{"id":17214,"date":"2012-12-10T16:30:52","date_gmt":"2012-12-10T14:30:52","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17214"},"modified":"2012-12-10T16:30:52","modified_gmt":"2012-12-10T14:30:52","slug":"vi-r-35-05-zur-abziehbarkeit-der-aufwendungen-von-fuehrungskraeften-fuer-seminare-zur-persoenlichkeitsentfaltung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-35-05-zur-abziehbarkeit-der-aufwendungen-von-fuehrungskraeften-fuer-seminare-zur-persoenlichkeitsentfaltung\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;35\/05 &#8211; Zur Abziehbarkeit der Aufwendungen von F&uuml;hrungskr&auml;ften f&uuml;r Seminare zur Pers&ouml;nlichkeitsentfaltung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.8.2008, VI R 35\/05<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur Abziehbarkeit der Aufwendungen von F&uuml;hrungskr&auml;ften f&uuml;r Seminare zur Pers&ouml;nlichkeitsentfaltung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Aufwendungen f&uuml;r Seminare zur Pers&ouml;nlichkeitsentfaltung sind beruflich veranlasst, wenn die Veranstaltungen prim&auml;r auf die spezifischen Bed&uuml;rfnisse des vom Steuerpflichtigen ausge&uuml;bten Berufs ausgerichtet sind. Indizien f&uuml;r die berufliche Veranlassung sind insbesondere die Lehrinhalte und ihre konkrete Anwendung in der beruflichen T&auml;tigkeit, der Ablauf des Lehrgangs sowie die teilnehmenden Personen.<\/p>\n<p>2. Ein Lehrgang, der sowohl Grundlagenwissen als auch berufsbezogenes Spezialwissen vermittelt, kann beruflich veranlasst sein, wenn der Erwerb des Grundlagenwissens die Vorstufe zum Erwerb des berufsbezogenen Spezialwissens bildet.<\/p>\n<p>3. Der Teilnehmerkreis eines Lehrgangs, der sich mit Anforderungen an F&uuml;hrungskr&auml;fte befasst, ist auch dann homogen zusammengesetzt, wenn die Teilnehmer F&uuml;hrungspositionen in verschiedenen Berufsgruppen innehaben.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) sind Eheleute und erzielten im Streitjahr (2000) als Angestellte Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit. Der Kl&auml;ger ist Diplom-Kaufmann und war als interner Revisor bei der Firma C besch&auml;ftigt. Dort f&uuml;hrte er ein Team von f&uuml;nf Mitarbeitern. Die Kl&auml;gerin ist approbierte Apothekerin und war im Streitjahr als Vertreterin verschiedener Apothekenleiter und -inhaber t&auml;tig.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin besuchte im Streitjahr &quot;Blockseminare Supervision&quot; im Zentrum f&uuml;r Pers&ouml;nlichkeitsentwicklung in A, nachdem sie dort bereits im Jahr 1999 ein &quot;Blockseminar Supervision&quot; mit den Schwerpunkten Kommunikation und Kundenansprache absolviert hatte. Dar&uuml;ber hinaus begann sie im Streitjahr das dreij&auml;hrige Seminar &quot;Berufsbegleitende Gruppe&quot; mit einer berufsbegleitenden Supervision sowie Weiterbildung zu den Themen Kommunikation, F&uuml;hrung und berufliche Haltung. Hierzu nahm sie sowohl an w&ouml;chentlichen Sitzungen als auch an Wochenendseminaren und einem dreiw&ouml;chigen Seminar teil. Teilnehmer der &quot;Berufsbegleitenden Gruppe&quot; waren F&uuml;hrungskr&auml;fte aus verschiedenen Berufsgruppen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die von der Kl&auml;gerin im Streitjahr besuchten Veranstaltungen dienten im Wesentlichen der Vermittlung von Grundlagenwissen. Hierzu wurden zun&auml;chst verschiedene psychologische Theorien und die dahinter stehenden Menschenbilder gelehrt sowie verschiedene Wirtschaftstheorien dargestellt. Vor diesem Hintergrund wurden unterschiedliche F&uuml;hrungstechniken f&uuml;r Mitarbeiter entwickelt. Anschlie&szlig;end wurde die Theorie der Supervision unterrichtet. F&uuml;r die Vermittlung des Grundlagenwissens waren in den w&ouml;chentlichen Sitzungen jeweils zwei Stunden und in den Wochenendseminaren jeweils zw&ouml;lf Stunden vorgesehen. Ein weiterer Teil der Veranstaltungen diente der Besprechung von Problemen bei der Aus&uuml;bung des Berufs und der F&uuml;hrungsaufgaben, der Erarbeitung von L&ouml;sungsm&ouml;glichkeiten und der Aufarbeitung von Schwachstellen und Fehlern der Teilnehmer. Hierf&uuml;r waren in den w&ouml;chentlichen Sitzungen jeweils eine Stunde und in den Wochenendseminaren jeweils vier Stunden vorgesehen. In dem dreiw&ouml;chigen Seminar wurden die erlernten Theorien und deren Anwendung in verschiedenen Praxisfeldern durchgearbeitet sowie Anleitungen zum Erfolg auf der Grundlage der im Seminar erlernten Themen gegeben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die im weiteren Verlauf der &quot;Berufsbegleitenden Gruppe&quot; von den Teilnehmern an den einzelnen Arbeitspl&auml;tzen durchgef&uuml;hrten Supervisionen dienten dazu zu erkennen, inwieweit die einzelnen Teilnehmer das Erlernte in ihrer t&auml;glichen Berufspraxis umsetzten. Bei den verschiedenen Veranstaltungen im Rahmen der &quot;berufsbegleitenden Gruppe&quot; entfielen insgesamt 320 Stunden auf die theoretischen Schwerpunktthemen und 280 Stunden auf das Durcharbeiten der Supervisionen sowie die Aufarbeitung von Schwachstellen und Fehlern der Teilnehmer.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger nahm im Streitjahr ebenfalls an &quot;Blockseminaren Supervision&quot; im Zentrum f&uuml;r Pers&ouml;nlichkeitsentwicklung teil. Dort hatte er zuvor bereits seit 1998 Seminare besucht, in denen das Grundlagenwissen f&uuml;r die &quot;Blockseminare Supervision&quot; vermittelt worden war. Der Inhalt der vom Kl&auml;ger in den Jahren 1998 bis 2000 besuchten Seminare stimmte im Wesentlichen mit den im Verlauf der &quot;Berufsbegleitenden Gruppe&quot; vermittelten Inhalten &uuml;berein. Zu den Teilnehmern der &quot;Blockseminare Supervision&quot; geh&ouml;rten wie bei der &quot;Berufsbegleitenden Gruppe&quot; F&uuml;hrungskr&auml;fte aus verschiedenen Berufsgruppen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die im Streitjahr besuchten Blockseminare beinhalteten Supervisionen in Kleingruppen von drei bis vier Personen. Hierbei fanden jeweils zwei bis drei gegenseitige Besuche in Form einer kritischen Begleitung am Arbeitsplatz statt. Die Blockseminare hatten dabei folgende Inhalte:      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211; Vorbereitung der Supervisionen      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211; Formulierung von berufs- und arbeitsplatzspezifischen Anforderungen innerhalb unterschiedlicher Zeithorizonte      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211; Besprechung von Problemen bei der Aus&uuml;bung des Berufs und der F&uuml;hrungsaufgaben      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211; Erarbeitung von L&ouml;sungsm&ouml;glichkeiten unter Ber&uuml;cksichtigung der Supervisionsergebnisse      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211; Aufarbeitung von Schwachstellen und Fehlern      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211; Entwicklung individueller Handlungsoptionen ausgerichtet auf den konkreten Arbeitsplatz      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211; &Uuml;bungen zur &Uuml;berpr&uuml;fung und Umsetzung in Rollenspielen      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211; Bearbeitung und Auswertung der Supervisionsberichte      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211; Berichte der Teilnehmer &uuml;ber die Umsetzung der erarbeiteten L&ouml;sungsm&ouml;glichkeiten      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211; Abgleich der formulierten Ziele mit der gegenw&auml;rtigen beruflichen Situation      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211; Umsetzung der Erkenntnisse in konkrete Handlungsstrategien und gegebenenfalls Neuformulierung der Ziele.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                In der Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr machten die Kl&auml;ger die Aufwendungen f&uuml;r die Teilnahme an den Seminaren in H&ouml;he von 4 733 DM (Kl&auml;ger) und 10 116 DM (Kl&auml;gerin) als Werbungskosten geltend, die vom Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) nicht ber&uuml;cksichtigt wurden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Finanzgericht (FG) wies die nach erfolglosem Vorverfahren erhobene Klage mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2005, 1186 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden ab. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte das FG im Wesentlichen aus, f&uuml;r den Besuch der Seminare h&auml;tten private Gesichtspunkte eine nicht ganz untergeordnete Rolle gespielt. Denn in den von den Kl&auml;gern besuchten Seminaren sei in nicht unerheblichem Umfang Allgemeinwissen vermittelt worden. Der Abzug der Aufwendungen f&uuml;r die Seminare scheitere ferner daran, dass der Teilnehmerkreis nicht homogen gewesen sei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit der Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;ger beantragen, das Urteil des FG aufzuheben und die Einkommensteuer f&uuml;r das Streitjahr unter Aufhebung der Einspruchsentscheidung vom 29. August 2001 sowie unter &Auml;nderung des Einkommensteuerbescheids vom 15. Mai 2001 dahingehend festzusetzen, dass weitere Werbungskosten in H&ouml;he von 14 849 DM bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit ber&uuml;cksichtigt werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das Urteil h&auml;lt revisionsrechtlicher Pr&uuml;fung nicht stand.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Werbungskosten sind Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen (&sect; 9 Abs. 1 Satz 1 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;). Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) geh&ouml;ren hierzu auch Bildungsaufwendungen, sofern sie beruflich veranlasst sind (BFH-Urteile vom 17. Dezember 2002 VI R 137\/01, BFHE 201, 211, BStBl II 2003, 407; vom 15. M&auml;rz 2007 VI R 61\/04, BFH\/NV 2007, 1132, m.w.N.). Eine berufliche Veranlassung ist gegeben, wenn die Aufwendungen objektiv mit dem Beruf zusammenh&auml;ngen und subjektiv zu dessen F&ouml;rderung erbracht werden (BFH-Urteil vom 1. Februar 2007 VI R 25\/03, BFHE 216, 522, BStBl II 2007, 459, m.w.N.). Aufwendungen f&uuml;r einen Lehrgang sind demnach als Werbungskosten abziehbar, wenn ein konkreter Zusammenhang mit der Berufst&auml;tigkeit besteht (BFH-Urteil in BFH\/NV 2007, 1132).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ob der Steuerpflichtige Bildungsaufwendungen aus beruflichem Anlass t&auml;tigt oder ob es sich um Aufwendungen f&uuml;r die Lebensf&uuml;hrung i.S. des &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 EStG handelt, ist anhand einer Gesamtw&uuml;rdigung aller Umst&auml;nde des Einzelfalles, die in erster Linie dem FG als Tatsacheninstanz obliegt, zu entscheiden (z.B. BFH-Urteil vom 12. April 2007 VI R 77\/04, BFH\/NV 2007, 1643, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                F&uuml;r die Entscheidung, ob Aufwendungen f&uuml;r einen Lehrgang, der &#8211;wie die von den Kl&auml;gern besuchten Seminare&#8211; die Pers&ouml;nlichkeitsentfaltung zum Gegenstand hat, beruflich veranlasst sind, kommt es darauf an, ob der Lehrgang prim&auml;r auf die spezifischen Bed&uuml;rfnisse des vom Steuerpflichtigen ausge&uuml;bten Berufs ausgerichtet ist (BFH-Urteile vom 6. M&auml;rz 1995 VI R 76\/94, BFHE 177, 119, BStBl II 1995, 393; vom 24. August 2001 VI R 40\/94, BFH\/NV 2002, 182; Schmidt\/Drenseck, EStG, 27. Aufl., &sect; 12 Rz 25 Stichwort &quot;Pers&ouml;nlichkeitsentfaltung&quot;, m.w.N.). Im Rahmen der vom FG vorzunehmenden Gesamtw&uuml;rdigung sind dabei Feststellungen zu den Lehrinhalten und ihrer konkreten Anwendung in der beruflichen T&auml;tigkeit, zum Ablauf des Lehrgangs sowie zu den teilnehmenden Personen als Indizien f&uuml;r die berufliche Veranlassung von besonderer Bedeutung (BFH-Urteile vom 20. September 1996 VI R 40\/96, BFH\/NV 1997, 110; in BFH\/NV 2002, 182; FG N&uuml;rnberg, Urteil vom 25. Juli 2001 III 164\/98, Deutsches Steuerrecht\/Entscheidungsdienst 2001, 1334).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                In die Beurteilung der beruflichen Veranlassung des Lehrgangs ist der gesamte Lehrinhalt einzubeziehen. Dies gilt auch dann, wenn sich die Lehrveranstaltungen &uuml;ber mehr als einen Veranlagungszeitraum erstrecken. Aufwendungen f&uuml;r einen Lehrgang, in dem sowohl Grundlagenwissen als auch berufsbezogenes Spezialwissen vermittelt wird, k&ouml;nnen in vollem Umfang als Werbungskosten anzuerkennen sein, wenn der Erwerb des Grundlagenwissens die Vorstufe zum Erwerb des berufsbezogenen Spezialwissens bildet (BFH-Urteil vom 10. April 2002 VI R 46\/01, BFHE 198, 563, BStBl II 2002, 579).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Nach diesen Grunds&auml;tzen wird die W&uuml;rdigung des FG, dass die von den Kl&auml;gern im Streitjahr besuchten Seminare nicht prim&auml;r auf die spezifischen beruflichen Bed&uuml;rfnisse der Kl&auml;ger ausgerichtet gewesen seien, von den tats&auml;chlichen Feststellungen des angefochtenen Urteils nicht getragen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Die Supervisionen, die im Rahmen der vom Kl&auml;ger absolvierten Blockseminare durchgef&uuml;hrt wurden, dienten nach den f&uuml;r den Senat bindenden Feststellungen des FG (&sect; 118 Abs. 2 FGO) dazu, in Kleingruppen L&ouml;sungsm&ouml;glichkeiten f&uuml;r die konkreten Arbeitsplatzsituationen der Teilnehmer zu erarbeiten und in gemeinsamer Reflexion die Fehler und Schwachstellen der Teilnehmer aufzuarbeiten. Sie wiesen damit &#8211;im Gegensatz zu allgemeinen psychologischen Seminaren (vgl. hierzu BFH-Urteil in BFHE 177, 119, BStBl II 1995, 393; von Bornhaupt, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect; 9 Rz B 309, m.w.N.)&#8211; einen unmittelbaren Bezug zur beruflichen T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers auf (vgl. zu Gruppensupervisionen Urteil des Hessischen FG vom 27. November 1986&nbsp;&nbsp;13 K 264a\/84, EFG 1987, 551; Urteil des FG Niedersachsen vom 21. Juni 1996 IX 44\/94, EFG 1996, 1025; Urteil des FG M&uuml;nchen vom 17. November 2003&nbsp;&nbsp;1 K 1401\/02, nicht ver&ouml;ffentlicht).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Entgegen der Auffassung der Vorinstanz wird der Abzug der Aufwendungen des Kl&auml;gers f&uuml;r die &quot;Blockseminare Supervision&quot; nicht dadurch ausgeschlossen, dass der Kl&auml;ger im Rahmen der in Kleingruppen durchgef&uuml;hrten Supervisionen tiefe Einblicke in die Arbeitswelt anderer Berufsgruppen erhielt. Denn die Supervisionen besch&auml;ftigten sich nach den Feststellungen des FG mit Problemstellungen bei der Wahrnehmung von F&uuml;hrungsaufgaben, die in der beruflichen T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers in vergleichbarer Weise auftraten wie in den Berufen der &uuml;brigen Teilnehmer. Die mit dem Einblick in die Arbeitswelt anderer Berufsgruppen verbundenen Erkenntnisse sind daher unsch&auml;dlich, da sie sich als blo&szlig;e Folge zwangsl&auml;ufig und untrennbar aus den im beruflichen Interesse durchgef&uuml;hrten Supervisionen ergeben (vgl. BFH-Urteile vom 17. Juli 1992 VI R 12\/91, BFHE 168, 567, BStBl II 1992, 1036; in BFH\/NV 2002, 182).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Im Hinblick auf die von der Kl&auml;gerin besuchte &quot;Berufsbegleitende Gruppe&quot; hat das FG bei seiner Gesamtw&uuml;rdigung ma&szlig;geblich darauf abgestellt, dass im Streitjahr aufgrund der in den Seminaren behandelten theoretischen Schwerpunktthemen zu einem nicht unwesentlichen Teil Allgemeinwissen vermittelt worden sei. Die theoretischen Schwerpunktthemen dienten nach den Feststellungen des FG dazu, den Teilnehmern der Seminare Grundlagenwissen zur Gestalt- und Verhaltenstherapie, Supervision, Moderation und Kommunikation zu verschaffen. Das FG hat aber zu Unrecht keine Feststellungen dazu getroffen, ob der Erwerb des Grundlagenwissens eine Vorstufe f&uuml;r die im Anschluss daran durchgef&uuml;hrten Supervisionen darstellte. Denn das Grundlagenwissen wurde von den Teilnehmern im Rahmen der &#8211;berufsbezogenen (vgl. II.2.a)&#8211; Supervisionen herangezogen, um &uuml;ber jeden besuchten Teilnehmer Berichte anzufertigen, anhand derer anschlie&szlig;end L&ouml;sungsm&ouml;glichkeiten f&uuml;r die konkreten Arbeitsplatzsituationen der einzelnen Teilnehmer erarbeitet wurden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Im Hinblick auf die von der Kl&auml;gerin besuchten &quot;Blockseminare Supervision&quot; hat das FG im angefochtenen Urteil keine Feststellungen zum Inhalt, Ablauf und Teilnehmerkreis der Seminare sowie deren Ausrichtung auf die berufliche T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin getroffen. Das FG hat seine W&uuml;rdigung insoweit ohne hinreichend tragf&auml;hige Tatsachengrundlage vorgenommen. Fehlt die nachvollziehbare Ableitung der Folgerungen aus den tats&auml;chlichen Feststellungen, so liegt entweder ein Versto&szlig; gegen die Denkgesetze vor, der als Fehler der Rechtsanwendung ohne besondere R&uuml;ge vom Revisionsgericht zu beachten ist, oder ein gleicherma&szlig;en beachtlicher Versto&szlig; gegen &sect; 96 Abs. 1 Satz 3 FGO (BFH-Urteil vom 12. April 2007 VI R 36\/04, BFH\/NV 2007, 1851, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Die Vorentscheidung ist von anderen rechtlichen Grunds&auml;tzen ausgegangen und deshalb aufzuheben. Der Senat kann auf der Grundlage der insoweit ausreichenden Feststellungen des FG selbst beurteilen, dass die Aufwendungen des Kl&auml;gers f&uuml;r die &quot;Blockseminare Supervision&quot; beruflich veranlasst sind. Hinsichtlich der Aufwendungen der Kl&auml;gerin f&uuml;r die &quot;Blockseminare Supervision&quot; und die &quot;Berufsbegleitende Gruppe&quot; ist die Sache nicht spruchreif.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Entgegen der Auffassung des FG sind die Aufwendungen des Kl&auml;gers f&uuml;r die &quot;Blockseminare Supervision&quot; als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit zu ber&uuml;cksichtigen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach den Feststellungen des FG fanden im Rahmen der vom Kl&auml;ger im Streitjahr besuchten Blockseminare ausschlie&szlig;lich Supervisionen in Kleingruppen statt. Der Inhalt der Blockseminare war damit &#8211;wie unter II.2.a dargestellt&#8211; auf die konkrete berufliche T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers bezogen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ein weiteres gewichtiges Indiz f&uuml;r die berufliche Veranlassung der streitigen Aufwendungen des Kl&auml;gers f&uuml;r die Blockseminare stellt &#8211;neben dem berufsbezogenen Inhalt&#8211; der homogene Teilnehmerkreis dar (vgl. hierzu Senatsurteile in BFHE 177, 119, BStBl II 1995, 393; in BFH\/NV 2002, 182; Senatsbeschluss vom 18. Mai 2006 VI B 145\/05, BFH\/NV 2006, 1474). Entgegen der Auffassung des FG ist es f&uuml;r die homogene Zusammensetzung des Teilnehmerkreises nicht erforderlich, dass alle Teilnehmer derselben Berufsgruppe angeh&ouml;ren (vgl. BFH-Urteil in BFH\/NV 2002, 182, unter II.2.b aa der Gr&uuml;nde). Entscheidend ist vielmehr, dass die Kursteilnehmer aufgrund der Art ihrer beruflichen T&auml;tigkeit gleichgerichtete fachliche Interessen haben (vgl. bereits BFH-Urteile vom 22. Mai 1974 I R 212\/72, BFHE 113, 274, BStBl II 1975, 70, unter 3.b der Gr&uuml;nde; vom 24. April 1992 VI R 110\/89, BFH\/NV 1992, 801). Der Teilnehmerkreis ist damit als homogen anzusehen, wenn die Teilnehmer zwar unterschiedlichen Berufsgruppen angeh&ouml;ren, aber &#8211;wie im Streitfall&#8211; in ihren jeweiligen Berufsgruppen F&uuml;hrungspositionen innehaben und aufgrund dieser Leitungsfunktionen an den in den Blockseminaren durchgef&uuml;hrten Supervisionen interessiert sind. Das gleichgerichtete fachliche Interesse der Kursteilnehmer folgt hierbei im Streitfall daraus, dass sich die Supervisionen nach den Feststellungen des FG mit Problemfeldern von F&uuml;hrungskr&auml;ften aus unterschiedlichen Berufen befassten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Im Hinblick auf die Aufwendungen der von der Kl&auml;gerin besuchten Seminare wird die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckverwiesen. Im zweiten Rechtsgang wird das FG die f&uuml;r die Gesamtw&uuml;rdigung der Aufwendungen f&uuml;r die &quot;Blockseminare Supervision&quot; erforderlichen Feststellungen nachzuholen haben (vgl. hierzu II.2.c).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Hinsichtlich der &quot;Berufsbegleitenden Gruppe&quot; sind weitere Feststellungen des FG dazu erforderlich, ob der Erwerb des Grundlagenwissens Vorstufe f&uuml;r die sp&auml;tere Durchf&uuml;hrung der Supervisionen war. Sollte das FG dies verneinen, wird es zu pr&uuml;fen haben, ob der Teil der Aufwendungen f&uuml;r die &quot;Berufsbegleitende Gruppe&quot;, der auf Supervisionen und weitere berufsbezogene Veranstaltungen zur Aufarbeitung von Schwachstellen und Fehlern bei der Aus&uuml;bung von F&uuml;hrungsaufgaben entf&auml;llt, im Wege der Sch&auml;tzung anhand der Zeitanteile von den &uuml;brigen Aufwendungen abgegrenzt und den Werbungskosten zugeordnet werden kann (vgl. Senatsbeschluss vom 20. Juli 2006 VI R 94\/01, BFHE 214, 354, BStBl II 2007, 121).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FG wird bei seiner W&uuml;rdigung schlie&szlig;lich zu beachten haben, dass die berufliche Veranlassung der Aufwendungen f&uuml;r die &quot;Berufsbegleitende Gruppe&quot; nicht dadurch ausgeschlossen wird, dass die Teilnehmer unterschiedlichen Berufsgruppen angeh&ouml;rten. Denn ein homogener Teilnehmerkreis liegt auch dann vor, wenn an den Seminaren ausschlie&szlig;lich F&uuml;hrungskr&auml;fte aus unterschiedlichen Berufsgruppen teilgenommen haben, die aufgrund ihrer Leitungsfunktionen an den Seminarinhalten interessiert waren. Hiervon ist nach den Feststellungen des FG im Hinblick auf die im Rahmen der &quot;Berufsbegleitenden Gruppe&quot; durchgef&uuml;hrten Supervisionen aus denselben Gr&uuml;nden auszugehen wie bei den vom Kl&auml;ger besuchten &quot;Blockseminaren Supervision&quot; (vgl. II.3.a).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.8.2008, VI R 35\/05 Zur Abziehbarkeit der Aufwendungen von F&uuml;hrungskr&auml;ften f&uuml;r Seminare zur Pers&ouml;nlichkeitsentfaltung Leits&auml;tze 1. Aufwendungen f&uuml;r Seminare zur Pers&ouml;nlichkeitsentfaltung sind beruflich veranlasst, wenn die Veranstaltungen prim&auml;r auf die spezifischen Bed&uuml;rfnisse des vom Steuerpflichtigen ausge&uuml;bten Berufs ausgerichtet sind. 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