{"id":17207,"date":"2012-12-10T15:10:28","date_gmt":"2012-12-10T13:10:28","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17207"},"modified":"2012-12-10T15:10:28","modified_gmt":"2012-12-10T13:10:28","slug":"i-r-12-07-zusage-einer-sofort-unverfallbaren-altersrente-kapitalabfindungsrecht-des-beherrschenden-gesellschafter-geschaeftsfuehrers-einer-gmbh-bei-fortfuehrung-des-dienstverhaeltnisses","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-12-07-zusage-einer-sofort-unverfallbaren-altersrente-kapitalabfindungsrecht-des-beherrschenden-gesellschafter-geschaeftsfuehrers-einer-gmbh-bei-fortfuehrung-des-dienstverhaeltnisses\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;12\/07 &#8211; Zusage einer sofort unverfallbaren Altersrente: Kapitalabfindungsrecht des beherrschenden Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers einer GmbH bei Fortf&uuml;hrung des Dienstverh&auml;ltnisses"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 5.3.2008, I R 12\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Zusage einer sofort unverfallbaren Altersrente: Kapitalabfindungsrecht des beherrschenden Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers einer GmbH bei Fortf&uuml;hrung des Dienstverh&auml;ltnisses<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Es ist aus k&ouml;rperschaftsteuerrechtlicher Sicht grunds&auml;tzlich nicht zu beanstanden, wenn eine GmbH ihrem beherrschenden Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer die Anwartschaft auf eine Altersversorgung zusagt und ihm dabei das Recht einr&auml;umt, anstelle der Altersrente eine bei Eintritt des Versorgungsfalls f&auml;llige, einmalige Kapitalabfindung in H&ouml;he des Barwerts der Rentenverpflichtung zu fordern.<\/p>\n<p>2. Es ist aus k&ouml;rperschaftsteuerrechtlicher Sicht grunds&auml;tzlich auch nicht zu beanstanden, wenn die Zusage der Altersversorgung nicht von dem Ausscheiden des Beg&uuml;nstigten aus dem Dienstverh&auml;ltnis als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer mit Eintritt des Versorgungsfalls abh&auml;ngig gemacht wird (Abgrenzung zum Senatsurteil vom 2. Dezember 1992 I R 54\/91, BFHE 170, 119, BStBl II 1993, 311). In diesem Fall w&uuml;rde ein ordentlicher und gewissenhafter Gesch&auml;ftsleiter allerdings verlangen, dass das Einkommen aus der fortbestehenden T&auml;tigkeit als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer auf die Versorgungsleistung angerechnet wird. Das ist im Rahmen eines versicherungsmathematischen Abschlags auch bei der Kapitalabfindung zu ber&uuml;cksichtigen.<\/p>\n<p>3. Die Kapitalabfindung der Altersrente und die gleichzeitige Fortf&uuml;hrung des Dienstverh&auml;ltnisses als Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer unter Aufrechterhaltung des Invalidit&auml;tsrisikos k&ouml;nnen einen weiteren versicherungsmathematischen Abschlag rechtfertigen.<\/p>\n<p>4. Die Zusage sofort unverfallbarer, aber zeitanteilig bemessener Rentenanspr&uuml;che kann steuerlich anerkannt werden. Bei Zusagen an beherrschende Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer darf die unverfallbare Anwartschaft sich jedoch wegen des f&uuml;r diesen Personenkreis geltenden Nachzahlungsverbots nur auf den Zeitraum zwischen Erteilung der Versorgungszusage und der gesamten tats&auml;chlich erreichbaren Dienstzeit erstrecken, nicht aber unter Ber&uuml;cksichtigung des Diensteintritts (Best&auml;tigung des Senatsurteils vom 20. August 2003 I R 99\/02, BFH\/NV 2004, 373, sowie des BMF-Schreibens vom 9. Dezember 2002, BStBl I 2002, 1393, unter 1.).<\/p>\n<p>5. Billigkeitsma&szlig;nahmen der Verwaltung zur Anpassung der Verwaltungspraxis an eine von der bisherigen Verwaltungsmeinung abweichende Rechtsauffassung sind von den Gerichten jedenfalls dann zu beachten, wenn sie vom FA im Rahmen der Steuerfestsetzung getroffen wurden und bestandskr&auml;ftig geworden sind.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist eine 1976 gegr&uuml;ndete GmbH mit abweichendem Wirtschaftsjahr vom 1. April bis zum 31. M&auml;rz. Zum Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer war seit ihrer Gr&uuml;ndung &#8211;zun&auml;chst allein, ab September 1998 zusammen mit einer weiteren Person&#8211; MK bestellt. Die Gesch&auml;ftsanteile der Kl&auml;gerin wurden urspr&uuml;nglich allein von MK, sp&auml;ter und auch im Streitjahr 2000 von einer GmbH &#038; Co. KG gehalten, deren alleiniger Kommanditist MK war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Dienstvertrag vom 2. April 1986 zwischen der Kl&auml;gerin und MK wurde vereinbart, dass beabsichtigt sei, dem Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer eine Versorgungszusage zu erteilen. Dies erfolgte mit Nachtrag im Januar 1991, in dem MK eine monatliche Invalidit&auml;ts- und eine Altersrente in H&ouml;he von jeweils 50 v.H. des zuletzt bezogenen Bruttogehalts zugesagt wurde, wobei die Invalidit&auml;ts- und Altersrente der Entwicklung der gesetzlichen Angestelltenversicherungsrente laufend anzupassen sein sollte. Das Entstehen der Invalidit&auml;tsrente (Erwerbs- und Berufsunf&auml;higkeitsrente) war von der berufsunf&auml;higkeitsbedingten Beendigung der T&auml;tigkeit als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer abh&auml;ngig. F&uuml;r die Altersrente wurde der Versorgungsfall im Grundsatz auf die Vollendung des 65. Lebensjahres festgelegt. Bei vorzeitigem Ausscheiden aus den Diensten der Kl&auml;gerin sollten die erdienten Ruhegehaltsanspr&uuml;che erhalten bleiben, wobei als erdient jener Teil der Versorgungsleistungen angesehen wurde, der dem Verh&auml;ltnis der Dauer der Betriebszugeh&ouml;rigkeit zu der Zeit vom Eintritt in das Unternehmen bis zum Eintritt in den Ruhestand entsprach. MK war berechtigt, anstelle der Rente eine einmalige Kapitalabfindung in H&ouml;he des Barwerts der Rentenverpflichtung unter Ber&uuml;cksichtigung eines Abzinsungssatzes von 6 % zu verlangen. Mit Nachtrag vom September 1992 wurde das versorgungsf&auml;hige Bruttogehalt auf 10 000 DM festgelegt und die Versorgungszusage &uuml;berdies dahingehend erg&auml;nzt, dass MK das Kapitalwahlrecht auch bereits vor dem Eintritt des Versorgungsfalls aus&uuml;ben konnte. F&uuml;r den Fall einer solchen Entscheidung der vorzeitigen Kapitalabfindung sollte der Kapitalbetrag mit Eintritt des Versorgungsfalls zur Zahlung f&auml;llig werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 28. Dezember 1999 legten die Kl&auml;gerin und MK in einer Vereinbarung nieder:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;1. (MK) steht nach der 1991 mit der (Kl&auml;gerin) vereinbarten Versorgungszusage eine Altersrente mit Kapitalwahlrecht zu. Er kann vor, bei oder nach Eintritt des Versorgungsfalls anstelle der Altersrente eine einmalige Kapitalabfindung in H&ouml;he des Barwerts der Rentenverpflichtung verlangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. (MK) vollendet am 09.01.2000 sein 65. Lebensjahr. Damit tritt der Versorgungsfall ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. (MK) hat Ende 1999 das Kapitalwahlrecht ausge&uuml;bt und die Auszahlung der Kapitalabfindung verlangt. &#8230;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin zahlte dementsprechend die Kapitalabfindung im Februar 2000, dem Streitjahr, in H&ouml;he des auf den Eintritt des Versorgungsfalls am 9. Januar 2000 gutachterlich mit 589 404 DM ermittelten Bar- und Teilwertes der Versorgungsverpflichtung an MK aus. Sein Dienstverh&auml;ltnis zu der Kl&auml;gerin als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer wurde weitergef&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin l&ouml;ste die f&uuml;r die Versorgungsanwartschaft gebildete Pensionsr&uuml;ckstellung in der Bilanz zum 31. M&auml;rz 2000 auf. Abweichend von der Kl&auml;gerin, die die Auszahlung und Minderung der passivierten Anwartschaft im Streitjahr als gewinnneutral behandelte, sah der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) in der Kapitalabfindung eine verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttung (vGA).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage gegen die hiernach ge&auml;nderten Steuerbescheide war erfolgreich. Das Urteil des Finanzgerichts (FG) N&uuml;rnberg vom 21. November 2006 I 149\/2005 ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2007, 1352 abgedruckt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA st&uuml;tzt seine Revision auf Verletzung materiellen Rechts und beantragt, das FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG. Die Kapitalabfindung der Altersrente auf den vereinbarten Versorgungsfall mit Vollendung des 65. Lebensjahres von MK zieht entgegen der Vorinstanz eine vGA nach sich. Die bisherigen tatrichterlichen Feststellungen reichen indes nicht aus, um durcherkennen zu k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Unter einer vGA i.S. des &sect; 8 Abs. 3 Satz 2 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG) ist bei einer Kapitalgesellschaft eine Verm&ouml;gensminderung (verhinderte Verm&ouml;gensmehrung) zu verstehen, die durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasst ist, sich auf die H&ouml;he des Unterschiedsbetrages gem&auml;&szlig; &sect; 4 Abs. 1 Satz 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) i.V.m. &sect; 8 Abs. 1 KStG auswirkt und in keinem Zusammenhang zu einer offenen Aussch&uuml;ttung steht (vgl. z.B. Senatsurteile vom 4. September 2002 I R 48\/01, BFH\/NV 2003, 347; vom 22. Oktober 2003 I R 37\/02, BFHE 204, 96, BStBl II 2004, 121, jeweils m.w.N.). F&uuml;r den gr&ouml;&szlig;ten Teil der entschiedenen F&auml;lle hat der Senat die Veranlassung durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis angenommen, wenn die Kapitalgesellschaft ihrem Gesellschafter einen Verm&ouml;gensvorteil zuwendet, den sie bei Anwendung der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Gesch&auml;ftsleiters einem Nichtgesellschafter &#8211;dem Grunde oder der H&ouml;he nach&#8211; nicht gew&auml;hrt h&auml;tte (st&auml;ndige Rechtsprechung des Senats, vgl. Urteil vom 16. M&auml;rz 1967 I 261\/63, BFHE 89, 208, BStBl III 1967, 626). Ist der beg&uuml;nstigte Gesellschafter ein beherrschender, so kann eine vGA auch dann anzunehmen sein, wenn die Kapitalgesellschaft eine Leistung an ihn erbringt, f&uuml;r die es an einer klaren, im Voraus getroffenen, zivilrechtlich wirksamen und tats&auml;chlich durchgef&uuml;hrten Vereinbarung fehlt (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. Senatsurteil vom 17. Dezember 1997 I R 70\/97, BFHE 185, 224, BStBl II 1998, 545, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Vor diesem Hintergrund liegt im Streitfall in der Kapitalabfindung der Altersrente zumindest partiell eine vGA.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zwar ist die Vorinstanz in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise davon ausgegangen, dass die in Rede stehende Zusage einer Altersversorgung an MK als dem im insoweit ma&szlig;geblichen Zusagezeitpunkt alleinigen Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer von vornherein in klarer und eindeutiger Weise zur Aus&uuml;bung eines Kapitalwahlrechts auf den Versorgungsfall berechtigte und dass dieser Versorgungsfall im Hinblick auf die versprochene Altersrente nur die Vollendung des 65. Lebensjahres von MK erforderte, nicht jedoch dessen Ausscheiden aus dem Betrieb oder die Beendigung des Dienstverh&auml;ltnisses. Eine solche Vereinbarung ist im Rahmen der allgemeinen Vertragsfreiheit prinzipiell zul&auml;ssig (vgl. auch &#8211;zur vorzeitigen Inanspruchnahme von Altersversorgungsleistungen&#8211; &sect; 6 des Gesetzes zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung &#8211;BetrAVG&#8211;; dazu z.B. Rolfs in Blomeyer\/Rolfs\/Otto, Betriebsrentengesetz, 4. Aufl., &sect; 6 Rz 59 ff.; H&ouml;fer, BetrAVG, Band I: Arbeitsrecht, 9. Aufl., &sect; 6 Rz 4148 ff.). Sie ist f&uuml;r sich genommen prinzipiell auch aus steuerrechtlicher Sicht zu akzeptieren (s. auch Bundesfinanzhof &#8211;BFH&#8211;, Urteil vom 12. April 2007 VI R 6\/02, BFHE 217, 547, BStBl II 2007, 581). Insbesondere verliert die Versorgung dadurch nicht ihren Charakter als betriebliche Altersversorgung, was wiederum den Verlust des R&uuml;ckstellungsrechts nach &sect; 6a EStG nach sich ziehen k&ouml;nnte (s. Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 5. Februar 2008, BStBl I 2008, 420 Tz. 185, und vorhergehend Schreiben vom 17. November 2004, BStBl I 2004, 1065 Tz. 156, im Gegensatz zur fr&uuml;heren Auffassung, vgl. BMF-Schreiben vom 11. November 1999, BStBl I 1999, 959 Tz. 2, und H 6a(1) der Hinweise zu den Einkommensteuer-Richtlinien &#8211;EStR&#8211; 2006 = H 41 Abs. 1 EStR a.F.; s. auch einerseits Lenz\/Teckentrup, Die Information &uuml;ber Steuer und Wirtschaft &#8211;INF&#8211; 2006, 907 = Betriebliche Altersversorgung &#8211;BetrAV&#8211; 2007, 131; andererseits Neumann, vGA und verdeckte Einlagen, 2. Aufl., S. 425). Ebenso wenig ist sie aus k&ouml;rperschaftsteuerrechtlicher Sicht von vornherein als un&uuml;blich anzusehen (ebenso z.B. Gosch, KStG, &sect; 8 Rz 1092; Alber, BetrAV 2007, 415, 424; Lenz\/Teckentrup, INF 2006, 907 = BetrAV 2007, 131; Otto in Blomeyer\/Rolfs\/Otto, a.a.O., StR F 34; Stuhrmann, Betriebs-Berater &#8211;BB&#8211; 1983, 48, 49; Frotscher in Frotscher\/Maas, KStG\/UmwStG, Anhang zu &sect; 8 KStG Rz 302, Stichwort &quot;Pensionszusagen&quot;, unter 7.; Fuhrmann\/ Demuth in K&Ouml;SDI-Spezialseminar &#8211;KSp&#8211; 2\/2007, B\/58; Rupp in D&ouml;tsch\/Jost\/Pung\/Witt, Die K&ouml;rperschaftsteuer, &sect; 8 Abs. 3 KStG Rz 688; B. Lang in Ernst &#038; Young, KStG, &sect; 8 Rz 1207.33; Wochinger in Ernst &#038; Young, Verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttungen und verdeckte Einlagen, Fach 4 Stichwort Pensionszusagen Rz 94; Beck\/Henn, Pensionszusage &#8211; Richtig gemacht, 2006, Rz 271; Doetsch, Versorgungszusagen an Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer und -Vorst&auml;nde, 6. Aufl., 2006, S. 53; anders Ahrend\/F&ouml;rster\/ R&ouml;&szlig;ler, Steuerrecht der betrieblichen Altersversorgung, 9. Aufl., Band II, 6. Teil, Rz 726). Sie stellt per se auch die Ernstlichkeit der Versorgungszusage nicht in Frage (vgl. H&ouml;fer, BetrAVG, Band II: Steuerrecht, 4. Aufl., Rz 2900, 2934 f.; Fuhrmann\/ Demuth in KSp 2\/2007, B\/11; Lenz\/ Teckentrup, INF 2006, 907 = BetrAV 2007, 131). Es ist aus k&ouml;rperschaftsteuerrechtlicher Sicht des Weiteren &#8211;und ebenfalls f&uuml;r sich genommen&#8211; nicht von vornherein zu beanstanden, wenn vereinbart wird, die versprochene Altersrente mit Eintritt des Versorgungsfalls statt in Gestalt laufender Betr&auml;ge in einem einmaligen kapitalisierten Betrag abzugelten. Dies gilt auch dann, wenn das Abfindungswahlrecht einseitig dem (beherrschenden) Gesellschafter zusteht und von ihm schon vor Eintritt des Versorgungsfalles ausge&uuml;bt werden kann, vorausgesetzt, der Kapitalbetrag wird &#8211;wie im Streitfall&#8211; erst mit Eintritt des Versorgungsfalls f&auml;llig (ebenso H&ouml;fer, BetrAVG, Band II: Steuerrecht, a.a.O., Rz 3134; Wellisch\/Quast\/Machill, BB 2007, 987). Die Vorinstanz hat jedoch nicht hinreichend ber&uuml;cksichtigt, dass sich ein solches Wahlrecht unter Fortf&uuml;hrung des Arbeitsverh&auml;ltnisses gleichwohl nur bedingt mit den Anforderungen vertr&auml;gt, die f&uuml;r das Handeln des gedachten ordentlichen und gewissenhaften Gesch&auml;ftsleiters einer Kapitalgesellschaft ma&szlig;geblich sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein solcher Gesch&auml;ftsleiter h&auml;tte zumindest verlangt, das Einkommen aus der fortbestehenden T&auml;tigkeit als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer auf die Versorgungsleistung in Gestalt der Kapitalabfindung anzurechnen. Denn die Altersrente ist zwar Teil des Entgelts f&uuml;r die geleistete Arbeit (vgl. z.B. Lenz\/Teckentrup, INF 2006, 907 = BetrAV 2007, 131; Frotscher in Frotscher\/Maas, a.a.O., Anhang zu &sect; 8 KStG Rz 302 Stichwort &quot;Pensionszusagen&quot;, unter 7.; B. Lang in Ernst &#038; Young, a.a.O., &sect; 8 Rz 1207.33; Beck\/Henn, a.a.O., Rz 271). Sie soll aber in erster Linie zur Deckung des Versorgungsbedarfs beitragen, regelm&auml;&szlig;ig also erst beim Wegfall der Bez&uuml;ge aus dem Arbeitsverh&auml;ltnis einsetzen (s. H&ouml;fer, BetrAVG, Band I: Arbeitsrecht, a.a.O., Rz ART 842, s. dort auch &sect; 5 Rz 3978; z.B. Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 8. Mai 1990&nbsp;&nbsp;3 AZR 121\/89, BB 1990, 2410; s. auch Frotscher in Frotscher\/Maas, a.a.O., Anhang zu &sect; 8 KStG Rz 302 Stichwort &quot;Pensionszusagen&quot;, unter 9.: &quot;Die Pensionszusage soll zur Rentenzahlung an den Beg&uuml;nstigten f&uuml;hren, nicht zu Abfindungszahlungen&quot;; vgl. auch die beil&auml;ufige Erw&auml;gung des Senats im Urteil vom 2. Dezember 1992 I R 54\/91, BFHE 170, 119, BStBl II 1993, 311, unter II.B.1.c cc der Gr&uuml;nde). Dadurch, dass im Streitfall einerseits eine Kapitalabfindung und keine laufende Altersrente geleistet wurde und andererseits das Arbeitsverh&auml;ltnis in der bisherigen Weise fortgesetzt wurde, wurde dieser eigentliche Zweck der betrieblichen Altersversorgung indes f&uuml;r die Zeit der Weiterarbeit in der bisherigen Weise verfehlt; die zugesagte Altersversorgung erh&auml;lt dadurch den ihr wesensfremden Charakter einer Kapitallebensversicherung. So gesehen schlie&szlig;en sich die wechselseitig uneingeschr&auml;nkten Zahlungen der kapitalisierten Renten und der Geh&auml;lter f&uuml;r die aktive T&auml;tigkeit jedenfalls aus der hier ma&szlig;geblichen Sicht des Leistenden grunds&auml;tzlich aus. Dieser Grundsatz muss zumindest dann greifen, wenn die Entscheidung des Beg&uuml;nstigten zur Kapitalisierung der Anwartschaft &#8211;wie im Streitfall&#8211; in engem zeitlichen Zusammenhang mit dem Eintritt des versorgungsausl&ouml;senden Ereignisses und der Entscheidung, das Dienstverh&auml;ltnis unter den ansonsten selben Bedingungen wie bisher fortzusetzen, getroffen wird. Die m&ouml;glicherweise entgegenstehende Interessenlage des Beg&uuml;nstigten, f&uuml;r den sich die ungeschm&auml;lerte Kapitalleistung bei Fortf&uuml;hrung des Arbeitsverh&auml;ltnisses insgesamt &#8211;bei ertragreicher Anlage der vereinnahmten Summe und der gleichzeitigen Vereinnahmung der laufenden Geh&auml;lter&#8211; als g&uuml;nstiger erweisen mag, ist insoweit unbeachtlich. Im Streitfall wird dies nicht zuletzt dadurch best&auml;tigt, dass nach den Feststellungen des FG bei anderen Angestellten der Kl&auml;gerin die Erbringung von Leistungen der betrieblichen Altersversorgung von dem Ausscheiden aus dem Betrieb abh&auml;ngig gemacht worden ist. Dieser innerbetriebliche Fremdvergleich ist unter dem Aspekt des Betriebsfriedens und der innerbetrieblichen arbeitsrechtlichen Gleichbehandlung von besonderer Bedeutung (s. auch H&ouml;fer, BetrAVG, Band II: Steuerrecht, a.a.O., Rz 2935). Dass &#8211;so aber das FG&#8211; die Arbeit eines Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers keine vergleichbar gro&szlig;en k&ouml;rperlichen Anstrengungen erforderten und dass es einem solchen darum gehe, seinen vergleichsweise hohen Lebensstandard zu halten, widerspricht dem nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das rechtfertigt es, in der Kapitalabfindung unter den gegebenen Umst&auml;nden insoweit &#8211;der H&ouml;he nach&#8211; eine gesellschaftlich (mit-)veranlasste vGA zu sehen, als bei der Ermittlung des Anwartschaftsbarwerts die fortgezahlten laufenden Gehaltszahlungen unber&uuml;cksichtigt geblieben sind. Es ist Sache des FG, diesen Wert nach Ma&szlig;gabe der getroffenen vertraglichen Vereinbarungen &uuml;ber die Dauer des fortbestehenden Dienstverh&auml;ltnisses und ggf. sch&auml;tzweise in Form entsprechender versicherungsmathematischer Abschl&auml;ge zu ermitteln. Der Umstand, dass die Kl&auml;gerin die f&uuml;r die Altersversorgung von MK gem&auml;&szlig; &sect; 6a EStG (i.V.m. &sect; 8 Abs. 1 KStG) gebildete Pensionsr&uuml;ckstellung aufgel&ouml;st hat, steht der Annahme einer vGA jedenfalls nicht entgegen. Auch wenn das MK f&uuml;r den Versorgungsfall einseitig einger&auml;umte Kapitalwahlrecht nicht mit einem Versorgungsverzicht einhergeht, sondern die Erf&uuml;llung einer vertraglichen Wahlschuld i.S. von &sect; 262 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs ist, bleibt es dabei, dass die Kapitalleistung gesellschaftlich veranlasst ist. Der (anteilige) Wegfall der R&uuml;ckstellung hindert deshalb nicht das Vorliegen einer entsprechenden Verm&ouml;gensminderung. Die Verm&ouml;gensminderung ist gesch&auml;ftsvorfallbezogen zu verstehen. Der Senat verweist dazu auf sein Urteil vom 14. M&auml;rz 2006 I R 38\/05 (BFH\/NV 2006, 1515).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zu ber&uuml;cksichtigen ist &uuml;berdies, dass nach den Feststellungen des FG f&uuml;r den Fall des vorzeitigen Ausscheidens von MK aus dem Unternehmen die bis dahin unverfallbar gewordenen Rentenanspr&uuml;che bestehen bleiben sollten und dass als unverfallbar dabei der dem Verh&auml;ltnis der Dauer der Betriebszugeh&ouml;rigkeit vom Eintritt in das Unternehmen bis zur Vollendung ihres 65. Lebensjahres entsprechende Teil der Renten gelten sollte. Das deckt sich mit &sect; 2 Abs. 1 Satz 1 BetrAVG. Gegen eine solche Zusage sofort unverfallbarer, aber zeitanteilig bemessener Rentenanspr&uuml;che ist in Einklang hiermit unter den im Streitfall gegebenen Umst&auml;nden eines im Zusagezeitpunkt bereits langj&auml;hrig t&auml;tigen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers auch aus steuerrechtlicher Sicht im Grundsatz nichts einzuwenden (vgl. Senatsurteil vom 20. August 2003 I R 99\/02, BFH\/NV 2004, 373, m.w.N., und abgrenzend zum Senatsurteil vom 16. Dezember 1992 I R 2\/92, BFHE 170, 175, BStBl II 1993, 455; vgl. auch BMF-Schreiben vom 9. Dezember 2002, BStBl I 2002, 1393, unter 1.; Gosch, a.a.O., &sect; 8 Rz 1082 f.). Bei Zusagen an beherrschende Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer (und damit auch im Streitfall an MK) darf die unverfallbare Anwartschaft sich jedoch wegen des f&uuml;r diesen Personenkreis geltenden Nachzahlungsverbots (vgl. Senatsurteile vom 21. Dezember 1994 I R 98\/93, BFHE 176, 413, BStBl II 1995, 419; vom 24. Januar 1996 I R 41\/95, BFHE 180, 272, BStBl II 1997, 440) nur auf den Zeitraum zwischen Erteilung der Versorgungszusage und der gesamten tats&auml;chlich erreichbaren Dienstzeit erstrecken (sog. Gegenwartswertverfahren). Soweit die R&uuml;ckstellung und auf dieser Basis die Kapitalabfindung unter Ber&uuml;cksichtigung des Diensteintritts berechnet sein sollte, l&auml;ge eine (weitere) vGA vor, die barwertmindernd ber&uuml;cksichtigt werden m&uuml;sste (zutreffend BMF-Schreiben in BStBl I 2002, 1393). Der Senat verweist auch dazu auf sein Urteil in BFH\/NV 2004, 373 sowie auf die einschl&auml;gige Verwaltungspraxis (BMF-Schreiben in BStBl I 2002, 1393). Das FG wird dem im zweiten Rechtsgang ebenfalls nachzugehen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Weiterer Sachverhaltsaufkl&auml;rung bedarf es schlie&szlig;lich hinsichtlich der MK f&uuml;r die Zeit der gesamten Gesch&auml;ftsf&uuml;hrert&auml;tigkeit zugesagten Erwerbs- und Berufsunf&auml;higkeitsrente. Denn diese entsteht nach der erteilten Versorgungszusage erst bei berufsunf&auml;higkeitsbedingtem Ausscheiden aus der Funktion als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer; bis dahin tr&auml;gt die Kl&auml;gerin also weiterhin ein Invalidit&auml;tsrisiko. Im Hinblick hierauf k&ouml;nnte infolge der Fortsetzung des Dienstverh&auml;ltnisses gleicherma&szlig;en ein versicherungsmathematischer Abschlag auf den errechneten Barwert der abgefundenen Anwartschaft geboten sein (vgl. auch Wellisch\/Quast\/Machill, BB 2007, 987). Dem festgestellten Sachverhalt ist nicht zu entnehmen, ob und in welcher Weise sich unter den Gegebenheiten des Streitfalls ein entsprechendes Risiko auf den Barwert des Abfindungsbetrags auswirkt und bejahendenfalls, ob ein solcher Abschlag vorgenommen worden ist. Sollte dies, wie von der Kl&auml;gerin in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vorgetragen, unterblieben sein, litten die getroffenen Abmachungen in diesem Punkt an der notwendigen tats&auml;chlichen Durchf&uuml;hrung, was eine weitere gesellschaftliche Veranlassung indizieren k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Abfindung k&ouml;nnte dar&uuml;ber hinaus &#8211;dem Grunde nach&#8211; in vollem Umfang als vGA zu behandeln sein, weil MK in dem Zeitraum zwischen der Erteilung der Pensionszusage im Januar 1991 und dem Versorgungseintritt mit Vollendung seines 65. Lebensjahres am 9. Januar 2000 zu wenig Zeit verblieben ist, um die Versorgungsanwartschaft aktiv zu erdienen. Der Senat verweist insoweit auf seine st&auml;ndige Spruchpraxis, wonach es bei beherrschenden Gesellschaftern grunds&auml;tzlich einer mindestens 10-j&auml;hrigen Erdienensdauer, berechnet ab dem Zeitpunkt der Versorgungszusage, bedarf (vgl. zuletzt Senatsurteil vom 9. November 2005 I R 94\/04, BFH\/NV 2006, 616, m.w.N.) und Ausnahmen von diesem Regelfall eine besondere Rechtfertigung erfordern (vgl. dazu z.B. Senatsurteile vom 19. Mai 1998 I R 36\/97, BFHE 186, 226, BStBl II 1998, 689; vom 23. Juli 2003 I R 80\/02, BFHE 203, 114, BStBl II 2003, 926; vgl. zu alledem auch Gosch, a.a.O., &sect; 8 Rz 1090 ff.). &Uuml;ber diese Frage muss im Streitfall jedoch nicht abschlie&szlig;end entschieden werden. Denn das FA ist von den erw&auml;hnten Erfordernissen zur steuerrechtlichen Anerkennung von Versorgungszusagen aufgrund des BMF-Schreibens vom 1. August 1996 (BStBl I 1996, 1138; vgl. auch BMF-Schreiben vom 7. M&auml;rz 1997, BStBl I 1997, 637) zugunsten der Kl&auml;gerin abgewichen. Das ist zwar ohne weitere Einzelfallpr&uuml;fung geschehen. In der im Einspruchsverfahren abgegebenen Stellungnahme der Oberfinanzdirektion N&uuml;rnberg vom 10. Januar 2003 kommt aber ebenso wie in der angefochtenen Einspruchsentscheidung des FA hinl&auml;nglich zum Ausdruck, dass der Kl&auml;gerin die Frage der mangelnden Erdienbarkeit der Versorgungszusage gegen&uuml;ber MK nicht entgegengehalten werden soll. Wurde der darin liegende Billigkeitserweis gem&auml;&szlig; &sect; 163 der Abgabenordnung (AO) vom FA im Rahmen der Steuerfestsetzung getroffen und ist er bestandskr&auml;ftig geworden, ist er f&uuml;r den Senat als verbindlich hinzunehmen und ist diese Handhabung aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden der gerichtlichen &Uuml;berpr&uuml;fung auch dann entzogen, wenn sie den Anforderungen des &sect; 163 AO nicht gen&uuml;gen sollte (vgl. z.B. Senatsurteile vom 8. August 2001 I R 25\/00, BFHE 196, 485, BStBl II 2003, 923; BFH-Urteil vom 16. M&auml;rz 2004 VIII R 33\/02, BFHE 205, 270, BStBl II 2004, 927, jeweils m.w.N.). Dar&uuml;ber besteht unter den Beteiligten auch kein Streit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Da die Vorinstanz eine andere Rechtsauffassung vertreten hat, war ihr Urteil aufzuheben. Der Sache fehlt die Spruchreife. Sie ist deswegen an das FG zur Ermittlung des Anwartschaftsbarwerts unter Ber&uuml;cksichtigung einer entsprechenden Gehaltsanrechnung sowie m&ouml;glicherweise einer zu lang bemessenen Erdienensdauer und eines Abschlags f&uuml;r das fortbestehende Invalidit&auml;tsrisiko nach Ma&szlig;gabe der Gr&uuml;nde dieser Entscheidung zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 5.3.2008, I R 12\/07 Zusage einer sofort unverfallbaren Altersrente: Kapitalabfindungsrecht des beherrschenden Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers einer GmbH bei Fortf&uuml;hrung des Dienstverh&auml;ltnisses Leits&auml;tze 1. Es ist aus k&ouml;rperschaftsteuerrechtlicher Sicht grunds&auml;tzlich nicht zu beanstanden, wenn eine GmbH ihrem beherrschenden Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer die Anwartschaft auf eine Altersversorgung zusagt und ihm dabei das Recht einr&auml;umt, anstelle der Altersrente eine &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-12-07-zusage-einer-sofort-unverfallbaren-altersrente-kapitalabfindungsrecht-des-beherrschenden-gesellschafter-geschaeftsfuehrers-einer-gmbh-bei-fortfuehrung-des-dienstverhaeltnisses\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;12\/07 &#8211; Zusage einer sofort unverfallbaren Altersrente: Kapitalabfindungsrecht des beherrschenden Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers einer GmbH bei Fortf&uuml;hrung des Dienstverh&auml;ltnisses<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-17207","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17207","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17207"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17207\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17207"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17207"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17207"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}