{"id":17141,"date":"2012-12-10T16:26:26","date_gmt":"2012-12-10T14:26:26","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17141"},"modified":"2012-12-10T16:26:26","modified_gmt":"2012-12-10T14:26:26","slug":"iv-r-76-05-betriebsaufspaltung-personelle-verflechtung-trotz-testamentsvollstreckung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-76-05-betriebsaufspaltung-personelle-verflechtung-trotz-testamentsvollstreckung\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;76\/05 &#8211; Betriebsaufspaltung: personelle Verflechtung trotz Testamentsvollstreckung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 5.6.2008, IV R 76\/05<\/p>\n<p class=\"titel\">Betriebsaufspaltung: personelle Verflechtung trotz Testamentsvollstreckung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Das Handeln eines Testamentsvollstreckers (hier: Dauervollstreckung) ist den Erben auch im Rahmen der Beurteilung der personellen Verflechtung von Besitzunternehmen und Betriebsunternehmen zuzurechnen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Zwischen den Beteiligten ist streitig, ob die f&uuml;r eine Betriebsaufspaltung erforderliche personelle Verflechtung gegeben ist, wenn bez&uuml;glich der Mehrheitsbeteiligung an der die Betriebsgesellschaft (hier: KG) beherrschenden GmbH Testamentsvollstreckung angeordnet ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger zu 1. (Kl&auml;ger zu 1.) &#8211;G.&#8211; war Gesellschafter der Grundst&uuml;cksverwaltung X-Stra&szlig;e GbR (im Folgenden: GbR oder Besitz-GbR) mit einer Kapitalbeteiligung von 3,232 v.H. und deren alleinvertretungsberechtigter Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer. Die restlichen Anteile an der Gesellschaft in H&ouml;he von 96,768 v.H. hielt ab dem 31. Juli 1994 bis zu ihrem Tode (21. August 1995) Frau A. Danach waren ihr Ehemann B. (Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger zu 2. &#8211;Kl&auml;ger zu 2.&#8211;) und ihre beiden Kinder C. und D. (Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger zu 3. und 4. &#8211;Kl&auml;ger zu 3. und 4.&#8211;) mit je 32,256 v.H. am Gesellschaftsverm&ouml;gen beteiligt. Die Beschl&uuml;sse der Gesellschafterversammlung unterstanden dem Mehrheitsprinzip gem&auml;&szlig; den Anteilen der Gesellschafter am Festkapital. Gleiches galt f&uuml;r die erforderliche Zustimmung der Gesellschafter zu Rechtshandlungen der\/des Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer\/s; diese umfasste u.a. den Abschluss oder die &Auml;nderung von Mietvertr&auml;gen, insbesondere &#8230; (die) Verwaltung des &#8230; Grundst&uuml;cks X-Stra&szlig;e.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Mit notariellem Vertrag vom 7. Februar 1986 hatte die GbR von der Z-GmbH (im Folgenden: GmbH I) das Grundst&uuml;ck X-Stra&szlig;e erworben, das sie in der Folgezeit durch Mietvertrag vom 2. April 1986 der GmbH I entgeltlich zur Nutzung &uuml;berlie&szlig;. Der Vertrag wurde auf unbestimmte Zeit geschlossen und konnte von jeder Partei mit einer Frist von sechs Monaten zum Ende des Kalenderjahres gek&uuml;ndigt werden. Ab 1987 trat die Z-KG (im Folgenden: KG oder Betriebs-KG) als Mieterin in den Mietvertrag ein. Das Grundst&uuml;ck wurde von der KG zur Ausstellung von &#8230;m&ouml;beln, die sie selbst herstellte, sowie f&uuml;r Objekteinrichtungen, die als Handelswaren von verbundenen Unternehmen bezogen wurden, genutzt. Gesellschafter der KG waren als pers&ouml;nlich haftende Gesellschafter ohne Kapitalanteil die GmbH II sowie mit einer Beteiligung von 99 v.H. die GmbH I und als alleinige Kommanditistin in H&ouml;he von 1 v.H. die GmbH III, an der ausschlie&szlig;lich Arbeitnehmervertreter beteiligt waren. Gem&auml;&szlig; dem Gesellschaftsvertrag der KG wurden Beschl&uuml;sse der Gesellschafterversammlung mit einfacher Mehrheit gefasst; die Stimmrechte entsprachen den Kapitalanteilen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Bis zu ihrem Tod hielt Frau A. einen Gesch&auml;ftsanteil an der GmbH I in H&ouml;he von 79,77 v.H.; der Anteil ging zu gleichen Teilen auf ihre Erben (Kl&auml;ger zu 2. bis 4.) &uuml;ber. Dar&uuml;ber hinaus war der Kl&auml;ger zu 1. (G.) mit 10,23 v.H. beteiligt; er war zugleich alleinvertretungsberechtigter Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer und von den Beschr&auml;nkungen nach &sect; 181 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB) befreit. Die GmbH I hielt ferner eigene Anteile in H&ouml;he von 10 v.H., die ihr von dem Altgesellschafter (H.) durch Verm&auml;chtnis zugewandt worden waren. Gesellschafterbeschl&uuml;sse waren grunds&auml;tzlich mit einfacher Mehrheit zu fassen; die Stimmrechte entsprachen der H&ouml;he der Gesch&auml;ftsanteile.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nach dem Testament des H. unterlagen 62,232 v.H. der Gesch&auml;ftsanteile an der GmbH I, die im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf A. &uuml;bergegangen waren, der Testamentsvollstreckung durch den weiteren Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der GmbH I (T.). Ihm stand die Verwaltung der Anteile bis zum Ablauf des Jahres zu, in dem die Witwe des H. verstarb. Sie endete jedoch fr&uuml;hestens mit Ablauf des Jahres 2002. In dem vom Amtsgericht &#8230; erteilten Testamentsvollstreckerzeugnis vom 11. M&auml;rz 1988 war hierzu im Einzelnen Folgendes ausgef&uuml;hrt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Der Testamentsvollstrecker darf bez&uuml;glich der Gesch&auml;ftsanteile keine Verpflichtungen eingehen, ausgenommen die Verpflichtung neuer Stammeinlagen bei Kapitalerh&ouml;hungen; er darf &uuml;ber die Gesch&auml;ftsanteile nicht ohne Zustimmung des Erben verf&uuml;gen, insbesondere die Gesch&auml;ftsanteile f&uuml;r die Dauer der Testamentsvollstreckung nicht verpf&auml;nden, zur Sicherheit &uuml;bereignen oder sonst in irgendeiner Weise belasten. Er ist f&uuml;r den Erben zur Wahrnehmung aller Mitgliedschafts- und Verm&ouml;gensrechte des Erben befugt, die mit dem Gesch&auml;ftsanteil in wirtschaftlichem oder rechtlichem Zusammenhang stehen. Die Aussch&uuml;ttungen stehen dem Erben zu. Der Testamentsvollstrecker ist von den Beschr&auml;nkungen des &sect; 181 BGB befreit.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Nach dem Tod von A. &uuml;bertrugen die Kl&auml;ger zu 3. und 4. (C. und D.) ihre Stimmrechte mit allen Rechten und Pflichten auf den Kl&auml;ger zu 2. (B.). Die Anteile unterlagen auch weiterhin der Testamentsvollstreckung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Mit Wirkung vom 30. Dezember 1997 wurde das Grundst&uuml;ck X-Stra&szlig;e an die KG ver&auml;u&szlig;ert. Gem&auml;&szlig; Gesellschafterbeschluss vom 21. April 1998 wurde die GbR zum 30. April 1998 liquidiert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Entsprechend den f&uuml;r die GbR abgegebenen Steuererkl&auml;rungen f&uuml;r die Streitjahre 1995 bis 1997 (der Rechtsstreit umfasst auch noch das Jahr 1998) wurden die Eink&uuml;nfte aus dem Grundst&uuml;ck als solche aus Vermietung und Verpachtung sowie aus Kapitalverm&ouml;gen vom Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung gesondert und einheitlich wie folgt festgestellt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table cellpadding=\"1\" cellspacing=\"2\" border=\"0\" class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">1995<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">1996<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">1997<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Kapitalverm&ouml;gen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">6 995 DM<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">5 154 DM<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">4 499 DM<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Vermietung und Verpachtung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">43 196 DM<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">48 142 DM<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">40 942 DM<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table cellpadding=\"1\" cellspacing=\"2\" border=\"0\" class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">F&uuml;r 1998 wurden folgende Eink&uuml;nfte erkl&auml;rt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Kapitalverm&ouml;gen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">2 146 DM<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Vermietung und Verpachtung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">.\/. 12 613 DM<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Im Anschluss an eine Betriebspr&uuml;fung vertrat das FA die Ansicht, dass seit der Vermietung des Grundst&uuml;cks X-Stra&szlig;e an die KG eine Betriebsaufspaltung vorgelegen habe. Die GbR sei nicht nur sachlich, sondern auch personell mit der KG verflochten. Letzteres ergebe sich daraus, dass die an der GbR mit Mehrheit beteiligten Personen (Kl&auml;ger zu 2. bis 4.) &uuml;ber ihre Beteiligung an der GmbH I mittelbar auch an der KG mehrheitlich beteiligt gewesen seien und diese beherrscht h&auml;tten. Der Umstand, dass 62,232 v.H. der Gesch&auml;ftsanteile an der GmbH I der Testamentsvollstreckung durch den Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer T. unterlegen h&auml;tten, stehe dem nicht entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Dementsprechend erlie&szlig; das FA &#8211;jeweils am 6. Dezember 2001&#8211; nach &sect; 164 Abs. 2 der Abgabenordnung (AO) ge&auml;nderte Bescheide f&uuml;r die Streitjahre 1995 und 1996 und stellte &#8211;in H&ouml;he der bisher als Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung erfassten Betr&auml;ge&#8211; gewerbliche Eink&uuml;nfte fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) F&uuml;r das Streitjahr 1997 ging das FA davon aus, dass die Betriebsaufspaltung mit der Ver&auml;u&szlig;erung des Betriebsgrundst&uuml;cks zum 31. Dezember 1997 geendet habe. Der &#8211;nach Ansicht des FA&#8211; betriebliche Aufwand des Jahres 1998 wurde in Form einer R&uuml;ckstellung zum 31. Dezember 1997 gewinnmindernd ber&uuml;cksichtigt. Mit den gleichfalls am 6. Dezember 2001 ergangenen und den Gesellschaftern der ehemaligen GbR bekannt gegebenen Feststellungsbescheiden 1997 und 1998 wurden hiernach folgende Eink&uuml;nfte erfasst:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table cellpadding=\"1\" cellspacing=\"2\" border=\"0\" class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">1997<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">514 104 DM<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">davon laufende Eink&uuml;nfte<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">28 329 DM<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">davon Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">485 775 DM<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">0 DM<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">4 499 DM<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">1998<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">0 DM<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">2 146 DM<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Einspr&uuml;che der Kl&auml;ger blieben ohne Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die hiergegen erhobenen und nach &sect; 73 der Finanzgerichtsordnung (FGO) verbundenen Klagen wurden vom Finanzgericht (FG) abgewiesen (vgl. Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2005, 1109).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Mit der vom FG zugelassenen Revision halten die Kl&auml;ger an ihrer Ansicht fest, dass es im Streitfall aufgrund der angeordneten Testamentsvollstreckung an einer Beherrschungsidentit&auml;t fehle. In &Uuml;bereinstimmung mit der Rechtsprechung zur Stimmrechtsbindung zu Gunsten eines Dritten sei f&uuml;r den Streitfall zu beachten, dass der Testamentsvollstrecker (T.) zugleich organschaftlicher Vertreter (Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer) der GmbH I sei. Angesichts dieser Doppelstellung h&auml;tten die Gesellschafter des Besitzunternehmens (GbR) vermittels ihrer Anteile an der GmbH I das Betriebsunternehmen (KG) nicht beherrschen k&ouml;nnen. Vielmehr sei der Testamentsvollstrecker jederzeit in der Lage gewesen, das Mietverh&auml;ltnis aufzul&ouml;sen. Demnach m&uuml;sse auch eine faktische Beherrschung des Betriebsunternehmens durch die Kl&auml;ger ausscheiden. Zu ber&uuml;cksichtigen sei insoweit, dass der Testamentsvollstrecker seine Legitimation unmittelbar vom Erblasser ableite (Vertrauensperson des Erblassers) und hierdurch die Rechtsstellung der Erben beschr&auml;nkt werde. Insbesondere sei er diesen gegen&uuml;ber nicht weisungsabh&auml;ngig oder auch nur verpflichtet, ihnen Verwaltungsma&szlig;nahmen anzuzeigen oder sie vorher anzuh&ouml;ren. Entgegen der Ansicht des FA seien die Erben nicht die eigentlichen Herren des Nachlasses; vielmehr habe der Testamentsvollstrecker die Stellung eines Treuh&auml;nders und sei Inhaber eines privaten Amtes. Demgem&auml;&szlig; k&ouml;nne der Testamentsvollstrecker einen eigenen von den Interessen der Erben unabh&auml;ngigen &#8211;durch die Anordnungen des Erblassers gepr&auml;gten&#8211; gesch&auml;ftlichen Bet&auml;tigungswillen bilden; die damit verbundene Gefahr von Interessenkonflikten mit den Erben sei im Streitfall (z.B. im Hinblick auf die Aussch&uuml;ttungspolitik der GmbH I) auch tats&auml;chlich eingetreten. Zu ber&uuml;cksichtigen sei auch die au&szlig;erordentliche Erweiterung des Wirkungskreises des Testamentsvollstreckers durch die im Streitfall angeordnete Dauervollstreckung (langfristiger Ausschluss der Erben von der Verf&uuml;gung &uuml;ber die unterworfenen Nachlassgegenst&auml;nde). Auch sei der Testamentsvollstrecker grunds&auml;tzlich nicht verpflichtet gewesen, die Gewinne der GmbH I an die Erben auszukehren; vielmehr habe er die Pflicht gehabt, im Interesse des Unternehmens nach betriebswirtschaftlichen Kriterien angemessene R&uuml;cklagen zum Zwecke der Investitionsfinanzierung zu bilden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>das Urteil der Vorinstanz sowie die Feststellungsbescheide 1995 bis 1997 vom 6. Dezember 2001 in Gestalt der Einspruchsentscheidungen vom 13. Juni 2003 aufzuheben und den Feststellungsbescheid 1998 vom 6. Dezember 2001 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 13. Juni 2003 dahin zu &auml;ndern, dass anstelle der festgestellten Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von null DM Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung in H&ouml;he von .\/. 12 613 DM festgestellt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist nicht begr&uuml;ndet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Das FG ist zutreffend davon ausgegangen, dass die Klage auch f&uuml;r die Streitjahre 1995 und 1996 zul&auml;ssig ist. Zwar wird insoweit lediglich die Zuordnung der erzielten Vermietungsertr&auml;ge der GbR zu den Eink&uuml;nften aus Gewerbebetrieb (&sect; 15 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;) angefochten. In der Rechtsprechung ist jedoch anerkannt, dass die Feststellung der Einkunftsart einen eigenst&auml;ndig anfechtbaren Teil des Bescheids &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung der Eink&uuml;nfte gem&auml;&szlig; &sect; 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a AO bildet und deshalb die Feststellung einer unzutreffenden Einkunftsart eine Rechtsverletzung i.S. des &sect; 40 Abs. 2 FGO begr&uuml;ndet (z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 24. Januar 1985 IV R 249\/82, BFHE 143, 75, BStBl II 1985, 676; BFH-Beschluss vom 15. Juni 2005 IV B 124\/03, juris, jeweils m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Dem FG ist auch darin beizupflichten, dass im Streitfall die Voraussetzungen einer Betriebsaufspaltung gegeben waren (vgl. dazu Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 8. November 1971 GrS 2\/71, BFHE 103, 440, BStBl II 1972, 63).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Dies ist im Hinblick auf die hierf&uuml;r erforderliche und durch die Vermietung des Grundst&uuml;cks X-Stra&szlig;e (wesentliche Betriebsgrundlage f&uuml;r die KG) eingetretene sachliche Verflechtung zwischen den Beteiligten nicht streitig. Diese Beurteilung kann bereits deshalb keinem Zweifel unterliegen, weil die KG nicht nur auf ein (bebautes) Grundst&uuml;ck dieser Art angewiesen war; hinzu kommt, dass nach den gem&auml;&szlig; &sect; 118 Abs. 2 FGO den Senat bindenden tats&auml;chlichen Feststellungen der Vorinstanz das Grundst&uuml;ck X-Stra&szlig;e, das zun&auml;chst im Eigentum der KG stand und von ihr im Jahre 1997 zur&uuml;ckerworben wurde, den besonderen betrieblichen Bed&uuml;rfnissen des Unternehmens der KG Rechnung getragen hat (vgl. zu den Fallgruppen BFH-Urteil vom 13. Juli 2006 IV R 25\/05, BFHE 214, 343, BStBl II 2006, 804; Schmidt\/Wacker, EStG, 27. Aufl., &sect; 15 Rz 811, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Zwischen den Beteiligten besteht ferner Einvernehmen dar&uuml;ber, dass &#8211;wie zudem von der Vorinstanz angenommen&#8211; jedenfalls dann in den Streitjahren 1995 bis 1997 auch die Voraussetzungen der personellen Verflechtung vorgelegen h&auml;tten, wenn f&uuml;r die Anteile der Kl&auml;ger zu 2. bis 4. an der GmbH I keine Testamentsvollstreckung angeordnet gewesen w&auml;re. Da die Kl&auml;ger (zu 1. bis 4.) in den Streitjahren an der GbR zu 100 v.H. sowie an der KG aufgrund ihrer Anteilsrechte an der GmbH I &#8211;mittelbar&#8211; zu 99 v.H. beteiligt und die Gesellschafterbeschl&uuml;sse jeweils mit einfacher Mehrheit zu treffen waren, h&auml;tten die Kl&auml;ger &#8211;unter der Voraussetzung, dass sie von der Aus&uuml;bung ihrer Stimmrechte nicht durch die Nachlassverwaltung des Testamentsvollstreckers ausgeschlossen gewesen w&auml;ren&#8211; als hinter der KG sowie der GbR stehende Personengruppe beide Unternehmen im Sinne der M&ouml;glichkeit zur Entfaltung eines einheitlichen gesch&auml;ftlichen Bet&auml;tigungswillens beherrscht (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 103, 440, BStBl II 1972, 63; zur sog. mittelbaren Beherrschung &uuml;ber Kapitalgesellschaften &#8211;hier: GmbH I&#8211; vgl. BFH-Urteil vom 27. August 1992 IV R 13\/91, BFHE 169, 231, BStBl II 1993, 134; Schmidt\/ Wacker, a.a.O., &sect; 15 Rz 835, jeweils m.w.N.). Auch der Umstand, dass die Stimmrechte der Kl&auml;ger zu 3. und 4. ihrem Vater (B.) &#8211;dem Kl&auml;ger zu 2.&#8211; abgetreten wurden, st&uuml;nde dieser Beurteilung nicht entgegen. Abgesehen davon, dass umstritten ist, ob eine solche Abrede &uuml;berhaupt zivilrechtlich Anerkennung finden kann (vgl. &#8211;einschlie&szlig;lich der sog. Legitimations&uuml;bertragung von GmbH-Anteilen&#8211; Z&ouml;llner in Baumbach\/ Hueck, GmbHG, 18. Aufl., &sect; 47 Rz 28 f.), und dass der Stimmrechtsabtretung &#8211;wie den nachfolgenden Erw&auml;gungen zu Abschn. II.2.c der Gr&uuml;nde dieses Urteils zu entnehmen&#8211; f&uuml;r die Entscheidung im anh&auml;ngigen Verfahren letztlich keine Bedeutung zukommt, besteht nach den Feststellungen des FG kein Anhaltspunkt daf&uuml;r, dass B. von seinen Kindern das Recht einger&auml;umt werden sollte, von den Stimmrechten unter Missachtung ihrer eigenen Interessen und damit entgegen ihrem Willen Gebrauch machen zu k&ouml;nnen (zu Stimmrechtsvereinbarungen\/-vertr&auml;gen vgl. auch BFH-Beschl&uuml;sse vom 14. August 2001 IV B 120\/00, BFH\/NV 2001, 1561, und vom 12. Februar 1998 VIII B 22\/97, BFH\/NV 1998, 852; Schmidt\/Wacker, a.a.O., &sect; 15 Rz 829).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Dem FG ist im Ergebnis weiterhin darin zuzustimmen, dass die nach den vorstehenden Grunds&auml;tzen anzunehmende personelle Verflechtung von GbR und KG im Streitfall durch die Anordnung der Dauervollstreckung gem&auml;&szlig; &sect; 2209 BGB nicht in Frage gestellt wurde.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Zivilrechtlich ist der Testamentsvollstrecker weder Vertreter des Erblassers noch der Erben, sondern Inhaber eines privaten Amts. Er ist kraft eigenen Rechts einerseits verpflichtet, die Anordnungen des Erblassers auszuf&uuml;hren (&sect;&sect; 2205, 2216 BGB); zur Erf&uuml;llung dieser Aufgaben sind ihm &#8211;unter dem Ausschluss der Erben (&sect; 2211 BGB)&#8211; nach den &sect;&sect; 2205 ff. BGB weitgehende Verwaltungs- und Verf&uuml;gungsbefugnisse einger&auml;umt. Unber&uuml;hrt hiervon bleibt andererseits, dass der Erbe Inhaber des Verm&ouml;gens des Erblassers wird und ihn grunds&auml;tzlich die Wirkungen des Verwalterhandelns treffen (Palandt\/Edenhofer, B&uuml;rgerliches Gesetzbuch, 67. Aufl., Einf v &sect; 2197 Rz 2; zu Verbindlichkeiten vgl. &sect;&sect; 2206, 1967 BGB; M&uuml;nchKommBGB\/Zimmermann, 4. Aufl., &sect; 2206 Rz 14). Demgem&auml;&szlig; obliegen dem Testamentsvollstrecker &#8211;vergleichbar einem Treuh&auml;nder&#8211; gegen&uuml;ber dem\/den Erben besondere Pflichten. So kann der Erbe bei einer l&auml;nger andauernden Nachlassverwaltung j&auml;hrlich Rechnungslegung verlangen (&sect; 2218 Abs. 2 BGB; vgl. auch &sect; 2218 Abs. 1 i.V.m. &sect; 666 BGB). Zudem ist der Testamentsvollstrecker gegen&uuml;ber dem\/den Erben (oder Verm&auml;chtnisnehmer\/n) zur ordnungsgem&auml;&szlig;en Nachlassverwaltung verpflichtet (&sect; 2216 Abs. 1 BGB; Palandt\/Edenhofer, a.a.O., &sect; 2216 Rz 1) und im Falle eines Pflichtversto&szlig;es diesem\/diesen gegen&uuml;ber verantwortlich (&sect; 2219 BGB). Auch hat der Testamentsvollstrecker im Rahmen des ihm nach den Anordnungen des Erblassers verbleibenden Ermessensspielraums bei der Entscheidung &uuml;ber die (ordnungsgem&auml;&szlig;) zu treffenden Verwaltungsma&szlig;nahmen die ggf. widerstreitenden Interessen der (Mit-)Erben &#8211;als Rechtstr&auml;ger des Nachlasses&#8211; zu ber&uuml;cksichtigen (M&uuml;nchKommBGB\/Zimmermann, a.a.O., &sect; 2216 Rz 1; Urteil des Bundesgerichtshofs &#8211;BGH&#8211; vom 18. Juni 1971 V ZB 4\/71, BGHZ 56, 275; BFH-Urteile vom 14. November 1990 II R 58\/86, BFHE 162, 385, BStBl II 1991, 52, und vom 13. Dezember 1984 VIII R 237\/81, BFHE 143, 138, BStBl II 1985, 657).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Der BFH hat aus diesen das gesetzliche Schuldverh&auml;ltnis zwischen Testamentsvollstrecker und (Mit-)Erben kennzeichnenden Regelungszusammenh&auml;ngen nicht nur abgeleitet, dass die durch die Testamentsvollstreckung begr&uuml;ndeten Verwaltungs- und Verf&uuml;gungsbeschr&auml;nkungen des\/der Erben nicht die Wertung ber&uuml;hren, dass im Hinblick auf die Nachlassertr&auml;ge nur der oder die Miterben den Tatbestand der Einkunftserzielung verwirklichen (BFH-Beschluss vom 29. November 1995 X B 328\/94, BFHE 179, 222, BStBl II 1996, 322) und somit im Falle der Treuhand-Testamentsvollstreckung &uuml;ber einen Personengesellschaftsanteil der Erbe (oder Verm&auml;chtnisnehmer) als Mitunternehmer zu qualifizieren ist (BFH-Urteil vom 16. Mai 1995 VIII R 18\/93, BFHE 178, 52, BStBl II 1995, 714). Der BFH hat dar&uuml;ber hinaus entschieden, dass die Voraussetzungen der personellen Verflechtung entfallen, wenn ein Miterbe aus dem Nachlass zwar die 100%-ige Beteiligung an einer GmbH erlange, er aber an dem restlichen Nachlassverm&ouml;gen, zu dem ein an die GmbH vermietetes Grundst&uuml;ck geh&ouml;re, aufgrund seines nur h&auml;lftigen Erbanteils nicht beherrschend beteiligt sei, und Gleiches dann gelte, wenn die vom Erblasser angeordnete Testamentsvollstreckung sich sowohl auf den GmbH-Anteil als auch auf den nicht auseinandergesetzten Nachlassgrundbesitz beziehe (BFH-Urteil in BFHE 143, 138, BStBl II 1985, 657).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aaa) Auszugehen sei hierbei &#8211;so der VIII. Senat des BFH&#8211; zum einen davon, dass f&uuml;r das Vorliegen eines einheitlichen gesch&auml;ftlichen Bet&auml;tigungswillens (Beherrschung im Sinne der personellen Verflechtung) grunds&auml;tzlich auf die Personen abgestellt werden m&uuml;sse, die an den Unternehmen beteiligt seien. Soweit der BFH eine Beherrschung aufgrund faktischer Machtstellung in der Betriebsgesellschaft als ausreichend angesehen habe, handele es sich um Ausnahmef&auml;lle, bei denen zugleich eine beherrschende Beteiligung an der Besitzgesellschaft gegeben gewesen sei; Letzteres treffe f&uuml;r den Testamentsvollstrecker nicht zu. Zum anderen k&ouml;nne die fehlende Anteilsbeherrschung der Erben (betreffend den dem BFH-Urteil in BFHE 143, 138, BStBl II 1985, 657 zugrunde liegenden Sachverhalt) nicht durch die Einsetzung des Dauervollstreckers ersetzt werden. Da der Testamentsvollstrecker die Stellung eines Treuh&auml;nders habe, k&ouml;nne er keine eigenen Interessen verfolgen und demzufolge auch keinen von den Erben unabh&auml;ngigen gesch&auml;ftlichen Bet&auml;tigungswillen bilden. Demnach sei es nicht nur undenkbar, dann, wenn der eine Miterbe den GmbH-Anteil und der andere Miterbe das an die GmbH vermietete Grundst&uuml;ck erhalte, allein aufgrund der angeordneten Testamentsvollstreckung von einer personellen Verflechtung auszugehen. Gleiches gelte, wenn &uuml;ber das Verm&ouml;gen sowohl des Betriebsp&auml;chters als auch des mit ihm nicht verbundenen Verp&auml;chters das Konkurs-\/Insolvenzverfahren er&ouml;ffnet und &#8211;zuf&auml;llig&#8211; bez&uuml;glich beider Verm&ouml;gen derselbe Konkursverwalter eingesetzt werde.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bbb) Das BFH-Urteil in BFHE 143, 138, BStBl II 1985, 657 ist ganz &uuml;berwiegend auf Zustimmung gesto&szlig;en (vgl. z.B. Gluth in Herrmann\/Heuer\/Raupach &#8211;HHR&#8211;, &sect; 15 EStG Rz 809; Schmidt\/ Wacker, a.a.O., &sect; 15 Rz 841; Bitz in Littmann\/Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect; 15 Rz 320). Dem schlie&szlig;t sich der erkennende Senat an. &Uuml;ber die wiedergegebenen Erw&auml;gungen des Urteils in BFHE 143, 138, BStBl II 1985, 657 hinaus ist nach Ansicht des erkennenden Senats der tragende Gesichtspunkt daf&uuml;r, dass die personelle Verflechtung nach Ma&szlig;gabe der Anteilsrechte der Miterben an Besitz- und Betriebsunternehmen zu bestimmen ist, darin zu sehen, dass der Erbe mit der Annahme der Erbschaft (oder deren Nichtausschlagung) zum Ausdruck bringt, dass er auch die mit der Ernennung eines Testamentsvollstreckers verbundene Beschr&auml;nkung seiner Verwaltungs- und Verf&uuml;gungsrechte gegen sich gelten lassen will (vgl. zum Pflichtteilsberechtigten auch &sect; 2306 BGB). Demgem&auml;&szlig; muss er nicht nur zivilrechtlich die treuh&auml;nderische Verwaltung des Unternehmensverm&ouml;gens sowie der Unternehmensbeteiligungen durch den Testamentsvollstrecker im Rahmen der &#8211;durch die Anordnungen des Erblassers vorgegebenen&#8211; ordnungsgem&auml;&szlig;en Nachlassverwaltung (&sect;&sect; 2216, 2203 BGB) hinnehmen und kann nur im Konsens mit dem Testamentsvollstrecker von den Anweisungen des Erblassers abweichen (dazu BGH-Urteil in BGHZ 56, 275). Nichts anderes kann f&uuml;r die steuerrechtliche Beurteilung der Beherrschung gelten. Auch insoweit ist nicht in Betracht zu ziehen, dass der Erbe selbst &#8211;in rechtlich relevanter Weise&#8211; einen von den bezeichneten Schranken abweichenden unternehmerischen Willen entfalten k&ouml;nnte. Vielmehr muss auch insofern ma&szlig;geblich sein, dass mit R&uuml;cksicht auf das der Testamentsvollstreckung unterworfene Betriebs- und Beteiligungsverm&ouml;gen nur der Testamentsvollstrecker einen gesch&auml;ftlichen Bet&auml;tigungswillen innerhalb der durch die Verf&uuml;gungen des Erblassers gesetzten Grenzen &#8211;ggf. unter Ber&uuml;cksichtigung der Interessen der Erben&#8211; bilden kann mit der weiteren Folge, dass &#8211;wie ausgef&uuml;hrt&#8211; dessen treuh&auml;nderisches und nicht selten ermessensbestimmtes Handeln dem\/den Erben zuzurechnen ist (vgl. allgemein zu treuh&auml;nderischen Beteiligungen im Rahmen einer Betriebsaufspaltung BFH-Beschluss vom 2. M&auml;rz 2004 III B 114\/03, BFH\/NV 2004, 1109; BFH-Urteil vom 17. M&auml;rz 1987 VIII R 36\/84, BFHE 150, 356, BStBl II 1987, 858, unter II.3.b der Gr&uuml;nde).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                cc) Aus dem Vorstehenden ergibt sich zugleich, dass Besitz-GbR und Betriebs-KG personell miteinander verflochten waren.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Senat neigt hierbei dazu, bei der Frage der (mittelbaren) Beherrschung der Betriebs-KG s&auml;mtliche Anteilsrechte der Kl&auml;ger (zu 1. bis 4.) an der GmbH I und damit auch diejenigen Gesch&auml;ftsanteile zu ber&uuml;cksichtigen, die nicht der Testamentsvollstreckung unterstehen (hier: Anteile des Kl&auml;gers zu 1. [10,23 v.H.] und 30,13 v.H. der Anteile der Kl&auml;ger zu 2. bis 4. [30,13 v.H. = 79,77 v.H. x 37,77 v.H.]). Dies kann jedoch letztlich offenbleiben, weil angesichts dessen, dass die auf die eigenen Anteile der GmbH I entfallenden Stimmrechte ruhten (&sect; 33 des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschr&auml;nkter Haftung &#8211;GmbHG&#8211;; hier: 10 v.H.; vgl. Z&ouml;llner in Baumbach\/Hueck, a.a.O., &sect; 47 Rz 40), jedenfalls die der Testamentsvollstreckung unterliegenden Anteilsrechte der Kl&auml;ger zu 2. bis 4. (49,64 v.H. = 79,77 v.H. x 62,23 v.H.) bei den von den Gesellschaftern zu fassenden Beschl&uuml;ssen die Stimmenmehrheit vermittelten und damit aufgrund der Beteiligung der GmbH I an der Betriebs-KG (99 v.H.) auch deren Beherrschung sicherstellten. Zugleich waren die Kl&auml;ger zu 2. bis 4. an der Besitz-GbR, f&uuml;r die Gesellschaftsbeschl&uuml;sse gleichfalls nach dem Mehrheitsprinzip zu treffen waren, zu mehr als 96 v.H. beteiligt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                (1) Der Einwand der Kl&auml;ger, dass es &#8211;insbesondere bez&uuml;glich der Aussch&uuml;ttungen der GmbH I&#8211; zu Interessenkonflikten mit dem Testamentsvollstrecker (T.) gekommen sei, ist hiernach f&uuml;r die Frage der Beherrschung der Betriebs-KG ohne Bedeutung; auch kommt es nicht darauf an, dass die Stimmrechte der Kl&auml;ger zu 3. und 4. ihrem Vater (dem Kl&auml;ger zu 2.) abgetreten wurden (vgl. hierzu auch oben zu Abschn. II.2.b sowie die Gr&uuml;nde dieses Urteils nachfolgend zu (2)). Ma&szlig;geblich ist insoweit vielmehr, dass &#8211;wie dargelegt&#8211; die mehrheitlich an der GmbH I beteiligten Kl&auml;ger zu 2. bis 4. sich die Handlungen des Testamentsvollstreckers &#8211;gleich einem Treuh&auml;nder&#8211; zurechnen lassen m&uuml;ssen. Hiervon abgesehen verkennt der Einwand, dass die Pr&uuml;fung der Beherrschung an einem m&ouml;glichen Interessenwiderstreit der Gesellschafter auszurichten und gegenst&auml;ndlich auf die Gesch&auml;fte des t&auml;glichen Lebens beschr&auml;nkt ist mit der Folge, dass der Beherrschungswille sich insbesondere auf das Nutzungsverh&auml;ltnis hinsichtlich der wesentlichen Betriebsgrundlage beziehen muss (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 21. August 1996 X R 25\/93, BFHE 181, 284, BStBl II 1997, 44; ausf&uuml;hrlich Kempermann, GmbH-Rundschau &#8211;GmbHR&#8211; 2005, 317; Schmidt\/ Wacker, a.a.O., &sect; 15 Rz 823). Hierzu geh&ouml;ren jedoch weder die Feststellung des Jahresabschlusses noch die Ergebnis- oder Gewinnverwendung; beides ist dem Zugriff der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer entzogen und der Entscheidung der Gesellschafter vorbehalten (&sect;&sect; 46 Nr. 1, 29 GmbHG).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                (2) Unerheblich ist weiterhin, dass die Anteile der Kl&auml;ger zu 2. bis 4. an der Besitz-GbR nicht der Testamentsvollstreckung unterlagen. Da die Kl&auml;ger zu 2. bis 4. sich &#8211;wie ausgef&uuml;hrt&#8211; die Rechtswirkungen des Vollstreckerhandelns bez&uuml;glich der KG zurechnen lassen m&uuml;ssen und sie damit als Personengruppe die Betriebs-KG beherrschten, ist es ausreichend, dass sie aufgrund ihrer Beteiligung an der Besitz-GbR in der Lage waren &#8211;d.h. die M&ouml;glichkeit hatten&#8211;, auch bez&uuml;glich dieses Unternehmens einen auf die KG abgestimmten (einheitlichen) Bet&auml;tigungswillen zu entfalten. Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass die Vermutung gleichgerichteter Interessen durch die Kl&auml;ger zu 2. bis 4. (Personengruppe) ersch&uuml;ttert sein k&ouml;nnte, sind weder vorgetragen noch den Gr&uuml;nden des vorinstanzlichen Urteils zu entnehmen; insbesondere ist hierf&uuml;r &#8211;wie bereits ausgef&uuml;hrt (vgl. zu Abschn. II.2.b der Urteilsgr&uuml;nde)&#8211; eine Stimmrechtsvereinbarung (oder wie im Streitfall die Stimmrechts&uuml;bertragung) bez&uuml;glich der der Testamentsvollstreckung unterstehenden Anteilsrechte an der GmbH I nicht ausreichend.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                (3) Die W&uuml;rdigung des Senats, dass Besitz-GbR und Betriebs-KG trotz der Testamentsvollstreckung personell miteinander verflochten waren, widerstreitet schlie&szlig;lich nicht der st&auml;ndigen Rechtsprechung des BFH, nach der die Er&ouml;ffnung des Konkurs- oder Insolvenzverfahrens &uuml;ber das Verm&ouml;gen der Betriebsgesellschaft regelm&auml;&szlig;ig zur Beendigung der personellen Verflechtung f&uuml;hrt (BFH-Urteil vom 6. M&auml;rz 1997 XI R 2\/96, BFHE 183, 85, BStBl II 1997, 460; Schmidt\/Wacker, a.a.O., &sect; 15 Rz 865; a.A. Wendt, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 1998, 264, 277). Zwar ist auch der Konkurs- oder Insolvenzverwalter Tr&auml;ger eines eigenen Amts, das ihn zur Verwaltung und zu Verf&uuml;gungen im eigenen Namen &uuml;ber das gebundene Verm&ouml;gen berechtigt (vgl. zu &sect; 6 der Konkursordnung &#8211;KO&#8211; BFH-Urteil in BFHE 183, 85, BStBl II 1997, 460; zu &sect; 80 der Insolvenzordnung &#8211;InsO&#8211; s. Uhlenbruck, Insolvenzordnung, 12. Aufl., &sect; 56 Rz 52, &sect; 80 Rz 2). Das Konkurs- oder Insolvenzverfahren wird jedoch nur bei Vorliegen eines Er&ouml;ffnungsgrundes (Zahlungsunf&auml;higkeit; &Uuml;berschuldung) durchgef&uuml;hrt (&sect;&sect; 102, 207 ff. KO; &sect;&sect; 16 ff. InsO) und bindet Gl&auml;ubiger und Schuldner in eine Zwangsgemeinschaft, die als &quot;Gesamtvollstreckung im Interesse des sozialen Friedens&quot; (Uhlenbruck, a.a.O., &sect; 1 Rz 1) jedenfalls prim&auml;r darauf gerichtet ist, die Gl&auml;ubiger &#8211;unter Wahrung des Prinzips der Gleichberechtigung&#8211; gemeinschaftlich zu befriedigen (vgl. zur KO: BFH-Urteil in BFHE 183, 85, BStBl II 1997, 460; zur InsO vgl. BGH-Urteile vom 21. April 2005 IX ZR 281\/03, BGHZ 163, 32, und vom 10. August 2006 IX ZR 28\/05, BGHZ 169, 43; Uhlenbruck, a.a.O., &sect; 1 Rz 1, m.w.N.). Dies schlie&szlig;t &#8211;ohne dass der Senat zur Beurteilung eines auf die Unternehmensfortf&uuml;hrung gerichteten Insolvenzplans Stellung zu nehmen hat (vgl. &sect;&sect; 1, 217 ff., 230 InsO)&#8211; zum einen die Annahme aus, das Betriebsunternehmen sei weiterhin von dem mehrheitlich beteiligten Gesellschafter beherrscht; zum anderen verbietet sich jede Parallele zu dem vorliegend zu beurteilenden Sachverhalt, bei dem die Beteiligungen an einer GmbH von einem Dauertestamentsvollstrecker (&sect;&sect; 2197, 2209 BGB) mit dem Ziel verwaltet werden, die Kontinuit&auml;t des Unternehmens sowie dessen weitere Entwicklung sicherzustellen, und die Erben in Kenntnis ihrer Rechtsbeschr&auml;nkung (freiwillig) die Erbschaft annehmen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Die Sache ist spruchreif.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Die Kl&auml;ger haben nicht nur in den Streitjahren 1995 bis 1997 aus ihrer Beteiligung an der Besitz-GbR Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb erzielt. Zu Recht hat das FA dar&uuml;ber hinaus angenommen, dass mit dem &Uuml;bergang des wirtschaftlichen Eigentums an dem Grundst&uuml;ck X-Stra&szlig;e (wesentliche Betriebsgrundlage) auf die Betriebs-KG die Betriebsaufspaltung beendet und damit der Tatbestand der Betriebsver&auml;u&szlig;erung (bzw. Betriebsaufgabe) verwirklicht wurde. Die H&ouml;he der in den Streitjahren bis einschlie&szlig;lich 1997 erzielten Eink&uuml;nfte ist zwischen den Beteiligten nicht streitig; Gleiches gilt f&uuml;r die Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen des Streitjahrs 1998.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Da dem Senat eine Verb&ouml;serung zu Lasten der Kl&auml;ger (und Revisionskl&auml;ger) verwehrt ist (&sect;&sect; 96 Abs. 1 Satz 2, 121 Satz 1 FGO), hat er nicht abschlie&szlig;end zum Vortrag des FA Stellung zu nehmen, nach dem f&uuml;r das Streitjahr 1997 zu Unrecht ein insgesamt beg&uuml;nstigter Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn (485 775 DM) festgestellt und dieser nicht nach den Vorschriften des &sect; 16 Abs. 2 Satz 3 und Abs. 3 Satz 5 EStG (teilweise) in einen laufenden Gewinn umqualifiziert wurde. Der Senat weist deshalb lediglich der Vollst&auml;ndigkeit halber darauf hin, dass die Gesellschafter der (Besitz-)GbR nur &uuml;ber ihre Beteiligungen an der GmbH I am Unternehmen der Betriebs-KG beteiligt waren und sie hierdurch weder die Stellung unmittelbarer noch mittelbarer Mitunternehmer erlangt haben (BFH-Urteil vom 28. Oktober 1999 VIII R 66-70\/97, BFHE 190, 204, BStBl II 2000, 183, unter II.2.b der Gr&uuml;nde; Schmidt\/Wacker, a.a.O., &sect; 15 Rz 624).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Der Spruchreife steht ferner nicht entgegen, dass der Senat anhand der Feststellungen des FG nicht nachvollziehen kann, weshalb das FA f&uuml;r die Streitjahre 1995 bis 1997 neben Eink&uuml;nften aus Gewerbebetrieb &#8211;entgegen der Abf&auml;rbewirkung des &sect; 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG&#8211; auch solche aus Kapitalverm&ouml;gen festgestellt hat. Auch insoweit ist der Senat an einer Verb&ouml;serung zu Lasten der Kl&auml;ger gehindert, da die Kl&auml;ger hier lediglich die (ersatzlose) Aufhebung der angefochtenen &Auml;nderungsbescheide 1995 bis 1997 beantragt haben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 5.6.2008, IV R 76\/05 Betriebsaufspaltung: personelle Verflechtung trotz Testamentsvollstreckung Leits&auml;tze Das Handeln eines Testamentsvollstreckers (hier: Dauervollstreckung) ist den Erben auch im Rahmen der Beurteilung der personellen Verflechtung von Besitzunternehmen und Betriebsunternehmen zuzurechnen. Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Zwischen den Beteiligten ist streitig, ob die f&uuml;r eine Betriebsaufspaltung erforderliche personelle Verflechtung gegeben ist, wenn &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-76-05-betriebsaufspaltung-personelle-verflechtung-trotz-testamentsvollstreckung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;76\/05 &#8211; Betriebsaufspaltung: personelle Verflechtung trotz Testamentsvollstreckung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-17141","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17141","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17141"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17141\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17141"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17141"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17141"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}