{"id":16521,"date":"2012-12-18T15:24:22","date_gmt":"2012-12-18T13:24:22","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=16521"},"modified":"2012-12-18T15:24:22","modified_gmt":"2012-12-18T13:24:22","slug":"xi-b-1-08-grundsaetzliche-bedeutung-ansaessigkeit-einer-auslaendischen-eu-gesellschaft-die-in-deutschland-als-unternehmer-auftritt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-1-08-grundsaetzliche-bedeutung-ansaessigkeit-einer-auslaendischen-eu-gesellschaft-die-in-deutschland-als-unternehmer-auftritt\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;B&nbsp;1\/08 &#8211; Grunds&auml;tzliche Bedeutung: Ans&auml;ssigkeit einer ausl&auml;ndischen &quot;EU-Gesellschaft&quot;, die in Deutschland als Unternehmer auftritt"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 4.9.2008, XI B 1\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Grunds&auml;tzliche Bedeutung: Ans&auml;ssigkeit einer ausl&auml;ndischen &quot;EU-Gesellschaft&quot;, die in Deutschland als Unternehmer auftritt<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Nichtzulassungsbeschwerde ist als unzul&auml;ssig zu verwerfen. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) hat keine Zulassungsgr&uuml;nde i.S. des &sect; 115 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) in einer den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO entsprechenden Form dargelegt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Dargelegt i.S. des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO ist der von der Kl&auml;gerin geltend gemachte Zulassungsgrund der grunds&auml;tzlichen Bedeutung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO) nur, wenn in der Beschwerdebegr&uuml;ndung substantiiert und in sich schl&uuml;ssig eine konkrete Rechtsfrage aufgeworfen wird, die das Interesse der Allgemeinheit an einer einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts ber&uuml;hrt, also kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im Streitfall auch kl&auml;rungsf&auml;hig ist. Der Beschwerdef&uuml;hrer muss daher regelm&auml;&szlig;ig aufzeigen, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr&uuml;nden die Beantwortung der Rechtsfrage zweifelhaft und streitig ist; das erfordert im Allgemeinen eine Auseinandersetzung mit den in Rechtsprechung und Literatur zu dieser Frage vertretenen Auffassungen (vgl. z.B. Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 116 Rz 31 ff., m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Dem entspricht die Beschwerdebegr&uuml;ndung in weiten Teilen schon deswegen nicht, weil die Kl&auml;gerin im Wesentlichen vortr&auml;gt, dass ihrer Auffassung nach die Vorentscheidung &quot;fehlerhaft&quot; sei, das Finanzgericht (FG) die entscheidungserheblichen Rechtsfragen &quot;falsch beantwortet&quot; oder Richtliniennormen bzw. die dazu ergangene Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Gemeinschaften (EuGH) unzutreffend angewendet habe. Damit r&uuml;gt sie die Unrichtigkeit der Vorentscheidung, die, selbst wenn sie zu bejahen w&auml;re, aufgrund der abschlie&szlig;enden Aufz&auml;hlung der Zulassungsgr&uuml;nde in &sect; 115 Abs. 2 FGO grunds&auml;tzlich nicht zur Revisionszulassung f&uuml;hren kann.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Soweit die Kl&auml;gerin ihrer Auffassung nach kl&auml;rungsbed&uuml;rftige abstrakte Rechtsfragen formuliert hat, greift sie im Kern nur einzelne Aspekte heraus, die nach Auffassung des FG in tats&auml;chlicher Hinsicht gegen eine Ans&auml;ssigkeit der englischen Limited (L) im Inland und damit f&uuml;r eine Ans&auml;ssigkeit im Ausland i.S. des &sect; 51 Abs. 3 Satz 3 der Umsatzsteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung 1993 (UStDV) sprachen. Insoweit wendet sie sich letztlich gegen die nach st&auml;ndiger h&ouml;chstrichterlicher Rechtsprechung vom FG vorzunehmende W&uuml;rdigung der Gesamtumst&auml;nde des Einzelfalles (vgl. z.B. Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs vom 17. Oktober 2006 V B 119\/05, BFH\/NV 2007, 269; vom 26. Juli 2006 V B 151\/05, BFH\/NV 2007, 113; vom 8. September 2005 V B 21\/05, BFH\/NV 2006, 378). Ein Kl&auml;rungsbedarf im Allgemeininteresse wird damit nicht dargelegt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Soweit die Kl&auml;gerin gekl&auml;rt wissen m&ouml;chte, wann eine ausl&auml;ndische &quot;EU-Gesellschaft&quot;, die in Deutschland als Unternehmer auftritt, umsatzsteuerrechtlich als im Inland ans&auml;ssig gilt, fehlt es schon im Hinblick auf den klaren Wortlaut des &sect; 51 Abs. 3 UStDV an der Darlegung des Kl&auml;rungsbedarfs. Die M&ouml;glichkeit, dass eine Frage eine Vielzahl von Steuerpflichtigen betrifft, indiziert allein nicht den rechtlichen Kl&auml;rungsbedarf (vgl. Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 116 Rz 34). Auch aus der Behauptung, die vom FG abgelehnte Gleichstellung von Betriebsst&auml;tte (vgl. &sect; 12 Satz 2 Nr. 8 der Abgabenordnung) und Ans&auml;ssigkeit &quot;widerspreche der 6. EG-Richtlinie&quot;, l&auml;sst sich allein ein Kl&auml;rungsbedarf nicht ableiten. Denn das FG hat seine Entscheidung zur Frage des gemeinschaftsrechtlichen Ans&auml;ssigkeitsbegriffs ausdr&uuml;cklich auf das Urteil des EuGH vom 28. Juni 2007 Rs. C-73\/06 &#8211;Planzer Luxembourg S&agrave;rl&#8211; (Slg. 2007, I-5655) gest&uuml;tzt und f&uuml;r den Streitfall ausgef&uuml;hrt, es sei nichts daf&uuml;r erkennbar, dass der &quot;Sitz der wirtschaftlichen T&auml;tigkeit&quot; der L sich im streitigen Zeitraum im Inland befunden habe.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Soweit die Kl&auml;gerin r&uuml;gt, das FG habe die Frage der richtigen Ermessensaus&uuml;bung durch den Beklagten und Beschwerdegegner nicht gepr&uuml;ft, macht sie keinen Verfahrensfehler, sondern lediglich einen materiell-rechtlichen Mangel des Urteils geltend. Selbst wenn man dies anders s&auml;he, hat sie jedenfalls nicht dargelegt, dass die Vorentscheidung auf diesem Mangel &#8211;sollte er vorliegen&#8211; i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO beruhen kann.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 4.9.2008, XI B 1\/08 Grunds&auml;tzliche Bedeutung: Ans&auml;ssigkeit einer ausl&auml;ndischen &quot;EU-Gesellschaft&quot;, die in Deutschland als Unternehmer auftritt Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Nichtzulassungsbeschwerde ist als unzul&auml;ssig zu verwerfen. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) hat keine Zulassungsgr&uuml;nde i.S. des &sect; 115 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) in einer den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-1-08-grundsaetzliche-bedeutung-ansaessigkeit-einer-auslaendischen-eu-gesellschaft-die-in-deutschland-als-unternehmer-auftritt\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;B&nbsp;1\/08 &#8211; Grunds&auml;tzliche Bedeutung: Ans&auml;ssigkeit einer ausl&auml;ndischen &quot;EU-Gesellschaft&quot;, die in Deutschland als Unternehmer auftritt<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-16521","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16521","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16521"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16521\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16521"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16521"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16521"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}