{"id":17152,"date":"2012-12-10T16:28:18","date_gmt":"2012-12-10T14:28:18","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17152"},"modified":"2012-12-10T16:28:18","modified_gmt":"2012-12-10T14:28:18","slug":"v-r-51-06-unternehmereigenschaft-von-juristischen-personen-des-oeffentlichen-rechts-recht-auf-vorsteuerabzug-kein-vorsteuerabzug-der-bundesanstalt-fuer-landwirtschaft-und-ernaehrung-aus-der-nach-ausbr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-51-06-unternehmereigenschaft-von-juristischen-personen-des-oeffentlichen-rechts-recht-auf-vorsteuerabzug-kein-vorsteuerabzug-der-bundesanstalt-fuer-landwirtschaft-und-ernaehrung-aus-der-nach-ausbr\/","title":{"rendered":"V&nbsp;R&nbsp;51\/06 &#8211; Unternehmereigenschaft von juristischen Personen des &ouml;ffentlichen Rechts &#8211; Recht auf Vorsteuerabzug &#8211; Kein Vorsteuerabzug der Bundesanstalt f&uuml;r Landwirtschaft und Ern&auml;hrung aus der nach Ausbruch der Schweinepest im Rahmen von Sonderma&szlig;nahmen erfolgten &Uuml;bernahme von sp&auml;ter entsorgten Schweinen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 3.7.2008, V R 51\/06<\/p>\n<p class=\"titel\">Unternehmereigenschaft von juristischen Personen des &ouml;ffentlichen Rechts &#8211; Recht auf Vorsteuerabzug &#8211; Kein Vorsteuerabzug der Bundesanstalt f&uuml;r Landwirtschaft und Ern&auml;hrung aus der nach Ausbruch der Schweinepest im Rahmen von Sonderma&szlig;nahmen erfolgten &Uuml;bernahme von sp&auml;ter entsorgten Schweinen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Bei juristischen Personen des &ouml;ffentlichen Rechts ist zwischen der umsatzsteuerrechtlich relevanten Bet&auml;tigung im Unternehmen und der nicht unternehmerischen &#8211;vorzugsweise hoheitlichen&#8211; T&auml;tigkeit zu unterscheiden.<\/p>\n<p>2. Eine juristische Person des &ouml;ffentlichen Rechts f&uuml;hrt unternehmerische T&auml;tigkeiten aus, wenn sie &#8211;auf privatrechtlicher Grundlage&#8211; im eigenen Namen gegen Entgelt Lieferungen oder sonstige Leistungen erbringt.<\/p>\n<p>3. Die Bundesanstalt f&uuml;r Landwirtschaft und Ern&auml;hrung gilt nur insoweit nach &sect; 2 Abs. 3 Satz 2 Nr. 5 UStG 1993 als Unternehmerin, als sie selbst Ums&auml;tze ausf&uuml;hrt.<\/p>\n<p>4. Die Bundesanstalt f&uuml;r Landwirtschaft und Ern&auml;hrung ist aus der &Uuml;bernahme von Schweinen im Rahmen von Sonderma&szlig;nahmen nach Ausbruch der Schweinepest nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt, wenn sie die Schweine nicht durch Ums&auml;tze f&uuml;r ihr Unternehmen verwendete, sondern lediglich in Tierk&ouml;rperbeseitigungsanstalten entsorgen lie&szlig;.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Streitig ist, ob die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), die Bundesanstalt f&uuml;r Landwirtschaft und Ern&auml;hrung, Vorsteuerbetr&auml;ge aus Gutschriften f&uuml;r die &Uuml;bernahme von Mastschweinen und Ferkeln in den Streitjahren 1997 und 1998 abziehen kann.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach einem Ausbruch der sog. klassischen Schweinepest Anfang 1997 wurden in einigen Erzeugungsgebieten Deutschlands Schutz- und &Uuml;berwachungszonen errichtet und die Vermarktung von lebenden Schweinen und Schweinefleisch vor&uuml;bergehend untersagt. Dadurch bef&uuml;rchtete die Kommission der Europ&auml;ischen Gemeinschaften (Kommission) eine schwerwiegende St&ouml;rung des Schweinemarktes in Deutschland. Zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung der Schweinepest sollten daher die in den entsprechenden Gebieten erzeugten Schweine vom normalen Absatz ausgeschlossen und zu Erzeugnissen verarbeitet werden, die f&uuml;r andere Zwecke als die menschliche Ern&auml;hrung bestimmt sind. F&uuml;r die Abgabe der aus den betroffenen Gebieten stammenden Mastschweine und Ferkel an die Beh&ouml;rden sollte eine Beihilfe festgesetzt werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Unter Ber&uuml;cksichtigung dieser Erw&auml;gungen erlie&szlig; die Kommission am 3. M&auml;rz 1997 die Verordnung (EG) Nr. 414\/97 &quot;mit Sonderma&szlig;nahmen zur St&uuml;tzung des Schweinemarkts in Deutschland&quot;. Nach deren Art. 1 kann den Erzeugern auf deren Antrag durch die zust&auml;ndigen deutschen Beh&ouml;rden eine Beihilfe gew&auml;hrt werden, wenn sie Mastschweine oder Ferkel an diese Beh&ouml;rden abgeben, wobei die Mastschweine und Ferkel aus bestimmten Schutz- und &Uuml;berwachungszonen stammen mussten (Art. 2).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                F&uuml;r den erneuten Ausbruch der Schweinepest im Jahr 1998 erlie&szlig; die Kommission aus den gleichen Gr&uuml;nden die &auml;hnliche Verordnung (EG) Nr. 370\/98 vom 17. Februar 1998, die sich allerdings nur auf die Abgabe von Ferkeln bezog.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Umsetzung der Verordnungen (EG) Nr. 414\/97 und Nr. 370\/98 (im Folgenden Verordnungen) oblag der Kl&auml;gerin.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die betroffenen Landwirte boten der Kl&auml;gerin auf einem vorgedruckten Formular Ferkel und Mastschweine zur &quot;&Uuml;bernahme&quot; an. In dem Formular war die einschl&auml;gige Verordnung in Bezug genommen. Ferner erkannte der Landwirt die auf dem Formular abgedruckten &quot;Erg&auml;nzungen zu den Beihilfebedingungen&quot; an.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin nahm die jeweiligen Angebote der Landwirte an, zahlte ihnen pro Kilogramm Schweinefleisch zwischen 3,21 DM und 3,26 DM und rechnete die Ank&auml;ufe der Schweine und Ferkel vereinbarungsgem&auml;&szlig; im Gutschriftverfahren ab. Dabei wies sie in den Gutschriften 9 % oder 9,5 % Umsatzsteuer f&uuml;r nach Durchschnittss&auml;tzen (&sect; 24 des Umsatzsteuergesetzes &#8211;UStG&#8211; 1993) besteuerte Landwirte und 7 % f&uuml;r die der Regelbesteuerung unterliegenden Landwirte aus.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach der &Uuml;bernahme der Schweine von den Landwirten wurde der gr&ouml;&szlig;te Teil der Tiere bestimmungsgem&auml;&szlig; in Tierk&ouml;rperbeseitigungsanstalten beseitigt. Diese stellten der Kl&auml;gerin f&uuml;r den &quot;Transport und die Entsorgung&quot; der &uuml;bernommenen Tierk&ouml;rper &#8230; DM je Tonne in Rechnung, verarbeiteten die Tiere zu Tiermehl, Fetten und &Ouml;len und ver&auml;u&szlig;erten diese Erzeugnisse sodann auf dem freien Markt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nachdem durch die Verordnung (EG) Nr. 546\/97 vom 25. M&auml;rz 1997 gestattet worden war, geschlachtete Schweine bis zu einer Menge von 4 000 Tonnen zur Herstellung von erhitzten Schweinefleischprodukten zu verwenden, verkaufte die Kl&auml;gerin einen Teil der in 1997 erworbenen Tiere an Unternehmen der fleischverarbeitenden Industrie. Diese Unternehmen verarbeiteten das Schweinefleisch zu Fleischkonserven und f&uuml;hrten sie in Drittl&auml;nder aus.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die in den Gutschriften gegen&uuml;ber den Landwirten ausgewiesene Umsatzsteuer machte die Kl&auml;gerin in ihren &#8211;zu Festsetzungen unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung (&sect; 164 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;) f&uuml;hrenden&#8211; Steuererkl&auml;rungen als Vorsteuerbetr&auml;ge geltend.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Anschluss an Umsatzsteuer-Sonderpr&uuml;fungen versagte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) den Vorsteuerabzug f&uuml;r die Annahme von Tieren, die in Tierk&ouml;rperbeseitigungsanstalten entsorgt worden waren, lie&szlig; ihn aber zu, soweit Tiere zu erhitzten Schweinefleischprodukten verarbeitet worden waren. Mit nach &sect; 164 Abs. 2 AO ge&auml;nderten Bescheiden vom 23. Mai 2000 k&uuml;rzte das FA dementsprechend die Vorsteuerbetr&auml;ge um &#8230; DM f&uuml;r das Jahr 1997 und um &#8230; DM f&uuml;r das Jahr 1998.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Einspruch und Klage hatten keinen Erfolg.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Finanzgericht (FG) f&uuml;hrte zur Begr&uuml;ndung seines in &quot;Entscheidungen der Finanzgerichte&quot; (EFG) 2007, 549 ver&ouml;ffentlichten Urteils aus, der begehrte Vorsteuerabzug (&sect; 15 UStG 1993) sei nicht m&ouml;glich, weil die Abgabe von Mastschweinen und Ferkeln an die Kl&auml;gerin gegen Zahlung von &quot;Beihilfen&quot; nicht steuerbar sei; denn sie sei nicht im Rahmen eines Leistungsaustausches erfolgt (&sect; 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG 1993).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zwischen der Kl&auml;gerin und den Tierk&ouml;rperbeseitigungsanstalten habe auch kein tausch&auml;hnlicher Umsatz (&quot;Lieferung der Tiere gegen Erbringung von Entsorgungsleistungen&quot;) stattgefunden, weil die Kl&auml;gerin keine Mastschweine und Ferkel an die Tierk&ouml;rperbeseitigungsanstalten geliefert habe.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit ihrer Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin Verletzung materiellen Rechts. Sie ist der Ansicht, zwischen ihr, der Kl&auml;gerin, und den Landwirten habe ein Leistungsaustausch stattgefunden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Sie, die Kl&auml;gerin, sei gem&auml;&szlig; &sect; 3 des Gesetzes zur Durchf&uuml;hrung der Gemeinsamen Marktorganisation und der Direktzahlungen (MOG) Marktordnungsstelle. Ihre T&auml;tigkeit gelte nach &sect; 2 Abs. 3 Satz 2 Nr. 5 UStG 1993 als &quot;gewerbliche T&auml;tigkeit&quot;.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Au&szlig;erdem habe sie den Tierk&ouml;rperbeseitigungsanstalten Schweine geliefert; diese h&auml;tten die Produkte aus der Verarbeitung der Tiere eigenst&auml;ndig und auf eigene Rechnung vermarkten k&ouml;nnen. F&uuml;r die &Uuml;bernahme, den Transport und die Beseitigung habe sie kein Entgelt gezahlt. Es liege demnach ein tausch&auml;hnlicher Vorgang (&sect; 3 Abs. 12 Satz 2 UStG 1993) vor.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin beantragt, unter Aufhebung der Vorentscheidung und der Einspruchsentscheidung vom 17. Oktober 2001 sowie unter &Auml;nderung des Bescheides vom 23. Mai 2000 die Umsatzsteuer f&uuml;r 1997 auf &#8230; EUR und die Umsatzsteuer f&uuml;r 1998 auf &#8230; EUR herabzusetzen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision der Kl&auml;gerin ist unbegr&uuml;ndet; sie war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Ob der von der Kl&auml;gerin geltend gemachte Vorsteuerabzug aus der &Uuml;bernahme der Schweine &#8211;entsprechend der Auffassung des FG&#8211; daran scheitert, dass die Abgabe der Schweine an die Kl&auml;gerin nicht steuerbar war (&sect; 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG 1993), kann offen bleiben. Denn der Vorsteuerabzug ist jedenfalls deswegen ausgeschlossen, weil die Kl&auml;gerin die Tiere nicht i.S. des &sect; 15 UStG 1993 &quot;f&uuml;r ihr Unternehmen&quot; verwendete.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Nach &sect; 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 UStG 1993 kann der Unternehmer die folgenden Vorsteuerbetr&auml;ge abziehen: &quot;die in Rechnungen im Sinne des &sect; 14 gesondert ausgewiesene Steuer f&uuml;r Lieferungen oder sonstige Leistungen, die von anderen Unternehmern f&uuml;r sein Unternehmen ausgef&uuml;hrt worden sind&quot;.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Gemeinschaftsrechtliche Grundlage dieser Vorschrift ist Art. 17 der in den Streitjahren geltenden Fassung der Sechsten Richtlinie des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern 77\/388\/EWG (Richtlinie 77\/388\/EWG). Nach Art. 17 Abs. 2 der Richtlinie 77\/388\/EWG ist der Steuerpflichtige zum Vorsteuerabzug befugt, &quot;soweit die Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen f&uuml;r Zwecke seiner besteuerten Ums&auml;tze verwendet werden&quot;.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. a) Nach der Rechtsprechung des Gerichtshofes der Europ&auml;ischen Gemeinschaften &#8211;EuGH&#8211; (z.B. Urteil vom 8. Juni 2000 C-98\/98, Midland Bank plc, Slg. 2000, I-4177, Umsatzsteuer- und Verkehrsteuer-Recht &#8211;UVR&#8211; 2000, 348 1. Leitsatz) ist Art. 17 der Richtlinie 77\/388\/EWG so auszulegen, &quot;dass grunds&auml;tzlich ein direkter und unmittelbarer Zusammenhang zwischen einem bestimmten Eingangsumsatz und einem oder mehreren Ums&auml;tzen der nachfolgenden Stufe, die zum Vorsteuerabzug berechtigen, bestehen muss, damit der Steuerpflichtige zum Vorsteuerabzug berechtigt ist und der Umfang dieses Rechts bestimmt werden kann&quot;.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Recht auf Vorsteuerabzug ergibt sich grunds&auml;tzlich daraus, dass die Aufwendungen f&uuml;r den Bezug der Eingangsums&auml;tze Teil der Kosten der Ausgangsums&auml;tze sind (EuGH-Urteile Midland Bank plc in Slg. 2000, I-4177, UVR 2000, 348 Randnr. 30; vom 13. M&auml;rz 2008 Rs. C-437\/06, Securenta, BFH\/NV Beilage 2008, 207 Randnrn. 27, 37); der vom Steuerpflichtigen verfolgte endg&uuml;ltige Zweck ist dabei unerheblich (EuGH-Urteil Midland Bank plc in Slg. 2000, I-4177, UVR 2000, 348 Randnr. 20).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) &sect; 15 UStG 1993 beruht auf Art. 17 der Richtlinie 77\/388\/EWG und ist nach den wiedergegebenen Grunds&auml;tzen auszulegen (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 9. November 2006 V R 9\/04, BFHE 215, 372, BStBl II 2007, 285, unter II.1.b aa; BFH-Beschl&uuml;sse vom 11. Mai 2007 V B 129\/05, BFH\/NV 2007, 1551; vom 14. April 2008 XI B 171\/07, BFH\/NV 2008, 1215).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Demnach ist bei juristischen Personen des &ouml;ffentlichen Rechts zwischen der umsatzsteuerrechtlich relevanten Bet&auml;tigung im Unternehmen und der nicht unternehmerischen &#8211;vorzugsweise hoheitlichen&#8211; T&auml;tigkeit zu unterscheiden (BFH-Urteile vom 20. Dezember 1984 V R 25\/76, BFHE 142, 524, BStBl II 1985, 176, unter B.3.b; vom 10. M&auml;rz 1994 V R 91\/91, BFH\/NV 1995, 451, unter 1.; vom 9. Oktober 2002 V R 64\/99, BFHE 200, 119, BStBl II 2003, 375, unter II.2.; vom 1. Juli 2004 V R 64\/02, BFH\/NV 2005, 252, unter II.3.; Abschn. 212 der Umsatzsteuer-Richtlinien &#8211;UStR&#8211; 2008). Eine unternehmerische (wirtschaftliche) T&auml;tigkeit f&uuml;hrt eine juristische Person des &ouml;ffentlichen Rechts aus, wenn sie &#8211;auf privatrechtlicher Grundlage&#8211; in eigenem Namen gegen Entgelt Lieferungen oder sonstige Leistungen erbringt (vgl. BFH-Urteil in BFHE 200, 119, BStBl II 2003, 375, unter II.2.c).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Im Streitfall verwendete die Kl&auml;gerin die angekauften Schweine nicht f&uuml;r ihr Unternehmen. Denn sie lie&szlig; die Tiere in den Tierk&ouml;rperbeseitigungsanstalten entsorgen. Bei diesem Leistungsaustausch war die Kl&auml;gerin nicht Leistende, sondern nur Leistungsempf&auml;ngerin. Entgegen der Ansicht der Kl&auml;gerin lieferte sie n&auml;mlich dabei keine Schweine an die Tierk&ouml;rperbeseitigungsanstalten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Das FG hat festgestellt, dass die Tierk&ouml;rperbeseitigungsanstalten der Kl&auml;gerin &#8211;entgegen dem Vortrag der Kl&auml;gerin&#8211; f&uuml;r den Transport der &uuml;bernommenen Tiere &#8230; DM je Tonne in Rechnung gestellt haben. Diese Feststellung hat die Kl&auml;gerin nicht durch zul&auml;ssige und begr&uuml;ndete Verfahrensr&uuml;gen angegriffen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Ferner hat das FG den Sachverhalt dahingehend gew&uuml;rdigt, die Leistungsbeziehungen zwischen Kl&auml;gerin und den Tierk&ouml;rperbeseitigungsanstalten h&auml;tten sich darauf beschr&auml;nkt, dass die Tierk&ouml;rperbeseitigungsanstalten der Kl&auml;gerin gegen&uuml;ber Transport- und Entsorgungsleistungen (sonstige Leistungen) erbrachten. Die Kl&auml;gerin habe keine Schweine an die Tierk&ouml;rperbeseitigungsanstalten geliefert. Denn die Kl&auml;gerin habe trotz gerichtlicher Aufforderung weder schriftliche Vertr&auml;ge &uuml;ber den Verkauf der Tiere an die Tierk&ouml;rperbeseitigungsanstalten vorlegen noch darlegen k&ouml;nnen, dass hier&uuml;ber m&uuml;ndliche Vertr&auml;ge geschlossen worden seien. Demnach liege kein tausch&auml;hnlicher Vorgang (&sect; 3 Abs. 12 Satz 2 UStG 1993) vor.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Diese W&uuml;rdigung des FG ist m&ouml;glich, verst&ouml;&szlig;t weder gegen Denkgesetze noch gegen Erfahrungss&auml;tze und bindet den Senat daher (&sect; 118 Abs. 2 FGO).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                d) Die Regelung des &sect; 2 Abs. 3 Satz 2 Nr. 5 UStG 1993 steht dem nicht entgegen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Danach gelten als gewerbliche oder berufliche T&auml;tigkeit die T&auml;tigkeit der Bundesanstalt f&uuml;r Landwirtschaft und Ern&auml;hrung, soweit Aufgaben der Marktordnung, der Vorratshaltung und der Nahrungsmittelhilfe wahrgenommen werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin, die Bundesanstalt f&uuml;r Landwirtschaft und Ern&auml;hrung, ist gem&auml;&szlig; &sect; 3 Abs. 1 MOG Marktordnungsstelle und nach &sect; 7 Abs. 1 Satz 1 MOG Interventionsstelle. Zu den Aufgaben der Marktordnung geh&ouml;ren die Interventionen (&sect; 7 MOG), d.h. die &Uuml;bernahme, Abgabe und Verwertung von Marktordnungswaren durch die Interventionsstelle (&sect; 5 MOG).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Gemeinschaftsrechtliche Grundlage des &sect; 2 Abs. 3 Satz 2 Nr. 5 UStG 1993 ist Art. 4 Abs. 5 Unterabs. 3 der Richtlinie 77\/388\/EWG. Danach gelten Staaten, L&auml;nder und sonstige Einrichtungen des &ouml;ffentlichen Rechts in Bezug auf die in Anhang D der Richtlinie 77\/388\/EWG aufgef&uuml;hrten T&auml;tigkeiten als Steuerpflichtige, sofern der Umfang dieser T&auml;tigkeiten nicht unbedeutend ist. Hierzu geh&ouml;ren nach Nr. 7 des Anhangs D der Richtlinie 77\/388\/EWG &quot;Ums&auml;tze der landwirtschaftlichen Interventionsstellen aus landwirtschaftlichen Erzeugnissen, die in Anwendung der Verordnungen &uuml;ber die gemeinsame Marktorganisation f&uuml;r diese Erzeugnisse bewirkt werden&quot;. Diese Kriterien m&uuml;ssen kumulativ vorliegen (EuGH-Urteil vom 13. Dezember 2007 Rs. C-408\/06, Landesanstalt f&uuml;r Landwirtschaft\/G&ouml;tz, BFH\/NV Beilage 2008, 147 Randnr. 25).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Ob die Abgabe der Schweine an die Tierk&ouml;rperbeseitigungsanstalten eine Intervention i.S. des &sect; 5 MOG war und damit die Kl&auml;gerin insoweit eine Aufgabe der Marktordnung wahrnahm (&sect; 2 Abs. 3 Satz 2 Nr. 5 UStG 1993) kann im Streitfall dahinstehen. Denn bei richtlinienkonformer Auslegung des &sect; 2 Abs. 3 Satz 2 Nr. 5 UStG 1993 gelten nur &quot;Ums&auml;tze der landwirtschaftlichen Interventionsstellen&quot; (Nr. 7 des Anhangs D der Richtlinie 77\/388\/EWG) als berufliche oder gewerbliche T&auml;tigkeit. Die Kl&auml;gerin f&uuml;hrte aber &#8211;wie bereits dargelegt&#8211; keine Ums&auml;tze an die Tierk&ouml;rperbeseitigungsanstalten aus.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 3.7.2008, V R 51\/06 Unternehmereigenschaft von juristischen Personen des &ouml;ffentlichen Rechts &#8211; Recht auf Vorsteuerabzug &#8211; Kein Vorsteuerabzug der Bundesanstalt f&uuml;r Landwirtschaft und Ern&auml;hrung aus der nach Ausbruch der Schweinepest im Rahmen von Sonderma&szlig;nahmen erfolgten &Uuml;bernahme von sp&auml;ter entsorgten Schweinen Leits&auml;tze 1. 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