{"id":16998,"date":"2012-12-10T16:22:39","date_gmt":"2012-12-10T14:22:39","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=16998"},"modified":"2012-12-10T16:22:39","modified_gmt":"2012-12-10T14:22:39","slug":"x-b-263-07-steuerberatungskosten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-263-07-steuerberatungskosten\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;263\/07 &#8211; Steuerberatungskosten"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschlu&szlig; vom 30.4.2008, X B 263\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Steuerberatungskosten<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Die vom Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) dargelegten Gr&uuml;nde f&uuml;r die Zulassung der Revision (&sect; 115 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) gen&uuml;gen nicht den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO bzw. liegen nicht vor.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Wird geltend gemacht, die angefochtene Entscheidung des Finanzgerichts (FG) weiche i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO von einer anderen Entscheidung ab, dann sind die tragenden Erw&auml;gungen der Entscheidung des FG und der (angeblichen) Divergenzentscheidung so herauszuarbeiten und gegen&uuml;berzustellen, dass eine Abweichung der Entscheidungen erkennbar wird (Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 116 Rz 42, m.w.N. aus der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211;).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Der Kl&auml;ger macht geltend, das FG habe die Anerkennung des von ihm geleisteten Mitgliedsbeitrags f&uuml;r den Bund der Steuerzahler als Betriebsausgaben, Werbungskosten oder als Sonderausgaben mit der Begr&uuml;ndung versagt, diese Organisation verfasse nicht nur (steuerliche) Fachbeitr&auml;ge, sondern entfalte auch politische Aktivit&auml;ten. Letztere seien dem Bereich der privaten Lebensf&uuml;hrung des Kl&auml;gers zuzuordnen. Einem Abzug stehe daher das Aufteilungs- und Abzugsverbot des &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) entgegen. Demgegen&uuml;ber habe das FG Baden-W&uuml;rttemberg, Au&szlig;ensenate Freiburg, im Urteil vom 30. Juni 1994&nbsp;&nbsp;3 K 114\/89 (Entscheidungen der Finanzgerichte 1994, 1036) entschieden, eine Anerkennung solcher Beitr&auml;ge als Betriebsausgaben scheitere nicht daran, dass der Bund der Steuerzahler allgemeinpolitische Ziele verfolge.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit diesem Vortrag ber&uuml;cksichtigt der Kl&auml;ger die tragenden Erw&auml;gungen des genannten Urteils des FG Baden-W&uuml;rttemberg nur unvollst&auml;ndig. Dieses FG hat ebenso wie das angefochtene Urteil erkannt, dass die einkunftsmindernde Ber&uuml;cksichtigung dieser Aufwendungen wegen &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 EStG deshalb nicht in Betracht kommt, weil die Verfolgung allgemeinpolitischer Ziele durch den Bund der Steuerzahler dazu dient, die Interessen des Kl&auml;gers auf dem gesamten Gebiet der Steuergesetzgebung zu wahren. Die beiden finanzgerichtlichen Entscheidungen weichen daher nicht i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO voneinander ab.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Auch soweit der Kl&auml;ger geltend macht, das angefochtene Urteil weiche von dem Senatsurteil vom 23. Mai 1989 X R 6\/85, (BFHE 157, 512, BStBl II 1989, 865) ab, wonach der Begriff der Steuerberatungskosten i.S. des &sect; 10 Abs. 1 Nr. 6 EStG (in der im Streitjahr 2004 geltenden Fassung) gro&szlig;z&uuml;gig auszulegen sei, liegt eine Divergenz nicht vor. Das FG hat in dem angefochtenen Urteil durch die gem&auml;&szlig; &sect; 105 Abs. 5 FGO erfolgte Bezugnahme auf die Einspruchsentscheidung des Beklagten und Beschwerdegegners (Finanzamt) wiedergegeben, welche Aufwendungen nach der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung zu den Steuerberatungskosten i.S. des &sect; 10 Abs. 1 Nr. 6 EStG rechnen. In dieser Einspruchsentscheidung ist ausdr&uuml;cklich ausgef&uuml;hrt, dass zu diesen Kosten auch die Aufwendungen f&uuml;r Steuerfachliteratur geh&ouml;ren, die Gegenstand des genannten Senatsurteils waren. Dies zeigt, dass eine Divergenz i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO nicht vorliegt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Die Revision ist auch nicht wegen des Vorliegens eines zwar nicht ger&uuml;gten, aber offenkundigen schwerwiegenden Mangels gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO zuzulassen (zur Offenkundigkeit eines solchen Mangels vgl. Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 116 Rz 45). Ein solcher Mangel ist nur dann gegeben, wenn das angefochtene Urteil derart schwere Fehler aufweist, dass die Entscheidung des FG objektiv willk&uuml;rlich erscheint oder auf sachfremden Erw&auml;gungen beruht und unter keinem denkbaren rechtlichen Gesichtspunkt vertretbar ist (Senatsbeschluss vom 20. Dezember 2005 X B 120\/05, BFH\/NV 2006, 779).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Ausf&uuml;hrungen des FG, wonach dem steuermindernden Abzug des Beitrags zum Bund der Steuerzahler das Aufteilungs- und Abzugsverbot des &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 EStG entgegenstehe, sind zwar missverst&auml;ndlich. Denn nach der im Streitjahr geltenden Fassung dieser Vorschrift gelten f&uuml;r die Aufteilung von Steuerberatungskosten, die zum Teil steuerbaren Eink&uuml;nften und zum Teil Sonderausgaben zuzuordnen sind, die Grunds&auml;tze des Aufteilungsverbots nicht. Dieses Verbot ist bei Sonderausgaben nicht anwendbar (Senatsurteil vom 12. Juli 1989 X R 35\/86, BFHE 157, 559, BStBl II 1989, 967; BFH-Urteil vom 10. Juni 1986 IX R 11\/86, BFHE 147, 318, BStBl II 1986, 894). Das FG begr&uuml;ndet seine Auffassung jedoch damit, die Informationen des Bundes der Steuerzahler betr&auml;fen sowohl diverse allgemeine steuerliche Themen, die nicht auf den individuellen Fall gerichtet seien, als auch eine Vielzahl anderer allgemeinpolitischer Themen. Dies legt es nahe, dass das FG dem Gesichtspunkt ma&szlig;gebliche Bedeutung beigemessen hat, ein steuermindernder Abzug der Aufwendungen setze voraus, dass der infrage stehende Beitrag f&uuml;r die steuerliche Beratung des Kl&auml;gers nicht nur von untergeordneter Bedeutung sein d&uuml;rfe, was das FG im Ergebnis verneint hat. Ein solcher Ansatz ist jedenfalls rechtlich vertretbar (vgl. BFH-Beschluss vom 4. Mai 2005 VI B 35\/04, BFH\/NV 2005, 1549).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Die Revision ist auch nicht wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO) zuzulassen. Wird dieser Revisionszulassungsgrund geltend gemacht, dann ist ausf&uuml;hrlich darzustellen, aus welchen Gr&uuml;nden die aufgeworfene Rechtsfrage im allgemeinen Interesse der Kl&auml;rung bedarf. Betrifft sie ausgelaufenes Recht, ist zus&auml;tzlich darzulegen, dass sich die Frage f&uuml;r einen nicht &uuml;berschaubaren Personenkreis auch in Zukunft weiterhin stellen kann (Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 116 Rz 32 f.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der beschlie&szlig;ende Senat l&auml;sst dahingestellt, ob die Beschwerdebegr&uuml;ndung diesen Darlegungsanforderungen gen&uuml;gt. Jedenfalls fehlt es an der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der aufgeworfenen Rechtsfrage, weil sie ausgelaufenes Recht betrifft (BFH-Beschluss vom 4. Oktober 1996 VIII B 12\/96, BFH\/NV 1997, 347).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Da ab dem Veranlagungszeitraum 2006 die bisher in &sect; 10 Abs. 1 Nr. 6 EStG geregelten Steuerberatungskosten nicht mehr als Sonderausgaben abziehbar sind, stellt sich nunmehr in erster Linie die Frage, ob der einkunftsmindernden Ber&uuml;cksichtung der Beitr&auml;ge zum Bund der Steuerzahler das Aufteilungs- und Abzugsverbot des &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 EStG entgegensteht. Ob dies der Fall ist, bestimmt sich nach den allgemeinen Grunds&auml;tzen (vgl. hierzu Schmidt\/Drenseck, EStG, 26. Aufl., &sect; 12 Rz 11 ff.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschlu&szlig; vom 30.4.2008, X B 263\/07 Steuerberatungskosten Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Die vom Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) dargelegten Gr&uuml;nde f&uuml;r die Zulassung der Revision (&sect; 115 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) gen&uuml;gen nicht den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO bzw. liegen nicht vor. 2&nbsp; 1. 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