{"id":16512,"date":"2012-12-18T16:01:24","date_gmt":"2012-12-18T14:01:24","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=16512"},"modified":"2012-12-18T16:01:24","modified_gmt":"2012-12-18T14:01:24","slug":"i-b-72-08-bemessung-von-pensionsrueckstellungen-fehlen-von-entscheidungsgruenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-72-08-bemessung-von-pensionsrueckstellungen-fehlen-von-entscheidungsgruenden\/","title":{"rendered":"I&nbsp;B&nbsp;72\/08 &#8211; Bemessung von Pensionsr&uuml;ckstellungen &#8211; Fehlen von Entscheidungsgr&uuml;nden"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 8.10.2008, I B 72\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Bemessung von Pensionsr&uuml;ckstellungen &#8211; Fehlen von Entscheidungsgr&uuml;nden<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. 1. a) Das Urteil des Finanzgerichts (FG) ist hinreichend mit Gr&uuml;nden versehen. Wie sich aus &sect; 105 Abs. 2 Nr. 5 und &sect; 119 Nr. 6 der Finanzgerichtsordnung (FGO) ergibt, muss ein finanzgerichtliches Urteil sowohl in tats&auml;chlicher als auch in rechtlicher Hinsicht begr&uuml;ndet werden. Das Fehlen der erforderlichen Begr&uuml;ndung ist ein Verfahrensmangel, der gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO zur Zulassung der Revision f&uuml;hren kann (Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 19. Oktober 2001 V B 48\/01, BFH\/NV 2002, 369; vom 25. M&auml;rz 2002 VI B 98\/01, BFH\/NV 2002, 810). Ein solcher Mangel liegt jedoch nicht schon dann vor, wenn die vom FG gegebene Begr&uuml;ndung l&uuml;ckenhaft ist (Senatsurteil vom 24. Juli 1996 I R 74\/95, BFHE 181, 410, BStBl II 1997, 132, m.w.N.). Er ist vielmehr nur dann gegeben, wenn es entweder an Urteilsgr&uuml;nden &uuml;berhaupt fehlt oder das FG ein selbst&auml;ndiges Angriffs- oder Verteidigungsmittel mit Stillschweigen &uuml;bergangen hat oder wenn die gegebene Begr&uuml;ndung so substanzlos ist, dass sie die ma&szlig;geblichen Feststellungen und Erw&auml;gungen des FG nicht erkennen l&auml;sst (BFH-Urteil vom 2. Oktober 2001 IX R 25\/99, BFH\/NV 2002, 363; BFH-Beschl&uuml;sse vom 2. Februar 1999 II R 91\/97, BFH\/NV 1999, 1106; vom 21. Dezember 2001 VII R 24\/01, BFH\/NV 2002, 660).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                An einer Begr&uuml;ndung fehlt es insbesondere, wenn das FG die Gr&uuml;nde seiner Entscheidung hinsichtlich eines wesentlichen Streitpunkts dadurch ersetzt, dass es auf die Gr&uuml;nde einer Entscheidung verweist, deren Inhalt den Beteiligten bei Beginn der Revisionsfrist weder bekannt noch zug&auml;nglich war (Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 119 Rz 23a, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Diese Voraussetzungen liegen hier nicht vor.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FG hat zwar unter Bezugnahme auf das BFH-Urteil vom 19. Juni 2007 VIII R 100\/04 (BFHE 218, 236, BStBl II 2007, 930) die Klage abgewiesen. Dieses Urteil war aber der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) bekannt, was sich zum einen aus der Beschwerdebegr&uuml;ndung, zum anderen aus der Niederschrift &uuml;ber die m&uuml;ndliche Verhandlung ergibt. Zudem hatte der Rechtsstreit bis zum Ergehen dieser Entscheidung geruht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Soweit die Kl&auml;gerin ferner geltend macht, das FG sei auf ihre Argumente, die sie gegen die Richtigkeit des BFH-Urteils in BFHE 218, 236, BStBl II 2007, 930 vorgebracht habe, nicht eingegangen, trifft dies nicht zu. Das FG hat ausgef&uuml;hrt, der BFH habe das die Kl&auml;gerin betreffende Urteil des FG M&uuml;nchen vom 23. April 2003&nbsp;&nbsp;7 K 3089\/01 (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2003, 1150) zitiert und daher ber&uuml;cksichtigt. Dies ist unter den gegebenen Umst&auml;nden des Streitfalls eine ausreichende Begr&uuml;ndung.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Vor dem FG war allein streitig, ob die f&uuml;r die Bemessung von Pensionsr&uuml;ckstellungen geltenden sog. &Uuml;berversorgungsgrunds&auml;tze auch auf Zuwendungen an eine Unterst&uuml;tzungskasse nach &sect; 4d des Einkommensteuergesetzes (EStG) anzuwenden seien. Dies hat der BFH in seinem Urteil in BFHE 218, 236, BStBl II 2007, 930 bejaht und in den Gr&uuml;nden zustimmend auf das Urteil des FG M&uuml;nchen in EFG 2003, 1150 verwiesen, das gegen die Kl&auml;gerin ergangen ist und dieselbe auch hier streitige Rechtsfrage betraf; es handelte sich lediglich um unterschiedliche Streitjahre. Angesichts dessen kann die Begr&uuml;ndung im angefochtenen Urteil nur so verstanden werden, dass das FG der Auffassung war, der BFH habe die Argumente der Kl&auml;gerin bereits bedacht, aber nicht f&uuml;r durchgreifend erachtet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Dem Rechtsstreit kommt keine grunds&auml;tzliche Bedeutung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO) mehr zu, nachdem der BFH &uuml;ber die hier streitige Rechtsfrage entschieden hat. Der BFH ist in seinem Urteil in BFHE 218, 236, BStBl II 2007, 930 zu einer von der Auffassung der Kl&auml;gerin abweichenden Auslegung des &sect; 4d EStG gekommen. Dass die Kl&auml;gerin meint, eine &quot;saubere&quot; Auslegung f&uuml;hre zum gegenteiligen Ergebnis, verleiht der Sache keine grunds&auml;tzliche Bedeutung. Ebenso hat der BFH das Argument, die 75 %-Grenze sei willk&uuml;rlich, in seinen Entscheidungen zu &sect; 6a EStG und &sect; 4d EStG bereits bedacht. Ein weiterer Kl&auml;rungsbedarf ist nicht ersichtlich.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 8.10.2008, I B 72\/08 Bemessung von Pensionsr&uuml;ckstellungen &#8211; Fehlen von Entscheidungsgr&uuml;nden Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. 1. a) Das Urteil des Finanzgerichts (FG) ist hinreichend mit Gr&uuml;nden versehen. 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