{"id":16486,"date":"2012-12-10T05:55:52","date_gmt":"2012-12-10T03:55:52","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=16486"},"modified":"2012-12-10T05:55:52","modified_gmt":"2012-12-10T03:55:52","slug":"viii-r-47-07-erfuellung-der-verbleibensvoraussetzung-des-par-2-nr-2-foerdg-bei-uebertragung-einer-steuerberatungskanzlei-vertragsabschluss-innerhalb-des-dreijahreszeitraums-praxisuebergabe-ausserhalb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-47-07-erfuellung-der-verbleibensvoraussetzung-des-par-2-nr-2-foerdg-bei-uebertragung-einer-steuerberatungskanzlei-vertragsabschluss-innerhalb-des-dreijahreszeitraums-praxisuebergabe-ausserhalb\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;47\/07 &#8211; Erf&uuml;llung der Verbleibensvoraussetzung des &sect; 2 Nr. 2 F&ouml;rdG bei &Uuml;bertragung einer Steuerberatungskanzlei: Vertragsabschluss innerhalb des Dreijahreszeitraums, Praxis&uuml;bergabe au&szlig;erhalb des Zeitraums, Voraussetzung einer aktiv, werbenden T&auml;tigkeit &#8211; Betriebsst&auml;tte i.S. des &sect; 12 AO"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.7.2008, VIII R 47\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Erf&uuml;llung der Verbleibensvoraussetzung des &sect; 2 Nr. 2 F&ouml;rdG bei &Uuml;bertragung einer Steuerberatungskanzlei: Vertragsabschluss innerhalb des Dreijahreszeitraums, Praxis&uuml;bergabe au&szlig;erhalb des Zeitraums, Voraussetzung einer aktiv, werbenden T&auml;tigkeit &#8211; Betriebsst&auml;tte i.S. des &sect; 12 AO<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Beteiligten streiten dar&uuml;ber, ob vom Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) angeschaffte Wirtschaftsg&uuml;ter des Anlageverm&ouml;gens (Praxiseinrichtungsgegenst&auml;nde) f&uuml;r die Dauer der Dreijahresfrist nach &sect; 2 Nr. 2 des F&ouml;rdergebietsgesetzes (F&ouml;rdG) in seiner &#8211;eine Steuerberatungs-, Wirtschaftspr&uuml;fer- und Rechtsanwaltspraxis umfassende&#8211; Betriebsst&auml;tte im F&ouml;rdergebiet verblieben sind oder diese Voraussetzung f&uuml;r die Inanspruchnahme der Sonderabschreibung (Sonder-AfA) nach &sect; 4 Abs. 2 F&ouml;rdG durch den Verkauf der Steuerberatungs- und Wirtschaftspr&uuml;ferpraxis sowie die Beschr&auml;nkung auf Abwicklungsarbeiten der gesamten Praxis entfallen ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger ist Rechtsanwalt, Wirtschaftspr&uuml;fer und Steuerberater. Er gr&uuml;ndete Anfang 1993 in einer Stadt im F&ouml;rdergebiet zusammen mit einem weiteren Rechtsanwalt eine Rechtsanwalts-, Wirtschaftspr&uuml;fer- und Steuerberatersoziet&auml;t, deren T&auml;tigkeit der Kl&auml;ger nach dem Ausscheiden des Mitgesellschafters im November 1995 allein fortf&uuml;hrte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Hinsichtlich der im Zeitraum vom 29. Januar 1993 bis 5. M&auml;rz 1993 angeschafften Wirtschaftsg&uuml;ter des Anlageverm&ouml;gens f&uuml;r die Praxiseinrichtung machte die Soziet&auml;t in ihrer Erkl&auml;rung zur gesonderten und einheitlichen Gewinnfeststellung des Streitjahres 1993 die Sonder-AfA nach &sect; 4 Abs. 2 F&ouml;rdG in H&ouml;he von insgesamt 23 918 DM geltend, die der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; im Gewinnfeststellungsbescheid f&uuml;r das Streitjahr ber&uuml;cksichtigte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit Vertrag vom 19. Januar 1996 ver&auml;u&szlig;erte der Kl&auml;ger die Wirtschafts- und Steuerberaterpraxis mit Wirkung zum 31. Dezember 1995 an einen Wirtschaftspr&uuml;fer und Steuerberater. Die Praxis&uuml;bertragung umfasste den gesamten Mandantenstamm und s&auml;mtliche Mandantenbeziehungen, soweit sie vom Kl&auml;ger als Wirtschaftspr&uuml;fer und Steuerberater steuer- und wirtschaftsrechtlich sowie betriebswirtschaftlich beraten und betreut worden waren.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der K&auml;ufer sollte in die Anstellungsvertr&auml;ge mit den Mitarbeitern eintreten. Die angemieteten Praxisr&auml;ume hatte der Kl&auml;ger zum 30. September 1996 zu k&uuml;ndigen. Bis dahin war dem K&auml;ufer die Benutzung der Praxisr&auml;ume zu gestatten, wobei der Mietzins vom 1. Januar bis 30. Juni 1996 vom K&auml;ufer zu tragen war; der bei Vertragsschluss bestehende und vom K&auml;ufer unentgeltlich zu nutzende Ausstattungs- und Einrichtungszustand der Praxisr&auml;ume sollte bis 30. Juni bzw. 30. September 1996 bestehen bleiben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach Ziff. II 9 des Praxis&uuml;bertragungsvertrages verpflichtete sich der Kl&auml;ger des Weiteren &#8211;bis zu einem Umfang von 20 Wochenstunden unentgeltlich und f&uuml;r eine dar&uuml;ber hinaus gehende T&auml;tigkeit gegen Fahrtkostenerstattung von 500 DM je Tag zuz&uuml;glich Umsatzsteuer&#8211;, &quot;bis sp&auml;testens 31. Dezember 1996 noch in bisheriger Weise in der ver&auml;u&szlig;erten Praxis t&auml;tig zu sein und seine Mandanten weiter zu beraten und zu betreuen, wenn und soweit der K&auml;ufer dies w&uuml;nscht&quot;. Zahlungseing&auml;nge auf Forderungen aufgrund der Beratungsleistungen des Kl&auml;gers bis 31. Dezember 1995 sollten diesem zustehen; dem K&auml;ufer waren dagegen die Forderungen aufgrund von T&auml;tigkeiten des Kl&auml;gers oder des K&auml;ufers nach diesem Zeitpunkt zuzurechnen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im &Uuml;brigen sollten die Vertragsparteien, s&auml;mtliche Mandanten der Einzelpraxis des Kl&auml;gers &#8211;in der Form eines gemeinsamen Mandantenrundschreibens&#8211; &quot;&uuml;ber die bis zum 31.12.1996 befristete kooperative Zusammenarbeit sowie die gemeinsame Beratung und Betreuung ausdr&uuml;cklich unterrichten&quot;, wobei der Kl&auml;ger seinen Mandanten den Erwerber als Kooperationspartner pers&ouml;nlich vorstellen sollte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Rahmen dieser vertraglich vorgesehenen befristeten Zusammenarbeit ist der Kl&auml;ger nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) am Sitz der ver&auml;u&szlig;erten Praxis und in deren Umgebung t&auml;tig geworden, ohne ein Entgelt zu erhalten. Ebenso wenig wurden ihm Fahrtkosten erstattet, weil er nach unwidersprochenem Vorbringen Fahrten im Einzugsbereich seiner ver&auml;u&szlig;erten Praxis regelm&auml;&szlig;ig mit Fahrten zur Betreuung eines Bauvorhabens in H. verbunden hatte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach den weiteren Feststellungen des FG r&auml;umte der Kl&auml;ger am 8. August 1996 die R&auml;ume der Praxis, f&uuml;r die er bis dahin die Schl&uuml;ssel besa&szlig;. Die Akten der weiter von ihm betreuten Mandanten sowie das in den bisherigen B&uuml;ror&auml;umen verbliebene Anlageverm&ouml;gen einschlie&szlig;lich der von der streitigen Sonder-AfA erfassten Wirtschaftsg&uuml;ter verbrachte er in die Praxis einer ausw&auml;rtigen Soziet&auml;t, an der er beteiligt ist und f&uuml;r deren Zwecke sie in der Folgezeit genutzt wurden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Aufgrund der Praxisver&auml;u&szlig;erung und einer damit verbundenen Einstellung der werbenden T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers am T&auml;tigkeitsort dieser Praxis ging das FA davon aus, dass die Voraussetzung f&uuml;r die Inanspruchnahme der Sonder-AfA nach &sect; 4 Abs. 2 F&ouml;rdG, n&auml;mlich das Verbleiben der beg&uuml;nstigten Wirtschaftsg&uuml;ter in einer Betriebsst&auml;tte des Kl&auml;gers f&uuml;r die Dauer von drei Jahren (&sect; 2 Abs. 2 F&ouml;rdG) nicht eingehalten worden sei. Mit &Auml;nderungsbescheid nach &sect; 175 Abs. 1 Nr. 2 der Abgabenordnung (AO) &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Eink&uuml;nften aus selbst&auml;ndiger Arbeit f&uuml;r 1993 lie&szlig; es deshalb die zuvor gewinnmindernd ber&uuml;cksichtigte Sonder-AfA nach &sect; 4 Abs. 2 F&ouml;rdG nicht mehr zum Abzug zu.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Einspruch und Klage hatten keinen Erfolg. Nach Auffassung des FG war die gew&auml;hrte Sonder-AfA r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen, weil die bisherigen Praxisr&auml;ume nach Abschluss des Praxis&uuml;bertragungsvertrages vom 19. Januar 1996 nicht mehr als aktive &quot;werbende&quot; Betriebsst&auml;tte des Kl&auml;gers i.S. von &sect; 2 Nr. 2 F&ouml;rdG anzusehen gewesen sei. Denn die T&auml;tigkeit sei in der Folgezeit nur noch auf die Abwicklung der ver&auml;u&szlig;erten Praxis sowie die reibungslose &Uuml;berleitung der Mandate auf den Erwerber gerichtet gewesen. Soweit der Kl&auml;ger dar&uuml;ber hinaus bisherige Mandanten am Ort der ver&auml;u&szlig;erten Praxis und der Umgebung in der Zeit nach Abschluss des &Uuml;bertragungsvertrages beraten und betreut habe, sei dies weder im eigenen Namen noch auf eigene Rechnung geschehen. Diese T&auml;tigkeiten f&uuml;r den Erwerber seien nicht allein wegen ihrer Abgeltung durch den Kaufpreis als werbende T&auml;tigkeit zu qualifizieren, weil die werbende T&auml;tigkeit &#8211;unabh&auml;ngig vom Zeitpunkt der tats&auml;chlichen &Uuml;bergabe der Praxis&#8211; mit Abschluss des Praxis&uuml;bertragungsvertrages beendet worden sei. Denn nach Ziff. II 8 des Praxis&uuml;bergabevertrages h&auml;tten Honorarforderungen aufgrund von T&auml;tigkeiten des Kl&auml;gers nach dem 31. Dezember 1995 nicht dem Kl&auml;ger zustehen sollen, sondern dem K&auml;ufer.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Dies gelte unabh&auml;ngig davon, dass die Vertragsparteien des Praxis&uuml;bertragungsvertrages im Innenverh&auml;ltnis und den Mandanten gegen&uuml;ber ihr Zusammenwirken als eine &quot;kooperative Zusammenarbeit&quot; bezeichnet h&auml;tten. Diese Formulierung bringe nur zum Ausdruck, wie die Vertragspartner ihre bis Ende 1996 befristete Zusammenarbeit eingesch&auml;tzt und gegen&uuml;ber den Mandanten beschrieben h&auml;tten. Entscheidend sei, dass Honorarforderungen aufgrund von T&auml;tigkeiten des Kl&auml;gers nach dem 31. Dezember 1995 aufgrund eindeutiger vertraglicher Bestimmung nicht dem Kl&auml;ger h&auml;tten zustehen sollen, so dass auch die Benutzung eines gemeinsamen Briefbogens der Vertragspartner ohne Bedeutung sei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die R&auml;ume der ver&auml;u&szlig;erten Praxis seien auch nicht aktive Betriebsst&auml;tte im Hinblick auf den Vortrag des Kl&auml;gers, dort nach Abschluss des Praxis&uuml;bertragungsvertrages seine &#8211;von dem Praxisverkauf nicht erfassten&#8211; anwaltlichen Mandate bearbeitet zu haben. Trotz gerichtlicher Aufforderung habe er nicht hinreichend substantiiert dargelegt und nachgewiesen, in den bisherigen Praxisr&auml;umen eine werbende T&auml;tigkeit als Rechtsanwalt ausge&uuml;bt zu haben. Die vorgenommene Durchsicht offener Rechnungen gen&uuml;ge daf&uuml;r angesichts ihres nur abwickelnden Charakters nicht. Dies gelte auch f&uuml;r die Pr&uuml;fung der nach der Ver&auml;u&szlig;erung ergangenen zivilgerichtlichen Entscheidungen zu Kostenfestsetzungsantr&auml;gen des Kl&auml;gers, weil die ihnen zugrunde liegenden anwaltlichen Leistungen vor der Praxisver&auml;u&szlig;erung betrieben worden seien.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Soweit der Kl&auml;ger dar&uuml;ber hinaus auf Ersuchen des Praxiserwerbers vom Februar 1996 ein schon fr&uuml;her betreutes Mandat weiter bearbeitet und insbesondere in diesem Zusammenhang an einer Besprechung mit dem Mandanten im M&auml;rz 1996 teilgenommen habe, gen&uuml;ge diese Aktivit&auml;t f&uuml;r sich allein nicht, eine (f&ouml;rdergebietsrechtlich relevante) anwaltliche Betriebsst&auml;tte des Kl&auml;gers zu begr&uuml;nden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit der Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die Verletzung des Verfahrensrechts wie auch die Verletzung des &sect; 2 Abs. 2 F&ouml;rdG.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;, das angefochtene Urteil sowie den angefochtenen Bescheid in Gestalt der Einspruchsentscheidung aufzuheben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt im Wesentlichen unter Bezugnahme auf die Schrifts&auml;tze im Klageverfahren und die Gr&uuml;nde des angefochtenen Urteils, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach Abschluss des Praxis&uuml;bertragungsvertrages habe der Kl&auml;ger nicht mehr &uuml;ber eine Betriebsst&auml;tte im F&ouml;rdergebiet verf&uuml;gt und damit nicht mehr die Voraussetzungen des &sect; 2 Nr. 2 F&ouml;rdG erf&uuml;llt. Denn diese Vorschrift setze eine werbende T&auml;tigkeit des Steuerpflichtigen f&uuml;r die Dauer von drei Jahren nach Anschaffung der Wirtschaftsg&uuml;ter voraus, f&uuml;r die die Steuerbeg&uuml;nstigung in Anspruch genommen worden sei. Daran fehle es ungeachtet der vereinbarten &quot;kooperativen Zusammenarbeit&quot; mit dem Erwerber, weil diese Vereinbarung lediglich die Mandanten auf den Beraterwechsel ohne tats&auml;chliche Absicht einer gemeinsamen Beratungspraxis habe einstimmen sollen und der Kl&auml;ger seine teilweise fortgef&uuml;hrte Beratungst&auml;tigkeit lediglich auf Rechnung des Erwerbers sowie ohne Entgelt ausge&uuml;bt habe. Die Fortsetzung des Mietverh&auml;ltnisses &uuml;ber die Mietr&auml;ume bis zum August 1996 habe lediglich auf der einzuhaltenden K&uuml;ndigungsfrist beruht. Auch die Tatsache, dass die Rechtsanwaltskanzlei nicht Gegenstand des Ver&auml;u&szlig;erungsvertrages gewesen sei, lasse nicht den Schluss zu, dass sie bis zur &Uuml;berf&uuml;hrung der Akten in die Kanzlei in X (alte Bundesl&auml;nder) nach dem 8. August 1996 betrieben worden sei. Denn nach seinem eigenen Vortrag habe sich der Kl&auml;ger im Jahre 1996 nur noch acht Mal f&uuml;r jeweils zwei bis drei Tage am Sitz der ver&auml;u&szlig;erten Praxis aufgehalten und sich dabei im Wesentlichen mit der Betreuung der auf den Erwerber &uuml;bertragenen Steuermandate befasst. Die bei dieser Gelegenheit diktierten Schreiben im Rahmen seiner anwaltlichen T&auml;tigkeit h&auml;tten der Bearbeitung unbezahlter Honorarnoten gedient, so dass lediglich abwickelnde T&auml;tigkeiten vorgelegen h&auml;tten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Das angefochtene Urteil ist aufzuheben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen (&sect; 126 Abs. 3 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die bisherigen tats&auml;chlichen Feststellungen des FG lassen nicht den Schluss zu, der Kl&auml;ger habe die Verbleibensvoraussetzungen f&uuml;r die Beg&uuml;nstigung nach &sect; 2 Nr. 2 F&ouml;rdG hinsichtlich der im Jahre 1993 beschafften Wirtschaftsg&uuml;ter des Anlageverm&ouml;gens seiner Wirtschaftspr&uuml;fer-, Steuerberatungs- und Rechtsanwaltspraxis wegen Ver&auml;u&szlig;erung der Wirtschaftspr&uuml;fungs- und Steuerberatungspraxis im Januar 1996 sowie wegen fehlender werbender T&auml;tigkeit im Rahmen seiner (gesamten) Praxis im Jahr 1996 nicht erf&uuml;llt. Ob er sie tats&auml;chlich erf&uuml;llt hat, kann nur aufgrund weiterer tats&auml;chlicher Feststellungen beurteilt werden, die das FG als Tatsachengericht vorzunehmen hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Nach &sect; 2 Nr. 2 F&ouml;rdG sind beg&uuml;nstigt die Anschaffung und die Herstellung von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsg&uuml;tern des Anlageverm&ouml;gens sowie nachtr&auml;gliche Herstellungsarbeiten an abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsg&uuml;tern des Anlageverm&ouml;gens, die mindestens drei Jahre nach ihrer Anschaffung oder Herstellung zum Anlageverm&ouml;gen einer Betriebsst&auml;tte des Steuerpflichtigen &#8211;hier als Einzelunternehmer in Rechtsnachfolge der durch Ausscheiden des Mitgesellschafters 1995 beendeten Soziet&auml;t (vgl. Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 14. Juli 1995 IV B 3 -S 1988- 73\/95, BStBl I 1995, 374, unter 3. a)&#8211; im F&ouml;rdergebiet geh&ouml;ren und w&auml;hrend dieser Zeit in einer solchen Betriebsst&auml;tte verblieben sind.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Wird die Verbleibensvoraussetzung nicht erf&uuml;llt, ist ein ergangener Bescheid, in dem Sonderabschreibungen nach &sect; 4 F&ouml;rdG ber&uuml;cksichtigt wurden, nach &sect; 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO zu &auml;ndern (Bundesfinanzhof &#8211;BFH&#8211;, Urteil vom 13. Dezember 2005 X R 49\/03, BFH\/NV 2006, 1094). Der Auffassung des FG, die Verbleibensvoraussetzung sei im Streitfall nicht gegeben, kann indessen auf der Grundlage seiner bisherigen &#8211;nach &sect; 118 Abs. 2 FGO bindenden&#8211; Feststellungen nicht gefolgt werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Wie der &#8211;seinerzeit f&uuml;r das Verfahren zust&auml;ndig gewesene&#8211; XI. Senat bereits in dem Verfahren auf Aussetzung der Vollziehung des angefochtenen Bescheids mit Beschluss vom 20. Juli 2007 XI S 32\/06 (BFH\/NV 2007, 2101) entschieden hat, erf&uuml;llten die vom Kl&auml;ger angemieteten B&uuml;ror&auml;ume und deren Einrichtung wegen der festgestellten Betreuung bisheriger Mandanten im F&ouml;rdergebiet &#8211;ungeachtet ihres streitigen Umfangs&#8211; auch nach dem 19. Januar 1996 die Anforderungen an eine Betriebsst&auml;tte i.S. des &sect; 12 AO.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Diese Vorschrift enth&auml;lt einen allgemein g&uuml;ltigen Betriebsst&auml;ttenbegriff (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 30. Juni 2005 III R 76\/03, BFHE 210, 551, BStBl II 2006, 84). Danach ist Betriebsst&auml;tte jede feste Gesch&auml;ftseinrichtung oder Anlage, die der T&auml;tigkeit eines Unternehmens dient. Sie erfordert das Bestehen einer nicht nur vor&uuml;bergehenden Verf&uuml;gungsmacht des Unternehmens &uuml;ber die R&auml;umlichkeiten; eine alleinige Verf&uuml;gungsmacht wird allerdings nicht verlangt (BFH-Urteil in BFHE 210, 551, BStBl II 2006, 84; Klein\/Gersch, AO, 9. Aufl., &sect; 12 Rz 4, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Diese Voraussetzung liegt im Streitfall schon deshalb vor, weil der Kl&auml;ger nach der Ver&auml;u&szlig;erung seines (wesentlichen) Mandantenstamms Mieter der B&uuml;ror&auml;ume und Eigent&uuml;mer der B&uuml;roeinrichtung blieb; seine fortdauernde Mietzahlungspflicht sowie die Mitnutzungsbefugnis des Erwerbers standen seiner Verf&uuml;gungsbefugnis ersichtlich nicht entgegen. Auch die &Uuml;bernahme des Personals durch den Erwerber war insoweit unbeachtlich, weil f&uuml;r die Annahme einer Gesch&auml;ftseinrichtung das Vorhandensein von Personal nicht Voraussetzung ist (BFH-Urteil vom 30. Oktober 1996 II R 12\/92, BFHE 181, 356, BStBl II 1997, 12).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Soweit das FG die Verbleibensvoraussetzung unter Hinweis auf eine fehlende werbende T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers im Jahre 1996 als nicht erf&uuml;llt angesehen hat, ist ihm nur im rechtlichen Ausgangspunkt (Notwendigkeit einer werbenden T&auml;tigkeit), nicht aber &#8211;aufgrund insoweit fehlender hinreichender Tatsachenfeststellungen&#8211; in seiner Anwendung auf den Streitfall zu folgen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zu Recht ist das FG davon ausgegangen, dass die vom BFH f&uuml;r das Investitionszulagenrecht entwickelten Rechtsgrunds&auml;tze, nach denen f&uuml;r eine F&ouml;rderung durch Investitionszulagen nur ein werbender, aktiv am Verkehrsleben teilnehmender und nicht ein nur abzuwickelnder Betrieb ohne werbende T&auml;tigkeit in Betracht kommt (vgl. BFH-Urteile vom 28. Juni 1991 III R 74\/89, BFHE 165, 432, BStBl II 1991, 932; vom 7. September 2000 III R 44\/96, BFHE 193, 182, BStBl II 2001, 37; vom 27. April 1999 III R 32\/98, BFHE 188, 475, BStBl II 1999, 615; vom 19. September 2001 III R 84\/97, BFHE 196, 447, BStBl II 2002, 106), dem Grunde nach auch f&uuml;r die F&ouml;rderung nach den &sect;&sect; 2, 4 F&ouml;rdG gelten (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2007, 2101).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Seine bisherigen tats&auml;chlichen Feststellungen reichen indessen nicht f&uuml;r seinen Schluss aus, die Praxis des Kl&auml;gers sei im Zeitraum vom Abschluss des &Uuml;bertragungsvertrages am 19. Januar 1996 bis zur R&auml;umung der Praxisr&auml;ume am 8. August 1996 ein solcher abzuwickelnder Betrieb ohne werbende T&auml;tigkeit gewesen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Schon nach den getroffenen Feststellungen zur Betreuung eines Mandats auf Anforderung des Praxiserwerbers nach Abschluss des &Uuml;bertragungsvertrages ergibt sich, dass die vertragliche Vereinbarung einer Mitwirkung des Kl&auml;gers &#8211;wenn auch f&uuml;r Rechnung des Erwerbers als Gegenleistung f&uuml;r den einheitlichen Kaufpreis&#8211; als Indiz f&uuml;r eine werbende T&auml;tigkeit tats&auml;chlich umgesetzt wurde. So betraf das Mandat &quot;A-e.G.&quot; eine Grundst&uuml;ckszuordnungssache mit Beratung &uuml;ber einen Fl&auml;chentausch, die auch im Bereich des F&ouml;rdergebiets im Rahmen einer Besprechung vom 18. M&auml;rz 1996 er&ouml;rtert wurde.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die &Uuml;bernahme eines solchen neuen Mandats weist einen erheblichen Unterschied zu den vom FG in Bezug genommenen BFH-Urteilen auf, die den Anspruch auf Investitionszulage bei stillgelegten Betrieben zum Gegenstand hatten (BFH-Urteile in BFHE 165, 432, BStBl II 1991, 932; in BFHE 193, 182, BStBl II 2001, 37; in BFHE 188, 475, BStBl II 1999, 615; in BFHE 196, 447, BStBl II 2002, 106). Denn als Erf&uuml;llung einer vertraglichen Mitwirkungspflicht &#8211;wie hier f&uuml;r die &Uuml;bergangszeit im Jahre 1996&#8211; kann eine solche Suche, &Uuml;bernahme und Pflege neuer Mandate unter Nutzung der angeschafften B&uuml;roeinrichtung eine eigenbetriebliche &#8211;werbende&#8211; T&auml;tigkeit sein, selbst wenn sie &#8211;wie im Streitfall&#8211; unter Einsatz des Betriebsverm&ouml;gens als Dienstleister gegen&uuml;ber dem Betriebserwerber erbracht wird (vgl. z.B. zu &sect; 7g des Einkommensteuergesetzes BFH-Urteil vom 27. September 2001 X R 4\/99, BFHE 196, 563, BStBl II 2002, 136, sowie zum Streitfall im Aussetzungsverfahren BFH-Beschluss in BFH\/NV 2007, 2101). Insbesondere kann eine Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr schon bei demjenigen gegeben sein, der Leistungen nur einem einzigen Kunden gegen&uuml;ber erbringt und vertraglich an Gesch&auml;ftsbeziehungen zu weiteren Personen gehindert ist (vgl. BFH-Urteil vom 15. Dezember 1999 I R 16\/99, BFHE 191, 45, BStBl II 2000, 404).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Etwas anderes gilt im Rahmen des F&ouml;rdG nicht deshalb, weil die Beteiligten des Vertrages vereinbart haben, die &uuml;berleitende T&auml;tigkeit zur &quot;Mandantenpflege und -akquisition&quot; durch den Kaufpreis mit abzugelten (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2007, 2101). Denn an dem wirtschaftlichen Erfolg dieser Mandantenpflege und Akquisition war der Kl&auml;ger nach Ziff. II 14b des Praxis&uuml;bergabevertrages beteiligt, weil er damit eine Kaufpreis mindernde Umsatzeinbu&szlig;e nach &Uuml;bergabe der Praxis kompensieren konnte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Auf dieser Grundlage ist die Sache nicht spruchreif. Ob der Kl&auml;ger das vom FG festgestellte neue Mandat &quot;A-e.G.&quot; und ggf. weitere Mandate von der Betriebsst&auml;tte im F&ouml;rdergebiet aus beraten und betreut hat, l&auml;sst sich nicht mit der gebotenen Gewissheit feststellen, da sich den Akten lediglich Anhaltspunkte f&uuml;r mehrere jeweils zwei bis drei Tage umfassende Aufenthalte des Kl&auml;gers im F&ouml;rdergebiet nach der Praxisver&auml;u&szlig;erung, aber keine abschlie&szlig;enden Feststellungen dazu entnehmen lassen, in welchem Umfang sie der Betreuung seiner Mandate unter Einsatz der betrieblichen Einrichtung im F&ouml;rdergebiet gedient haben. Hierzu wird auch die Vernehmung des Praxispersonals wie auch diejenige des Erwerbers (z.B. zur Frage, in welchem Umfang neue Mandate durch den Kl&auml;ger akquiriert wurden oder in welchem Umfang der Erwerber um die vertragsgem&auml;&szlig; geschuldete Unterst&uuml;tzung nachgesucht hat) in Erw&auml;gung zu ziehen sein. In diesem Zusammenhang weist der Senat darauf hin, dass der Kl&auml;ger den Zeitpunkt der &Uuml;bergabe der Wirtschafts- und Steuerberaterpraxis bislang unbestritten auf den 29. Februar 1996 datiert hat; auf dieser Grundlage w&auml;re bis zu jenem Zeitpunkt eine aktiv am Wirtschaftsleben teilnehmende Betriebsst&auml;tte im F&ouml;rdergebiet anzunehmen und damit zumindest die Rechtm&auml;&szlig;igkeit der Sonder-AfA f&uuml;r die bis zum 28. Februar 1993 angeschafften Wirtschaftsg&uuml;ter zu bejahen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.7.2008, VIII R 47\/07 Erf&uuml;llung der Verbleibensvoraussetzung des &sect; 2 Nr. 2 F&ouml;rdG bei &Uuml;bertragung einer Steuerberatungskanzlei: Vertragsabschluss innerhalb des Dreijahreszeitraums, Praxis&uuml;bergabe au&szlig;erhalb des Zeitraums, Voraussetzung einer aktiv, werbenden T&auml;tigkeit &#8211; Betriebsst&auml;tte i.S. des &sect; 12 AO Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. 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