhalts sei durch das Strafurteil des Landgerichts A (LG) vom 13. November 2007 best&auml;tigt worden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist begr&uuml;ndet. Unter Aufhebung des angefochtenen Beschlusses wird das Verfahren an das FG zur erneuten Entscheidung zur&uuml;ckverwiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect; 69 Abs. 3 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) kann das Gericht der Hauptsache die Vollziehung eines angefochtenen Verwaltungsaktes ganz oder teilweise aussetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Aussetzung soll u.a. erfolgen, wenn ernstliche Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit des Verwaltungsaktes bestehen (&sect; 69 Abs. 3 Satz 1 i.V.m. Abs. 2 Satz 2 FGO). Ernstliche Zweifel i.S. des &sect; 69 Abs. 2 Satz 2 FGO sind zu bejahen, wenn bei summarischer Pr&uuml;fung des angefochtenen Steuerbescheides neben f&uuml;r seine Rechtm&auml;&szlig;igkeit sprechende Umst&auml;nde gewichtige Gr&uuml;nde zutage treten, die Unentschiedenheit oder Unsicherheit in der Beurteilung von Tatfragen bewirken (vgl. BFH-Beschluss vom 10. Februar 1967 III B 9\/66, BFHE 87, 447, BStBl III 1967, 182, seitdem st&auml;ndige Rechtsprechung). Die AdV setzt nicht voraus, dass die f&uuml;r die Rechtswidrigkeit sprechenden Gr&uuml;nde &uuml;berwiegen (vgl. BFH-Beschluss vom 20. Mai 1997 VIII B 108\/96, BFHE 183, 174, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Entscheidung &uuml;ber einen Antrag auf AdV ergeht wegen dessen Eilbed&uuml;rftigkeit aufgrund des Prozessstoffs, der sich aus den dem Gericht vorliegenden Unterlagen, insbesondere den Akten der Finanzbeh&ouml;rde und pr&auml;senten Beweismitteln ergibt (BFH-Beschluss vom 21. Juli 1994 IX B 78\/94, BFH\/NV 1995, 116). Aus diesen Unterlagen hat das Gericht seine Feststellungen zum Sachverhalt zu treffen. Im Beschwerdeverfahren &uuml;ber die Ablehnung eines Antrags auf AdV durch das FG hat der BFH als Tatsachengericht grunds&auml;tzlich selbst die Befugnis und Pflicht zur Tatsachenfeststellung (BFH-Beschl&uuml;sse vom 12. Februar 1969 VII B 60\/66, BFHE 95, 84, BStBl II 1969, 318; vom 18. August 1987 VII B 97\/87, BFH\/NV 1988, 374; vom 17. M&auml;rz 2008 IV B 100, 101\/07, BFH\/NV 2008, 1177). Diese Pflicht steht jedoch einer Zur&uuml;ckverweisung des Verfahrens zur erg&auml;nzenden Tatsachenfeststellung durch das FG nicht entgegen, wenn nach den Umst&auml;nden des Einzelfalls die Feststellungen besser durch das FG getroffen werden k&ouml;nnen und die besondere Eilbed&uuml;rftigkeit des Verfahrens auf AdV der Zur&uuml;ckverweisung nicht entgegensteht. Die Zur&uuml;ckverweisungsbefugnis folgt aus &sect;&sect; 132, 155 FGO i.V.m. &sect; 572 Abs. 3 der Zivilprozessordnung (ZPO) und ist Ausfluss eines tragenden Grundprinzips des Instanzenzuges, n&auml;mlich der Aufteilung der Rechtsprechungsfunktionen unter den Gerichten. Als Revisions- und Beschwerdegericht hat der BFH in erster Linie die Aufgabe, die Entscheidungen der Finanzgerichte zu &uuml;berpr&uuml;fen, wohingegen die Finanzgerichte dem Rechtsuchenden den ersten Zugang zum Richter zu bieten haben. Sie k&ouml;nnen diese Aufgabe in der Regel auch schneller und effektiver erf&uuml;llen (BFH-Beschl&uuml;sse vom 8. Juli 1980 VII B 18\/80, BFHE 131, 12, BStBl II 1980, 657; vom 9. Juli 1998 V B 143\/97, BFH\/NV 1999, 221; vom 22. November 2001 V B 124\/01, BFH\/NV 2002, 549).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Dem Senat stehen nur die aktenkundigen Tatsachen aus dem Besteuerungsverfahren als Entscheidungsgrundlage zur Verf&uuml;gung, nachdem das FG selbst seinem Beschluss keinerlei Feststellungen zu entscheidungserheblichen Tatsachen vorangestellt, sondern lediglich auf den Steuerfahndungsbericht, das von der Antragstellerin vorgelegte Rechtsgutachten, die Verfahrensakten sowie die Schrifts&auml;tze im Aussetzungsverfahren verwiesen hat. Auf der Grundlage dieser Unterlagen kann der Senat selbst unter den Bedingungen eines summarischen Verfahrens keine abschlie&szlig;ende Entscheidung dar&uuml;ber treffen, ob zur AdV ausreichende Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit des Feststellungsbescheids bestehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) In tats&auml;chlicher Hinsicht bedarf es n&auml;herer Feststellungen, welchen Inhalt die von der Antragstellerin mit ihren Vertragspartnern geschlossenen Vertr&auml;ge hatten. Dem Senat liegen die geschlossenen schriftlichen Vertr&auml;ge nicht vollst&auml;ndig vor. In den Verfahrensakten finden sich einzelne Vertr&auml;ge sowie Zusammenstellungen und Ausz&uuml;ge aus anderen Vertr&auml;gen. Dem Senat fehlen deshalb die Grundlagen f&uuml;r eine Entscheidung der Frage, ob bei vertragsgem&auml;&szlig;em Verhalten die Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit des Fonds als Produktion von Filmen im Wege der unechten Auftragsproduktion zu beurteilen sein w&uuml;rde, weil der Fonds selbst Hersteller der zu erstellenden Filme i.S. des &sect; 94 des Gesetzes &uuml;ber Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) werden sollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Selbst wenn von einer unechten Auftragsproduktion ausgegangen werden k&ouml;nnte, l&auml;sst sich ohne n&auml;here Feststellungen nicht beurteilen, welche Auswirkungen auf den Gewinn der Antragstellerin die an Produktionsdienstleister geleisteten Betr&auml;ge haben mussten. Eine Gewinnminderung durch die Produktionskosten wird zwar m&ouml;glicherweise dadurch kompensiert, dass f&uuml;r den entstehenden Film in gleicher H&ouml;he ein Aktivposten zu bilanzieren ist. Die vorliegenden Akten gestatten es jedoch nicht, zumindest summarisch die Erf&uuml;llung der Voraussetzungen f&uuml;r einen solchen Aktivposten zu bejahen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der beschlie&szlig;ende Senat kann dem FG nicht in der Auffassung folgen, die von der Antragstellerin produzierten Filme seien dem Umlaufverm&ouml;gen zuzuordnen, so dass das Aktivierungsverbot des &sect; 5 Abs. 2 EStG nicht greift.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Das Recht des Filmherstellers nach &sect; 94 UrhG ist handelsrechtlich ein immaterieller Verm&ouml;gensgegenstand und steuerrechtlich ein immaterielles Wirtschaftsgut (BFH-Urteil vom 20. September 1995 X R 225\/93, BFHE 178, 434, BStBl II 1997, 320, m.w.N.). Ein immaterielles Wirtschaftsgut des Anlageverm&ouml;gens darf aber nach &sect; 5 Abs. 2 EStG (ebenso &sect; 248 Abs. 2 HGB) nur bilanziert werden, wenn es entgeltlich erworben wurde. Ein selbst geschaffenes immaterielles Wirtschaftsgut des Anlageverm&ouml;gens darf nicht bilanziert werden. Dementsprechend wird die Minderung des Betriebsverm&ouml;gens durch die Kosten f&uuml;r die Schaffung des Wirtschaftsguts nicht durch einen Aktivposten kompensiert. Auf diesem Effekt beruht das den Anlegern von der Antragstellerin vorgestellte Gesch&auml;ftskonzept.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Zum Anlageverm&ouml;gen geh&ouml;ren nach der Rechtsprechung des BFH in Anlehnung an &sect; 247 Abs. 2 HGB alle Wirtschaftsg&uuml;ter, die dazu bestimmt sind, dem Betrieb dauerhaft zu dienen. Umlaufverm&ouml;gen sind demgegen&uuml;ber die zum Verbrauch oder sofortigen Verkauf bestimmten Wirtschaftsg&uuml;ter (st&auml;ndige Rechtsprechung des BFH, vgl. etwa Urteil vom 9. Februar 2006 IV R 15\/04, BFH\/NV 2006, 1267, m.w.N.). Die Zuordnung orientiert sich danach ma&szlig;geblich an der Zweckbestimmung des Wirtschaftsguts im Betrieb. Ein Wirtschaftsgut ist dabei nicht deshalb dem Umlaufverm&ouml;gen zuzuordnen, weil von Anfang an beabsichtigt ist, es vor Ablauf der technischen Nutzungsdauer wieder zu ver&auml;u&szlig;ern. Dem Betrieb dient ein solches Wirtschaftsgut bereits dann dauernd, wenn es l&auml;ngerfristig im Betrieb genutzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ccc) Die Leistungsschutzrechte eines Filmherstellers sind regelm&auml;&szlig;ig Wirtschaftsg&uuml;ter des Anlageverm&ouml;gens, insbesondere dann, wenn Filme zur lizenzm&auml;&szlig;ig zeitlich und &ouml;rtlich begrenzten &Uuml;berlassung bestimmt sind. Anders hat der BFH den Fall beurteilt, dass die Schutzrechte einem Dritten vollst&auml;ndig und endg&uuml;ltig &uuml;berlassen werden (BFH-Urteil in BFHE 178, 434, BStBl II 1997, 320). So verh&auml;lt es sich bei einer echten Auftragsproduktion, bei der die Rechte aus &sect; 94 UrhG zwar wie bei der unechten Auftragsproduktion in der Person des Produzenten entstehen, aber dazu bestimmt sind, alsbald und endg&uuml;ltig in einem einmaligen Akt auf den Auftraggeber &uuml;berzugehen. Derartige Schutzrechte werden dem Umlaufverm&ouml;gen zugeordnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG will auch in F&auml;llen der unechten Auftragsproduktion eine Zuordnung zum Umlaufverm&ouml;gen vornehmen, wenn der Hersteller seine Rechte an dem Film zwar nicht vollst&auml;ndig und endg&uuml;ltig abgibt, aber doch so langfristig zur Auswertung &uuml;berl&auml;sst, dass eine Anschlussverwertung voraussichtlich nur noch einen sehr geringen wirtschaftlichen Wert haben wird. Der beschlie&szlig;ende Senat neigt dieser Beurteilung nicht zu, weil sich Umlaufverm&ouml;gen durch die Zweckbestimmung zum sofortigen Verkauf auszeichnet, die Nutzung der Schutzrechte im Betrieb durch Vergabe von Lizenzen aber gerade einen l&auml;ngeren Zeitraum betrifft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Auffassung des FG kann aber im &Uuml;brigen schon deshalb keinen Bestand haben, weil sie auf unzureichender Tatsachengrundlage gebildet worden ist. Denn es ist streitig, ob die von der Antragstellerin produzierten Filme nach Ablauf der Lizenzierung voraussichtlich keinen oder nur noch einen geringen wirtschaftlichen Wert haben werden, worauf das FG ohne diesbez&uuml;gliche Tatsachenfeststellungen abhebt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Eine die Produktionskosten kompensierende Erh&ouml;hung des Betriebsverm&ouml;gens w&uuml;rde sich allerdings dann ergeben, wenn ein Aktivposten f&uuml;r geleistete Anzahlungen zu bilden w&auml;re. Auch insoweit gestatten die bisherigen Tatsachenfeststellungen noch keine Entscheidung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Nach &sect; 266 Abs. 2 HGB sind Anzahlungen auf materielle und immaterielle Anlageg&uuml;ter als Aktivposten in der Handelsbilanz und damit nach &sect; 5 Abs. 1 Satz 1 EStG auch in der Steuerbilanz auszuweisen. Als Anzahlungen werden nach der Rechtsprechung des BFH Vorleistungen auf eine zu erbringende Lieferung oder Leistung behandelt, die auch in einer Dienstleistung bestehen kann (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 4. August 1976 I R 145\/74, BFHE 119, 468, BStBl II 1976, 675, und vom 14. M&auml;rz 1986 III R 179\/82, BFHE 146, 541, BStBl II 1986, 669). Auch Einmalzahlungen k&ouml;nnen Anzahlungen darstellen (vgl. BFH-Urteil vom 25. Oktober 1994 VIII R 65\/91, BFHE 176, 359, BStBl II 1995, 312).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Die Beantwortung der Frage, ob die von der Antragstellerin geleisteten Zahlungen an Produktionsdienstleister als Anzahlungen zu qualifizieren sind, setzt eine genaue Analyse der mit den Produktionsdienstleistern geschlossenen Vertr&auml;ge voraus, die dem Senat nicht vollst&auml;ndig vorliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sollte sich nach detaillierter Pr&uuml;fung ergeben, dass die Voraussetzungen f&uuml;r eine Aktivierung von Anzahlungen gegeben sind, m&uuml;sste weiter entschieden werden, ob sich das Bilanzierungsverbot des &sect; 5 Abs. 2 EStG auf die Bilanzierung einer Anzahlung erstreckt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Eine Erh&ouml;hung des Betriebsverm&ouml;gens w&auml;re auch dann zu ber&uuml;cksichtigen, wenn sich aus dem Rechtsverh&auml;ltnis der Antragstellerin zu den Produktionsdienstleistern und Lizenznehmern bzw. deren Garantiegebern und Schuld&uuml;bernehmern Anspr&uuml;che der Antragstellerin ergeben w&uuml;rden, die bereits zu den streitigen Bilanzstichtagen als Forderungen aktiviert werden m&uuml;ssten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Die Aktivierung von Verm&ouml;gensgegenst&auml;nden in der Handelsbilanz und damit der Wirtschaftsg&uuml;ter in der Steuerbilanz bestimmt sich in erster Linie nicht nach rechtlichen, sondern nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Ma&szlig;geblich ist nicht, ob eine Forderung f&auml;llig oder ein Recht realisierbar ist, sondern ob der Verm&ouml;gensvorteil wirtschaftlich ausnutzbar ist und einen durchsetzbaren gegenw&auml;rtigen Verm&ouml;genswert darstellt (BFH-Urteil vom 14. M&auml;rz 2006 VIII R 60\/03, BFHE 212, 535, BStBl II 2006, 650). Eine rechtlich noch nicht voll wirksam entstandene Forderung erf&uuml;llt diese Voraussetzungen z.B. dann, wenn die f&uuml;r ihre Entstehung wesentlichen wirtschaftlichen Ursachen im abgelaufenen Wirtschaftsjahr gesetzt wurden und der Unternehmer mit der k&uuml;nftigen zivilrechtlichen Entstehung des Anspruchs fest rechnen kann (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 26. April 1995 I R 92\/94, BFHE 177, 444, BStBl II 1995, 594).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Die der Antragstellerin zustehenden Rechte auf Schlusszahlungen, Optionspr&auml;mien oder Produktionskostenerstattungen, auf deren Grundlage den Anlegern die sichere R&uuml;ckzahlung ihrer Anlage in Aussicht gestellt wurde, erf&uuml;llen m&ouml;glicherweise die Voraussetzungen f&uuml;r wirtschaftlich entstandene Forderungen. Deren Aktivierung w&uuml;rde die Minderung des Betriebsverm&ouml;gens durch die Zahlungen an die Produktionsdienstleister ganz oder teilweise ausgleichen. Ob und inwieweit die Voraussetzungen f&uuml;r derartige Aktivposten vorliegen, setzt wiederum eine detaillierte Analyse des Vertragsgeflechts zwischen der Antragstellerin und den Produktionsdienstleistern, Lizenznehmern, Schuld&uuml;bernehmern und Garantiegebern voraus, die anhand der Aktenlage nicht geleistet werden kann und weitere Feststellungen erfordert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sollten danach die Voraussetzungen f&uuml;r eine Aktivierung vorliegen, w&auml;re weiter zu pr&uuml;fen, ob und ggf. in welchem Umfang zugleich ein Passivposten wegen gegen&uuml;ber der Antragstellerin bestehenden Anspr&uuml;chen zu bilanzieren w&auml;re (so etwa R&uuml;ber\/Angloher, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 2008, 498, 505).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Senat kann nicht von einem anderen Inhalt der getroffenen Vereinbarungen ausgehen, als in den Vertragsurkunden niedergelegt ist. W&auml;ren die Rechtsgesch&auml;fte nur zum Schein abgeschlossen, wie das LG angenommen hat, m&uuml;sste festgestellt werden, welchen Inhalt die Vereinbarungen wirklich hatten. Mit diesem Inhalt w&auml;ren die Gesch&auml;fte der Besteuerung zu unterwerfen (&sect; 41 Abs. 2 Satz 2 der Abgabenordnung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob und ggf. in welcher Weise aber von den schriftlichen Vereinbarungen abgewichen wurde, kann anhand der bisherigen Feststellungen nicht entschieden werden. Eigene Feststellungen im finanzgerichtlichen Verfahren k&ouml;nnen zwar grunds&auml;tzlich durch &Uuml;bernahme von Feststellungen des strafgerichtlichen Urteils ersetzt werden, sofern das betreffende Urteil rechtskr&auml;ftig ist und die Beteiligten die Feststellungen nicht substantiiert bestreiten (BFH-Urteil vom 13. Juni 1973 VII R 58\/71, BFHE 109, 306, BStBl II 1973, 666). Auch aus einem nicht rechtskr&auml;ftigen Strafurteil k&ouml;nnen ausnahmsweise Feststellungen &uuml;bernommen werden, wenn die Beteiligten diese nicht substantiiert bestreiten und das FG sich eine &Uuml;berzeugung von der Richtigkeit der Feststellungen bilden kann. Dies gilt nicht nur f&uuml;r eine Hauptsacheentscheidung des FG, sondern auch im Rahmen der Entscheidung &uuml;ber die AdV.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Da im Streitfall die Feststellungen des angefochtenen Strafurteils bestritten worden sind, erachtet der Senat es f&uuml;r angezeigt, die Sache &#8211;aus Gr&uuml;nden der gr&ouml;&szlig;eren Sachn&auml;he&#8211; an die Vorinstanz zur&uuml;ckzuverweisen, damit diese die erhobenen Einw&auml;nde &uuml;berpr&uuml;ft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 6.11.2008, IV B 127\/07 Zur&uuml;ckverweisung im Beschwerdeverfahren &uuml;ber AdV &#8211; Aufgabenverteilung zwischen den Instanzen im finanzgerichtlichen Verfahren &#8211; &Uuml;bernahme von Feststellungen eines strafgerichtlichen Urteils &#8211; Recht des Filmherstellers nach &sect; 94 UrhG &#8211; unechte Auftragsproduktion &#8211; Aktivierung von Verm&ouml;gensgegenst&auml;nden in der Handelsbilanz Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. 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