{"id":16529,"date":"2012-12-19T14:33:21","date_gmt":"2012-12-19T12:33:21","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=16529"},"modified":"2012-12-19T14:33:21","modified_gmt":"2012-12-19T12:33:21","slug":"ix-b-145-08-behauptete-fehlerhafte-versagung-eines-erlasses-kein-zulassungsgrund","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-b-145-08-behauptete-fehlerhafte-versagung-eines-erlasses-kein-zulassungsgrund\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;B&nbsp;145\/08 &#8211; Behauptete fehlerhafte Versagung eines Erlasses kein Zulassungsgrund"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 6.11.2008, IX B 145\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Behauptete fehlerhafte Versagung eines Erlasses kein Zulassungsgrund<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Die von den Kl&auml;gern und Beschwerdef&uuml;hrern (Kl&auml;ger) geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) sowie der Notwendigkeit einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung sowie zur Rechtsfortbildung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO) sind nicht gegeben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;ger wenden sich mit ihrer Beschwerde gegen die Versagung des von ihnen beantragten Erlasses von Zinsen und S&auml;umniszuschl&auml;gen. Die in diesem Zusammenhang sinngem&auml;&szlig; aufgeworfene Rechtsfrage, ob und unter welchen Voraussetzungen steuerliche Nebenleistungen zu erlassen sind, wenn die zu ihrer Festsetzung f&uuml;hrenden Tatsachen aufgrund der Fernwirkung eines behaupteten Verwertungsverbotes nicht der Besteuerung h&auml;tten zugrunde gelegt werden d&uuml;rfen, ist schon nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig. Die Antwort auf diese Rechtsfrage ergibt sich aus den ma&szlig;geblichen verfahrensrechtlichen Vorschriften der Abgabenordnung (AO) sowie der dazu ergangenen h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung. Danach k&ouml;nnen Anspr&uuml;che aus dem Steuerschuldverh&auml;ltnis ganz oder zum Teil erlassen werden, wenn deren Einziehung nach Lage des einzelnen Falles unbillig ist (&sect; 227 Abs. 1 AO). Die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung hat insoweit stets die Auffassung vertreten, dass systemimmanente H&auml;rten der Gesetzesanwendung auch im Rahmen der sachlichen Billigkeitspr&uuml;fung nach &sect; 227 AO prinzipiell hinzunehmen sind (z.B. BFH-Urteil vom 17. M&auml;rz 1999 X B 160\/98, BFH\/NV 1999, 1303, m.w.N.). Die Kl&auml;ger f&uuml;hren nichts dazu aus, aus welchen Gr&uuml;nden angesichts dieser Rechtslage der Streitfall einer grunds&auml;tzlichen Kl&auml;rung bed&uuml;rfte oder eine Entscheidung des BFH zur Sicherung der Rechtseinheit sowie zur Rechtsfortbildung erforderlich sei; da es sich bei einem Billigkeitserlass um eine einzelfallbezogene Ma&szlig;nahme handelt, h&auml;tte indes die behauptete, &uuml;ber den Einzelfall hinausgehende Bedeutung f&uuml;r die Allgemeinheit substantiiert dargelegt werden m&uuml;ssen. Hierbei h&auml;tte auch ber&uuml;cksichtigt werden m&uuml;ssen, dass die Entscheidung &uuml;ber den beantragten Billigkeitserlass eine Ermessensentscheidung ist; die Gerichte k&ouml;nnen nur pr&uuml;fen, ob die Ablehnung des Erlasses die gesetzlichen Grenzen des Ermessens &uuml;berschreitet oder ob die Finanzbeh&ouml;rde von ihrem Ermessen in einer dem Zweck der Erm&auml;chtigung nicht entsprechenden Weise Gebrauch gemacht hat (&sect; 102 FGO; s. BFH-Urteil vom 15. M&auml;rz 1995 I R 61\/94, BFH\/NV 1995, 1036, m.w.N.). Statt einer dahin gehenden argumentativen Auseinandersetzung wenden sich die Kl&auml;ger nach dem sachlichen Gehalt ihres Beschwerdevorbringens nur gegen die erstinstanzliche Entscheidung des Finanzgerichts (FG) und setzen ihre eigene Rechtsauffassung &#8211;wonach im Streitfall ein Erlass aus sachlichen Billigkeitsgr&uuml;nden zu gew&auml;hren sei&#8211; an die Stelle des FG. Mit der darin liegenden R&uuml;ge einer fehlerhaften Rechtsanwendung im Einzelfall k&ouml;nnen die Kl&auml;ger im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren nicht geh&ouml;rt werden (BFH-Beschluss vom 4. Juni 2003 IX B 29\/03, BFH\/NV 2003, 1212).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 6.11.2008, IX B 145\/08 Behauptete fehlerhafte Versagung eines Erlasses kein Zulassungsgrund Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde hat keinen Erfolg. 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