{"id":17121,"date":"2012-12-18T16:01:25","date_gmt":"2012-12-18T14:01:25","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17121"},"modified":"2012-12-18T16:01:25","modified_gmt":"2012-12-18T14:01:25","slug":"v-r-61-03-legen-eines-hausanschlusses-durch-ein-wasserversorgungsunternehmen-als-dem-ermaessigten-mehrwertsteuersatz-unterliegende-lieferung-von-wasser-kein-ausschluss-von-der-steuerermaessigung-durch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-61-03-legen-eines-hausanschlusses-durch-ein-wasserversorgungsunternehmen-als-dem-ermaessigten-mehrwertsteuersatz-unterliegende-lieferung-von-wasser-kein-ausschluss-von-der-steuerermaessigung-durch\/","title":{"rendered":"V&nbsp;R&nbsp;61\/03 &#8211; Legen eines Hausanschlusses durch ein Wasserversorgungsunternehmen als dem erm&auml;&szlig;igten Mehrwertsteuersatz unterliegende &quot;Lieferung von Wasser&quot; &#8211; Kein Ausschluss von der Steuererm&auml;&szlig;igung durch blo&szlig;e Verwaltungsanweisung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 8.10.2008, V R 61\/03<\/p>\n<p class=\"titel\">Legen eines Hausanschlusses durch ein Wasserversorgungsunternehmen als dem erm&auml;&szlig;igten Mehrwertsteuersatz unterliegende &quot;Lieferung von Wasser&quot; &#8211; Kein Ausschluss von der Steuererm&auml;&szlig;igung durch blo&szlig;e Verwaltungsanweisung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Die Verbindung des Wasser-Verteilungsnetzes mit der Anlage des Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mers (sog. Legen eines Hausanschlusses) durch ein Wasserversorgungsunternehmen gegen gesondert berechnetes Entgelt f&auml;llt unter den Begriff &quot;Lieferungen von Wasser&quot; i.S. von &sect; 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG i.V.m. Nr. 34 der Anlage zum UStG und ist deshalb mit dem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz zu versteuern, wenn die Anschlussleistung an den sp&auml;teren Wasserbezieher erbracht wird.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Streitig ist, ob das Legen von Hausanschl&uuml;ssen zur Versorgung mit Wasser durch ein Wasserversorgungsunternehmen eine Leistung ist, die mit dem Regelsteuersatz oder mit dem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz zu versteuern ist, wenn die Anschlussleistung an den sp&auml;teren Wasserbezieher erbracht wird.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) ist ein Zweckverband zur Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung. Mitglieder sind mehrere St&auml;dte und Kreise eines s&auml;chsischen Landkreises. Er beliefert Kunden mit Wasser.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ferner legt der Kl&auml;ger auf Verlangen von Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mern gegen Kostenerstattung Hausanschl&uuml;sse, d.h. er verbindet sein Wasser-Verteilernetz mit der jeweiligen Anlage des Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mers. Die Hausanschl&uuml;sse bleiben im Eigentum des Kl&auml;gers.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger ist der Auffassung, auf diese Ums&auml;tze &#8211;soweit sie an Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mer ausgef&uuml;hrt werden, die zugleich Empf&auml;nger der nachfolgenden Wasserlieferungen sind&#8211; sei (ebenfalls) der erm&auml;&szlig;igte Steuersatz von 7 % anzuwenden, der f&uuml;r die Lieferung von Wasser gelte. Denn die Hausanschl&uuml;sse h&auml;tten ausschlie&szlig;lich den Zweck, die Wasserlieferung sicherzustellen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Er meldete in der Umsatzsteuer-Voranmeldung f&uuml;r das III. Kalendervierteljahr 2000 vom 17. November 2000 neben Ums&auml;tzen zum Steuersatz von 7 v.H. in H&ouml;he von &#8230; DM (netto) Ums&auml;tze zum Steuersatz von 16 v.H. in H&ouml;he von &#8230; DM (netto) aus der Errichtung von Hausanschl&uuml;ssen an.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit seinem gleichzeitig eingelegten Einspruch beantragte der Kl&auml;ger, auf diese Ums&auml;tze (ebenfalls) den Steuersatz von 7 v.H. anzuwenden, der auch f&uuml;r die Lieferung von Wasser gelte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) wies den Einspruch durch Einspruchsentscheidung vom 30. Januar 2001 mit der Begr&uuml;ndung zur&uuml;ck, das Legen von Hausanschl&uuml;ssen sei als selbst&auml;ndige Hauptleistung &quot;Verschaffung der M&ouml;glichkeit zum Anschluss an das Wasserversorgungsnetz&quot; anzusehen und mit dem Regelsteuersatz zu versteuern.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Diese Auffassung wird &#8211;abweichend von der bisherigen Praxis (vgl. Tz. 92 des Schreibens des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 27. Dezember 1983, BStBl I 1983, 567, 581) erstmals in dem BMF-Schreiben vom 4. Juli 2000 (BStBl I 2000, 1185) vertreten (vgl. auch Tz. 119 des BMF-Schreibens vom 5. August 2004, BStBl I 2004, 638, 676).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Finanzgericht (FG) gab der Klage statt. Es &auml;nderte die Umsatzsteuer-Voranmeldung f&uuml;r das III. Kalendervierteljahr 2000 vom 17. November 2000 in der Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 30. Januar 2001 dahingehend ab, dass die Umsatzsteuer um &#8230; DM herabgesetzt wurde. Das FG f&uuml;hrte zur Begr&uuml;ndung aus: Die von dem Kl&auml;ger gegen&uuml;ber den jeweiligen Endabnehmern erbrachten Leistungen, n&auml;mlich die Lieferung von Wasser und das Legen der Hausanschl&uuml;sse, stellten insgesamt die einheitliche Leistung &quot;Lieferung von Wasser&quot; dar, f&uuml;r die sich nach &sect; 12 Abs. 2 Nr. 1 des Umsatzsteuergesetzes 1999 (UStG) i.V.m. Nr. 34 der Anlage die Umsatzsteuer auf 7 v.H. erm&auml;&szlig;ige. Es liege eine einheitliche Leistung vor, da das Liefern von Wasser die Hauptleistung und das Legen des Hausanschlusses eine unselbst&auml;ndige Nebenleistung zu dieser Hauptleistung sei, die das steuerliche Schicksal der Hauptleistung teile.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Urteil ist u.a. in &quot;Entscheidungen der Finanzgerichte&quot; (EFG) 2004, 689 ver&ouml;ffentlicht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Gegen dieses Urteil hat das FA Revision eingelegt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das BMF ist dem Revisionsverfahren auf Aufforderung des Senats (Beschluss vom 18. Januar 2005 V R 61\/03, BFHE 206, 496, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2005, 315) beigetreten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Durch Beschluss vom 3. November 2005 V R 61\/03 (BFHE 212, 168, BStBl II 2006, 149) hat der Senat dem Gerichtshof der Europ&auml;ischen Gemeinschaften (EuGH) folgende Frage zur Vorabentscheidung vorgelegt:      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &quot;F&auml;llt die Verbindung des Wasser-Verteilungsnetzes mit der Anlage des Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mers (sog. Hausanschluss) durch ein Wasserversorgungsunternehmen gegen gesondert berechnetes Entgelt unter den Begriff &#8218;Lieferung von Wasser&#8216; i.S. der Richtlinie 77\/388\/EWG (Anhang D Nr. 2 und Anhang H Kategorie 2)?&quot;      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der EuGH hat mit Urteil vom 3. April 2008 Rs. C-442\/05, Zweckverband zur Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung Thorgau-Westelbien (UR 2008, 432, BFH\/NV Beilage 2008, 212) geantwortet:      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &quot;1. Art. 4 Abs. 5 und Anhang D Nr. 2 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern &#8211; Gemeinsames Mehrwertsteuersystem: einheitliche steuerpflichtige Bemessungsgrundlage sind dahin auszulegen, dass unter den Begriff &#8218;Lieferungen von Wasser&#8216; im Sinne dieses Anhangs das Legen eines Hausanschlusses f&auml;llt, das wie im Ausgangsverfahren in der Verlegung einer Leitung besteht, die die Verbindung des Wasserverteilungsnetzes mit der Wasseranlage eines Grundst&uuml;cks erm&ouml;glicht, so dass eine Einrichtung des &ouml;ffentlichen Rechts, die im Rahmen der &ouml;ffentlichen Gewalt t&auml;tig wird, f&uuml;r diese Leistung als Steuerpflichtiger gilt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Art. 12 Abs. 3 Buchst. a und Anhang H Kategorie 2 der Sechsten Richtlinie 77\/388 sind dahin auszulegen, dass unter den Begriff &#8218;Lieferungen von Wasser&#8216; das Legen eines Hausanschlusses f&auml;llt, das wie im Ausgangsverfahren in der Verlegung einer Leitung besteht, die die Verbindung des Wasserverteilungsnetzes mit der Wasseranlage eines Grundst&uuml;cks erm&ouml;glicht. Zudem k&ouml;nnen die Mitgliedstaaten konkrete und spezifische Aspekte der &quot;Lieferungen von Wasser&quot; &#8211;wie das im Ausgangsverfahren fragliche Legen eines Hausanschlusses&#8211; mit einem erm&auml;&szlig;igten Mehrwertsteuersatz belegen, vorausgesetzt, sie beachten den Grundsatz der steuerlichen Neutralit&auml;t, der dem Gemeinsamen Mehrwertsteuersystem zugrunde liegt.&quot;      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                FA und BMF sind der Meinung, das EuGH-Urteil stehe der von der Finanzverwaltung vertretenen Auffassung, dass das Legen von Wasserleitungen einschlie&szlig;lich Hauswasseranschl&uuml;ssen mit dem vollen Steuersatz zu besteuern sei (vgl. BMF-Schreiben in BStBl I 2000, 1185 und in BStBl I 2004, 638, 676), nicht entgegen. Denn nach dem EuGH-Urteil &#8211;das nicht auf das Vorliegen von Haupt- und Nebenleistung abstelle&#8211; stehe den Mitgliedstaaten, solange die Wettbewerbsneutralit&auml;t gewahrt sei, ein Wahlrecht zu, lediglich einzelne &quot;Aspekte der Lieferungen von Wasser&quot; erm&auml;&szlig;igt zu besteuern. Diese selektive Anwendung sei in der Bundesrepublik Deutschland (Bundesrepublik) dadurch erfolgt, dass &sect; 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG i.V.m. Nr. 34 der Anlage zum UStG nur Lieferungen von Wasser erfasse, nicht aber sonstige Leistungen, wie das Verschaffen der Anschlussm&ouml;glichkeit durch das Legen des (im Eigentum des Kl&auml;gers verbleibenden) Hausanschlusses, auch wenn beide Ums&auml;tze unter den Begriff &quot;Lieferungen von Wasser&quot; i.S. des Anhangs H Kategorie 2 der Sechsten Richtlinie des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern 77\/388\/EWG (Richtlinie 77\/388\/EWG) fielen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das BMF f&uuml;hrt erg&auml;nzend aus, selbst wenn die Hausanschl&uuml;sse &#8211;anders als im Streitfall&#8211; geliefert w&uuml;rden, unterl&auml;gen (auch) diese Ums&auml;tze nicht der Steuererm&auml;&szlig;igung nach &sect; 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG i.V.m. Nr. 34 der Anlage zum UStG. Denn der Umfang der von dieser Steuererm&auml;&szlig;igung erfassten Gegenst&auml;nde werde &#8211;europarechtlich zul&auml;ssig&#8211; durch den Verweis in Nr. 34 der Anlage zum UStG auf den Zolltarif abgegrenzt. Da Kapitel 22 des Zolltarifs ausschlie&szlig;lich Fl&uuml;ssigkeiten umfasse, w&auml;re der k&ouml;rperliche Gegenstand &quot;Hausanschluss&quot; in keinem Fall in die von Nr. 34 der Anlage zum UStG in Bezug genommene Unterposition 2201 9000 des Zolltarifs einzureihen; dies schlie&szlig;e eine Anwendung der Steuererm&auml;&szlig;igung auf das Legen eines Hausanschlusses aus.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Dieses Ergebnis entspreche auch dem historischen Willen des Gesetzgebers. Das UStG 1967 habe lediglich eine Steuererm&auml;&szlig;igung f&uuml;r Milch, Wasser und bestimmte Milchmischgetr&auml;nke enthalten. Dies mache deutlich, dass der Gesetzgeber mit der Steuererm&auml;&szlig;igung nach &sect; 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG i.V.m. Nr. 34 der Anlage zum UStG nur reine Wasserlieferungen, nicht jedoch andere damit in Zusammenhang stehende Leistungen habe beg&uuml;nstigen wollen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger tritt dem Vorbringen von FA und BMF entgegen. Er meint, das EuGH-Urteil besage insbesondere, dass unter den Begriff &quot;Lieferungen von Wasser&quot; das Legen eines Hausanschlusses falle und dies nur bedeuten k&ouml;nne, dass das Legen von Hausanschl&uuml;ssen durch ein Wasser-Versorgungsunternehmen zwar umsatzsteuerpflichtig sei, aber dem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz unterliege.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA hat w&auml;hrend des Revisionsverfahrens den Umsatzsteuer-Jahresbescheid f&uuml;r 2000 vom 13. Dezember 2006 und sodann den ge&auml;nderten Umsatzsteuer-Jahresbescheid f&uuml;r 2000 vom 13. Juni 2007 erlassen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt, unter Aufhebung des angefochtenen Urteils die Klage gegen den Umsatzsteuer-Jahresbescheid f&uuml;r 2000 vom 13. Juni 2007 als unbegr&uuml;ndet abzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger beantragt, den Umsatzsteuer-Jahresbescheid f&uuml;r 2000 vom 13. Juni 2007 dahingehend zu &auml;ndern, dass die Umsatzsteuer um &#8230; DM (= &#8230; EUR) niedriger festgesetzt wird.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das BMF hat keinen Antrag gestellt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist im Ergebnis unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Sie f&uuml;hrt zwar aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden zur Aufhebung der Vorentscheidung, hat aber in der Sache keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG hat in dem angefochtenen Urteil die als Steuerfestsetzung wirkende Umsatzsteuer-Voranmeldung f&uuml;r das III. Kalendervierteljahr 2000 vom 17. November 2000 (&sect; 168 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;) in der Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 30. Januar 2001 ge&auml;ndert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) An die Stelle dieser Steuerfestsetzung trat w&auml;hrend des Revisionsverfahrens gem&auml;&szlig; &sect; 68 Satz 1, &sect; 121 Satz 1 FGO zun&auml;chst der Umsatzsteuer-Jahresbescheid f&uuml;r 2000 vom 13. Dezember 2006 und sodann der ge&auml;nderte Umsatzsteuer-Jahresbescheid f&uuml;r 2000 vom 13. Juni 2007 (vgl. z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 23. August 2007 V R 10\/05, BFHE 217, 332, BFH\/NV 2007, 2217).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Damit liegt dem FG-Urteil eine nicht mehr existierende Steuerfestsetzung zugrunde mit der Folge, dass auch das FG-Urteil keinen Bestand mehr haben kann (vgl. BFH-Urteile vom 28. August 2003 IV R 20\/02, BFHE 203, 143, BStBl II 2004, 10; vom 10. November 2004 XI R 30\/04, BFHE 208, 194, BStBl II 2005, 274; vom 6. Dezember 2007 V R 61\/05, BFH\/NV 2008, 907, BStBl II 2008, 695, unter II.1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Einer Zur&uuml;ckverweisung an das FG nach &sect; 127 FGO bedarf es nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn durch den Umsatzsteuer-Jahresbescheid f&uuml;r 2000 vom 13. Dezember 2006 in der Fassung des &Auml;nderungsbescheides vom 13. Juni 2007 hat sich angesichts des vom Kl&auml;ger der H&ouml;he nach beibehaltenen Antrags der bisherige Streitstoff nicht ver&auml;ndert, wie die Beteiligten &uuml;bereinstimmend mitgeteilt haben. Es geht nach wie vor ausschlie&szlig;lich um die Steuererm&auml;&szlig;igung von Ums&auml;tzen des Kl&auml;gers, bei denen der Empf&auml;nger der Hausanschlussleistung mit dem Empf&auml;nger der nachfolgenden Wasserlieferung identisch ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der erkennende Senat entscheidet deshalb gem&auml;&szlig; &sect; 126 Abs. 2 FGO in der Sache selbst. Er weist die Revision des FA mit der Ma&szlig;gabe als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck, dass unter &Auml;nderung des Umsatzsteuerbescheids f&uuml;r 2007 vom 13. Juni 2007 die Umsatzsteuer 2000 entsprechend dem Antrag des Kl&auml;gers um &#8230; DM (= &#8230; EUR) niedriger festgesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG ist (stillschweigend) davon ausgegangen, dass der Kl&auml;ger &#8211;als juristische Person des &ouml;ffentlichen Rechts (Zweckverband)&#8211; mit dem Legen der Hausanschl&uuml;sse als Unternehmer t&auml;tig geworden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das ist zutreffend und ergibt sich nach nationalem Recht aus &sect; 2 Abs. 3 Satz 1 UStG i.V.m. &sect; 4 Abs. 4 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes &#8211;KStG&#8211; (vgl. den Vorlagebeschluss des Senats in BFHE 212, 168, BStBl II 2006, 149, unter II.1. a) und gemeinschaftsrechtlich aus Art. 4 Abs. 5 Unterabs. 3 i.V.m. Anhang D Nr. 2 der Richtlinie 77\/388\/EWG, wie der EuGH in dem in dieser Sache ergangenen Urteil entschieden hat (Leitsatz 1). Insoweit besteht unter den Beteiligten auch kein Streit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG ist ferner zutreffend davon ausgegangen, dass auf die streitigen Hausanschlussleistungen des Kl&auml;gers der erm&auml;&szlig;igte Steuersatz anzuwenden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect; 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG in der im Streitjahr 2000 geltenden Fassung erm&auml;&szlig;igt sich die Steuer auf 7 v.H. f&uuml;r die Lieferungen, die Einfuhr und den innergemeinschaftlichen Erwerb der in der Anlage bezeichneten Gegenst&auml;nde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nr. 34 der Anlage zum UStG (jetzt: Anlage 2 zum UStG) lautet:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Wasser, ausgenommen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; Trinkwasser, einschlie&szlig;lich Quellwasser und Tafelwasser, das<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>in zur Abgabe an den Verbraucher bestimmten Fertigpackungen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>in den Verkehr gebracht wird,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; Heilwasser und<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; Wasserdampf (aus Unterposition 2201 9000)&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect; 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG i.V.m. Nr. 34 der Anlage zum UStG geht zur&uuml;ck auf &sect; 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG 1967 i.V.m. Nr. 29 der Anlage zum UStG 1967, wonach f&uuml;r Wasser generell der erm&auml;&szlig;igte Steuersatz galt (vgl. dazu und zur Entwicklung der Steuererm&auml;&szlig;igung: BFH-Urteil vom 24. August 2006 V R 17\/04, BFHE 215, 307, BStBl II 2007, 146).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Steuererm&auml;&szlig;igung nach &sect; 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG i.V.m. Nr. 34 der Anlage zum UStG f&uuml;r die &quot;Lieferungen von Wasser&quot; steht im Einklang mit Art. 12 Abs. 3 Buchst. a i.V.m. Anhang H Kategorie 2 der Richtlinie 77\/388\/EWG, wonach &quot;Lieferungen von Wasser&quot; mit einem erm&auml;&szlig;igten Satz besteuert werden d&uuml;rfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der EuGH hat in dem im vorliegenden Verfahren ergangenen Urteil entschieden, dass Art. 12 Abs. 3 Buchst. a und Anhang H Kategorie 2 der Richtlinie 77\/388\/EWG dahin auszulegen sind, dass unter den Begriff &quot;Lieferungen von Wasser&quot; das Legen eines Hausanschlusses f&auml;llt, das wie im Streitfall in der Verlegung einer Leitung besteht, die die Verbindung des Wasserverteilungsnetzes mit der Wasseranlage eines Grundst&uuml;cks erm&ouml;glicht (Leitsatz 2, Satz 1).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zur Begr&uuml;ndung hat der EuGH in Rdnr. 40 seines Urteils ausgef&uuml;hrt, da der Hausanschluss, wie sich aus Rdnr. 34 des Urteils ergebe, f&uuml;r die Wasserversorgung der Allgemeinheit unentbehrlich sei, falle er unter den Begriff &quot;Lieferungen von Wasser&quot; in Anhang H Kategorie 2 der Richtlinie 77\/388\/EWG. In<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Rdnr. 34 des Urteils hei&szlig;t es, es stehe fest, dass ohne den Hausanschluss dem Eigent&uuml;mer oder Bewohner des Grundst&uuml;cks kein Wasser bereitgestellt werden k&ouml;nnte; der Anschluss sei also f&uuml;r die Wasserbereitstellung unentbehrlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der EuGH verwendet somit zur Begr&uuml;ndung seiner Entscheidung nicht Begriffe wie &quot;Hauptleistung&quot; oder &quot;unselbst&auml;ndige Nebenleistung&quot;, sondern subsumiert das Legen des Hausanschlusses unter den Begriff &quot;Lieferungen von Wasser&quot;. Davon gehen die Beteiligten des vorliegenden Rechtstreits zu Recht &uuml;bereinstimmend aus (vgl. auch Wagner, Umsatzsteuer- und Verkehrsteuer-Recht &#8211;UVR&#8211; 2008, 189 f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Da der nationale Gesetzgeber in &sect; 12 Abs. 2 UStG i.V.m. Nr. 34 der Anlage zum UStG ebenfalls den Begriff &quot;Lieferungen von Wasser&quot; verwendet und dieser Begriff gemeinschaftsrechtlich ausgelegt werden muss, f&auml;llt das Legen eines Hausanschlusses somit unter den Begriff &quot;Lieferungen von Wasser&quot; im Sinne dieser Vorschrift, so dass auf diese Leistung der erm&auml;&szlig;igte Steuersatz anzuwenden ist (zutreffend Tehler, EU-Umsatzsteuer-Berater 2008, 38).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob &#8211;was das BMF geltend macht&#8211; dieses Ergebnis dem historischen Willen des Gesetzgebers des UStG 1967 widerspricht, ist unerheblich. Im &Uuml;brigen wurde in der &uuml;berkommenen Rechtspraxis in der Bundesrepublik bis zum BMF-Schreiben in BStBl I 2000, 1185 das Legen von Hausanschl&uuml;ssen als Nebenleistung zur (steuerbeg&uuml;nstigten) Lieferung von Wasser angesehen (vgl. BFH-Beschluss in BFHE 206, 496, UR 2005, 315, unter II. 2. b und c; BMF-Schreiben in BStBl I 1983, 567, 581).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Allerdings hat der EuGH ferner entschieden, die Mitgliedstaaten k&ouml;nnten konkrete und spezifische Aspekte der &quot;Lieferungen von Wasser&quot; &#8211;wie das im Streitfall fragliche Legen eines Hausanschlusses&#8211; mit einem erm&auml;&szlig;igten Mehrwertsteuersatz belegen, vorausgesetzt, sie beachteten den Grundsatz der steuerlichen Neutralit&auml;t, der dem gemeinsamen Mehrwertsteuersystem zugrunde liege (Leitsatz 2, Satz 2). Diese Ausf&uuml;hrungen rechtfertigen aber keine andere Entscheidung des vorliegenden Streitfalls.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nimmt man diese Aussage des EuGH w&ouml;rtlich, kommt ihr im Streitfall (bereits) deshalb keine Bedeutung zu, weil das FA das Legen eines Hausanschlusses nicht im Sinne von Leitsatz 2 Satz 2 des EuGH-Urteils &quot;mit einem erm&auml;&szlig;igten Mehrwertsteuersatz belegen&quot; will, sondern &#8211;in &Uuml;bereinstimmung mit den BMF-Schreiben in BStBl I 2000, 1185 und in BStBl I 2004, 638, 676&#8211; mit dem Regelsteuersatz. Im vorliegenden Streitfall geht es mithin &#8211;gewisserma&szlig;en umgekehrt&#8211; darum, dass das Verlegen der Hausanschl&uuml;sse vom FA mit dem Regelsteuersatz besteuert worden ist, w&auml;hrend die Wasserlieferungen mit dem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz zu besteuern sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Senat geht aber angesichts der vom EuGH f&uuml;r diese Aussage gegebenen Begr&uuml;ndung (Rdnrn. 41 bis 43 des Urteils) &uuml;bereinstimmend mit den Beteiligten davon aus, dass Leitsatz 2 Satz 2 des EuGH-Urteils &#8211;entgegen dessen Wortlaut&#8211; in dem Sinne zu verstehen ist, dass die Mitgliedstaaten das Legen eines Hausanschlusses von der grunds&auml;tzlichen Steuererm&auml;&szlig;igung f&uuml;r die &quot;Lieferungen von Wasser&quot; (Art. 12 Abs. 3 Buchst. a und Anhang H Kategorie 2 der Richtlinie 77\/388\/EWG, &sect; 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG i.V.m. Nr. 34 der Anlage zum UStG) ausschlie&szlig;en d&uuml;rfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn der EuGH hat u.a. ausgef&uuml;hrt, der Wortlaut von Art. 12 Abs. 3 Buchst. a der Richtlinie 77\/388\/EWG zwinge nicht zu der Auslegung, dass der erm&auml;&szlig;igte Satz nur dann angewendet werden k&ouml;nne, wenn er sich auf alle Aspekte der &quot;Lieferungen von Wasser&quot; im Sinne des Anhangs H der Richtlinie beziehe, so dass eine selektive Anwendung des erm&auml;&szlig;igten Satzes nicht ausgeschlossen sei, sofern sie keine Gefahr einer Wettbewerbsverzerrung nach sich ziehe (Rdnr. 41). In dem dort vom EuGH in Bezug genommenen Urteil vom 8. Mai 2003 Rs. C-384\/01, Kommission\/Frankreich (Slg. 2003, I-4395, BFH\/NV Beilage 2003, 161) hatte der EuGH die Rechtm&auml;&szlig;igkeit der Anwendung eines erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes auf Anschlussgrundgeb&uuml;hren f&uuml;r Gas- und Elektrizit&auml;tslieferungen in Frankreich bejaht, w&auml;hrend die Lieferungen selbst dem Normalsatz unterlagen (vgl. Rdnrn. 4, 5 dieses EuGH-Urteils).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Ein solcher Ausschluss des Legens eines Hausanschlusses durch &quot;die Mitgliedstaaten&quot; von der f&uuml;r Wasserlieferungen geltenden Steuererm&auml;&szlig;igung (Art. 12 Abs. 3 Buchst. a und Anhang H Kategorie 2 der Richtlinie 77\/388\/EWG, &sect; 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG i.V.m. Nr. 34 der Anlage zum UStG) kann nur aufgrund einer gesetzlichen Regelung erfolgen (zutreffend Tehler, EU-Umsatzsteuer-Berater 2008, 38, 39).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die BMF-Schreiben in BStBl I 2000, 1185 und in BStBl I 2004, 638, 676 reichen insoweit nicht aus. Sie enthalten lediglich Verwaltungsanweisungen, durch die eine selektive Anwendung des Regelsteuersatzes nicht angeordnet werden kann (vgl. Tehler, EU-Umsatzsteuer-Berater 2008, 38, 39 unter Hinweis auf das EuGH-Urteil vom 16. Januar 2003 Rs. C-315\/00, Rudolf Maierhofer (Slg. 2003, I-563, UR 2003, 86). Der EuGH hat in diesem Urteil entschieden, in den Umsatzsteuer-Richtlinien (UStR) enthaltene Verwaltungsanweisungen h&auml;tten nur Weisungscharakter und stellten keine Gesetzesbestimmungen dar; sie k&ouml;nnten daher keine weitere Ausnahme i.S. von Art. 13 Teil B Buchst. b Abs. 2 der Richtlinie 77\/388\/EWG (Steuerfreiheit der Vermietung von Grundst&uuml;cken) einf&uuml;hren (Rdnr. 23). Dementsprechend k&ouml;nnen die Verwaltungsanweisungen in den BMF-Schreiben in BStBl I 2000, 1185 und in BStBl I 2004, 638, 676 f&uuml;r das Legen von Hausanschl&uuml;ssen keine Ausnahme von der grunds&auml;tzlich f&uuml;r die Lieferung von Wasser vorgesehene Steuererm&auml;&szlig;igung (Art. 12 Abs. 3 Buchst. a und Anhang H Kategorie 2 der Richtlinie 77\/388\/EWG, &sect; 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG i.V.m. Nr. 34 der Anlage zum UStG) begr&uuml;nden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Eine derartige gesetzliche (Ausnahme-)Regelung kann &#8211;entgegen der Auffassung des BMF und des FG&#8211; nicht daraus hergeleitet werden, dass die Steuererm&auml;&szlig;igung nach &sect; 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG i.V.m. Nr. 34 der Anlage zum UStG nur &quot;Lieferungen&quot; (sowie die Einfuhr und den innergemeinschaftlichen Erwerb) von Wasser beg&uuml;nstigt, nicht aber &quot;sonstige Leistungen&quot;, die der Kl&auml;ger im Streitfall durch das Legen der Hausanschl&uuml;sse erbracht habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn der EuGH hat, wie dargelegt, entschieden, dass das Legen eines Hausanschlusses unter den Begriff &quot;Lieferungen von Wasser&quot; f&auml;llt; er hat also eine (rein) begriffliche Zuordnung vorgenommen. Auf die Frage, ob es sich dabei um eine Lieferung eines Gegenstandes oder um eine sonstige Leistung (Dienstleistung) handelt, kommt es nach der Rechtsauffassung des EuGH nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Entgegen der Auffassung des BMF kann ein gesetzlicher Ausschluss des Legens eines Hausanschlusses von der Steuererm&auml;&szlig;igung nach &sect; 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG i.V.m. Nr. 34 der Anlage zum UStG auch nicht daraus hergeleitet werden, dass Nr. 34 der Anlage zum UStG auf die Unterposition 2201 9000 des Zolltarifs verweist, der in Kapitel 22 ausschlie&szlig;lich Fl&uuml;ssigkeiten umfasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Rechtsprechung des Senats richtet sich zwar die Reichweite einer Steuererm&auml;&szlig;igung nach dem Zolltarif, wenn in der Anlage zum UStG auf den Zolltarif verwiesen wird (vgl. BFH-Urteile vom 28. Juni 2000 V R 63\/99, BFH\/NV 2001, 348; vom 9. Februar 2006 V R 49\/04, BFHE 213, 88, BStBl II 2006, 694, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nr. 34 der Anlage zum UStG nimmt aber von der Steuererm&auml;&szlig;igung f&uuml;r die &quot;Lieferungen von Wasser&quot; &#8211;worunter, wie ausgef&uuml;hrt, auch das Verlegen von Hausanschl&uuml;ssen f&auml;llt&#8211; lediglich bestimmte Arten von Wasser aus (&quot;ausgenommen&quot;) und verweist hierzu auf die Unterposition 2201 9000 des Zolltarifs. Diese Ausnahmen (Trinkwasser in Fertigpackungen, Heilwasser und Wasserdampf) haben aber f&uuml;r den Streitfall keine Bedeutung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 8.10.2008, V R 61\/03 Legen eines Hausanschlusses durch ein Wasserversorgungsunternehmen als dem erm&auml;&szlig;igten Mehrwertsteuersatz unterliegende &quot;Lieferung von Wasser&quot; &#8211; Kein Ausschluss von der Steuererm&auml;&szlig;igung durch blo&szlig;e Verwaltungsanweisung Leits&auml;tze Die Verbindung des Wasser-Verteilungsnetzes mit der Anlage des Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mers (sog. Legen eines Hausanschlusses) durch ein Wasserversorgungsunternehmen gegen gesondert berechnetes Entgelt f&auml;llt unter den Begriff &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-61-03-legen-eines-hausanschlusses-durch-ein-wasserversorgungsunternehmen-als-dem-ermaessigten-mehrwertsteuersatz-unterliegende-lieferung-von-wasser-kein-ausschluss-von-der-steuerermaessigung-durch\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;R&nbsp;61\/03 &#8211; Legen eines Hausanschlusses durch ein Wasserversorgungsunternehmen als dem erm&auml;&szlig;igten Mehrwertsteuersatz unterliegende &quot;Lieferung von Wasser&quot; &#8211; Kein Ausschluss von der Steuererm&auml;&szlig;igung durch blo&szlig;e Verwaltungsanweisung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-17121","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17121","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17121"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17121\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17121"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17121"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17121"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}