{"id":16532,"date":"2012-12-19T14:33:23","date_gmt":"2012-12-19T12:33:23","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=16532"},"modified":"2012-12-19T14:33:23","modified_gmt":"2012-12-19T12:33:23","slug":"ix-b-133-08-darlegungsanforderungen-bei-behauptetem-verfahrensmangel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-b-133-08-darlegungsanforderungen-bei-behauptetem-verfahrensmangel\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;B&nbsp;133\/08 &#8211; Darlegungsanforderungen bei behauptetem Verfahrensmangel"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 6.11.2008, IX B 133\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Darlegungsanforderungen bei behauptetem Verfahrensmangel<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Die Voraussetzungen f&uuml;r eine Zulassung der Revision gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) sind nicht gegeben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) hat keinen Zulassungsgrund dargelegt. Bei der als Verfahrensmangel ger&uuml;gten unzureichenden Sachverhaltsaufkl&auml;rung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 i.V.m. &sect; 76 Abs. 1 FGO) reicht das Beschwerdevorbringen schon nicht aus, die erforderliche Erheblichkeit des Verfahrensmangels hinreichend zu belegen. Denn die behauptete fehlerhafte Auslegung der ma&szlig;geblichen Darlehensvereinbarung im Rahmen der Urteilsfindung ist kein verfahrensrechtlicher, sondern ein materieller Fehler, der als solcher die Zulassung der Revision nicht rechtfertigen kann.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Soweit die Kl&auml;gerin darauf verweist, die Berichterstatterin des Finanzgerichts (FG) habe in einem Schreiben vom 27. M&auml;rz 2008 eine gegen&uuml;ber dem sp&auml;teren Urteil abweichende Rechtsauffassung vertreten, r&uuml;gt sie sinngem&auml;&szlig; eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r in Gestalt einer sog. &Uuml;berraschungsentscheidung (Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes, &sect; 96 Abs. 2, &sect; 93 Abs. 1 FGO) sowie ggf. einen Versto&szlig; gegen die gerichtliche Hinweispflicht (&sect; 76 Abs. 2 FGO). Auch diese behaupteten Verst&ouml;&szlig;e sind nicht gegeben. Denn das FG ist zu einem vorherigen Hinweis auf seine Rechtsauffassung &#8211;d.h. auf die einzelnen f&uuml;r die Entscheidung erheblichen Gesichtspunkte, Schlussfolgerungen oder das Ergebnis einer Gesamtw&uuml;rdigung&#8211; nicht verpflichtet (z.B. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 8. November 2005 III B 33\/05, BFH\/NV 2006, 568). Daher muss insbesondere dann, wenn die Rechtslage umstritten ist, ein Beteiligter grunds&auml;tzlich alle vertretbaren rechtlichen Gesichtspunkte von sich aus in Betracht ziehen und seinen Vortrag darauf einrichten. Im Streitfall hat der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt) seine Bedenken hinsichtlich der von der Berichterstatterin ge&auml;u&szlig;erten Rechtsauffassung im Schreiben vom 25. April 2008 zum Ausdruck gebracht. Auch wurde in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem FG die Sach- und Rechtslage ausweislich des Sitzungsprotokolls vom 10. Juni 2008 mit den Beteiligten er&ouml;rtert. Die Kl&auml;gerin hat nicht dargelegt, weshalb sie, obwohl in der m&uuml;ndlichen Verhandlung fachkundig vertreten, nicht von sich aus diesen Gesichtspunkt aufgegriffen, eigene zus&auml;tzliche rechtliche &Uuml;berlegungen eingebracht und\/oder ordnungsgem&auml;&szlig;e Beweisantr&auml;ge gestellt hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zu Unrecht geht die Kl&auml;gerin auch davon aus, dass das FG nicht &uuml;ber die Zulassung der Revision entschieden habe. Enth&auml;lt die Entscheidung des FG keinen Ausspruch &uuml;ber die Zulassung der Revision, ist sie versagt (vgl. BFH-Beschluss vom 23. Oktober 1986 IX R 186\/85, BFH\/NV 1988, 108, st&auml;ndige Rechtsprechung).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im &Uuml;brigen wendet sich die Kl&auml;gerin nach dem Gehalt ihres &#8211;in der Art einer Revisionsbegr&uuml;ndung vorgebrachten&#8211; Beschwerdevorbringens lediglich gegen die Tatsachenw&uuml;rdigung und Rechtsauffassung des FG und macht geltend, dessen Urteil sei unrichtig. Mit solchen der Revision vorbehaltenen R&uuml;gen kann die Kl&auml;gerin im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren nicht geh&ouml;rt werden (z.B. BFH-Beschluss vom 19. Juni 2002 IX B 74\/01, BFH\/NV 2002, 1331).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 6.11.2008, IX B 133\/08 Darlegungsanforderungen bei behauptetem Verfahrensmangel Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Die Voraussetzungen f&uuml;r eine Zulassung der Revision gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) sind nicht gegeben. 2&nbsp; Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) hat keinen Zulassungsgrund dargelegt. 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