{"id":16866,"date":"2012-12-10T15:11:26","date_gmt":"2012-12-10T13:11:26","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=16866"},"modified":"2012-12-10T15:11:26","modified_gmt":"2012-12-10T13:11:26","slug":"x-b-133-07-anforderungen-an-die-ruegen-von-verstoessen-des-fg-gegen-die-sachaufklaerungspflicht-sowie-des-vorliegens-eines-erheblichen-rechtsanwendungsfehlers-bei-schaetzungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-133-07-anforderungen-an-die-ruegen-von-verstoessen-des-fg-gegen-die-sachaufklaerungspflicht-sowie-des-vorliegens-eines-erheblichen-rechtsanwendungsfehlers-bei-schaetzungen\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;133\/07 &#8211; Anforderungen an die R&uuml;gen von Verst&ouml;&szlig;en des FG gegen die Sachaufkl&auml;rungspflicht sowie des Vorliegens eines erheblichen Rechtsanwendungsfehlers bei Sch&auml;tzungen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschlu&szlig; vom 1.4.2008, X B 133\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Anforderungen an die R&uuml;gen von Verst&ouml;&szlig;en des FG gegen die Sachaufkl&auml;rungspflicht sowie des Vorliegens eines erheblichen Rechtsanwendungsfehlers bei Sch&auml;tzungen<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig. Die Beschwerdebegr&uuml;ndung des Kl&auml;gers und Revisionskl&auml;gers (Kl&auml;ger) entspricht nicht den Darlegungserfordernissen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 i.V.m. &sect; 115 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) erfordert eine ordnungsgem&auml;&szlig;e Begr&uuml;ndung i.S. von &sect; 116 Abs. 3 FGO, dass sich der Beschwerdef&uuml;hrer mit den Gr&uuml;nden der Vorentscheidung auseinandersetzt. Die Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde muss aus sich heraus erkennen lassen, dass der Beschwerdef&uuml;hrer anhand der Gr&uuml;nde des finanzgerichtlichen Urteils sein bisheriges Vorbringen &uuml;berpr&uuml;ft hat (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 6. Oktober 1982 I R 71\/82, BFHE 136, 521, BStBl II 1983, 48). Sie muss auf den zur Entscheidung stehenden Fall zugeschnitten sein. Die Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde muss erkennen lassen, welche Gr&uuml;nde tats&auml;chlicher oder rechtlicher Art nach Ansicht des Beschwerdef&uuml;hrers das angefochtene Urteil als unrichtig erscheinen lassen und welche Gesichtspunkte dem entgegengestellt werden (BFH-Entscheidungen vom 16. Oktober 1984 IX R 177\/83, BFHE 143, 196, BStBl II 1985, 470; vom 8. Mai 1985 I R 108\/81, BFHE 144, 40, BStBl II 1985, 523).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Eine Verweisung auf die Begr&uuml;ndung in einem anderen Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren ist deshalb grunds&auml;tzlich nicht ausreichend, denn die Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde muss aus sich selbst heraus erkennen lassen, dass der Beschwerdef&uuml;hrer sich mit der angegriffenen Entscheidung auseinandergesetzt hat. Ausnahmsweise reicht, dass eine Abschrift des in Bezug genommenen Schriftsatzes eingereicht und ausdr&uuml;cklich zum Gegenstand des Vortrags gemacht wird (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 28. April 1987 VIII R 307\/81, BFH\/NV 1987, 793, und vom 30. Juni 1987 VIII R 104\/83, BFH\/NV 1988, 306, jeweils m.w.N.). Im vorliegenden Fall hat der Kl&auml;ger in der Begr&uuml;ndung seiner Nichtzulassungsbeschwerde zwar ausdr&uuml;cklich auf sein Vorbringen in den Verfahren X B 92\/07, X B 104\/07 und X B 132\/07 Bezug genommen, jedoch keine Abschrift der in jenen Rechtssachen eingereichten Schrifts&auml;tze beigef&uuml;gt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der verbleibende Inhalt der Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde gen&uuml;gt f&uuml;r sich allein den oben beschriebenen Anforderungen an eine ordnungsgem&auml;&szlig;e Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Unrichtigkeiten im Tatbestand des finanzgerichtlichen Urteils sind nicht im Rechtsmittelverfahren beim BFH, sondern nur mit einem fristgebundenen Antrag auf Tatbestandsberichtigung beim Finanzgericht &#8211;FG&#8211; (&sect; 108 FGO) geltend zu machen (Senatsbeschluss vom 18. Juli 2006 X B 206\/05, BFH\/NV 2006, 1877).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Soweit der Kl&auml;ger &quot;richtigstellt&quot;, die Genehmigung zum Betreiben des Verkaufsstandes A sei nicht ihm, sondern der Firma B-GmbH erteilt worden, handelt es sich um einen neuen Tatsachenvortrag, der in der Revisionsinstanz keine Ber&uuml;cksichtigung findet (BFH-Urteile vom 20. Mai 1969 II 25\/61, BFHE 96, 129, BStBl II 1969, 550; vom 23. Juli 1981 IV R 156\/76, BFHE 133, 421, BStBl II 1981, 672). Eine abweichende Sachverhaltsdarstellung ist f&uuml;r sich nicht geeignet, die Bindung der Revisionsinstanz an den vom FG festgestellten Sachverhalt zu beseitigen (BFH-Urteil vom 1. Dezember 1995 III R 125\/93, BFHE 179, 115, BStBl II 1996, 91, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                4. Der Kl&auml;ger legt einen Versto&szlig; des FG gegen die Sachaufkl&auml;rungspflicht (&sect; 76 Abs. 1 Satz 1 FGO) nicht in der gebotenen Weise dar. Die R&uuml;gen, das FG habe den entscheidungserheblichen Sachverhalt durch Nichterhebung angebotener Zeugenvernehmungen, Sachverst&auml;ndigengutachten und &Uuml;bernahme der Feststellungen des Beklagten und Beschwerdegegners (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ohne eigene Ermittlungsma&szlig;nahmen nicht hinreichend aufgekl&auml;rt, werden nicht schl&uuml;ssig vorgetragen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Die formgerechte R&uuml;ge mangelnder Sachaufkl&auml;rung durch Nichterhebung angebotener Beweise setzt voraus, dass der Beschwerdef&uuml;hrer die ermittlungsbed&uuml;rftigen Tatsachen (Beweisthemen), die angebotenen Beweismittel, die genauen Fundstellen (Schriftsatz oder Terminsprotokoll, in denen die Beweismittel benannt worden sind, die das FG nicht erhoben hat), das voraussichtliche Ergebnis der Beweisaufnahme, inwieweit das Urteil des FG aufgrund dessen sachlich-rechtlicher Auffassung auf der unterbliebenen Beweisaufnahme beruhen kann, darlegt und ausf&uuml;hrt, dass &#8211;sofern die Voraussetzungen des &sect; 295 der Zivilprozessordnung (ZPO) gegeben sind&#8211; bei n&auml;chster sich bietender Gelegenheit die Nichterhebung der Beweise ger&uuml;gt worden ist oder dass die Absicht des FG, die angebotenen Beweise nicht zu erheben, nicht rechtzeitig erkennbar war, um dies noch vor dem FG r&uuml;gen zu k&ouml;nnen (Senatsbeschluss vom 17. Februar 2004 X B 142\/03, nicht ver&ouml;ffentlicht &#8211;n.v.&#8211;).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Diesen Erfordernissen gen&uuml;gt die Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit dem Vorbringen, das FG habe die angebotenen Zeugen nicht vernommen, legt der Kl&auml;ger den von ihm behaupteten Verfahrensfehler der Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht nicht in der gebotenen Weise dar. Der rechtskundig vertretene Kl&auml;ger legt vor allem nicht dar, die unterbliebenen Zeugenvernehmungen rechtzeitig ger&uuml;gt zu haben. Umst&auml;nde, die darauf hindeuten, dass er an einer rechtzeitigen R&uuml;ge vor dem FG gehindert war, wurden ebenfalls nicht dargelegt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Auch kann die weitere R&uuml;ge, das FG habe die Beweisantr&auml;ge des Kl&auml;gers zur Zeugeneinvernahme fehlinterpretiert und seine F&uuml;rsorge- und Hinweispflicht (&sect; 76 Abs. 2 FGO) verletzt, nicht die Revisionszulassung begr&uuml;nden. Diese R&uuml;ge erfordert die substantiierte Darlegung, was ohne eine solche Rechtsverletzung &#8211;im Streitfall von den Zeugen&#8211; noch Entscheidungserhebliches vorgetragen worden w&auml;re (BFH-Beschluss vom 10. Oktober 2007 IV B 130\/06, IV B 131\/06, BFH\/NV 2008, 233). Dieses Vorbringen fehlt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                d) Mit dem pauschalen Einwand, das FG habe seinen Antrag zur Einholung eines Sachverst&auml;ndigengutachtens fehlinterpretiert, legt der Kl&auml;ger einen Versto&szlig; des FG gegen die Sachaufkl&auml;rungspflicht nicht schl&uuml;ssig dar. Er hat im FG-Verfahren beantragt, ein Sachverst&auml;ndigengutachten zu der Frage einzuholen, ob die Bargeldverkehrsrechnung im Streitfall unter Einbeziehung mehrerer Betriebe durchgef&uuml;hrt werden durfte. Hierin liegt die R&uuml;ge einer falschen Rechtsanwendung der gew&auml;hlten Sch&auml;tzungsmethode durch das FG, nicht aber eines Versto&szlig;es des FG gegen die Sachaufkl&auml;rungspflicht. Denn die Frage, unter welchen Voraussetzungen eine Sch&auml;tzung der Besteuerungsgrundlagen zul&auml;ssig ist, erfordert ebenso wie die Bestimmung der ma&szlig;geblichen Sch&auml;tzungskriterien eine rechtliche Beurteilung, die in erster Linie dem FG obliegt und weder regelm&auml;&szlig;ig noch in bestimmten Einzelf&auml;llen durch ein Sachverst&auml;ndigengutachten vorbereitet werden muss (Senatsbeschl&uuml;sse vom 27. Februar 2007 X B 7\/06, BFH\/NV 2007, 1167; vom 1. September 2004 X B 162\/03, BFH\/NV 2005, 224). Die R&uuml;ge der falschen Rechtsanwendung und tats&auml;chlichen W&uuml;rdigung des Streitfalles durch das FG im Rahmen einer Sch&auml;tzung ist aber im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren grunds&auml;tzlich unbeachtlich (vgl. Senatsbeschluss vom 17. Februar 2004 X B 142\/03, n.v.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                e) Schlie&szlig;lich f&uuml;hrt die weitere R&uuml;ge, das FG sei den Feststellungen des FA aus dem Fahndungsbericht &quot;in gl&auml;ubiger Befolgung&quot; ohne eigene Ermittlungen &quot;gefolgt&quot;, nicht zur Zulassung der Revision. In der damit sinngem&auml;&szlig; erhobenen R&uuml;ge der fehlerhaften Beweisw&uuml;rdigung durch das FG liegt kein Verfahrensfehler, sondern ein Angriff auf die materiell-rechtliche Auffassung des FG. Diese rechtfertigt nicht die Zulassung der Revision (s. hierzu z.B. Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 115 Rz 76 und 82, m.w.N. aus der Rechtsprechung).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                4. Sollte die Aussage des Kl&auml;gers, das FG sei voreingenommen gewesen, als (erneute) R&uuml;ge der Befangenheit bzw. der Ablehnung seines fr&uuml;heren Befangenheitsantrags zu verstehen sein, w&uuml;rden die Einw&auml;nde unbeachtlich sein bzw. die Anforderungen an die Darlegung eines Verfahrensmangels nicht erf&uuml;llen. Der im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren wiederholte Einwand, die Berufsrichter des erkennenden Senats beim FG seien befangen gewesen, ist unbeachtlich. Ein Ablehnungsgesuch (&sect; 51 Abs. 1 FGO i.V.m. &sect; 44 Abs. 1 ZPO) durch einen Beteiligten &#8211;hier den Kl&auml;ger&#8211; ist grunds&auml;tzlich nur bis zur Beendigung der Instanz, also im Streitfall bis zur Beendigung des Verfahrens vor dem FG zul&auml;ssig, da dem Antrag mangels Auswirkung auf die Sachentscheidung sonst das Rechtsschutzbed&uuml;rfnis fehlt (Senatsbeschluss vom 18. Mai 2005 X B 107\/04, BFH\/NV 2005, 1617; Gr&auml;ber\/Stapperfend, a.a.O., &sect; 51 Rz 29).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                5. Die vom Kl&auml;ger gegen die Sch&auml;tzung des FG erhobenen Einw&auml;nde verm&ouml;gen die Zulassung der Revision nicht zu begr&uuml;nden. Der Kl&auml;ger legt einen erheblichen Rechtsanwendungsfehler des FG bei der Sch&auml;tzung der Ums&auml;tze, der gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO zur Zulassung der Revision f&uuml;hren k&ouml;nnte (Senatsbeschl&uuml;sse vom 24. Oktober 2007 X B 126\/07, n.v.; vom 16. Januar 2007 X B 38\/06, BFH\/NV 2007, 757), nicht hinreichend dar.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Die R&uuml;ge der falschen Rechtsanwendung und tats&auml;chlichen W&uuml;rdigung des Streitfalles durch das FG im Rahmen einer Sch&auml;tzung ist im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren grunds&auml;tzlich unbeachtlich (Senatsbeschluss vom 17. Februar 2004 X B 142\/03, n.v.). Dies gilt insbesondere f&uuml;r Einw&auml;nde gegen die Richtigkeit von Steuersch&auml;tzungen (Verst&ouml;&szlig;e gegen anerkannte Sch&auml;tzungsgrunds&auml;tze, Denkgesetze und Erfahrungss&auml;tze sowie materielle Rechtsfehler, vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 31. Juli 2007 X B 36\/07, n.v.). Ein zur Zulassung der Revision berechtigender erheblicher Rechtsfehler aufgrund objektiver Willk&uuml;r kann allenfalls in F&auml;llen bejaht werden, in denen das Sch&auml;tzungsergebnis des FG wirtschaftlich unm&ouml;glich und damit schlechthin unvertretbar ist (Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 115 Rz 69, m.w.N.). Ein Versto&szlig; gegen Denkgesetze f&uuml;hrt bei Sch&auml;tzungen erst zur Zulassung der Revision wegen willk&uuml;rlich falscher Rechtsanwendung, wenn sich das Ergebnis der Sch&auml;tzung als offensichtlich realit&auml;tsfremd darstellt (Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 115 Rz 69, m.w.N.). Das Vorliegen dieser besonderen Umst&auml;nde ist in der Beschwerdeschrift darzulegen (Senatsbeschluss vom 9. August 2007 X B 218\/06, BFH\/NV 2007, 2273).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Dies ist nicht geschehen. Der Kl&auml;ger legt nicht in der erforderlichen Weise dar, dass das Sch&auml;tzungsergebnis des FG willk&uuml;rlich und realit&auml;tsfremd ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Seine Ausf&uuml;hrungen ersch&ouml;pfen sich nach Art einer Revisionsbegr&uuml;ndung in kritischen &Auml;u&szlig;erungen dar&uuml;ber, dass und warum die vom FG vorgenommene rechtliche Beurteilung und tats&auml;chliche W&uuml;rdigung des Streitfalles unrichtig sein soll. Es fehlen substantiierte Ausf&uuml;hrungen dazu, warum die auf allen Ebenen der Sch&auml;tzung ger&uuml;gten Rechtsfehler im Streitjahr zu einem willk&uuml;rlichen und realit&auml;tsfremden Sch&auml;tzungsergebnis gef&uuml;hrt haben sollen. Das FG hat die im &Auml;nderungsbescheid vom 30. April 2007 angesetzten steuerpflichtigen Ums&auml;tze zum Steuersatz 7 % in H&ouml;he von &#8230; DM im Streitjahr als schl&uuml;ssig und wirtschaftlich m&ouml;glich angesehen. Die Beschwerdebegr&uuml;ndung enth&auml;lt keine Ausf&uuml;hrungen, warum Ums&auml;tze in dieser H&ouml;he &#8211;auch unter Ber&uuml;cksichtigung der anerkannten Vorsteuerbetr&auml;ge von rd. &#8230; DM und der hieraus resultierenden Wareneink&auml;ufe&#8211; im Streitjahr willk&uuml;rlich und realit&auml;tsfremd sein sollen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                6. Die ger&uuml;gten Verletzungen des rechtlichen Geh&ouml;rs (&sect; 119 Nr. 3 FGO) wegen einer &Uuml;berraschungsentscheidung des FG und nicht erfolgten Sachvortrags und Rechtsgespr&auml;chs des FG in der m&uuml;ndlichen Verhandlung werden nicht hinreichend dargelegt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Das FG trifft eine &Uuml;berraschungsentscheidung und verst&ouml;&szlig;t damit gegen Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes, &sect;&sect; 76 und 96 FGO, wenn es seine Entscheidung auf einen bis dahin nicht er&ouml;rterten rechtlichen oder tats&auml;chlichen Gesichtspunkt st&uuml;tzt und damit dem Rechtsstreit eine Wendung gibt, mit der auch ein gewissenhafter und kundiger Prozessbeteiligter selbst unter Ber&uuml;cksichtigung der Vielzahl vertretbarer Rechtsauffassungen nach dem bisherigen Verlauf des Verfahrens nicht zu rechnen brauchte (Beschl&uuml;sse des Bundesverfassungsgerichts vom 29. Mai 1991&nbsp;&nbsp;1 BvR 1383\/90, BVerfGE 84, 188, sowie des BFH vom 15. M&auml;rz 2002 X B 175\/01, BFH\/NV 2002, 944; vom 2. April 2002 X B 56\/01, BFH\/NV 2002, 947, und vom 11. Januar 2007 XI B 22\/06, BFH\/NV 2007, 909, m.w.N.). Die schl&uuml;ssige R&uuml;ge der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r durch Erlass einer &Uuml;berraschungsentscheidung erfordert substantiierte Darlegungen dazu, was der Beschwerdef&uuml;hrer bei ausreichender Gew&auml;hrung rechtlichen Geh&ouml;rs noch vorgetragen h&auml;tte und inwiefern dieses Vorbringen m&ouml;glicherweise zu einer anderen Entscheidung des Gerichts h&auml;tte f&uuml;hren k&ouml;nnen (Senatsbeschluss vom 31. Juli 2007 X B 36\/07, n.v.). Ein solches Vorbringen fehlt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zudem widerspricht das Vorbringen des Kl&auml;gers, das finanzgerichtliche Urteil sei &uuml;berraschend zu einem Zeitpunkt ergangen, in dem der Kl&auml;ger nicht habe damit rechnen k&ouml;nnen, dass nicht mehr m&uuml;ndlich verhandelt werde, dem Inhalt des Protokolls der Sitzung vom 3. Mai 2007. In diesem ist der verk&uuml;ndete Gerichtsbeschluss aufgef&uuml;hrt, wonach die m&uuml;ndliche Verhandlung u.a. in diesem Verfahren, der Streitsache 10 K 204\/03, geschlossen und die Entscheidung am Schluss der Sitzung verk&uuml;ndet werde (Bl. 71 der FG-Akte).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Mit der R&uuml;ge, das FG habe seinen Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r dadurch verletzt, dass entgegen &sect;&sect; 92 Abs. 2, 93 Abs. 1 FGO der Sachbericht in den m&uuml;ndlichen Verhandlungen nicht vorgetragen und &uuml;ber die Sache kein Rechtsgespr&auml;ch gef&uuml;hrt worden sei, legt der Kl&auml;ger den behaupteten Verfahrensmangel nicht schl&uuml;ssig dar.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Da etwaige Verst&ouml;&szlig;e im Zusammenhang mit &sect; 92 Abs. 2 FGO und &sect; 93 Abs. 1 FGO zu den M&auml;ngeln geh&ouml;ren, auf die gem&auml;&szlig; &sect; 295 Abs. 1 ZPO i.V.m. &sect; 155 FGO verzichtet werden kann (BFH-Beschluss vom 2. Februar 2004 VIII B 59\/03, n.v.), muss in der Beschwerdebegr&uuml;ndung darauf eingegangen werden, ob eine solche R&uuml;ge in der nachfolgenden m&uuml;ndlichen Verhandlung erhoben worden ist oder aus welchem Grund dies nicht m&ouml;glich war. Derlei Ausf&uuml;hrungen fehlen. Der Kl&auml;ger hat nach den Niederschriften zu den m&uuml;ndlichen Verhandlungen weder beantragt, den Sachbericht des Streitfalles vortragen zu lassen, noch hat er die R&uuml;ge erhoben, es sei kein Rechtsgespr&auml;ch gef&uuml;hrt worden. Zur Aus&uuml;bung seines R&uuml;gerechts &auml;u&szlig;ert sich der Kl&auml;ger in der Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht, obwohl er nach Aktenlage sein R&uuml;gerecht verloren hat. Es ergibt sich au&szlig;erdem aus den Niederschriften der m&uuml;ndlichen Verhandlungen vom 14. Dezember 2006 und 3. Mai 2007, dass der wesentliche Inhalt der Akten f&uuml;r die zur gemeinsamen Verhandlung verbundenen Verfahren (&sect; 73 Abs. 1 Satz 1 FGO) unter Einbeziehung der Streitsache vorgetragen und mit den Beteiligten er&ouml;rtert worden (m&uuml;ndliche Verhandlung vom 14. Dezember 2006) oder den Beteiligten Gelegenheit zur Stellungnahme vor Schlie&szlig;ung der m&uuml;ndlichen Verhandlung am 3. Mai 2007 einger&auml;umt worden ist. Gem&auml;&szlig; &sect; 94 FGO i.V.m. &sect; 165 ZPO ist (bis zum Nachweis der F&auml;lschung und Protokollberichtigung, vgl. &sect; 165 Satz 2 ZPO) davon auszugehen, dass das Protokoll richtig ist (Gr&auml;ber\/Koch, a.a.O., &sect; 94 Rz 22) und somit Sachvortrag und Rechtsgespr&auml;ch stattgefunden haben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschlu&szlig; vom 1.4.2008, X B 133\/07 Anforderungen an die R&uuml;gen von Verst&ouml;&szlig;en des FG gegen die Sachaufkl&auml;rungspflicht sowie des Vorliegens eines erheblichen Rechtsanwendungsfehlers bei Sch&auml;tzungen Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig. Die Beschwerdebegr&uuml;ndung des Kl&auml;gers und Revisionskl&auml;gers (Kl&auml;ger) entspricht nicht den Darlegungserfordernissen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 i.V.m. &sect; 115 Abs. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-133-07-anforderungen-an-die-ruegen-von-verstoessen-des-fg-gegen-die-sachaufklaerungspflicht-sowie-des-vorliegens-eines-erheblichen-rechtsanwendungsfehlers-bei-schaetzungen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;133\/07 &#8211; Anforderungen an die R&uuml;gen von Verst&ouml;&szlig;en des FG gegen die Sachaufkl&auml;rungspflicht sowie des Vorliegens eines erheblichen Rechtsanwendungsfehlers bei Sch&auml;tzungen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-16866","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16866","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16866"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16866\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16866"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16866"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16866"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}