{"id":16791,"date":"2012-12-10T10:03:13","date_gmt":"2012-12-10T08:03:13","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=16791"},"modified":"2012-12-10T10:03:13","modified_gmt":"2012-12-10T08:03:13","slug":"viii-b-225-07-befangenheit-als-gegenstand-einer-nichtzulassungsbeschwerde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-b-225-07-befangenheit-als-gegenstand-einer-nichtzulassungsbeschwerde\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;B&nbsp;225\/07 &#8211; Befangenheit als Gegenstand einer Nichtzulassungsbeschwerde"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschlu&szlig; vom 8.2.2008, VIII B 225\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Befangenheit als Gegenstand einer Nichtzulassungsbeschwerde<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Nichtzulassungsbeschwerde hat keinen Erfolg. Es kann offenbleiben, ob die Beschwerdebegr&uuml;ndung den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO gen&uuml;gt. Jedenfalls liegen die geltend gemachten Gr&uuml;nde f&uuml;r eine Zulassung der Revision gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 FGO nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Rechtssache hat keine grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. von &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO. Es ist nicht zweifelhaft und bedarf daher keiner Kl&auml;rung in einem Revisionsverfahren, dass die Festsetzung eines Versp&auml;tungszuschlags im Einkommensteuerbescheid einen wirksamen Verwaltungsakt darstellt. Von grunds&auml;tzlicher Bedeutung ist auch nicht die mit der Beschwerde ger&uuml;gte angeblich ungleiche Festsetzung von Versp&auml;tungszuschl&auml;gen durch den Beklagten und Beschwerdegegner (Finanzamt). Da die Festsetzung von Versp&auml;tungszuschl&auml;gen gem&auml;&szlig; &sect; 152 der Abgabenordnung (AO) eine Ermessensentscheidung darstellt, orientiert sie sich zwangsl&auml;ufig am jeweiligen Einzelfall und entzieht sich einer Verallgemeinerung. Zudem ist sie gerichtlich nur beschr&auml;nkt &uuml;berpr&uuml;fbar (&sect; 102 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit sich die Beschwerde au&szlig;erdem gegen angebliche Fehler des Finanzgerichts (FG) bei der Anwendung des materiellen Rechts, insbesondere der Vorschrift des &sect; 152 AO wendet, handelt es sich um materiell-rechtliche Fragen, die im Verfahren der Nichtzulassungsbeschwerde grunds&auml;tzlich nicht gepr&uuml;ft werden k&ouml;nnen. Besonders schwer wiegende Rechtsfehler, die willk&uuml;rlich erscheinen, dadurch das Vertrauen in die Rechtsprechung untergraben k&ouml;nnten und deshalb ausnahmsweise die Zulassung der Revision gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO rechtfertigen, liegen ersichtlich nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist auch nicht wegen eines Verfahrensfehlers gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Verfahrensversto&szlig; des FG ergibt sich nicht daraus, dass das FG Beweisantr&auml;gen des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) nicht nachgekommen ist. Die angebotenen Beweise waren n&auml;mlich nach der Rechtsauffassung des FG, nach der es bei der Festsetzung von Versp&auml;tungszuschl&auml;gen keine Gleichheit im Unrecht gibt, nicht entscheidungserheblich. F&uuml;r die Pr&uuml;fung, ob dem FG ein Verfahrensfehler unterlaufen ist, ist jeweils von der materiell-rechtlichen Auffassung des FG auszugehen. Danach war das FG auch nicht verpflichtet, den Sachverhalt insoweit von sich aus gem&auml;&szlig; &sect; 76 Abs. 1 FGO weiter aufzukl&auml;ren. Es liegt auch kein Versto&szlig; gegen die gerichtliche F&uuml;rsorgepflicht (&sect; 76 Abs. 2 FGO) vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Verfahrensfehler ergibt sich auch nicht aus der behaupteten Befangenheit der Richterin des FG. Diese war nicht wegen einer noch nicht beschiedenen Ablehnung wegen Befangenheit gehindert, das angefochtene Urteil zu f&auml;llen. Der Kl&auml;ger behauptet selbst nicht, in diesem finanzgerichtlichen Verfahren einen Befangenheitsantrag gestellt zu haben. Das Gesuch h&auml;tte dort f&ouml;rmlich gestellt werden m&uuml;ssen (&sect; 51 FGO i.V.m. &sect; 44 Abs. 1 der Zivilprozessordnung &#8211;ZPO&#8211;). Nach der Verhandlung ist ein Ablehnungsgesuch wegen eines fr&uuml;heren Verhaltens des Richters unzul&auml;ssig (&sect;&sect; 43, 44 Abs. 4 ZPO; vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs vom 24. Mai 2007 VII S 22\/06 (PKH), BFH\/NV 2007, 1903).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu Unrecht r&uuml;gt der Kl&auml;ger, das angefochtene Urteil sei in einem wesentlichen Punkt nicht mit Gr&uuml;nden versehen. Das FG hat sich mit der Auffassung des Kl&auml;gers, die Festsetzung von Versp&auml;tungszuschl&auml;gen sei europarechtswidrig, weil sie in den Wettbewerb unter den Steuerberatern eingreife, ausreichend &#8211;wenn auch knapp&#8211; auseinandergesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschlu&szlig; vom 8.2.2008, VIII B 225\/07 Befangenheit als Gegenstand einer Nichtzulassungsbeschwerde Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Nichtzulassungsbeschwerde hat keinen Erfolg. Es kann offenbleiben, ob die Beschwerdebegr&uuml;ndung den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO gen&uuml;gt. 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