{"id":16737,"date":"2012-12-10T06:27:06","date_gmt":"2012-12-10T04:27:06","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=16737"},"modified":"2012-12-10T06:27:06","modified_gmt":"2012-12-10T04:27:06","slug":"x-b-175-07-anforderungen-an-die-ruegen-des-uebergehens-von-beweisantraegen-und-zur-grundsaetzlichen-bedeutung-aufwendungen-eines-schaustellers-fuer-einen-wohnwagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-175-07-anforderungen-an-die-ruegen-des-uebergehens-von-beweisantraegen-und-zur-grundsaetzlichen-bedeutung-aufwendungen-eines-schaustellers-fuer-einen-wohnwagen\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;175\/07 &#8211; Anforderungen an die R&uuml;gen des &Uuml;bergehens von Beweisantr&auml;gen und zur grunds&auml;tzlichen Bedeutung &#8211; Aufwendungen eines Schaustellers f&uuml;r einen Wohnwagen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschlu&szlig; vom 21.2.2008, X B 175\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Anforderungen an die R&uuml;gen des &Uuml;bergehens von Beweisantr&auml;gen und zur grunds&auml;tzlichen Bedeutung &#8211; Aufwendungen eines Schaustellers f&uuml;r einen Wohnwagen<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. Die von der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) erhobenen Verfahrensr&uuml;gen entsprechen nicht den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO). Der Rechtssache kommt auch keine grunds&auml;tzliche Bedeutung zu.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Die R&uuml;ge der Kl&auml;gerin, das Finanzgericht (FG) habe ihren Beweisantrag &uuml;bergangen, ihren Ehemann zu der Frage zu vernehmen, wer (sie, die Kl&auml;gerin, oder ihr Ehemann) das Fahrgesch&auml;ft X in den Streitjahren gef&uuml;hrt habe, ist unzul&auml;ssig.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) R&uuml;gt der Beschwerdef&uuml;hrer, das FG habe Beweisantr&auml;ge &uuml;bergangen, so muss er nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) u.a. substantiiert darlegen, inwiefern das angefochtene Urteil &#8211;ausgehend von der materiell-rechtlichen Auffassung der Vorinstanz&#8211; auf der unterlassenen Beweisaufnahme beruhen k&ouml;nne (vgl. die Nachweise aus der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung bei Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 120 Rz 69).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Diesen Anforderungen gen&uuml;gt die vorstehende Verfahrensr&uuml;ge der Kl&auml;gerin nicht. Wie den Entscheidungsgr&uuml;nden des angefochtenen FG-Urteils (S. 5 f.) zu entnehmen ist, h&auml;tte das FG offensichtlich auch dann nicht anders entschieden, wenn es davon ausgegangen w&auml;re, dass nicht (allein) der Ehemann, sondern auch oder nur die Kl&auml;gerin das Fahrgesch&auml;ft X betrieben h&auml;tte. Denn auch f&uuml;r diesen Fall sah sich das FG im Hinblick auf das aus &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) folgende Aufteilungs- und Abzugsverbot daran gehindert, die durch den Wohnwagen und die darin eingebaute K&uuml;che verursachten Aufwendungen als ganz oder teilweise betrieblich veranlasst anzusehen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Trotz des durch diese Ausf&uuml;hrungen des FG gegebenen Anlasses hat die Kl&auml;gerin keine Angaben dazu gemacht, inwieweit die unterlassene Beweisaufnahme auf der Grundlage des vom FG eingenommenen materiell-rechtlichen Standpunkts f&uuml;r das FG entscheidungserheblich h&auml;tte werden k&ouml;nnen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Auch die zweite Verfahrensr&uuml;ge der Kl&auml;gerin, das FG habe ihren Antrag auf Vernehmung ihres Ehemannes als Zeugen zu der Frage &uuml;bergangen, ob sie (Kl&auml;gerin) in den Streitjahren ein Zimmer im Anwesen ihres (verstorbenen) Vaters in Y innegehabt habe, entspricht nicht den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Auch in Bezug auf diese R&uuml;ge vermochte die Kl&auml;gerin nicht schl&uuml;ssig vorzutragen, dass die angefochtene Vorentscheidung &#8211;ausgehend von der vom FG vertretenen materiell-rechtlichen Auffassung&#8211; auf der unterlassenen Zeugeneinvernahme beruhen k&ouml;nne. Zu entsprechenden Ausf&uuml;hrungen h&auml;tte umso mehr Anlass bestanden, als das FG auf S. 6 des angefochtenen Urteils im Anschluss an die Ermittlungen des Steuerfahndungspr&uuml;fers und des Vollziehungsbeamten des Beklagten und Beschwerdegegners (Finanzamt) davon ausging, dass das erw&auml;hnte Zimmer im Anwesen des Vaters, selbst wenn es der Kl&auml;gerin bereits in den Streitjahren zur Verf&uuml;gung gestanden haben sollte, nicht &quot;als Wohnung der Kl&auml;gerin und ihrer Familie Verwendung gefunden (habe)&quot;. Gegenteiliges hatte die Kl&auml;gerin im finanzgerichtlichen Verfahren nicht behauptet. In ihrem Klagebegr&uuml;ndungsschriftsatz vom 10. Januar 2007 hatte sie lediglich ausgef&uuml;hrt, sie &quot;selbst (habe) ein Zimmer im Anwesen ihres &#8230; verstorbenen Vaters (besessen) &#8230;&quot;. Etwas anderes scheint die Kl&auml;gerin im &Uuml;brigen auch im Beschwerdeverfahren nicht behaupten zu wollen, wie sich aus ihrer Formulierung der im Folgenden unter 3. wiedergegebenen Rechtsfrage von (vorgeblich) grunds&auml;tzlicher Bedeutung ergibt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Entgegen der von der Kl&auml;gerin vertretenen Auffassung kommt der von ihr aufgeworfenen Rechtsfrage keine grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. von &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO zu. Die Kl&auml;gerin h&auml;lt die Rechtsfrage f&uuml;r grunds&auml;tzlich bedeutsam, &quot;ob die Anschaffung eines Wohnwagens durch einen Schausteller betrieblich veranlasst ist, wenn der Wohnwagen angeschafft werden muss, um ein Fahrgesch&auml;ft innerhalb des Gebiets der Bundesrepublik Deutschland zu begleiten, auch wenn die Schaustellerfamilie wegen der weit &uuml;berwiegenden zeitlichen Abwesenheit von ihrem sonstigen Lebensmittelpunkt dort keine andere Wohnung unterh&auml;lt&quot;.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Diese Rechtsfrage ist indes nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, weil sie offensichtlich so zu beantworten ist, wie es das FG im angefochtenen Urteil getan hat, die Rechtslage also eindeutig ist (zur fehlenden Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit in diesem Fall vgl. z.B. Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 115 Rz 28, m.w.N.). Bildet der Wohnwagen eines Schaustellers &#8211;wie in der von der Kl&auml;gerin formulierten Rechtsfrage vorausgesetzt&#8211; dessen einzige Wohnung, so vermag der (ureigene) private Anlass des Wohnens i.S. von &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 EStG unter keinen Umst&auml;nden hinter die bei Schaustellern zweifelsohne gegebene betriebliche (Mit-)Veranlassung des Unterhaltens eines Wohnwagens zur&uuml;ckzutreten. Die Kl&auml;gerin vermochte denn auch keine Zitate aus der Rechtsprechung und\/ oder Literatur anzuf&uuml;hren, welche ihre Ansicht von der (so gut wie) ausschlie&szlig;lichen betrieblichen Veranlassung der streitigen Aufwendungen st&uuml;tzen k&ouml;nnten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zur Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung dieser Rechtsfrage gen&uuml;gte auch nicht der Hinweis der Kl&auml;gerin, dass die Revisionsentscheidung f&uuml;r eine gr&ouml;&szlig;ere Zahl von F&auml;llen von Schaustellerfamilien von Bedeutung sei; denn daraus ergibt sich nicht, dass die Rechtsfrage inhaltlich kl&auml;rungsbed&uuml;rftig ist (st&auml;ndige BFH-Rechtsprechung, vgl. Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 116 Rz 34, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschlu&szlig; vom 21.2.2008, X B 175\/07 Anforderungen an die R&uuml;gen des &Uuml;bergehens von Beweisantr&auml;gen und zur grunds&auml;tzlichen Bedeutung &#8211; Aufwendungen eines Schaustellers f&uuml;r einen Wohnwagen Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. Die von der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) erhobenen Verfahrensr&uuml;gen entsprechen nicht den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-175-07-anforderungen-an-die-ruegen-des-uebergehens-von-beweisantraegen-und-zur-grundsaetzlichen-bedeutung-aufwendungen-eines-schaustellers-fuer-einen-wohnwagen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;175\/07 &#8211; Anforderungen an die R&uuml;gen des &Uuml;bergehens von Beweisantr&auml;gen und zur grunds&auml;tzlichen Bedeutung &#8211; Aufwendungen eines Schaustellers f&uuml;r einen Wohnwagen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-16737","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16737","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16737"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16737\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16737"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16737"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16737"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}