{"id":16567,"date":"2012-12-10T05:57:03","date_gmt":"2012-12-10T03:57:03","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=16567"},"modified":"2012-12-10T05:57:03","modified_gmt":"2012-12-10T03:57:03","slug":"vii-b-185-07-zustellung-eines-verwaltungsakts-im-ausland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-b-185-07-zustellung-eines-verwaltungsakts-im-ausland\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;B&nbsp;185\/07 &#8211; Zustellung eines Verwaltungsakts im Ausland"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschlu&szlig; vom 12.3.2008, VII B 185\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Zustellung eines Verwaltungsakts im Ausland<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Gegen den in Litauen wohnhaften Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) wurden mit Steuerbescheid Einfuhrabgaben festgesetzt. &Uuml;ber die zust&auml;ndige Oberfinanzdirektion (OFD) ersuchte der Beklagte und Beschwerdegegner (das Hauptzollamt &#8211;HZA&#8211;) die litauische Zollverwaltung, den Bescheid dem Kl&auml;ger zuzustellen. Diese Zustellung erfolgte nach Mitteilung der litauischen Zollverwaltung an die OFD am 7. Mai 2004. Der hiergegen im Oktober 2006 eingelegte Rechtsbehelf des Kl&auml;gers wurde mit Einspruchsentscheidung des HZA wegen Vers&auml;umung der Einspruchsfrist als unzul&auml;ssig zur&uuml;ckgewiesen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Finanzgericht (FG) wies die hiergegen erhobene Klage ab und urteilte, dass die Zur&uuml;ckweisung des Einspruchs zu Recht erfolgt sei, weil der Kl&auml;ger die Einspruchsfrist vers&auml;umt habe. Ausweislich der Zustellungsbescheinigung der litauischen Zollverwaltung sei der Steuerbescheid dem Kl&auml;ger am 7. Mai 2004 &uuml;bergeben worden. Die Zustellung sei nach dem Protokoll Nr. 5 &uuml;ber Amtshilfe im Zollbereich zum Europa-Abkommen zur Gr&uuml;ndung einer Assoziation zwischen den Europ&auml;ischen Gemeinschaften und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Republik Litauen andererseits &#8211;Protokoll Nr. 5&#8211; (Amtsblatt der Europ&auml;ischen Gemeinschaften 1998 Nr. L 51\/3 und 51\/228) erfolgt und die ersuchte Beh&ouml;rde habe bescheinigt, dass die gew&auml;hlte Zustellungsart aufgrund der in Litauen geltenden Rechtsvorschriften erfolgt sei. Da nicht ersichtlich sei, dass die Zustellung des Steuerbescheids nicht im Einklang mit den litauischen Rechtsvorschriften durchgef&uuml;hrt worden sei, sei von der Bekanntgabe des Steuerbescheids an dem angegebenen Tag auszugehen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Hiergegen richtet sich die Nichtzulassungsbeschwerde des Kl&auml;gers, welche er auf den Zulassungsgrund des Verfahrensmangels (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) st&uuml;tzt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Beschwerde hat keinen Erfolg, weil der geltend gemachte Zulassungsgrund jedenfalls nicht vorliegt, weshalb der Senat auf die M&auml;ngel bez&uuml;glich der nach &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO erforderlichen schl&uuml;ssigen Darlegung der Zulassungsgr&uuml;nde nicht n&auml;her eingehen muss.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FG hat seine Feststellung, dass der angefochtene Steuerbescheid dem Kl&auml;ger am 7. Mai 2004 zugestellt worden ist, nicht in verfahrensfehlerhafter Weise getroffen. Auf das gem&auml;&szlig; Art. 5 des Protokolls Nr. 5 an die litauische Zollverwaltung gerichtete Ersuchen um Zustellung des an den Kl&auml;ger gerichteten Steuerbescheids hat diese eine Bescheinigung &uuml;bersandt, wonach der Steuerbescheid dem Kl&auml;ger am 7. Mai 2004 &uuml;bergeben worden ist. Es ist rechtlich nicht zu beanstanden, dass das FG seine Feststellung, wonach der angefochtene Steuerbescheid dem Kl&auml;ger an diesem Tag bekannt gegeben worden ist, auf diese Zustellungsbescheinigung der litauischen Zollverwaltung gest&uuml;tzt und keine Anhaltspunkte gesehen hat, dass die Bekanntgabe nicht im Einklang mit litauischen Rechtsvorschriften durchgef&uuml;hrt worden ist. Wird &#8211;wie im Streitfall&#8211; ein Zustellungsersuchen unter Beachtung der ma&szlig;geblichen gemeinschaftsrechtlichen Vorschriften gestellt und erledigt, muss weder die ersuchende Beh&ouml;rde noch in einem anschlie&szlig;enden gerichtlichen Verfahren das Gericht ohne Anlass &#8211;gleichsam ins Blaue hinein&#8211; Ermittlungen anstellen, ob die ersuchte Beh&ouml;rde die f&uuml;r sie ma&szlig;geblichen Rechtsvorschriften eingehalten hat. Es ist weder seitens der Beschwerde dargelegt noch ersichtlich, welche f&uuml;r das FG erkennbaren Anhaltspunkte vorlagen, die es h&auml;tten zweifeln lassen m&uuml;ssen, ob die Bescheinigung der litauischen Zollverwaltung &uuml;ber die &Uuml;bergabe des Steuerbescheids an den Kl&auml;ger zutreffend war. Allein aufgrund des vagen Vorbringens des Kl&auml;gers, dass er sich nicht erinnern k&ouml;nne, die Zustellungsbescheinigung unterschrieben zu haben, und dass der &quot;ganze Text nicht mit (seiner) Hand geschrieben&quot; worden sei &#8211;wovon ohnehin nicht auszugehen war&#8211;, mussten sich dem FG weitere Ermittlungen bez&uuml;glich des Zeitpunkts der Bekanntgabe des Steuerbescheids nicht aufdr&auml;ngen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschlu&szlig; vom 12.3.2008, VII B 185\/07 Zustellung eines Verwaltungsakts im Ausland Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. 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