{"id":17003,"date":"2012-12-10T16:22:40","date_gmt":"2012-12-10T14:22:40","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17003"},"modified":"2012-12-10T16:22:40","modified_gmt":"2012-12-10T14:22:40","slug":"x-s-17-08-pkh-anforderungen-an-einen-vom-klaeger-persoenlich-gestellten-prozesskostenhilfe-antrag-fuer-die-beabsichtigte-erhebung-einer-nichtzulassungsbeschwerde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-s-17-08-pkh-anforderungen-an-einen-vom-klaeger-persoenlich-gestellten-prozesskostenhilfe-antrag-fuer-die-beabsichtigte-erhebung-einer-nichtzulassungsbeschwerde\/","title":{"rendered":"X&nbsp;S&nbsp;17\/08&nbsp;(PKH) &#8211; Anforderungen an einen vom Kl&auml;ger pers&ouml;nlich gestellten Prozesskostenhilfe-Antrag f&uuml;r die beabsichtigte Erhebung einer Nichtzulassungsbeschwerde"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschlu&szlig; vom 30.4.2008, X S 17\/08 (PKH)<\/p>\n<p class=\"titel\">Anforderungen an einen vom Kl&auml;ger pers&ouml;nlich gestellten Prozesskostenhilfe-Antrag f&uuml;r die beabsichtigte Erhebung einer Nichtzulassungsbeschwerde<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. In der Zeit vom 26. April 2002 bis 21. Mai 2003 fand beim Antragsteller eine Au&szlig;enpr&uuml;fung f&uuml;r die Veranlagungszeitr&auml;ume 1998 bis 2000 statt. Nach den Feststellungen der Pr&uuml;ferin hatte der Antragsteller im Streitjahr 1998 Betriebseinnahmen in H&ouml;he von 47 448 DM nicht erkl&auml;rt und in erheblichem Umfang den privaten Bereich betreffende Aufwendungen als Betriebsausgaben geltend gemacht sowie hierf&uuml;r Vorsteuer abgezogen. Der Antragsteller f&uuml;hrte keine Aufzeichnungen nach &sect; 22 Abs. 2 des Umsatzsteuergesetzes (UStG). Die Pr&uuml;ferin ermittelte daher die Besteuerungsgrundlagen im Sch&auml;tzungsweg. In Bezug auf den Veranlagungszeitraum 1999 und das Streitjahr 2000, f&uuml;r die der Antragsteller Verluste aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von 34 187 DM und 68 790 DM erkl&auml;rt hatte, nahm die Pr&uuml;ferin eine Geldverkehrsrechnung vor, die zu Fehlbetr&auml;gen in H&ouml;he von 18 000 DM und 69 000 DM sowie zu einer Hinzusch&auml;tzung von Betriebseinnahmen und steuerpflichtigen Ums&auml;tzen in entsprechender H&ouml;he f&uuml;hrte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte den Feststellungen der Pr&uuml;ferin und &auml;nderte am 15. September 2003 die Einkommensteuerbescheide f&uuml;r die Streitjahre 1998 und 2000 gem&auml;&szlig; &sect; 164 Abs. 2 der Abgabenordnung (AO) dahingehend, dass er die Einkommensteuer unter Zugrundelegung gewerblicher Gewinne in H&ouml;he von 139 304 DM (1998) und 61 490 DM (2000) erh&ouml;hte. Da sich f&uuml;r den Veranlagungszeitraum 1999 ein positiver Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte in H&ouml;he von 41 374 DM und f&uuml;r das Streitjahr 2000 ein Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte in H&ouml;he von 61 490 DM ergab, hob das FA am selben Tag die Bescheide &uuml;ber die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustabzugs zur Einkommensteuer zum 31. Dezember 1999 und zum 31. Dezember 2000 auf. Ebenfalls mit Bescheiden vom 15. September 2003 setzte das FA unter Zugrundelegung der o.a. gewerblichen Gewinne die Gewerbesteuermessbetr&auml;ge f&uuml;r die Erhebungszeitr&auml;ume 1998 und 2000 auf 2 212 DM und 154 DM fest. Die Umsatzsteuer setzte das FA entsprechend den Feststellungen der Pr&uuml;ferin auf 18 254 DM (1998) und 8 717 DM (2000) fest.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die hiergegen vom Antragsteller erhobenen Einspr&uuml;che hatten nur insoweit Erfolg, als das FA bei den Betriebseinnahmen 1998 einen doppelt erfassten Betrag in H&ouml;he von 7 656 DM berichtigte und die Einkommensteuer, Umsatzsteuer und den Gewerbesteuermessbetrag entsprechend herabsetzte. Ferner wurden die Sch&auml;tzungen der Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r das Streitjahr 2000 in den Einspruchsentscheidungen insoweit korrigiert, als das FA die Betriebseinnahmen wegen des eigenen Verdienstes der Tochter des Antragstellers um 4 068 DM verminderte. Dies f&uuml;hrte zu entsprechenden Herabsetzungen der Einkommensteuer, Umsatzsteuer und des Gewerbesteuermessbetrages f&uuml;r 2000.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die dagegen vom Antragsteller erhobene Klage hatte zu einem geringen Teil Erfolg. Das Finanzgericht (FG) f&uuml;hrte u.a. aus, das FA habe im Streitfall die Besteuerungsgrundlagen zu Recht gesch&auml;tzt. Die vom Antragsteller erkl&auml;rten Besteuerungsgrundlagen seien nicht nachvollziehbar. Weder im Veranlagungsverfahren noch w&auml;hrend der Au&szlig;enpr&uuml;fung und im Einspruchsverfahren habe der Antragsteller hier&uuml;ber eine ausreichende Aufkl&auml;rung gegeben. Au&szlig;erdem habe er seine Verpflichtung nach &sect; 22 Abs. 2 UStG zur Aufzeichnung der Entgelte, die nach &sect; 140 AO auch f&uuml;r die Einkommensteuer wirke, nicht erf&uuml;llt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                F&uuml;r das Streitjahr 1998 sei der vom FA im &Uuml;brigen zutreffend gesch&auml;tzte Gewinn um 4 690,88 DM zu mindern, nachdem der Antragsteller im Klageverfahren erstmals Nachweise daf&uuml;r vorgelegt habe, dass es sich hierbei um Erstattungsleistungen aus einer privaten Krankenversicherung gehandelt habe. Hinsichtlich der f&uuml;r das Streitjahr 1998 ebenfalls gesch&auml;tzten Betriebsausgaben sei eine &Auml;nderung nur insoweit gerechtfertigt, als es die im Klageverfahren geltend gemachten Kosten der vergleichsweisen Einigung mit dem Bauunternehmer D betreffe.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Soweit der Antragsteller beanstande, dass die im Zusammenhang mit dem am 14. Oktober 1998 angeschafften gebrauchten &quot;Pkw X&quot; stehenden Fahrzeugkosten nicht als Betriebsausgaben anerkannt worden seien, sei die Klage unbegr&uuml;ndet, weil nicht erkennbar sei, dass dieses Fahrzeug zum Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;rt habe. Dieser PKW sei weder im Anlagenverzeichnis aufgef&uuml;hrt worden noch seien Absetzungen f&uuml;r Abnutzung f&uuml;r ihn geltend gemacht worden. Die fehlende Aufnahme in das Anlagenverzeichnis w&auml;re nur dann unsch&auml;dlich gewesen, wenn das Fahrzeug wegen seiner &uuml;berwiegenden betrieblichen Nutzung zum notwendigen Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;rt h&auml;tte. Daf&uuml;r best&uuml;nden indes keine hinreichenden Anhaltspunkte. Die blo&szlig;e Behauptung des Antragstellers, dass der &quot;Pkw X&quot; voll beruflich genutzt worden sei, weil f&uuml;r Privatfahrten ein anderes Fahrzeug zur Verf&uuml;gung gestanden habe, gen&uuml;ge nicht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die 1996 f&uuml;r die Anschaffung eines neuen Firmenfahrzeugs gebildete Ansparr&uuml;cklage in H&ouml;he von 15 000 DM habe das FA zu Recht im Jahr 1998 mit einem Gewinnzuschlag aufgel&ouml;st. Diese R&uuml;cklage habe weder f&uuml;r den Kauf des gebrauchten &quot;Pkw X&quot; noch f&uuml;r die Anschaffung der B&uuml;rom&ouml;bel verwendet werden k&ouml;nnen. Der gebrauchte PKW habe kein beg&uuml;nstigtes Wirtschaftsgut dargestellt. F&uuml;r die B&uuml;rom&ouml;bel habe die R&uuml;cklage schon deshalb nicht verwendet werden k&ouml;nnen, weil sie hierf&uuml;r nicht gebildet worden sei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                F&uuml;r die Veranlagungszeitr&auml;ume 1999 und 2000 blieb die Klage g&auml;nzlich erfolglos.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Innerhalb der Frist zur Einlegung der Nichtzulassungsbeschwerde hat der Antragsteller pers&ouml;nlich einen Antrag auf Prozesskostenhilfe (PKH) f&uuml;r eine zu erhebende Nichtzulassungsbeschwerde gegen das o.a. FG-Urteil gestellt, ohne diesen Antrag zun&auml;chst zu begr&uuml;nden und eine Erkl&auml;rung &uuml;ber die pers&ouml;nlichen und wirtschaftlichen Verh&auml;ltnisse beizuf&uuml;gen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach Ablauf der einmonatigen Beschwerdefrist hat der Antragsteller mit seinem Schriftsatz vom 7. April 2008, eingegangen beim Bundesfinanzhof (BFH) am 8. April 2008, ausgef&uuml;hrt, sein PKH-Antrag sei zul&auml;ssig, da die Rechtssache grunds&auml;tzliche Bedeutung habe und die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des BFH erfordere. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrt er im Wesentlichen aus:      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Er habe wiederholt darauf hingewiesen, dass er in der Sache ohne fachliche Unterst&uuml;tzung &uuml;berfordert sei. Das FG habe die Abschreibung des &quot;Pkw X&quot; und den Kauf von B&uuml;rom&ouml;beln nicht zum (Betriebsausgaben-)Abzug zugelassen. Das FA habe bei der Abgabe der Steuererkl&auml;rungen hierzu Unterlagen und Belege angefordert, die es sodann &uuml;berpr&uuml;ft und die Steuern erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; festgesetzt habe. Ein Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung sei zur &Uuml;berpr&uuml;fung dieser Punkte daher nicht gegeben gewesen. Das FG habe in seinem Urteil lapidar angebliche Bareinnahmen festgestellt und dies trotz fehlender Belege &uuml;ber die Zahlungseing&auml;nge damit begr&uuml;ndet, dass bei der Au&szlig;enpr&uuml;fung &quot;schon an anderer Stelle ein Vermerk Bareinnahme erfolgt (sei). Auch hier (sei) der Vermerk ohne jeglichen Zugangsbeleg willk&uuml;rlich zu Unrecht angebracht (worden). Die g&auml;ngige h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung (stelle) fest, dass nur nachweislich erfolgte Zahlungseing&auml;nge zu Steuererhebungen f&uuml;hren d&uuml;rfen (&#8230;-Urteil)&quot;.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Dem Schriftsatz vom 7. April 2008 hat der Antragsteller eine Erkl&auml;rung &uuml;ber seine pers&ouml;nlichen und wirtschaftlichen Verh&auml;ltnisse beigef&uuml;gt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Der Antrag ist unbegr&uuml;ndet und deshalb abzulehnen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Nach &sect; 142 Abs. 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) i.V.m. &sect; 114 der Zivilprozessordnung (ZPO) erh&auml;lt ein Beteiligter, der nach seinen pers&ouml;nlichen und wirtschaftlichen Verh&auml;ltnissen die Kosten der Prozessf&uuml;hrung nicht, nur zum Teil oder nur in Raten aufbringen kann, auf Antrag PKH, wenn die beabsichtigte Rechtsverfolgung hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet und nicht mutwillig erscheint. Dem beim Prozessgericht zu stellenden Antrag (&sect; 117 Abs. 1 Satz 1 ZPO) sind eine Erkl&auml;rung des Beteiligten &uuml;ber seine pers&ouml;nlichen und wirtschaftlichen Verh&auml;ltnisse sowie entsprechende Belege beizuf&uuml;gen (&sect; 142 FGO i.V.m. &sect; 117 Abs. 2 ZPO).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Die durch den Antragsteller beabsichtigte Rechtsverfolgung bietet keine hinreichende Aussicht auf Erfolg.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Das folgt zwar noch nicht allein daraus, dass die Nichtzulassungsbeschwerde nicht innerhalb der Monatsfrist des &sect; 116 Abs. 2 Satz 1 FGO durch eine vor dem BFH vertretungsberechtigte Person oder Gesellschaft i.S. von &sect; 62a FGO erhoben worden ist. Denn einem Beteiligten, der wegen Mittellosigkeit nicht in der Lage ist, ein Rechtsmittel, das dem Vertretungszwang unterliegt, wirksam zu erheben, kann Wiedereinsetzung in den vorigen Stand (vgl. &sect; 56 FGO) gew&auml;hrt werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Dies erfordert allerdings, dass der Rechtsmittelf&uuml;hrer innerhalb der Rechtsmittelfrist (&sect; 116 Abs. 2 Satz 1 FGO) alles Zumutbare unternimmt, um das &#8211;hier in seiner Mittellosigkeit liegende&#8211; Hindernis zu beheben (BFH-Beschluss vom 11. Mai 2007 III S 37\/06 (PKH), BFH\/NV 2007, 1527). Er muss innerhalb dieser Frist alle Voraussetzungen f&uuml;r die Bewilligung der PKH zur Einlegung des Rechtsmittels schaffen (Senatsbeschluss vom 20. M&auml;rz 2006 X S 6\/06 (PKH), BFH\/NV 2006, 1141). Hierzu geh&ouml;rt jedenfalls, dass der Rechtsmittelf&uuml;hrer innerhalb dieser Frist die Erkl&auml;rung &uuml;ber seine pers&ouml;nlichen und wirtschaftlichen Verh&auml;ltnisse beim Rechtsmittelgericht einreicht. Einem Antragsteller ist es auch zumutbar, sich &uuml;ber dieses formale Erfordernis ggf. beim Prozessgericht zu erkundigen (Senatsbeschluss vom 28. September 2005 X S 15\/05 (PKH), BFH\/NV 2005, 2249).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Streitfall lief die Frist von einem Monat, innerhalb der die Nichtzulassungsbeschwerde beim BFH einzulegen war, am 14. M&auml;rz 2008 ab. Bis zum Ablauf dieser Frist hat der Antragsteller zwar (ohne Begr&uuml;ndung) einen PKH-Antrag gestellt, nicht jedoch die Erkl&auml;rung i.S. von &sect; 117 Abs. 2 ZPO abgegeben. Letztere hat der Antragsteller vielmehr erst &#8211;zusammen mit dem seinen PKH-Antrag begr&uuml;ndenden Schriftsatz vom 7. April 2008&#8211; am 8. April 2008 und damit versp&auml;tet beim BFH eingereicht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Unabh&auml;ngig davon ist der Antrag auf PKH auch deshalb abzulehnen, weil eine Nichtzulassungsbeschwerde keine hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Nach &sect; 115 Abs. 2 FGO ist die Revision nur zuzulassen, wenn die Rechtssache grunds&auml;tzliche Bedeutung hat, die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des BFH erfordert oder ein Verfahrensmangel dargelegt wird und vorliegt, auf dem die angefochtene Entscheidung beruhen kann.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Der angerufene Senat kann bei der gebotenen, aber auch ausreichenden summarischen Pr&uuml;fung des Vortrags des Antragstellers, des Inhalts der Akten und des vom Antragsteller beanstandeten Urteils keinen hinl&auml;nglichen Grund i.S. von &sect; 115 Abs. 2 Nrn. 1 bis 3 FGO erkennen, der eine Zulassung der Revision rechtfertigen k&ouml;nnte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der vorliegende Sachverhalt wirft keine &uuml;ber den spezifischen Einzelfall hinausreichende allgemein bedeutsame Rechtsfrage auf, welche die Zulassung der Revision nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 und\/oder Nr. 2 Alternative 1 FGO gebietet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &Uuml;berdies ist auch nicht zu erkennen, dass das FG mit einem bestimmten, in dem angegriffenen Urteil aufgestellten abstrakten Rechtssatz von der Entscheidung eines anderen Gerichts abgewichen w&auml;re (vgl. &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ebenso wenig ist ersichtlich, dass das FG-Urteil infolge schwerwiegender materiell-rechtlicher Fehler objektiv willk&uuml;rlich erscheint und unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt rechtlich vertretbar ist (vgl. hierzu z.B. BFH-Beschluss vom 30. August 2001 IV B 79, 80\/01, BFHE 196, 30, BStBl II 2001, 837).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Schlie&szlig;lich beruht das FG-Urteil bei der gebotenen kursorischen Pr&uuml;fung auch nicht auf einem Verfahrensmangel, der &#8211;auf der Grundlage des vom FG eingenommenen materiell-rechtlichen Standpunkts&#8211; dessen Entscheidung beeinflussen konnte (zu Letzterem vgl. z.B. Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 115 Rz 79 und 96, m.w.N. aus der Rechtsprechung des BFH).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Der Beschluss ergeht gerichtsgeb&uuml;hrenfrei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschlu&szlig; vom 30.4.2008, X S 17\/08 (PKH) Anforderungen an einen vom Kl&auml;ger pers&ouml;nlich gestellten Prozesskostenhilfe-Antrag f&uuml;r die beabsichtigte Erhebung einer Nichtzulassungsbeschwerde Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. In der Zeit vom 26. April 2002 bis 21. Mai 2003 fand beim Antragsteller eine Au&szlig;enpr&uuml;fung f&uuml;r die Veranlagungszeitr&auml;ume 1998 bis 2000 statt. Nach den Feststellungen der Pr&uuml;ferin hatte &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-s-17-08-pkh-anforderungen-an-einen-vom-klaeger-persoenlich-gestellten-prozesskostenhilfe-antrag-fuer-die-beabsichtigte-erhebung-einer-nichtzulassungsbeschwerde\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;S&nbsp;17\/08&nbsp;(PKH) &#8211; Anforderungen an einen vom Kl&auml;ger pers&ouml;nlich gestellten Prozesskostenhilfe-Antrag f&uuml;r die beabsichtigte Erhebung einer Nichtzulassungsbeschwerde<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-17003","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17003","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17003"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17003\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17003"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17003"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17003"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}