{"id":17153,"date":"2012-12-10T16:29:24","date_gmt":"2012-12-10T14:29:24","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17153"},"modified":"2012-12-10T16:29:24","modified_gmt":"2012-12-10T14:29:24","slug":"iv-r-36-07-keine-erweiterte-kuerzung-des-gewerbeertrags-fuer-grundstuecksverwaltende-personengesellschaften-bei-verpachtung-von-grundbesitz-an-einen-persoenlich-haftenden-gesellschafter-fehlende-betei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-36-07-keine-erweiterte-kuerzung-des-gewerbeertrags-fuer-grundstuecksverwaltende-personengesellschaften-bei-verpachtung-von-grundbesitz-an-einen-persoenlich-haftenden-gesellschafter-fehlende-betei\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;36\/07 &#8211; Keine erweiterte K&uuml;rzung des Gewerbeertrags f&uuml;r grundst&uuml;cksverwaltende Personengesellschaften bei Verpachtung von Grundbesitz an einen pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafter &#8211; Fehlende Beteiligung des Komplement&auml;rs am Verm&ouml;gen und am Gewinn und Verlust der Gesellschaft &#8211; Grundsatz der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit &#8211; Freiheit des Gesetzgebers zur Normierung tatbestandlicher Voraussetzungen f&uuml;r eine Steuerbeg&uuml;nstigung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.8.2008, IV R 36\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine erweiterte K&uuml;rzung des Gewerbeertrags f&uuml;r grundst&uuml;cksverwaltende Personengesellschaften bei Verpachtung von Grundbesitz an einen pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafter &#8211; Fehlende Beteiligung des Komplement&auml;rs am Verm&ouml;gen und am Gewinn und Verlust der Gesellschaft &#8211; Grundsatz der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit &#8211; Freiheit des Gesetzgebers zur Normierung tatbestandlicher Voraussetzungen f&uuml;r eine Steuerbeg&uuml;nstigung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Die erweiterte K&uuml;rzung des Gewerbeertrags gem&auml;&szlig; &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG kann grundst&uuml;cksverwaltenden Personengesellschaften bei Verpachtung von Grundbesitz an einen gewerblich t&auml;tigen pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafter nicht gew&auml;hrt werden, auch wenn dieser Gesellschafter weder am Verm&ouml;gen noch am Gewinn und Verlust der Personengesellschaft beteiligt ist.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist Gesamtrechtsnachfolgerin der A-GmbH &#038; Co. Besitz KG (Grundst&uuml;cks KG). Gesellschafter der Grundst&uuml;cks KG waren in den Streitjahren (1999 und 2000) die A-GmbH (GmbH) als Komplement&auml;rin und die A-Verm&ouml;gensbeteiligungs GmbH &#038; Co. KG (Beteiligungs KG) als Kommanditistin. Die GmbH war am Verm&ouml;gen der Grundst&uuml;cks KG nicht beteiligt. Das gesamte Verm&ouml;gen der Grundst&uuml;cks KG hielt die Beteiligungs KG, die auch am Gewinn und Verlust der Grundst&uuml;cks KG zu 100 % beteiligt war. Die Beteiligungs KG war au&szlig;erdem zu 100 % am Stammkapital der GmbH beteiligt. Die GmbH erhielt f&uuml;r die &Uuml;bernahme der pers&ouml;nlichen Haftung und der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung bei der Grundst&uuml;cks KG eine Vorabverg&uuml;tung und Aufwendungsersatz.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Grundst&uuml;cks KG erwarb durch notariell beurkundeten Vertrag vom 18. Dezember 1998 Grundbesitz in X. Der Grundbesitz war an die GmbH zur Entnahme von Ton und zur R&uuml;ckverf&uuml;llung verpachtet. Die Grundst&uuml;cks KG &uuml;bernahm den Pachtvertrag, so dass die GmbH den Grundbesitz nunmehr auf Grund eines Pachtverh&auml;ltnisses mit der Grundst&uuml;cks KG nutzte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Anschluss an eine Au&szlig;enpr&uuml;fung versagte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die f&uuml;r die Streitjahre von der Grundst&uuml;cks KG beanspruchte erweiterte K&uuml;rzung des Gewerbeertrags f&uuml;r Grundst&uuml;cksunternehmen i.S. von &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG). Der Einspruch hatte nur insoweit Erfolg, als das FA f&uuml;r das Streitjahr 2000 die K&uuml;rzung nach &sect; 9 Nr. 1 Satz 1 GewStG gew&auml;hrte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Finanzgericht (FG) wies die Klage ab. Die erweiterte K&uuml;rzung sei nach &sect; 9 Nr. 1 Satz 5 GewStG ausgeschlossen, wenn der Grundbesitz ganz oder zum Teil dem Gewerbebetrieb eines Gesellschafters des Grundst&uuml;cksunternehmens diene. Dieser Ausschlusstatbestand sei im Streitfall erf&uuml;llt. Denn der Grundbesitz habe in den Streitjahren der GmbH, also der Komplement&auml;rin der Grundst&uuml;cks KG gedient. Ohne Bedeutung sei, dass die GmbH am Gesellschaftskapital der Grundst&uuml;cks KG nicht beteiligt gewesen sei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit der Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        das angefochtene Urteil aufzuheben und die Bescheide &uuml;ber den Gewerbesteuermessbetrag f&uuml;r 1999 und 2000 jeweils vom 28. Juli 2003 sowie die Bescheide &uuml;ber die gesonderte Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlusts auf den 31. Dezember 1999 und den 31. Dezember 2000 jeweils vom 28. Juli 2003 in der Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 25. Oktober 2005 dahin abzu&auml;ndern, dass der Gewerbesteuermessbetrag f&uuml;r 1999 und 2000 auf null DM festgesetzt und der vortragsf&auml;hige Gewerbeverlust auf den 31. Dezember 1999 und den 31. Dezember 2000 auf jeweils 25 108 DM festgestellt wird.          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>                    die Revision zur&uuml;ckzuweisen.        <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision der Kl&auml;gerin ist unbegr&uuml;ndet und nach &sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen. Das FG hat im Ergebnis zutreffend entschieden, dass die Rechtsvorg&auml;ngerin der Kl&auml;gerin die erweiterte K&uuml;rzung des Gewerbeertrags nach &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG nicht in Anspruch nehmen konnte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Es kann dahinstehen, ob die Rechtsvorg&auml;ngerin der Kl&auml;gerin, die Grundst&uuml;cks KG, im Streitfall eine gewerbliche T&auml;tigkeit aus&uuml;bte, insbesondere, ob eine Betriebsaufspaltung vorlag. Denn die Grundst&uuml;cks KG unterlag nach &sect; 2 Abs. 1 GewStG unabh&auml;ngig von der Art ihrer T&auml;tigkeit der Gewerbesteuer, da es sich bei ihr zumindest um eine gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaft i.S. von &sect; 15 Abs. 3 Nr. 2 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211; handelte (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 20. November 2003 IV R 5\/02, BFHE 204, 471, BStBl II 2004, 464).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Gem&auml;&szlig; &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG k&ouml;nnen Unternehmen, die ausschlie&szlig;lich eigenen Grundbesitz verwalten, auf Antrag den Gewerbeertrag statt um einen bestimmten Hundertsatz des Einheitswerts des Grundbesitzes um den Teil des Gewerbeertrags k&uuml;rzen, der auf die Verwaltung und Nutzung des eigenen Grundbesitzes entf&auml;llt. Zwar hat das FG keine Feststellungen dazu getroffen, ob es sich bei der Grundst&uuml;cks KG um ein verm&ouml;gensverwaltendes Grundst&uuml;cksunternehmen im Sinne dieser Vorschrift handelte. Die Vorentscheidung ist deshalb aber nicht aufzuheben. Denn das FG hat im Ergebnis zu Recht erkannt, dass die erweiterte K&uuml;rzung des Gewerbeertrags jedenfalls nach &sect; 9 Nr. 1 Satz 5 GewStG ausgeschlossen war.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Inanspruchnahme der erweiterten K&uuml;rzung ist gem&auml;&szlig; &sect; 9 Nr. 1 Satz 5 GewStG ausgeschlossen, wenn der Grundbesitz ganz oder zum Teil dem Gewerbebetrieb eines Gesellschafters oder Genossen dient. Der Gesetzgeber sieht in diesem Fall die Voraussetzungen f&uuml;r eine Beg&uuml;nstigung des Grundst&uuml;cksunternehmens nicht mehr als gegeben an, weil bei einer Nutzung des Grundst&uuml;cks im Gewerbebetrieb des Gesellschafters ohne Zwischenschaltung eines weiteren Rechtstr&auml;gers die Grundst&uuml;cksertr&auml;ge in den Gewerbeertrag einflie&szlig;en und damit der Gewerbesteuer unterliegen w&uuml;rden (BFH-Urteil vom 26. Juni 2007 IV R 9\/05, BFHE 219, 173, BStBl II 2007, 893, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                An dieser Einschr&auml;nkung scheitert das Begehren der Kl&auml;gerin. Denn der Grundbesitz der Grundst&uuml;cks KG diente dem Gewerbebetrieb der GmbH, die Gesellschafterin der Grundst&uuml;cks KG war.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Grundbesitz &quot;dient&quot; dem Gewerbebetrieb eines Gesellschafters u.a. dann, wenn er von diesem aufgrund eines Miet- oder Pachtvertrages genutzt wird (BFH-Urteil vom 17. Januar 2002 IV R 51\/00, BFHE 198, 120, BStBl II 2002, 873, m.w.N.). Im Streitfall hatte die GmbH den fraglichen Grundbesitz von der Grundst&uuml;cks KG gepachtet. Die GmbH nutzte den Grundbesitz zur Entnahme von Ton und zur R&uuml;ckverf&uuml;llung und damit &#8211;unabh&auml;ngig von ihrer Rechtsform (dazu BFH-Urteil vom 17. Januar 2006 VIII R 60\/02, BFHE 213, 5, BStBl II 2006, 434, unter II.2.b bb (3) der Gr&uuml;nde)&#8211; gewerblich.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Den in &sect; 9 Nr. 1 Satz 5 GewStG verwendeten Begriff &quot;Gesellschafter&quot; hat der BFH in st&auml;ndiger Rechtsprechung sowohl mit Blick auf den Gesetzeswortlaut als auch unter Ber&uuml;cksichtigung der Entstehungsgeschichte und des Zwecks der Vorschrift ausgelegt (BFH-Urteile vom 24. September 1969 I 206\/64, BFHE 97, 40, BStBl II 1969, 738; vom 18. Dezember 1974 I R 10\/73, BFHE 114, 437, BStBl II 1975, 268; vom 15. Dezember 1998 VIII R 77\/93, BFHE 187, 326, BStBl II 1999, 168; vom 7. April 2005 IV R 34\/03, BFHE 209, 133, BStBl II 2005, 576, und in BFHE 219, 173, BStBl II 2007, 893).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im vorliegenden Fall war die GmbH als Komplement&auml;rin nicht nur zivilrechtlich, sondern auch i.S. von &sect; 9 Nr. 1 Satz 5 GewStG Gesellschafterin der Grundst&uuml;cks KG.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zwar entf&auml;llt die erweiterte K&uuml;rzung &#8211;anders als das FG offenbar meint&#8211; nicht schon dann, wenn der Grundbesitz einer Grundst&uuml;cksgesellschaft ganz oder zum Teil einer Kapitalgesellschaft dient, an der ein Gesellschafter der Grundst&uuml;cksgesellschaft beteiligt ist (vgl. BFH-Urteil vom 15. April 1999 IV R 11\/98, BFHE 188, 412, BStBl II 1999, 532). Die erweiterte K&uuml;rzung des Gewerbeertrags ist aber ausgeschlossen, wenn eine Kapitalgesellschaft &#8211;wie im Streitfall&#8211; selbst Gesellschafterin der Grundst&uuml;ckspersonengesellschaft ist und den Grundbesitz f&uuml;r eigene Zwecke nutzt (Bl&uuml;mich\/Gosch, &sect; 9 GewStG Rz 106). Dies gilt entgegen der Ansicht der Kl&auml;gerin jedenfalls f&uuml;r einen das Grundst&uuml;ck gewerblich nutzenden pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafter auch dann, wenn er am Verm&ouml;gen der Grundst&uuml;ckspersonengesellschaft nicht beteiligt ist und ihm auch kein Anteil am Gewinn und Verlust dieser Gesellschaft zusteht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Zwar l&auml;sst der Wortlaut des &sect; 9 Nr. 1 Satz 5 GewStG auch eine Auslegung zu, derzufolge eine Bagatellbeteiligung nicht dazu f&uuml;hrt, dass das Grundst&uuml;ck &quot;dem Gewerbebetrieb eines Gesellschafters oder Genossen&quot; dient (BFH-Urteil in BFHE 219, 173, BStBl II 2007, 893). Insofern bel&auml;sst &sect; 9 Nr. 1 Satz 5 GewStG anders als &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG, der ausdr&uuml;cklich die Ausschlie&szlig;lichkeit der beg&uuml;nstigten sowie der im Einzelnen aufgef&uuml;hrten nicht beg&uuml;nstigten, jedoch erlaubten T&auml;tigkeiten verlangt, noch einen gewissen Auslegungsspielraum (BFH-Urteil vom 11. August 2004 I R 89\/03, BFHE 207, 40, BStBl II 2004, 1080).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                F&uuml;r die Auslegung des Begriffs &quot;Gesellschafter&quot; in &sect; 9 Nr. 1 Satz 5 GewStG ist aber insbesondere der Zweck des Gesetzes ma&szlig;gebend. Dieser w&uuml;rde verfehlt, wenn es einem Grundst&uuml;cksunternehmen m&ouml;glich w&auml;re, die Beg&uuml;nstigung des &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG im Falle der Verpachtung des Grundbesitzes an einen Gesellschafter zu behalten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH sollen mit der erweiterten K&uuml;rzung des Gewerbeertrags nach &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG verm&ouml;gensverwaltende Grundst&uuml;cksunternehmen, deren Eink&uuml;nfte nur kraft Rechtsform der Gewerbesteuer unterliegen, den verm&ouml;gensverwaltenden Einzelpersonen und Personengesellschaften gleichgestellt werden (z.B. BFH-Urteile in BFHE 188, 412, BStBl II 1999, 532, und vom 26. Oktober 1995 IV R 35\/94, BFHE 178, 572, BStBl II 1996, 76, m.w.N.). Durch die Vorschrift soll eine Gleichstellung der Gewerbebetriebe kraft Rechtsform mit den verm&ouml;gensverwaltenden Einzelpersonen und Personengesellschaften hinsichtlich der Grundst&uuml;cksverwaltung und -nutzung erreicht, nicht aber eine Bevorzugung der ersteren gegen&uuml;ber der letzteren Gruppe geschaffen werden. &sect; 9 Nr. 1 Satz 5 GewStG stellt deshalb eine folgerichtige Ausnahme von seinem Satz 2 dar (BFH-Urteil in BFHE 97, 40, BStBl II 1969, 738). Zweck der Regelung in &sect; 9 Nr. 1 Satz 5 GewStG ist es dementsprechend, solche Ertr&auml;ge bei der Grundst&uuml;cksgesellschaft nicht von der Gewerbesteuer auszunehmen, die in der Person des Gesellschafters der Gewerbesteuer unterliegen w&uuml;rden, wenn er den Grundbesitz ohne Zwischenschaltung der Gesellschaft in gleicher Weise nutzte (BFH-Urteile in BFHE 198, 120, BStBl II 2002, 873, und in BFHE 114, 437, BStBl II 1975, 268). Das Gesetz stellt dabei nicht nur auf die Gesellschaft, sondern auch auf deren Gesellschafter ab, und zwar unabh&auml;ngig von der Rechtsform. W&uuml;rden die Ertr&auml;ge in der Hand des Gesellschafters der Gewerbesteuer unterliegen, gibt es keinen Bedarf f&uuml;r eine erweiterte K&uuml;rzung bei der Gesellschaft (Wendt, Finanz-Rundschau 2006, 556, 557).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Dient der Grundbesitz also &#8211;wie im Streitfall&#8211; dem Gewerbebetrieb eines Gesellschafters, entspricht die Versagung der erweiterten K&uuml;rzung des Gewerbeertrags nicht nur dem Wortlaut des Gesetzes, sondern auch dem Gesetzeszweck. Dies gilt prinzipiell unabh&auml;ngig vom Umfang der Beteiligung des Mitunternehmers am Verm&ouml;gen bzw. am Gewinn oder Verlust.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Eine Schlechterstellung des sein Grundst&uuml;ck nutzenden Einzelunternehmers gegen&uuml;ber einem Gewerbetreibenden, der ein Grundst&uuml;ck nutzt, das er einer zwischengeschalteten Gesellschaft &uuml;berlassen hat, tritt nur dann nicht ein, wenn das nutzende Unternehmen nicht der Gewerbesteuer unterliegt. Aus diesem Grunde hat der erkennende Senat &sect; 9 Nr. 1 Satz 5 GewStG im Wege der teleologischen Reduktion in einer solchen Fallkonstellation f&uuml;r nicht anwendbar gehalten (BFH-Urteil in BFHE 219, 173, BStBl II 2007, 893). F&uuml;r die im Streitfall zu beurteilende Gestaltung kommt dies jedoch nicht in Betracht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                cc) Der Senat hat au&szlig;erdem erwogen, ob nicht der Grundsatz der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit daf&uuml;r sprechen k&ouml;nnte, die erweiterte K&uuml;rzung des Gewerbeertrags dann zu gew&auml;hren, wenn die Beteiligung &#8211;wie im vorliegenden Fall&#8211; eine Bagatellgrenze von 1 % nicht erreicht. Er ist allerdings der Auffassung, dass diese Frage jedenfalls f&uuml;r die Beteiligung eines pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafters letztlich zu verneinen ist (im Ergebnis ebenso Bl&uuml;mich\/Gosch, &sect; 9 GewStG Rz 69 und 107; Heuermann, Die steuerliche Betriebspr&uuml;fung 2005, 210, 211; a.A. Nieders&auml;chsisches FG, Urteil vom 2. M&auml;rz 2006&nbsp;&nbsp;10 K 574\/02, Entscheidungen der Finanzgerichte 2006, 1691; Roser in Lenski\/Steinberg, Gewerbesteuergesetz, &sect; 9 Nr. 1 Rz 195; offengelassen in dem BFH-Urteil in BFHE 209, 133, BStBl II 2005, 576).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                (1) Der Grundsatz der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit, der sich aus dem Rechtsstaatsprinzip (Urteil des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; vom 24. April 1985&nbsp;&nbsp;2 BvF 2-4\/83, 2\/84, BVerfGE 69, 1, unter B.III.4. der Gr&uuml;nde, m.w.N.) und dem Wesen der Grundrechte ergibt, gilt f&uuml;r alle grundrechtseinschr&auml;nkenden Gesetze, also auch f&uuml;r die Steuergesetze (BFH-Urteil vom 11. August 1999 XI R 12\/98, BFHE 189, 419, BStBl II 2000, 229, m.w.N.). Er verlangt, dass der Staat mit dem Grundrechtseingriff einen legitimen Zweck mit geeigneten, erforderlichen und angemessenen Mitteln verfolgt (BVerfG-Urteil vom 11. M&auml;rz 2008&nbsp;&nbsp;1 BvR 2074\/05, 1254\/07, Neue Juristische Wochenschrift 2008, 1505, unter C.II.3. der Gr&uuml;nde, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                (2) Der vom Gesetzgeber mit &sect; 9 Nr. 1 Satz 5 GewStG verfolgte Zweck ist legitim. Der Ausschluss der erweiterten K&uuml;rzung des Gewerbeertrags f&uuml;r den Fall, dass der Grundbesitz dem Gewerbebetrieb eines Gesellschafters dient, ist zur Erreichung dieses Gesetzeszwecks geeignet. Der Ausschluss der erweiterten K&uuml;rzung ist auch erforderlich. Ein milderes aber gleich wirksames Mittel steht nicht zur Verf&uuml;gung.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Gebot der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit im engeren Sinne (Angemessenheit, Proportionalit&auml;t) ist ebenfalls nicht verletzt. Es verlangt, dass die Schwere des Eingriffs bei einer Gesamtabw&auml;gung nicht au&szlig;er Verh&auml;ltnis zu dem Gewicht der sie rechtfertigenden Gr&uuml;nde steht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Dabei ist hier zun&auml;chst darauf hinzuweisen, dass die durch &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG gew&auml;hrte Beg&uuml;nstigung &#8211;in verfassungsrechtlich grunds&auml;tzlich unbedenklicher Weise (BFH-Urteil vom 1. Februar 1973 I R 87\/71, BFHE 108, 366, BStBl II 1973, 410, m.w.N.; kritisch aber G&uuml;roff in Glanegger\/G&uuml;roff, GewStG, 6. Aufl., &sect; 9 Nr. 1 Rz 17, und Roser in Lenski\/Steinberg, a.a.O., &sect; 9 Nr. 1 Rz 96)&#8211; nur einer verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig geringen Zahl von Unternehmen zugutekommt. Der Ausschluss der erweiterten K&uuml;rzung stellt damit f&uuml;r Gewerbebetriebe, die kraft ihrer Rechtsform der Gewerbesteuer unterliegen, (nur) den gesetzlichen Regelfall wieder her.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Gesetzgeber war von Verfassungs wegen auch nicht verpflichtet, den Umfang der Beteiligung des (pers&ouml;nlich haftenden) Gesellschafters, dessen Gewerbebetrieb der Grundbesitz dient, zu ber&uuml;cksichtigen. Er hat den ihm insoweit zustehenden weitreichenden Entscheidungsspielraum (BVerfG-Urteil vom 27. Juni 1991&nbsp;&nbsp;2 BvR 1493\/89, BVerfGE 84, 239, 271, und BVerfG-Beschluss vom 4. Dezember 2002&nbsp;&nbsp;2 BvR 400\/98, 2 BvR 1735\/00, BVerfGE 107, 27, 47) und die ihm im Steuerrecht bei der Ordnung von Massenerscheinungen einger&auml;umte Befugnis zur Typisierung (vgl. BVerfG-Urteil vom 6. M&auml;rz 2002 2 BvL 17\/99, BVerfGE 105, 73, 127; BVerfG-Beschl&uuml;sse vom 31. Mai 1988 1 BvR 520\/83, BVerfGE 78, 214, 226 f., und vom 11. Januar 2005&nbsp;&nbsp;2 BvR 167\/02, BVerfGE 112, 164, 180 f., jeweils m.w.N.) nicht &uuml;berschritten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Gesetzgeber ist grunds&auml;tzlich darin frei, tatbestandliche Voraussetzungen zu normieren, die erf&uuml;llt sein m&uuml;ssen, um in den Genuss einer steuerlichen Verg&uuml;nstigung wie der erweiterten K&uuml;rzung zu gelangen (BFH-Urteil in BFHE 207, 40, BStBl II 2004, 1080). Deshalb kann der Gesetzgeber grunds&auml;tzlich auch verlangen, dass der das Grundst&uuml;ck in seinem Gewerbebetrieb Nutzende nicht Gesellschafter der Grundst&uuml;cksgesellschaft ist, wenn die erweiterte K&uuml;rzung des Gewerbeertrags von der Grundst&uuml;cksgesellschaft in Anspruch genommen werden soll. Hat der Gesetzgeber insoweit nicht auf den Umfang der Beteiligung abgestellt, hat er seine Gestaltungsfreiheit dazu genutzt, eine typisierende Regelung zu treffen. Dem Gesetzgeber kann nicht verborgen geblieben sein, dass von der Versagung der erweiterten K&uuml;rzung auch Gesellschaften betroffen sind, an denen der das Grundst&uuml;ck nutzende Unternehmer nur einen geringen Anteil h&auml;lt. Er hat dies aber &#8211;offenbar zur Vermeidung von Abgrenzungsschwierigkeiten&#8211; in Kauf genommen (BFH-Urteile in BFHE 209, 133, BStBl II 2005, 576, und in BFHE 219, 173, BStBl II 2007, 893; Bl&uuml;mich\/Gosch, &sect; 9 GewStG Rz 107).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Eine solche Typisierung ist &#8211;jedenfalls soweit sie pers&ouml;nlich haftende Gesellschafter betrifft&#8211; nicht zu beanstanden. Sie vermeidet insbesondere Abgrenzungsschwierigkeiten, die auftreten k&ouml;nnten, wenn die Anwendbarkeit des &sect; 9 Nr. 1 Satz 5 GewStG von der Beteiligungsh&ouml;he abh&auml;ngen w&uuml;rde. Insoweit ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass der Betrag, mit dem ein Gesellschafter einer Personengesellschaft im Verh&auml;ltnis zu seinen Mitgesellschaftern am Gesellschaftsverm&ouml;gen beteiligt ist, nicht stets leicht zu ermitteln ist. Kein Gesellschaftsvertrag einer im Au&szlig;enverh&auml;ltnis existenten Personengesellschaft kann verhindern, dass deren Gesellschaftsverm&ouml;gen &quot;gemeinschaftliches Verm&ouml;gen&quot; aller Gesellschafter ist (&sect; 718 Abs. 1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs &#8211;BGB&#8211;, &sect; 105 Abs. 3 des Handelsgesetzbuchs &#8211;HGB&#8211;, &sect; 161 Abs. 2 HGB). Die im Gesellschaftsvertrag getroffene Vereinbarung, ein Gesellschafter solle &#8211;ebenso wie an den Gewinnen&#8211; am Gesellschaftsverm&ouml;gen nicht beteiligt sein, kann folglich nur bedeuten, dass ihm bei seinem Ausscheiden und bei Aufl&ouml;sung der Gesellschaft kein Auseinandersetzungsguthaben zustehen soll (BFH-Urteil vom 12. April 1978 II R 149\/73, BFHE 125, 81, BStBl II 1978, 422, 423 f.). Im &Uuml;brigen besteht f&uuml;r die Innenverh&auml;ltnisse von Personengesellschaften weitgehende Vertragsfreiheit. Insbesondere die Vorschriften &uuml;ber die Ma&szlig;geblichkeit des Kapitalanteils und die Gewinnverteilung sind nachgiebiges Recht (BFH-Urteil vom 31. Mai 1972 II R 9\/66, BFHE 106, 360, BStBl II 1972, 833, 835). Zwar k&ouml;nnen die Gesellschafter hiernach &#8211;abweichend von der gesetzlichen Regelung&#8211; die Beteiligungsverh&auml;ltnisse durch unver&auml;nderliche &quot;feste&quot; Kapitalanteilsbetr&auml;ge oder auch durch feste Bruchteils- oder Anteilsquoten festlegen. Eine Verpflichtung hierzu besteht aber nicht. Zudem kann sich selbst bei Vorliegen einer solchen Vereinbarung nicht nur das Kapitalanteilsverh&auml;ltnis und das Verm&ouml;gensanteilsverh&auml;ltnis zueinander verschieben. Auch die fest vereinbarte Verm&ouml;gensbeteiligung muss und wird h&auml;ufig nicht mit dem &quot;wirklichen&quot; Verm&ouml;gensanteil des Gesellschafters &uuml;bereinstimmen. Es kommt hinzu, dass angesichts der im Innenverh&auml;ltnis bestehenden Vertragsfreiheit die Beteiligung am Gesellschaftsverm&ouml;gen f&uuml;r die Gewinnverteilung unter den Gesellschaftern nicht ma&szlig;geblich zu sein braucht und nach der gesetzlichen Regelung auch nicht (allein) ma&szlig;geblich ist (&sect; 722 BGB, &sect; 121 HGB). Dies alles zeigt, dass die Ankn&uuml;pfung an eine bestimmte Beteiligungsh&ouml;he bei Personengesellschaften nicht nur erhebliche rechtliche, sondern auch praktische Probleme aufwerfen w&uuml;rde, die der Gesetzgeber durch die von ihm vorgenommene Typisierung vermeidet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.8.2008, IV R 36\/07 Keine erweiterte K&uuml;rzung des Gewerbeertrags f&uuml;r grundst&uuml;cksverwaltende Personengesellschaften bei Verpachtung von Grundbesitz an einen pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafter &#8211; Fehlende Beteiligung des Komplement&auml;rs am Verm&ouml;gen und am Gewinn und Verlust der Gesellschaft &#8211; Grundsatz der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit &#8211; Freiheit des Gesetzgebers zur Normierung tatbestandlicher Voraussetzungen f&uuml;r eine Steuerbeg&uuml;nstigung Leits&auml;tze Die &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-36-07-keine-erweiterte-kuerzung-des-gewerbeertrags-fuer-grundstuecksverwaltende-personengesellschaften-bei-verpachtung-von-grundbesitz-an-einen-persoenlich-haftenden-gesellschafter-fehlende-betei\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;36\/07 &#8211; Keine erweiterte K&uuml;rzung des Gewerbeertrags f&uuml;r grundst&uuml;cksverwaltende Personengesellschaften bei Verpachtung von Grundbesitz an einen pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafter &#8211; Fehlende Beteiligung des Komplement&auml;rs am Verm&ouml;gen und am Gewinn und Verlust der Gesellschaft &#8211; Grundsatz der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit &#8211; Freiheit des Gesetzgebers zur Normierung tatbestandlicher Voraussetzungen f&uuml;r eine Steuerbeg&uuml;nstigung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-17153","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17153","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17153"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17153\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17153"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17153"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17153"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}