{"id":16557,"date":"2012-12-10T05:56:52","date_gmt":"2012-12-10T03:56:52","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=16557"},"modified":"2012-12-10T05:56:52","modified_gmt":"2012-12-10T03:56:52","slug":"ii-b-59-07-miete-bei-betriebsaufspaltung-bedarfsbewertung-nachtraegliche-zulassung-einer-beschwerde-durch-das-fg-wegen-aussetzung-der-vollziehung-gesetzesauslegung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-b-59-07-miete-bei-betriebsaufspaltung-bedarfsbewertung-nachtraegliche-zulassung-einer-beschwerde-durch-das-fg-wegen-aussetzung-der-vollziehung-gesetzesauslegung\/","title":{"rendered":"II&nbsp;B&nbsp;59\/07 &#8211; Miete bei Betriebsaufspaltung (Bedarfsbewertung) &#8211; nachtr&auml;gliche Zulassung einer Beschwerde durch das FG wegen Aussetzung der Vollziehung &#8211; Gesetzesauslegung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 13.2.2008, II B 59\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Miete bei Betriebsaufspaltung (Bedarfsbewertung) &#8211; nachtr&auml;gliche Zulassung einer Beschwerde durch das FG wegen Aussetzung der Vollziehung &#8211; Gesetzesauslegung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Mutter des Antragstellers und Beschwerdef&uuml;hrers (Antragsteller) &uuml;bertrug mit Urkunde vom 27. Dezember 2004 im Wege der vorweggenommenen Erbfolge ihrem bis dahin nicht beteiligten Sohn Gesellschaftsanteile an der &#8230; Gesellschaft des b&uuml;rgerlichen Rechts (GbR) und der &#8230; KG. Die Gesellschafter der GbR waren auch an der KG als Kommanditisten beteiligt, und zwar in demselben Beteiligungsverh&auml;ltnis; die Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH als Komplement&auml;rin der KG war an deren Verm&ouml;gen nicht beteiligt. Zum Verm&ouml;gen der GbR geh&ouml;rte ein bebautes Grundst&uuml;ck, auf dem die KG im Wesentlichen ihr Unternehmen betrieb. Die KG zahlte an die GbR f&uuml;r die Nutzungs&uuml;berlassung des Grundst&uuml;cks j&auml;hrlich 580 593 EUR.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                F&uuml;r Zwecke der Schenkungsteuer stellte der Antragsgegner und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) mit Bescheid vom 8. M&auml;rz 2007 den Grundst&uuml;ckswert auf den 27. Dezember 2004 gem&auml;&szlig; &sect; 146 Abs. 2 des Bewertungsgesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (BewG) auf 6 231 500 EUR gesondert fest. Auf den Einspruch des Antragstellers, den Grundst&uuml;ckswert nicht nach &sect; 146 BewG, sondern nach &sect; 147 BewG festzustellen, &auml;nderte das FA mit Bescheid vom 5. April 2007 den Grundst&uuml;ckswert aus anderen Gr&uuml;nden auf 5 783 500 EUR ab. Eine Aussetzung der Vollziehung des &Auml;nderungsbescheids lehnte es ebenso ab wie anschlie&szlig;end das Finanzgericht (FG).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit der vom FG nachtr&auml;glich zugelassenen Beschwerde macht der Antragsteller weiter geltend, es sei ernstlich zweifelhaft, ob bei der &Uuml;berlassung eines Grundst&uuml;cks zur Nutzung zwischen personenidentischen Personengesellschaften eine Selbstnutzung i.S. des &sect; 146 Abs. 3 BewG vorliege. Da das Grundst&uuml;ck zu einer Spezialnutzung i.S. des &sect; 147 Abs. 1 Satz 2 BewG verwendet werde, hinge hiervon im Streitfall ab, ob das Grundst&uuml;ck gem&auml;&szlig; &sect; 147 BewG zu bewerten sei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Antragsteller beantragt, unter Ab&auml;nderung der Vorentscheidung die Vollziehung des Bescheids vom 5. April 2007 &uuml;ber die gesonderte Feststellung des Grundst&uuml;ckswerts auf den 27. Dezember 2004 f&uuml;r Zwecke der Schenkungssteuer insoweit auszusetzen, als ein Wert von 2 966 500 DM &uuml;berschritten wird.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA ist der Beschwerde entgegengetreten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Beschwerde ist zul&auml;ssig, aber unbegr&uuml;ndet. Die Vollziehung des Feststellungsbescheids vom 5. April 2007 ist nicht auszusetzen; es bestehen keine ernstlichen Zweifel an seiner Rechtm&auml;&szlig;igkeit (&sect; 69 Abs. 3 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Die Beschwerde ist zul&auml;ssig, nachdem sie das FG nachtr&auml;glich zugelassen hat (vgl. Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 10. Oktober 1991 XI B 18\/90, BFHE 165, 565, BStBl II 1992, 301, und vom 22. August 2001 III B 71\/01, BFH\/NV 2002, 195).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. Gem&auml;&szlig; &sect; 69 Abs. 3 Satz 1 und Abs. 2 Satz 2 FGO kann auf Antrag die Vollziehung eines angefochtenen Verwaltungsaktes ganz oder teilweise u.a. ausgesetzt werden, soweit ernstliche Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit des Verwaltungsaktes bestehen. Ernstliche Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit eines Verwaltungsaktes bestehen, wenn und soweit bei summarischer Pr&uuml;fung der Sach- und Rechtslage aufgrund der pr&auml;senten Beweismittel, des unstreitigen Sachverhalts und der gerichtsbekannten Tatsachen erkennbar wird, dass aus gewichtigen Gr&uuml;nden Unklarheit in der Beurteilung von Tatfragen oder Unsicherheit oder Unentschiedenheit in der Beurteilung von Rechtsfragen besteht und sich bei abschlie&szlig;ender Kl&auml;rung dieser Fragen der Verwaltungsakt als rechtswidrig erweisen k&ouml;nnte (BFH-Beschl&uuml;sse vom 25. Juli 1994 I B 241\/93, BFH\/NV 1995, 334; vom 8. August 2001 I B 40\/01, BFH\/NV 2001, 1536). Bei der danach gebotenen summarischen Pr&uuml;fung bestehen im Streitfall keine ernstlichen Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit des Feststellungsbescheids vom 5. April 2007.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Wie der BFH in seiner Entscheidung vom 2. Februar 2005 II R 4\/03 (BFHE 208, 421, BStBl II 2005, 426) bereits entschieden hat, ist der typisierenden Bedarfsbewertung bebauter Grundst&uuml;cke gem&auml;&szlig; &sect; 146 Abs. 2 BewG auch in F&auml;llen entgeltlicher &Uuml;berlassung im Rahmen einer Betriebsaufspaltung die vertraglich vereinbarte Miete zugrunde zu legen; ein Ansatz der &uuml;blichen Miete gem&auml;&szlig; &sect; 146 Abs. 3 BewG komme nicht in Betracht (zum Streitstand G&ouml;tz, Bedarfsbewertung von Betriebsgrundst&uuml;cken bei Betriebsaufspaltung, Zeitschrift f&uuml;r Erbrecht und Verm&ouml;gensnachfolge 2005, 106). Dem Urteil lag zwar, worauf der Antragsteller zutreffend hinweist, eine Betriebsaufspaltung zugrunde, bei der die Betriebsgesellschaft eine Gesellschaft mit beschr&auml;nkter Haftung (GmbH) war; vorliegend ist die Betriebsgesellschaft eine Personengesellschaft (zur Betriebsaufspaltung zwischen Personengesellschaften BFH-Urteil vom 29. Juli 1976 IV R 145\/72, BFHE 119, 462, BStBl II 1976, 750). Dies f&uuml;hrt bei der im Aussetzungsverfahren gebotenen summarischen Pr&uuml;fung der Sach- und Rechtslage zu keinem anderen Ergebnis.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Eine Bewertung nach &sect; 147 BewG &#8211;wie vom Antragsteller angestrebt&#8211; kommt nur in Betracht, wenn sich f&uuml;r das bebaute Grundst&uuml;ck eine &uuml;bliche Miete i.S. des &sect; 146 Abs. 3 BewG nicht ermitteln l&auml;sst. Diese Voraussetzung ist im Streitfall schon deshalb nicht erf&uuml;llt, weil in Gestalt des von der KG gezahlten Entgelts in H&ouml;he von 580 593 EUR eine vereinbarte Jahresmiete i.S. des &sect; 146 Abs. 2 BewG vorliegt, die bereits innerhalb der Bewertung nach &sect; 146 BewG den Zugang zur &uuml;blichen Miete i.S. des Abs. 3 der Vorschrift versperrt. Damit bleibt erst recht der Weg in den &sect; 147 BewG verschlossen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ist &#8211;wie im Streitfall&#8211; das Grundst&uuml;ck i.S. des &sect; 146 Abs. 2 Satz 2 BewG vermietet, kommt der Ansatz der &uuml;blichen Miete n&auml;mlich nur dann in Betracht, wenn das Grundst&uuml;ck an Angeh&ouml;rige (&sect; 15 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;) oder Arbeitnehmer des Eigent&uuml;mers vermietet ist (&sect; 146 Abs. 3 Satz 1 BewG).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Aus diesem Grund &#8211;Vorliegen eines Mietverh&auml;ltnisses&#8211; scheidet die vom Antragsteller f&uuml;r seine Rechtsauffassung beanspruchte Tatbestandsalternative einer Selbstnutzung durch den Eigent&uuml;mer oder dessen Familie schon vom Tatbestand her aus. Dass an der Besitz- bzw. Betriebspersonengesellschaft verm&ouml;gensm&auml;&szlig;ig dieselben Personen beteiligt sind, steht der Annahme eines Mietverh&auml;ltnisses zwischen ihnen nicht entgegen. Die Personenidentit&auml;t kann bei Grundst&uuml;cksgesch&auml;ften zwischen den Gesellschaftern oder den Gesellschaftern und ihren jeweiligen Gesellschaften zu einer (anteiligen) Grunderwerbsteuerbefreiung f&uuml;hren. Das besagt aber nicht, dass ein Mietverh&auml;ltnis zwischen den beiden Gesellschaften ausscheidet. Dabei handelt es sich um ein obligatorisches Rechtsverh&auml;ltnis, das von der Frage der Grundbuchf&auml;higkeit der Personengesellschaft nicht betroffen ist. Die Erw&auml;gungen, die den Befreiungstatbest&auml;nden der &sect;&sect; 5 und 6 des Grunderwerbsteuergesetzes zugrunde liegen und die auf die Fortsetzung der Berechtigung der oder des einbringenden bzw. &uuml;bertragenden Gesamth&auml;nders an dem Grundst&uuml;ck abstellen (Hofmann, Grunderwerbsteuergesetz, Kommentar, 8. Aufl. 2004, &sect; 5 Rz 13), k&ouml;nnen nicht zur Auslegung des Merkmals der Selbstnutzung in &sect; 146 Abs. 3 Satz 1 BewG herangezogen werden. Insoweit fehlt es bereits an einer Auslegungsbed&uuml;rftigkeit.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Eine Vermietung an Angeh&ouml;rige i.S. des &sect; 146 Abs. 3 Satz 1 BewG liegt bei einem Mietverh&auml;ltnis auch zwischen personenidentischen Personengesellschaften nicht vor. Das Gesetz verweist mit dem Klammerzusatz auf den Begriff der Angeh&ouml;rigen i.S. des &sect; 15 AO. Eine Vermietung an Angeh&ouml;rige kann danach nur vorliegen, wenn eine Miete zwischen solchen Angeh&ouml;rigen vereinbart wird. Dies ist bei einem Mietverh&auml;ltnis zwischen Personengesellschaften nicht der Fall.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                cc) Im &Uuml;brigen k&ouml;nnte eine erweiterte Auslegung der Merkmale &quot;Selbstnutzung durch den Eigent&uuml;mer&quot; oder &quot;Vermietung an Angeh&ouml;rige&quot; auch nicht durch eine wirtschaftliche Betrachtung gerechtfertigt werden. Dem steht auch die Entstehungsgeschichte der Regelung entgegen, wie der BFH bereits in seiner Entscheidung in BFHE 208, 421, BStBl II 2005, 426 ausgef&uuml;hrt hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zwar findet sich in den Gesetzesmaterialien die Aussage, dass in F&auml;llen, in denen aufgrund der tats&auml;chlichen Umst&auml;nde darauf geschlossen werden m&uuml;sse, dass die Miete nicht unter marktgerechten Bedingungen vereinbart worden sei, die &uuml;bliche Miete als Berechnungsgrundlage heranzuziehen sei (Zweiter Bericht des Finanzausschusses zum Entwurf eines Jahressteuergesetzes 1997 vom 5. November 1996, BTDrucks 13\/5952, 41). Diese Auffassung hat im Gesetzeswortlaut jedoch keinerlei Niederschlag gefunden. Ma&szlig;gebend f&uuml;r die Auslegung sind aber nicht die subjektiven Vorstellungen der am Gesetzgebungsverfahren beteiligten Personen; entscheidend ist vielmehr der im Gesetz zum Ausdruck kommende objektivierte Wille des Gesetzgebers (Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 9. November 1988&nbsp;&nbsp;1 BvR 243\/86, BVerfGE 79, 106, unter B.II.1.; BFH-Entscheidungen vom 10. November 1999 X R 60\/95, BFHE 189, 479, BStBl II 2000, 131, unter B.III.1.a, und vom 31. M&auml;rz 2004 X R 18\/03, BFHE 206, 68, BStBl II 2004, 1047, unter II.2.d aa).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Der Gesetzgeber hat angeordnet, dass die Grundst&uuml;ckswerte in typisierender Weise zu ermitteln sind (&sect; 138 Abs. 3 Satz 1 BewG). Folge dieser Typisierung ist, dass au&szlig;erhalb der in &sect; 146 Abs. 3 Satz 1 BewG ausdr&uuml;cklich genannten F&auml;lle nicht zu pr&uuml;fen ist, ob die tats&auml;chliche Jahresmiete der &uuml;blichen Miete entspricht. Mit der Einf&uuml;hrung eines typisierenden Bewertungsverfahrens nimmt der Gesetzgeber in Kauf, dass in vielen Mietverh&auml;ltnissen &#8211;nicht nur in F&auml;llen der Betriebsaufspaltung&#8211; die tats&auml;chliche Miete nicht der &uuml;blichen Miete entspricht. Es bleibt dem Steuerpflichtigen zudem unbenommen, einen niedrigeren gemeinen Wert des Grundst&uuml;cks nachzuweisen (&sect; 146 Abs. 7 BewG).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 13.2.2008, II B 59\/07 Miete bei Betriebsaufspaltung (Bedarfsbewertung) &#8211; nachtr&auml;gliche Zulassung einer Beschwerde durch das FG wegen Aussetzung der Vollziehung &#8211; Gesetzesauslegung Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Die Mutter des Antragstellers und Beschwerdef&uuml;hrers (Antragsteller) &uuml;bertrug mit Urkunde vom 27. 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