{"id":16989,"date":"2012-12-10T15:11:27","date_gmt":"2012-12-10T13:11:27","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=16989"},"modified":"2012-12-10T15:11:27","modified_gmt":"2012-12-10T13:11:27","slug":"x-b-135-07-nichtzulassungsbeschwerde-anforderungen-an-die-ruegen-von-verstoessen-des-fg-gegen-die-sachaufklaerungspflicht-und-die-hinweispflicht-des-vorliegens-eines-erheblichen-rechtsanwendungsfehler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-135-07-nichtzulassungsbeschwerde-anforderungen-an-die-ruegen-von-verstoessen-des-fg-gegen-die-sachaufklaerungspflicht-und-die-hinweispflicht-des-vorliegens-eines-erheblichen-rechtsanwendungsfehler\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;135\/07 &#8211; Nichtzulassungsbeschwerde: Anforderungen an die R&uuml;gen von Verst&ouml;&szlig;en des FG gegen die Sachaufkl&auml;rungspflicht und die Hinweispflicht, des Vorliegens eines erheblichen Rechtsanwendungsfehlers bei Sch&auml;tzungen sowie einer &Uuml;berraschungsentscheidung &#8211; R&uuml;geverzicht"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschlu&szlig; vom 1.4.2008, X B 135\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Nichtzulassungsbeschwerde: Anforderungen an die R&uuml;gen von Verst&ouml;&szlig;en des FG gegen die Sachaufkl&auml;rungspflicht und die Hinweispflicht, des Vorliegens eines erheblichen Rechtsanwendungsfehlers bei Sch&auml;tzungen sowie einer &Uuml;berraschungsentscheidung &#8211; R&uuml;geverzicht<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig. Die Beschwerdebegr&uuml;ndung des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) entspricht nicht den Darlegungserfordernissen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 i.V.m. &sect; 115 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) erfordert eine ordnungsgem&auml;&szlig;e Begr&uuml;ndung i.S. von &sect; 116 Abs. 3 FGO, dass sich der Beschwerdef&uuml;hrer mit den Gr&uuml;nden der Vorentscheidung auseinandersetzt. Die Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde muss aus sich heraus erkennen lassen, dass der Beschwerdef&uuml;hrer anhand der Gr&uuml;nde des finanzgerichtlichen Urteils sein bisheriges Vorbringen &uuml;berpr&uuml;ft hat (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 6. Oktober 1982 I R 71\/82, BFHE 136, 521, BStBl II 1983, 48). Sie muss auf den zur Entscheidung stehenden Fall zugeschnitten sein. Die Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde muss erkennen lassen, welche Gr&uuml;nde tats&auml;chlicher oder rechtlicher Art nach Ansicht des Beschwerdef&uuml;hrers das angefochtene Urteil als unrichtig erscheinen lassen und welche Gesichtspunkte dem entgegengestellt werden (BFH-Entscheidungen vom 16. Oktober 1984 IX R 177\/83, BFHE 143, 196, BStBl II 1985, 470; vom 8. Mai 1985 I R 108\/81, BFHE 144, 40, BStBl II 1985, 523).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Eine Verweisung auf die Begr&uuml;ndung in einem anderen Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren ist deshalb grunds&auml;tzlich nicht ausreichend, denn die Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde muss aus sich selbst heraus erkennen lassen, dass der Beschwerdef&uuml;hrer sich mit der angegriffenen Entscheidung auseinandergesetzt hat. Ausnahmsweise reicht, dass eine Abschrift des in Bezug genommenen Schriftsatzes eingereicht und ausdr&uuml;cklich zum Gegenstand des Vortrags gemacht wird (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 28. April 1987 VIII R 307\/81, BFH\/NV 1987, 793, und vom 30. Juni 1987 VIII R 104\/83, BFH\/NV 1988, 306, jeweils m.w.N.). Im vorliegenden Fall hat der Kl&auml;ger in der Begr&uuml;ndung seiner Nichtzulassungsbeschwerde zwar ausdr&uuml;cklich auf sein Vorbringen in den Verfahren X B 92\/07, X B 104\/07, X B 105\/07, X B 132\/07 und X B 133\/07 Bezug genommen, jedoch keine Abschrift der in jenen Rechtssachen eingereichten Schrifts&auml;tze beigef&uuml;gt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der verbleibende Inhalt der Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde gen&uuml;gt f&uuml;r sich allein den oben beschriebenen Anforderungen an eine ordnungsgem&auml;&szlig;e Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Die vom Kl&auml;ger ger&uuml;gten Unrichtigkeiten im Tatbestand des finanzgerichtlichen Urteils sind nicht im Rechtsmittelverfahren beim BFH, sondern nur mit einem fristgebundenen Antrag auf Tatbestandsberichtigung beim Finanzgericht &#8211;FG&#8211; (&sect; 108 FGO) geltend zu machen (Senatsbeschluss vom 18. Juli 2006 X B 206\/05, BFH\/NV 2006, 1877).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Der Kl&auml;ger legt einen Versto&szlig; des FG gegen die Sachaufkl&auml;rungspflicht (&sect; 76 Abs. 1 Satz 1 FGO) nicht in der gebotenen Weise dar. Die R&uuml;gen, das FG habe den entscheidungserheblichen Sachverhalt durch Nichterhebung angebotener Zeugenvernehmungen und &Uuml;bernahme der Feststellungen des Beklagten und Beschwerdegegners (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ohne eigene Ermittlungsma&szlig;nahmen nicht hinreichend aufgekl&auml;rt, sind nicht schl&uuml;ssig vorgetragen worden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Die formgerechte R&uuml;ge mangelnder Sachaufkl&auml;rung durch Nichterhebung angebotener Beweise setzt voraus, dass der Beschwerdef&uuml;hrer die ermittlungsbed&uuml;rftigen Tatsachen (Beweisthemen), die angebotenen Beweismittel, die genauen Fundstellen (Schriftsatz oder Terminsprotokoll, in denen die Beweismittel benannt worden sind, die das FG nicht erhoben hat), das voraussichtliche Ergebnis der Beweisaufnahme, inwieweit das Urteil des FG aufgrund dessen sachlich-rechtlicher Auffassung auf der unterbliebenen Beweisaufnahme beruhen kann, darlegt und ausf&uuml;hrt, dass &#8211;sofern die Voraussetzungen des &sect; 295 der Zivilprozessordnung (ZPO) gegeben sind&#8211; bei n&auml;chster sich bietender Gelegenheit die Nichterhebung der Beweise ger&uuml;gt worden ist oder dass die Absicht des FG, die angebotenen Beweise nicht zu erheben, nicht rechtzeitig erkennbar war, um dies noch vor dem FG r&uuml;gen zu k&ouml;nnen (Senatsbeschluss vom 17. Februar 2004 X B 142\/03, nicht ver&ouml;ffentlicht &#8211;n.v.&#8211;).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Diesen Erfordernissen gen&uuml;gt die Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit dem Vorbringen, das FG habe die angebotenen Zeugen nicht vernommen, legt der Kl&auml;ger den von ihm behaupteten Verfahrensfehler der Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht nicht in der gebotenen Weise dar. Die Beschwerdebegr&uuml;ndung ersch&ouml;pft sich weitgehend in dem Vortrag, das FG habe von zw&ouml;lf benannten Zeugen nur drei Zeugen vernommen. Es fehlen auch Ausf&uuml;hrungen, dass die unterbliebenen Zeugenvernehmungen vom rechtskundig vertretenen Kl&auml;ger rechtzeitig ger&uuml;gt worden sind. Umst&auml;nde, die darauf hindeuten, dass der Kl&auml;ger an einer rechtzeitigen R&uuml;ge vor dem FG gehindert war, wurden ebenfalls nicht dargelegt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zu den unterbliebenen Vernehmungen der Zeugen H und K, deren Vernehmung in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vom 3. Mai 2007 wiederholend beantragt wurde, fehlen jedenfalls Ausf&uuml;hrungen dazu, welches Ergebnis diese Beweisaufnahmen h&auml;tten haben k&ouml;nnen und inwieweit das Urteil des FG auf den unterbliebenen Beweisaufnahmen beruhen soll.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Mangels Vortrags zum mutma&szlig;lichen Beweisergebnis kann auch die weitere R&uuml;ge, das FG habe seine F&uuml;rsorge- und Hinweispflicht (&sect; 76 Abs. 2 FGO) verletzt, indem es dem &#8211;rechtskundig vertretenen&#8211; Kl&auml;ger keine Gelegenheit und Hilfe bei der Formulierung seiner Beweisantr&auml;ge f&uuml;r die beantragten Zeugenvernehmungen gew&auml;hrt habe, nicht die Revisionszulassung zu begr&uuml;nden. Die R&uuml;ge, das FG habe seine Hinweispflicht verletzt, erfordert die substantiierte Darlegung, was ohne eine solche Rechtsverletzung &#8211;im Streitfall von den Zeugen hier vor allem von der Zeugin Z&#8211; noch Entscheidungserhebliches vorgetragen worden w&auml;re (BFH-Beschluss vom 10. Oktober 2007 IV B 130\/06, IV B 131\/06, BFH\/NV 2008, 233).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                4. Die weitere R&uuml;ge, das FG habe die Feststellungen des FA aus dem Fahndungsbericht ohne eigene Ermittlungen &uuml;bernommen, f&uuml;hrt nicht zur Zulassung der Revision. In der damit sinngem&auml;&szlig; erhobenen R&uuml;ge der fehlerhaften Beweisw&uuml;rdigung durch das FG liegt kein Verfahrensfehler, sondern ein Angriff auf die materiell-rechtliche Auffassung des FG. Diese rechtfertigt nicht die Zulassung der Revision (s. hierzu z.B. Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 115 Rz 76 und 82, m.w.N. aus der Rechtsprechung).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                5. Sollten die Ausf&uuml;hrungen des Kl&auml;gers &uuml;ber die Voreingenommenheit der Richter des FG und deren Verhinderung einer Sachverhaltsaufkl&auml;rung als (erneute) R&uuml;ge der Befangenheit bzw. der Ablehnung ihres fr&uuml;heren Befangenheitsantrags zu verstehen sein, w&uuml;rden die Einw&auml;nde unbeachtlich sein bzw. die Anforderungen an die Darlegung eines Verfahrensmangels nicht erf&uuml;llen. Der im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren wiederholte Einwand, die Berufsrichter des erkennenden Senats beim FG seien befangen gewesen, ist unbeachtlich. Ein Ablehnungsgesuch (&sect; 51 Abs. 1 FGO i.V.m. &sect; 44 Abs. 1 ZPO) durch einen Beteiligten &#8211;hier den Kl&auml;ger&#8211; ist grunds&auml;tzlich nur bis zur Beendigung der Instanz, also im Streitfall bis zur Beendigung des Verfahrens vor dem FG zul&auml;ssig, da dem Antrag mangels Auswirkung auf die Sachentscheidung sonst das Rechtsschutzbed&uuml;rfnis fehlt (Senatsbeschluss vom 18. Mai 2005 X B 107\/04, BFH\/NV 2005, 1617; Gr&auml;ber\/Stapperfend, a.a.O., &sect; 51 Rz 29).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                6. Die vom Kl&auml;ger gegen die Sch&auml;tzung des FG erhobenen Einw&auml;nde verm&ouml;gen die Zulassung der Revision nicht zu begr&uuml;nden. Der Kl&auml;ger legt einen erheblichen Rechtsanwendungsfehler des FG bei der Sch&auml;tzung des Umsatzes, der gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO zur Zulassung der Revision f&uuml;hren k&ouml;nnte (Senatsbeschl&uuml;sse vom 24. Oktober 2007 X B 126\/07, n.v.; vom 16. Januar 2007 X B 38\/06, BFH\/NV 2007, 757), nicht dar.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Die R&uuml;ge der falschen Rechtsanwendung und tats&auml;chlichen W&uuml;rdigung des Streitfalles durch das FG im Rahmen einer Sch&auml;tzung ist im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren grunds&auml;tzlich unbeachtlich (Senatsbeschluss vom 17. Februar 2004 X B 142\/03,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                n.v.). Dies gilt insbesondere f&uuml;r Einw&auml;nde gegen die Richtigkeit von Steuersch&auml;tzungen (Verst&ouml;&szlig;e gegen anerkannte Sch&auml;tzungsgrunds&auml;tze, Denkgesetze und Erfahrungss&auml;tze sowie materielle Rechtsfehler, vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 31. Juli 2007 X B 36\/07, n.v.). Ein zur Zulassung der Revision berechtigender erheblicher Rechtsfehler aufgrund objektiver Willk&uuml;r kann allenfalls in F&auml;llen bejaht werden, in denen das Sch&auml;tzungsergebnis des FG wirtschaftlich unm&ouml;glich und damit schlechthin unvertretbar ist (Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 115 Rz 69, m.w.N.). Ein Versto&szlig; gegen Denkgesetze f&uuml;hrt bei Sch&auml;tzungen erst zur Zulassung der Revision wegen willk&uuml;rlich falscher Rechtsanwendung, wenn sich das Ergebnis der Sch&auml;tzung als offensichtlich realit&auml;tsfremd darstellt (Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 115 Rz 69, m.w.N.). Das Vorliegen dieser besonderen Umst&auml;nde ist in der Beschwerdeschrift darzulegen (Senatsbeschluss vom 9. August 2007 X B 218\/06, BFH\/NV 2007, 2273).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Dies ist nicht geschehen. Der Kl&auml;ger legt nicht in der erforderlichen Weise dar, dass das Sch&auml;tzungsergebnis des FG willk&uuml;rlich und realit&auml;tsfremd ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Seine Ausf&uuml;hrungen ersch&ouml;pfen sich nach Art einer Revisionsbegr&uuml;ndung in kritischen &Auml;u&szlig;erungen dar&uuml;ber, dass und warum die vom FG vorgenommene rechtliche Beurteilung und tats&auml;chliche W&uuml;rdigung des Streitfalles unrichtig sein soll. Es fehlen substantiierte Ausf&uuml;hrungen dazu, warum die auf allen Ebenen der Sch&auml;tzung ger&uuml;gten Rechtsfehler im Streitjahr zu einem willk&uuml;rlichen und realit&auml;tsfremden Sch&auml;tzungsergebnis gef&uuml;hrt haben sollen. Das FG h&auml;lt im Streitjahr eine Hinzusch&auml;tzung steuerpflichtiger Ums&auml;tze zum Steuersatz 7 % in H&ouml;he von 77 325 DM von den erkl&auml;rten 206 831 DM auf 284 156 DM f&uuml;r schl&uuml;ssig und wirtschaftlich m&ouml;glich. Dem h&auml;lt der Kl&auml;ger nur Ausf&uuml;hrungen zur unzutreffenden Anwendung der Bargeldverkehrsrechnung durch das FG als Sch&auml;tzungsmethode entgegen, obwohl das FG sich f&uuml;r das Streitjahr dieser Sch&auml;tzungsmethode &uuml;berhaupt nicht bedient hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                7. Die ger&uuml;gte Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;rs (&sect; 119 Nr. 3 FGO) wegen einer &Uuml;berraschungsentscheidung des FG und eines unterbliebenen Sachvortrags in der m&uuml;ndlichen Verhandlung wird nicht hinreichend dargelegt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Die schl&uuml;ssige R&uuml;ge der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r durch Erlass einer &Uuml;berraschungsentscheidung erfordert substantiierte Darlegungen dazu, was der Beschwerdef&uuml;hrer bei ausreichender Gew&auml;hrung rechtlichen Geh&ouml;rs noch vorgetragen h&auml;tte und inwiefern dieses Vorbringen m&ouml;glicherweise zu einer anderen Entscheidung des Gerichts h&auml;tte f&uuml;hren k&ouml;nnen (Senatsbeschluss vom 31. Juli 2007 X B 36\/07, n.v.). Das hat der Kl&auml;ger unterlassen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger macht im Wesentlichen geltend, das FG habe in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vom 14. Dezember 2006 einen Einigungsvorschlag unterbreitet, nach dessen Inhalt ihm keine Ums&auml;tze aus dem Verkaufsstand &quot;E&quot; hinzugesch&auml;tzt werden sollten. Er habe auf die dem Einigungsvorschlag zugrunde liegende tats&auml;chliche und rechtliche W&uuml;rdigung des FG vertraut und nicht erkennen k&ouml;nnen, dass das FG im Urteil die Zeugenaussagen anders w&uuml;rdigen, zu seinem Nachteil an Hinzusch&auml;tzungen festhalten und keinen weiteren Einigungsvorschlag machen werde.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Hierin liegt aber keine &Uuml;berraschungsentscheidung. Die Zurechnung der Ums&auml;tze und die Sch&auml;tzungsgrundlagen waren Gegenstand der Zeugenvernehmungen und somit zentraler Gegenstand der m&uuml;ndlichen Verhandlungen. Dass das FG die Aussage der Zeugen anders gew&uuml;rdigt hat, als vom Kl&auml;ger erwartet und es nach der Beweisaufnahme keinen Hinweis auf seine sp&auml;tere Beweisw&uuml;rdigung und das Sch&auml;tzungsergebnis gegeben hat, verst&ouml;&szlig;t nicht gegen das Verfahrensgrundrecht des rechtlichen Geh&ouml;rs. Das FG ist hieraus weder zu einem Rechtsgespr&auml;ch, noch zu einem Hinweis auf seine Rechtsauffassung in dem Sinne verpflichtet, dass es die ma&szlig;gebenden tats&auml;chlichen und rechtlichen Gesichtspunkte mit den Beteiligten vorher umfassend und im Einzelnen zu er&ouml;rtern oder ihnen die einzelnen f&uuml;r die Entscheidung erheblichen Gesichtspunkte, Schlussfolgerungen oder das Ergebnis seiner Gesamtw&uuml;rdigung im Voraus anzudeuten oder mitzuteilen h&auml;tte (Senatsbeschluss vom 23. August 2007 X B 183\/07, BFH\/NV 2007, 2320). Es musste sich dem Kl&auml;ger auch ohne Hinweis des FG geradezu aufdr&auml;ngen, dass das FG &#8211;wie der Kl&auml;ger selbst betont&#8211; den Einigungsvorschlag aus Gr&uuml;nden der Prozess&ouml;konomie vor der Beweisaufnahme und somit gerade zu einem Zeitpunkt gemacht hat, in dem die entscheidungserheblichen Tatsachen noch nicht festgestellt waren. Nach Ablehnung des Einigungsvorschlags durch die Beteiligten hat das FG die Beweisaufnahmen in den m&uuml;ndlichen Verhandlungen vom 29. M&auml;rz 2007 und 3. Mai 2007 durchgef&uuml;hrt. Es lag auf der Hand, dass das FG nunmehr in die Sachverhaltsaufkl&auml;rung eintreten und auf der Grundlage des festgestellten Sachverhalts entscheiden werde. Welchen weiteren Vortrag der Kl&auml;ger noch h&auml;tte bringen wollen und welchen Einfluss dieser auf die tats&auml;chliche und rechtliche W&uuml;rdigung des FG h&auml;tte haben k&ouml;nnen, wird von ihm nicht ausgef&uuml;hrt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Das weitere Vorbringen des Kl&auml;gers, das finanzgerichtliche Urteil sei &uuml;berraschend zu einem Zeitpunkt ergangen, in dem der Kl&auml;ger nicht habe damit rechnen m&uuml;ssen, wodurch ihm die M&ouml;glichkeit Einwendungen vorzubringen abgeschnitten worden sei, widerspricht dem Inhalt des Protokolls der Sitzung vom 3. Mai 2007. In diesem ist der verk&uuml;ndete Gerichtsbeschluss aufgef&uuml;hrt, wonach die m&uuml;ndliche Verhandlung u.a. in diesem Verfahren, der Streitsache 10 K 249\/03, geschlossen und die Entscheidung am Schluss der Sitzung verk&uuml;ndet werde (Bl. 84 der FG-Akte).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Mit der R&uuml;ge, das FG habe seinen Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r dadurch verletzt, dass der Sachbericht entgegen &sect; 92 Abs. 2 FGO in den m&uuml;ndlichen Verhandlungen nicht vorgetragen und &uuml;ber die Sache kein Rechtsgespr&auml;ch gef&uuml;hrt worden sei, legt der Kl&auml;ger den behaupteten Verfahrensmangel nicht schl&uuml;ssig dar. Da etwaige Verst&ouml;&szlig;e im Zusammenhang mit &sect; 92 Abs. 2 FGO und &sect; 93 Abs. 1 FGO zu den M&auml;ngeln geh&ouml;ren, auf die gem&auml;&szlig; &sect; 295 Abs. 1 ZPO i.V.m. &sect; 155 FGO verzichtet werden kann (BFH-Beschluss vom 2. Februar 2004 VIII B 59\/03, n.v.), muss in der Beschwerdebegr&uuml;ndung darauf eingegangen werden, ob eine solche R&uuml;ge in der nachfolgenden m&uuml;ndlichen Verhandlung erhoben worden ist oder aus welchem Grund dies nicht m&ouml;glich war. Derlei Ausf&uuml;hrungen fehlen. Zur Aus&uuml;bung seines R&uuml;gerechts &auml;u&szlig;ert sich der Kl&auml;ger in der Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht, obwohl er nach Aktenlage sein R&uuml;gerecht verloren hat. Es ergibt sich aus den Niederschriften der m&uuml;ndlichen Verhandlungen vom 14. Dezember 2006 und 3. Mai 2007, dass der wesentliche Inhalt der Akten f&uuml;r die zur gemeinsamen Verhandlung verbundenen Verfahren (&sect; 73 Abs. 1 Satz 1 FGO) unter Einbeziehung der Streitsache vorgetragen und mit den Beteiligten er&ouml;rtert worden (m&uuml;ndliche Verhandlung vom 14. Dezember 2006) oder den Beteiligten Gelegenheit zur Stellungnahme vor Schlie&szlig;ung der m&uuml;ndlichen Verhandlung am 3. Mai 2007 einger&auml;umt worden ist. Gem&auml;&szlig; &sect; 94 FGO i.V.m. &sect; 165 ZPO ist (bis zum Nachweis der F&auml;lschung und Protokollberichtigung, vgl. &sect; 165 Satz 2 ZPO) davon auszugehen, dass das Protokoll richtig ist (Gr&auml;ber\/Koch, a.a.O., &sect; 94 Rz 22). Der Kl&auml;ger hat nach den Niederschriften zu den m&uuml;ndlichen Verhandlungen weder beantragt den Sachbericht des Streitfalles vortragen zu lassen noch hat er die R&uuml;ge erhoben, es sei kein Rechtsgespr&auml;ch gef&uuml;hrt worden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschlu&szlig; vom 1.4.2008, X B 135\/07 Nichtzulassungsbeschwerde: Anforderungen an die R&uuml;gen von Verst&ouml;&szlig;en des FG gegen die Sachaufkl&auml;rungspflicht und die Hinweispflicht, des Vorliegens eines erheblichen Rechtsanwendungsfehlers bei Sch&auml;tzungen sowie einer &Uuml;berraschungsentscheidung &#8211; R&uuml;geverzicht Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig. 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