{"id":17035,"date":"2012-12-10T15:48:12","date_gmt":"2012-12-10T13:48:12","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17035"},"modified":"2012-12-10T15:48:12","modified_gmt":"2012-12-10T13:48:12","slug":"ix-s-10-08-pkh-prozesskostenhilfe-ausserordentliche-beschwerde-prozessleitende-massnahmen-kein-vorabentscheidungsersuchen-im-anhoerungsruegeverfahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-s-10-08-pkh-prozesskostenhilfe-ausserordentliche-beschwerde-prozessleitende-massnahmen-kein-vorabentscheidungsersuchen-im-anhoerungsruegeverfahren\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;S&nbsp;10\/08&nbsp;(PKH) &#8211; Prozesskostenhilfe: Au&szlig;erordentliche Beschwerde &#8211; Prozessleitende Ma&szlig;nahmen &#8211; Kein Vorabentscheidungsersuchen im Anh&ouml;rungsr&uuml;geverfahren"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschlu&szlig; vom 10.4.2008, IX S 10\/08 (PKH)<\/p>\n<p class=\"titel\">Prozesskostenhilfe: Au&szlig;erordentliche Beschwerde &#8211; Prozessleitende Ma&szlig;nahmen &#8211; Kein Vorabentscheidungsersuchen im Anh&ouml;rungsr&uuml;geverfahren<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Das Finanzgericht (FG) hat durch Beschluss vom 5. M&auml;rz 2007 (Az. 2 V 5420\/06 E, 2 V 3090\/06 E) zum einen den Antrag des Antragstellers auf Aussetzung der Vollziehung (AdV) des Bescheides vom 10. Juli 2006 als unzul&auml;ssig zur&uuml;ckgewiesen, mit dem der Beklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) einen Antrag auf abweichende Festsetzung der Einkommensteuer 2000 nach &sect; 163 der Abgabenordnung abgelehnt hatte. Zum anderen hat das FG darin auch den weiteren Antrag auf AdV des Einkommensteuerbescheides 2000 vom 24. Juli 2006 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. In der Sache hatte der Antragsteller gegen die Versteuerung der von ihm im Jahr 2000 erzielten Eink&uuml;nfte aus (Wertpapier-)Spekulationsgewinnen verfassungsrechtliche Bedenken vorgebracht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Gegen diesen FG-Beschluss wandte sich der Antragsteller mit der Anh&ouml;rungsr&uuml;ge, der (hilfsweise gestellten) Gegenvorstellung und einem (&quot;&auml;u&szlig;erst hilfsweise&quot; gestellten) weiteren Antrag auf AdV des Einkommensteuerbescheides 2000, die das FG mit Beschluss vom 25. September 2007&nbsp;&nbsp;2 V 1178\/07 E, AO zur&uuml;ckwies (&quot;Rechtsmittelbelehrung: Dieser Beschluss ist unanfechtbar&quot;). Dagegen erhob der Antragsteller au&szlig;erordentliche Beschwerde wegen fehlender Rechtsmittelbelehrung und diverser schwerwiegender Verfahrensfehler (sowie &quot;Beschwerde durch Umdeutung am 13.3.2008&quot;) mit dem Ziel der Zulassung der Beschwerde und sofortigen AdV und beantragte f&uuml;r dieses Verfahren Prozesskostenhilfe (PKH); eine Erkl&auml;rung &uuml;ber seine pers&ouml;nlichen und wirtschaftlichen Verh&auml;ltnisse liegt nicht vor. Wegen der Einzelheiten der Begr&uuml;ndung, nach der &quot;die Voraussetzungen des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1-3 FGO jeweils gesondert&quot; gegeben seien, wird auf den Schriftsatz des Antragstellers vom 17. M&auml;rz 2008 mit Anlagen Bezug genommen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Der Antrag auf PKH hat keinen Erfolg. Die mit der au&szlig;erordentlichen Beschwerde beabsichtigte Rechtsverfolgung bietet keine hinreichende Aussicht auf Erfolg i.S. von &sect; 142 der Finanzgerichtsordnung (FGO) i.V.m. &sect; 114 der Zivilprozessordnung (ZPO); denn die au&szlig;erordentliche Beschwerde ist bereits als Rechtsmittel generell unstatthaft. Auf das Vorliegen der Voraussetzungen des &sect; 115 Abs. 2 FGO kommt es vorliegend ebenso wenig an wie auf die bislang fehlende Erkl&auml;rung des Antragstellers &uuml;ber seine pers&ouml;nlichen und wirtschaftlichen Verh&auml;ltnisse auf amtlichem Vordruck nebst entsprechenden Belegen (vgl. &sect; 142 Abs. 1 FGO i.V.m. &sect; 117 Abs. 2 Satz 1, Abs. 4 ZPO), so dass auf deren Vorlage nicht mit einer Fristsetzung hingewirkt werden musste.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Die au&szlig;erordentliche Beschwerde ist nach Inkrafttreten des Gesetzes &uuml;ber die Rechtsbehelfe bei Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r vom 9. Dezember 2004 (BGBl I 2004, 3220) zum 1. Januar 2005 generell nicht statthaft (Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 30. November 2005 VIII B 181\/05, BFHE 211, 37, BStBl II 2006, 188). Zudem ist der die erhobene Anh&ouml;rungsr&uuml;ge ablehnende Beschluss unanfechtbar (vgl. &sect; 133a Abs. 4 Satz 3 FGO), wie auch der im FG-Beschluss anschlie&szlig;end an den Tenor enthaltenen Rechtsmittelbelehrung zu entnehmen ist. Unstatthaft ist die au&szlig;erordentliche Beschwerde sowohl hinsichtlich der Ablehnung der AdV (vgl. &sect; 128 Abs. 3 FGO; BFH-Beschl&uuml;sse vom 2. April 2007 VIII B 17\/07, BFH\/NV 2007, 1516; vom 10. Mai 2007 VIII B 132\/05, BFH\/NV 2007, 1681) wie auch in Bezug auf die Ablehnung der Gegenvorstellung (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 15. Januar 2007 V S 39\/06 (PKH), BFH\/NV 2007, 757; vom 11. Mai 2006 IX B 33\/06, BFH\/NV 2006, 1506). Ebenso ist das Rechtsmittel als (umgedeutete) ordentliche Beschwerde nicht statthaft.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Auch kann ein (beantragter) Verbindungsbeschluss wie auch dessen Unterlassung als prozessleitende Ma&szlig;nahme nicht mit der Beschwerde angefochten werden (vgl. &sect; 128 Abs. 2 FGO). Gleiches gilt hinsichtlich des Antrags auf Ablehnung von Gerichtspersonen; abgesehen davon datieren der Befangenheitsantrag und die diesbez&uuml;gliche Beschwerde des Antragstellers vom M&auml;rz 2008 und damit ersichtlich nach Ergehen des angegriffenen FG-Beschlusses (vom 25. September 2007).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit dem Vorbringen, das FG habe zu Unrecht das Einholen einer Vorabentscheidung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Gemeinschaften abgelehnt, kann der Antragsteller im Anh&ouml;rungsr&uuml;geverfahren von vornherein nicht geh&ouml;rt werden (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 30. August 2007 IX S 6\/07, BFH\/NV 2007, 2324; vom 11. Mai 2007 V S 6\/07, BFH\/NV 2007, 1590, m.w.N.) und daher schon gar nicht in diesem (unstatthaften) Verfahren.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Soweit schlie&szlig;lich schwerwiegende Verfahrensfehler geltend gemacht werden, kann sich der Antragsteller im noch nicht abgeschlossenen Hauptverfahren &auml;u&szlig;ern und ggf. gegen die Endentscheidung des FG vorgehen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                4. Die Entscheidung ergeht gerichtsgeb&uuml;hrenfrei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschlu&szlig; vom 10.4.2008, IX S 10\/08 (PKH) Prozesskostenhilfe: Au&szlig;erordentliche Beschwerde &#8211; Prozessleitende Ma&szlig;nahmen &#8211; Kein Vorabentscheidungsersuchen im Anh&ouml;rungsr&uuml;geverfahren Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Das Finanzgericht (FG) hat durch Beschluss vom 5. 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