{"id":17202,"date":"2012-12-10T15:10:15","date_gmt":"2012-12-10T13:10:15","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17202"},"modified":"2012-12-10T15:10:15","modified_gmt":"2012-12-10T13:10:15","slug":"iv-r-87-06-abgrenzung-zwischen-sonderverguetung-und-entnahme-des-gesellschafters-einer-personengesellschaft-aenderung-eines-unter-vorbehalt-der-nachpruefung-ergangenen-als-fehlerhaft-erkannten-steuerv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-87-06-abgrenzung-zwischen-sonderverguetung-und-entnahme-des-gesellschafters-einer-personengesellschaft-aenderung-eines-unter-vorbehalt-der-nachpruefung-ergangenen-als-fehlerhaft-erkannten-steuerv\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;87\/06 &#8211; Abgrenzung zwischen Sonderverg&uuml;tung und Entnahme des Gesellschafters einer Personengesellschaft &#8211; &Auml;nderung eines unter Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung ergangenen, als fehlerhaft erkannten Steuerverwaltungsaktes"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 24.1.2008, IV R 87\/06<\/p>\n<p class=\"titel\">Abgrenzung zwischen Sonderverg&uuml;tung und Entnahme des Gesellschafters einer Personengesellschaft &#8211; &Auml;nderung eines unter Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung ergangenen, als fehlerhaft erkannten Steuerverwaltungsaktes<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Wird dem Gesellschafter einer Personengesellschaft eine (zus&auml;tzliche) Verg&uuml;tung gew&auml;hrt, die nicht durch Dienstleistungen oder Nutzungs&uuml;berlassungen i.S. des &sect; 15 Abs. 1 Nr. 2 EStG, sondern durch das Bestreben veranlasst ist, ihn vorzeitig an noch nicht realisierten Gewinnen der Gesellschaft zu beteiligen, so handelt es sich um eine Entnahme des Gesellschafters.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) und die A-GmbH (A) sind zu je 50 v.H. an der Arbeitsgemeinschaft B (ARGE) beteiligt. Zweck der ARGE ist das Abteufen von zwei Sch&auml;chten aufgrund eines 1983 geschlossenen Werkvertrages mit der C-GmbH (C). Die ARGE begann mit den Arbeiten am 1. April 1984.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                F&uuml;r das Durchteufen der nicht standfesten wasserf&uuml;hrenden Schichten des Deckgebirges verwendete die ARGE das Gefrierschachtverfahren. Dazu wird unter Verwendung von Gefrierrohren das den geplanten Schacht umgebende Gebirge eingefroren. Nach Fertigstellung des Schachtes taut der Frostmantel durch nat&uuml;rliche W&auml;rme wieder auf.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Vertrag mit der C sah vor, dass Leistungen f&uuml;r eine Nettoangebotssumme von rund 120 Mio. DM erbracht werden sollten. Zur Erleichterung und Vorbereitung der Endabnahme wurden den technischen Gegebenheiten entsprechend vorl&auml;ufige Bauabnahmen vorgenommen. Durch diese vorl&auml;ufigen Bauabnahmen sollten weder die Abnahme erkl&auml;rt noch Anspr&uuml;che wegen nicht vertragsgem&auml;&szlig;er Lieferung oder Leistung pr&auml;judiziert werden. Die Endabnahme sollte f&uuml;r die beiden Sch&auml;chte getrennt nach Fertigstellung aller Leistungen stattfinden; fr&uuml;hestens dann, wenn das Gebirge um den betreffenden Schacht herum in einer Zone von wenigstens 0,5 m Breite auf der ganzen L&auml;nge des Gefrierschachtteils aufgetaut sein werde. Die Gefahr sollte mit der Abnahme auf die C &uuml;bergehen. Noch im Jahr 1999 verweigerte die Auftraggeberin die von der ARGE beantragte Endabnahme bis auf weiteres. Im April 2002 kam es zu einer Teilabnahme.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach dem Gesellschaftsvertrag waren die Gesellschafter verpflichtet, zur Erreichung des Gesellschaftszwecks im Verh&auml;ltnis ihrer Beteiligung Beitr&auml;ge und Leistungen an die ARGE zu erbringen. Die Gesellschafterleistungen wurden nach &sect; 4.2 des ARGE-Vertrages nach Ma&szlig;gabe des Gesellschaftsvertrages verg&uuml;tet. Sofern eine Festlegung der Verg&uuml;tung fehlte, sollte die &quot;Aufsichtsstelle&quot; entscheiden. Bei ihr handelt es sich um das h&ouml;chste Organ der ARGE, in dem beide Gesellschafter je eine Stimme haben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Den Gesellschaftern oblag gemeinsam die technische Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung der ARGE. Die kaufm&auml;nnische Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung und Vertretung oblag der Kl&auml;gerin allein. &sect; 11 des Vertrages regelt die Verg&uuml;tung f&uuml;r Sonderleistungen der ARGE-Partner. Die Kl&auml;gerin sollte danach f&uuml;r die kaufm&auml;nnische Gesch&auml;ftsf&uuml;hrungst&auml;tigkeit eine sog. Federf&uuml;hrungsgeb&uuml;hr in H&ouml;he von 0,8 v.H. des Umsatzes erhalten. F&uuml;r die technische Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung sollte beiden Gesellschaftern eine weitere Federf&uuml;hrungsgeb&uuml;hr zustehen, deren H&ouml;he sich zun&auml;chst ebenfalls auf 0,8 v.H. vom Umsatz belief. Die technischen Federf&uuml;hrungsgeb&uuml;hren wurden zum 1. Januar 1991 auf 2,3 v.H. erh&ouml;ht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die von der Auftraggeberin gezahlten Gelder mussten nach dem Gesellschaftsvertrag zur Deckung der laufenden Ausgaben einschlie&szlig;lich der Gesellschafterleistungen, zur Tilgung kurzfristiger Kreditverbindlichkeiten und zur monatlichen Angleichung der Gesellschafterkonten verwendet werden. Danach verbleibende Betr&auml;ge standen den Gesellschaftern zur Entnahme zur Verf&uuml;gung. Sie wurden als Forderungen auf den Gesellschafterverrechnungskonten aktiviert.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Aufsichtsstelle beschloss f&uuml;r die Jahre 1993 bis 1997 jeweils am Jahresende, dass die Gesellschafter zur &quot;Abdeckung von zus&auml;tzlichen Gesch&auml;ftskosten&quot; eine zus&auml;tzliche Federf&uuml;hrungsgeb&uuml;hr erhalten sollten. F&uuml;r die Jahre 1993 bis 1997 richtete sich deren H&ouml;he nach einem f&uuml;r die verschiedenen Jahre unterschiedlichen Vomhundertsatz des vom Baubeginn bis zum Ende des jeweiligen Kalenderjahres angefallenen &quot;Umsatzes&quot;. F&uuml;r das Streitjahr (1994) belief sich dieser Vomhundertsatz auf 3. Der ma&szlig;gebliche &quot;Umsatz&quot; wurde mit 513 Mio. DM ermittelt (Beschluss der Aufsichtsstelle vom 6. Dezember 1994). Die Kl&auml;gerin berechnete der ARGE demzufolge mit Rechnung vom 31. Dezember 1994 unter Angabe des Betreffs &quot;Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung&quot; einen Betrag in H&ouml;he von 15 390 000 DM. Diesen Betrag buchte die ARGE in ihrer Buchf&uuml;hrung per Konto &quot;Federf&uuml;hrungsgeb&uuml;hr&quot; (Aufwandskonto) an Konto &quot;Forderungen ARGE-Partner&quot;. Gleichzeitig buchte sie diesen Betrag per Konto &quot;in Ausf&uuml;hrung befindliche Bauauftr&auml;ge&quot; (Bestandskonto) an Konto &quot;Erh&ouml;hung des Bestandes der in Ausf&uuml;hrung befindlichen Bauauftr&auml;ge&quot; (Ertragskonto). Die Kl&auml;gerin erfasste die zus&auml;tzliche Federf&uuml;hrungsgeb&uuml;hr als Sonderbetriebseinnahme.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin erzielte ausweislich ihrer Bilanz zum 31. Dezember 1994 &#8211;einschlie&szlig;lich der Ertr&auml;ge aus der ARGE&#8211; einen Jahres&uuml;berschuss in H&ouml;he von 4 890 313 DM. Der Abschlusspr&uuml;fer erteilte einen uneingeschr&auml;nkten Best&auml;tigungsvermerk, ohne auf die zus&auml;tzliche Federf&uuml;hrungsgeb&uuml;hr einzugehen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Jahr 1996 reichte die Kl&auml;gerin f&uuml;r die ARGE eine Feststellungserkl&auml;rung ein, derzufolge sie, die Kl&auml;gerin, aus den laufenden Eink&uuml;nften der ARGE anteilig 47 612 DM erzielte. Als Sonderbetriebseinnahmen wies sie einen Betrag in H&ouml;he von 16 691 628 DM aus, in denen die zus&auml;tzliche Federf&uuml;hrungsgeb&uuml;hr enthalten war. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erlie&szlig; einen entsprechenden Feststellungsbescheid unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit Schreiben vom 20. Dezember 2000 beantragte die Kl&auml;gerin, den Feststellungsbescheid insoweit zu &auml;ndern, als bei ihr 15 390 000 DM als Ertr&auml;ge aus zus&auml;tzlichen Gesch&auml;ftskosten zu Unrecht erfasst seien. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte die Kl&auml;gerin aus, die Vereinbarung vom 6. Dezember 1994 sei steuerlich nicht anzuerkennen. Bei nahestehenden Personen k&ouml;nnten nachtr&auml;glich abgeschlossene Vereinbarungen nicht anerkannt werden. Es handele sich vielmehr um Entnahmen der Gesellschafter.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA lehnte die &Auml;nderung ab und wies den dagegen eingelegten Einspruch zur&uuml;ck.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Hiergegen erhob die Kl&auml;gerin als zur Vertretung berufene Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der ARGE und als Feststellungsbeteiligte Klage. Sie trug erg&auml;nzend vor, entgegen der Formulierung in dem Beschluss vom 6. Dezember 1994 seien bei ihr keine zus&auml;tzlichen Kosten angefallen. Es handele sich um eine Vereinbarung, die einem Fremdvergleich nicht standhalte. Zwar seien die Bestimmungen des ARGE-Mustervertrages in den zwischen ihr und der A geschlossenen ARGE-Vertrag &uuml;bernommen worden. Diese s&auml;hen jedoch keine zus&auml;tzliche &#8211;zudem von Baubeginn an kumulierte&#8211; Anpassungsregelung vor. Eine solche Anpassung sei nicht &uuml;blich. Auch unter dem Gesichtspunkt einer Teilgewinnrealisierung ergebe sich kein anderes Ergebnis. Zudem sei Streitgegenstand der Klage die Frage, ob eine zus&auml;tzliche Federf&uuml;hrungsgeb&uuml;hr als Sonderverg&uuml;tung zu ber&uuml;cksichtigen sei; aufgrund der im &Uuml;brigen eingetretenen Teilbestandskraft des angefochtenen Feststellungsbescheides k&ouml;nne nicht mehr &uuml;ber eine Teilgewinnrealisierung entschieden werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Klage hatte keinen Erfolg. Das Finanzgericht (FG) sah es zwar aufgrund von Zeugenaussagen als erwiesen an, dass die zus&auml;tzliche Federf&uuml;hrungsgeb&uuml;hr &#8211;anders als im Beschluss der Aufsichtsstelle angegeben&#8211; nicht dazu gedient habe, zus&auml;tzliche Kosten der Gesellschafter zu verg&uuml;ten. Diese Ausdrucksweise sei nur gew&auml;hlt worden &#8211;so ein Zeuge w&ouml;rtlich&#8211;, &quot;damit das Kind einen Namen&quot; habe. Vielmehr habe es sich um eine Erh&ouml;hung der urspr&uuml;nglich vereinbarten Federf&uuml;hrungsgeb&uuml;hr gehandelt. Die Erh&ouml;hung der Federf&uuml;hrungsgeb&uuml;hr sei steuerlich anzuerkennen, da sie weder willk&uuml;rlich noch unangemessen gewesen sei. Der Fall sei genauso zu werten, wie wenn von Anfang an eine h&ouml;here Federf&uuml;hrungsgeb&uuml;hr vereinbart worden w&auml;re. Die Vereinbarung der zus&auml;tzlichen Federf&uuml;hrungsgeb&uuml;hr sei von den an der Beschlussfassung beteiligten Personen als Mittel betrachtet worden, um angesichts der positiven Entwicklung des Auftrags einen Teilgewinn aus der Auftragsfertigung zu realisieren.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Hiergegen wendet sich die Kl&auml;gerin mit der Revision.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Sie beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        unter Aufhebung des angefochtenen Urteils und der Einspruchsentscheidung vom 7. August 2003 das FA zu verpflichten, den Feststellungsbescheid 1994 f&uuml;r die ARGE dahingehend zu &auml;ndern, dass entsprechend dem &Auml;nderungsantrag der Kl&auml;gerin vom 20. Dezember 2000 deren Sonderverg&uuml;tung um 15 390 000 DM niedriger festgestellt wird.          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des vorinstanzlichen Urteils und zur Stattgabe der Klage (&sect; 126 Abs. 3 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Einer Beiladung der ARGE nach &sect; 60 Abs. 3 FGO bedurfte es nicht, weil die Kl&auml;gerin die Klage zugleich als zur Vertretung berufene Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der ARGE erhoben hat (vgl. z.B. Senatsurteil vom 19. August 1999 IV R 13\/99, BFHE 190, 11, BStBl II 2000, 85, m.w.N.). Die Beiladung der A war nicht notwendig i.S. des &sect; 60 Abs. 3 FGO, weil die Klage lediglich die Sonderverg&uuml;tungen der Kl&auml;gerin betrifft (s. nachfolgend unter 3.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Der Verwaltungsakt, mit dem das FA die &Auml;nderung des nach &sect; 164 Abs. 1 i.V.m. &sect; 181 Abs. 1 Satz 1 der Abgabenordnung (AO) unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung stehenden Gewinnfeststellungsbescheides 1994 abgelehnt hat, ist rechtswidrig und verletzt die Kl&auml;gerin in ihren Rechten. Solange der Vorbehalt wirksam ist, kann der Steuerpflichtige die &Auml;nderung des Steuer- oder Gewinnfeststellungsbescheides jederzeit beantragen (&sect; 164 Abs. 2 Satz 2 AO). Diesem Antrag ist &#8211;vorbehaltlich der hier nicht einschl&auml;gigen M&ouml;glichkeit, die Entscheidung zu verschieben (&sect; 164 Abs. 2 Satz 3 AO)&#8211; zu entsprechen, wenn der unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung ergangene Bescheid rechtswidrig ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Der Gewinnfeststellungsbescheid 1994 war insoweit rechtswidrig, als in ihm die von der Kl&auml;gerin der ARGE in Rechnung gestellte zus&auml;tzliche Federf&uuml;hrungsgeb&uuml;hr als Sonderbetriebseinnahme den Gesamtgewinn der Mitunternehmerschaft erh&ouml;hte. Die Kl&auml;gerin macht zu Recht geltend, dass die zus&auml;tzliche Federf&uuml;hrungsgeb&uuml;hr als Entnahme h&auml;tte behandelt werden m&uuml;ssen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Nach &sect; 15 Abs. 1 Nr. 2 Satz 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) geh&ouml;ren zu den Eink&uuml;nften aus Gewerbebetrieb auch die Verg&uuml;tungen, die der Gesellschafter von der Gesellschaft f&uuml;r seine T&auml;tigkeit im Dienst der Gesellschaft oder f&uuml;r die Hingabe von Darlehen oder f&uuml;r die &Uuml;berlassung von Wirtschaftsg&uuml;tern bezogen hat. Als Sonderverg&uuml;tungen sind im hier interessierenden Zusammenhang daher nur solche Verg&uuml;tungen anzusehen, die als Gegenleistung f&uuml;r die kaufm&auml;nnische und technische Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung der Kl&auml;gerin f&uuml;r die ARGE anzusehen sind (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 28. M&auml;rz 2000 VIII R 13\/99, BFHE 191, 517, BStBl II 2000, 612 zu Nutzungs&uuml;berlassungen; Schmidt\/Wacker, EStG, 26. Aufl., &sect; 15 Rz 561). Die Feststellungen des FG lassen nur den Schluss zu, dass es im Streitfall an diesen Voraussetzungen fehlt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Allerdings obliegt dem FG als Tatsacheninstanz grunds&auml;tzlich die Auslegung der Vereinbarung der Aufsichtsstelle vom 6. Dezember 1994. Die Schlussfolgerung des FG, die Vereinbarung habe eine Erh&ouml;hung der urspr&uuml;nglich vereinbarten Sonderverg&uuml;tung zum Inhalt gehabt, wird durch die tats&auml;chlichen Feststellungen des FG jedoch nicht gedeckt und ist daher f&uuml;r den Senat nicht bindend. Vielmehr hat das FG aufgrund der Beweisaufnahme festgestellt, dass die zus&auml;tzliche Federf&uuml;hrungsgeb&uuml;hr nicht etwa deswegen gezahlt wurde, weil sich der Umfang der von der Kl&auml;gerin an die ARGE erbrachten Leistungen erh&ouml;ht h&auml;tte. Die Federf&uuml;hrungsgeb&uuml;hr ist auch nicht deswegen erh&ouml;ht worden, weil den in der Aufsichtsstelle parit&auml;tisch vertretenen Gesellschaftern die urspr&uuml;nglich vereinbarte Federf&uuml;hrungsgeb&uuml;hr nachtr&auml;glich unangemessen niedrig erschienen w&auml;re. Vielmehr bezweckten die Gesellschafter mit der Behandlung der zus&auml;tzlichen Federf&uuml;hrungsgeb&uuml;hr als Sonderverg&uuml;tungen eine Teilgewinnrealisierung, die ansonsten &#8211;jedenfalls nach herrschender Auffassung&#8211; mangels Abnahme durch die Auftraggeberin handelsrechtlich unzul&auml;ssig gewesen w&auml;re. Der bilanzrechtliche Hintergrund ist unter dem Schlagwort &quot;Teilgewinnrealisierung bei langfristiger Fertigung&quot; bekannt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Bei Werkvertr&auml;gen i.S. des &sect; 631 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB) bedarf es au&szlig;er der &Uuml;bergabe der Abnahme des Werkes durch den Besteller (&sect; 640 BGB), um den &Uuml;bergang der Preisgefahr und damit die handels- und steuerrechtliche Gewinnrealisierung herbeizuf&uuml;hren (BFH-Urteile vom 17. Januar 1963 IV 335\/59 S, BFHE 76, 702, BStBl III 1963, 257, und vom 13. November 1985 VIII R 391\/83, BFH\/NV 1986, 531; Krawitz, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 1997, 886, 888; Hillenbrand\/ Brosig, Betriebs-Berater &#8211;BB&#8211; 1994, 1397, 1398; Adler\/ D&uuml;ring\/Schmaltz, Rechnungslegung und Pr&uuml;fung der Unternehmen, 6. Aufl., HGB &sect; 252 Rz 82). Bei Vertr&auml;gen &uuml;ber eine langfristige Fertigung kann sich daraus ergeben, dass der Ausweis eines Gewinns beim Hersteller f&uuml;r lange Zeit ausgeschlossen ist. Eine Teilgewinnrealisierung vor der endg&uuml;ltigen Abnahme kommt nur dann in Betracht, wenn das Gesamtwerk in abgrenzbare Teilleistungen zerlegt werden kann, eine Teilabnahme vertraglich vorgesehen und auch erfolgt ist (BFH-Urteile vom 5. Mai 1976 I R 121\/74, BFHE 119, 59, BStBl II 1976, 541; vom 7. September 2005 VIII R 1\/03, BFHE 211, 168, BStBl II 2006, 298, unter II.B.4. der Gr&uuml;nde; Knobbe-Keuk, Bilanz- und Unternehmenssteuerrecht, 9. Aufl., &sect; 6, S. 251; Stobbe in Herrmann\/Heuer\/ Raupach, &sect; 5 EStG Rz 292; Schmidt\/Weber-Grellet, a.a.O., &sect; 5 Rz 270 &quot;Langfristige Fertigung&quot;, jeweils m.w.N.). Diese an einer strengen Anwendung des Realisationsprinzips orientierte Gewinnrealisierung wird international als Completed-Contract-Methode bezeichnet. Ihr wird allerdings wegen des durch sie verursachten unstetigen Ergebnisausweises eine Beeintr&auml;chtigung der Aussagef&auml;higkeit und Vergleichbarkeit der Jahresabschl&uuml;sse und damit ein Konflikt mit der Generalnorm des &sect; 264 Abs. 2 des Handelsgesetzbuchs (HGB) vorgeworfen. Ihre Kritiker stellen ihr die Percentage-of-Completion-Methode gegen&uuml;ber, bei der der Ertrag nach Ma&szlig;gabe des Leistungsfortschritts ber&uuml;cksichtigt wird (vgl. Krawitz, DStR 1997, 886, 888 und 891). Wegen der f&uuml;r den Hersteller bis zur endg&uuml;ltigen Abnahme verbleibenden Risiken wird diese Methode gleichwohl &uuml;berwiegend abgelehnt (vgl. z.B. Knobbe-Keuk, a.a.O., &sect; 6, S. 251; Baetge\/Kirsch\/Thiele, Bilanzen, 8. Aufl., S. 685 ff., Krawitz, DStR 1997, 886, 891, m.w.N.). Auch der BFH hat Bedenken gegen ein solches Vorgehen ge&auml;u&szlig;ert (BFH-Urteil in BFHE 119, 59, BStBl II 1976, 541).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                cc) Entgegen der Auffassung des FG kann eine Personengesellschaft dieser Problematik nicht durch eine &quot;Teilgewinnrealisierung im Bereich der Sonderbilanz&quot; ausweichen. Der Gewinn, um den es hier geht, r&uuml;hrt aus dem Vertrag der ARGE mit der Auftraggeberin her. Folglich kann der Gewinn auch nur im gesamth&auml;nderisch gebundenen Gesellschaftsverm&ouml;gen der ARGE entstehen. Nach dem insoweit geltenden Prinzip der transparenten Besteuerung kann die ARGE Anteile an diesem Gewinn nicht weiterleiten, bevor er bei ihr entstanden ist. Andererseits bedarf es zur Weiterleitung des bei der ARGE entstandenen Gewinns &#8211;anders als bei einer Kapitalgesellschaft&#8211; keiner Aussch&uuml;ttung.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                dd) Die von FA und FG vertretene Auffassung l&auml;sst sich auch nicht auf die &Uuml;berlegung st&uuml;tzen, dass die zus&auml;tzliche Federf&uuml;hrungsgeb&uuml;hr &#8211;soweit angemessen&#8211; nicht anders behandelt werden d&uuml;rfe als eine von vornherein vereinbarte h&ouml;here Federf&uuml;hrungsgeb&uuml;hr. Das FG hat aufgrund der Zeugenaussagen festgestellt, dass die Zeugen die H&ouml;he der Federf&uuml;hrungsgeb&uuml;hr gerade von der H&ouml;he des mittlerweile entstandenen &quot;Polsters&quot; von nicht realisierten Gewinnen (Differenz zwischen Anzahlungen einerseits und Restrisiken andererseits) abh&auml;ngig gemacht h&auml;tten. Eine Ermittlung der Federf&uuml;hrungsgeb&uuml;hr auf dieser Grundlage w&auml;re im Zeitpunkt der urspr&uuml;nglichen Vereinbarung nicht m&ouml;glich gewesen. Diese Art der Bemessung der h&ouml;heren Federf&uuml;hrungsgeb&uuml;hr zeigt zugleich, dass der Wert der von der Kl&auml;gerin erbrachten Leistung bei ihrer Ermittlung keine Rolle spielte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                ee) Bei Zugrundelegung der vorstehenden Erw&auml;gungen kommt es nicht darauf an, ob dem Beschluss der Aufsichtsstelle vom 6. Dezember 1994 bereits deshalb die steuerliche Anerkennung zu versagen war, weil er gegen den das ganze Einkommensteuerrecht beherrschenden Grundsatz der Nichtanerkennung r&uuml;ckwirkender Vereinbarungen (Senatsbeschluss vom 15. M&auml;rz 2000 IV B 35\/99, BFH\/NV 2000, 1185) verstie&szlig;. Die Anwendung dieses Grundsatzes w&auml;re jedenfalls nicht deswegen ausgeschlossen, weil der Beschluss zwar zum Ende, aber noch innerhalb des laufenden Veranlagungszeitraums getroffen worden war (BFH-Urteil vom 31. Juli 1963 I 164\/62 U, BFHE 77, 328, BStBl III 1963, 440).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                ff) Ist die zus&auml;tzliche Federf&uuml;hrungsgeb&uuml;hr nicht als Entgelt f&uuml;r die von der Kl&auml;gerin gegen&uuml;ber der ARGE erbrachte technische Gesch&auml;ftsleitung anzusehen, so fehlt es auf Seiten der ARGE an den Voraussetzungen f&uuml;r den Betriebsausgabenabzug bzw. die Aktivierung bei den Herstellungskosten als &quot;Speicherung&quot; k&uuml;nftiger Betriebsausgaben. Es handelt sich mithin um Entnahmen der Kl&auml;gerin.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Die Kl&auml;gerin ist nicht durch den Grundsatz von Treu und Glauben gehindert, sich auf die Unrichtigkeit ihrer urspr&uuml;nglichen steuerlichen Behandlung der zus&auml;tzlichen Federf&uuml;hrungsgeb&uuml;hren zu berufen. Solange der Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung i.S. des &sect; 164 AO besteht, kann ein als fehlerhaft erkannter Steuerverwaltungsakt ge&auml;ndert werden. Dabei ist unerheblich, ob derjenige, der die &Auml;nderung vornimmt (Finanzbeh&ouml;rde) oder begehrt (Steuerpflichtiger), zuvor eine andere Rechtsauffassung vertreten hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Die Sache ist entscheidungsreif. Insbesondere bedarf es keiner Zur&uuml;ckverweisung zur Kl&auml;rung der Frage, ob der Gewinn der Gesellschaft deswegen zu korrigieren war, weil sich das Gesellschaftsverm&ouml;gen infolge einer Teilgewinnrealisierung erh&ouml;ht hatte. Was die H&ouml;he des Gesellschaftsgewinns angeht, so ist der Gewinnfeststellungsbescheid 1994 bestandskr&auml;ftig geworden. Die H&ouml;he des Gewinns oder Verlustes im Bereich des Sonderbetriebsverm&ouml;gens eines Gesellschafters kann f&uuml;r sich genommen Streitgegenstand im Klageverfahren gegen einen Gewinnfeststellungsbescheid sein, mit der Folge, dass dann auch grunds&auml;tzlich nur &uuml;ber die diesen Bereich betreffenden steuerrechtlichen Folgen zu entscheiden ist (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 10. Februar 1988 VIII R 352\/82, BFHE 152, 414, BStBl II 1988, 544, und vom 7. August 1990 VIII R 257\/84, BFH\/NV 1991, 507). Allerdings hat der VIII. Senat des BFH mehrfach darauf hingewiesen, dass er eine Ausnahme von diesem Grundsatz ggf. dann f&uuml;r geboten h&auml;lt, wenn die Angriffe gegen die H&ouml;he des Sonderbetriebsgewinns eines Gesellschafters zwangsl&auml;ufig Auswirkungen auf die H&ouml;he des Sonderbetriebsgewinns eines anderen Gesellschafters oder auf die H&ouml;he des Gewinns aus dem Gesellschaftsverm&ouml;gen haben w&uuml;rden (BFH-Urteile in BFHE 152, 414, BStBl II 1988, 544, und vom 12. Dezember 1995 VIII R 59\/92, BFHE 179, 335, BStBl II 1996, 219, unter C.II.2.b der Gr&uuml;nde). Das ist vorliegend indessen nicht der Fall. Zwar hat die Nichtanerkennung der zus&auml;tzlichen Federf&uuml;hrungsgeb&uuml;hr als Sonderverg&uuml;tung zur Folge, dass die Geb&uuml;hren nicht als Herstellungskosten der Schachtanlage aktiviert werden d&uuml;rfen. Der Gewinn der Gesellschaft im gesamth&auml;nderisch gebundenen Gesellschaftsverm&ouml;gen &auml;ndert sich dadurch jedoch nicht. Auch auf den Sonderbetriebsgewinn des anderen Gesellschafters A hat der Streit um die Behandlung der zus&auml;tzlichen Federf&uuml;hrungsgeb&uuml;hr bei der Kl&auml;gerin keine Auswirkung. Zwar d&uuml;rfte die der A einger&auml;umte zus&auml;tzliche Federf&uuml;hrungsgeb&uuml;hr rechtlich ebenso wenig als Sonderverg&uuml;tung anzuerkennen sein wie die der Kl&auml;gerin zuerkannte. Es ist aber keine Abh&auml;ngigkeit in dem Sinne gegeben, dass die Nichtanerkennung als solche Auswirkung auf die H&ouml;he der Sonderverg&uuml;tungen der A h&auml;tte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 24.1.2008, IV R 87\/06 Abgrenzung zwischen Sonderverg&uuml;tung und Entnahme des Gesellschafters einer Personengesellschaft &#8211; &Auml;nderung eines unter Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung ergangenen, als fehlerhaft erkannten Steuerverwaltungsaktes Leits&auml;tze Wird dem Gesellschafter einer Personengesellschaft eine (zus&auml;tzliche) Verg&uuml;tung gew&auml;hrt, die nicht durch Dienstleistungen oder Nutzungs&uuml;berlassungen i.S. des &sect; 15 Abs. 1 Nr. 2 EStG, sondern durch &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-87-06-abgrenzung-zwischen-sonderverguetung-und-entnahme-des-gesellschafters-einer-personengesellschaft-aenderung-eines-unter-vorbehalt-der-nachpruefung-ergangenen-als-fehlerhaft-erkannten-steuerv\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;87\/06 &#8211; Abgrenzung zwischen Sonderverg&uuml;tung und Entnahme des Gesellschafters einer Personengesellschaft &#8211; &Auml;nderung eines unter Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung ergangenen, als fehlerhaft erkannten Steuerverwaltungsaktes<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-17202","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17202","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17202"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17202\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17202"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17202"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17202"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}