{"id":17215,"date":"2012-12-10T16:30:53","date_gmt":"2012-12-10T14:30:53","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=17215"},"modified":"2012-12-10T16:30:53","modified_gmt":"2012-12-10T14:30:53","slug":"vi-r-44-04-aufwendungen-einer-leitenden-redakteurin-fuer-nlp-kurse-zur-verbesserung-beruflicher-kommunikationsfaehigkeit-sind-werbungskosten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-44-04-aufwendungen-einer-leitenden-redakteurin-fuer-nlp-kurse-zur-verbesserung-beruflicher-kommunikationsfaehigkeit-sind-werbungskosten\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;44\/04 &#8211; Aufwendungen einer leitenden Redakteurin f&uuml;r NLP-Kurse zur Verbesserung beruflicher Kommunikationsf&auml;higkeit sind Werbungskosten"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.8.2008, VI R 44\/04<\/p>\n<p class=\"titel\">Aufwendungen einer leitenden Redakteurin f&uuml;r NLP-Kurse zur Verbesserung beruflicher Kommunikationsf&auml;higkeit sind Werbungskosten<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Die berufliche Veranlassung von Aufwendungen f&uuml;r Kurse zum Neuro-Linguistischen Programmieren (NLP-Kurse) zur Verbesserung der Kommunikationsf&auml;higkeit wird insbesondere dadurch indiziert, dass die Kurse von einem berufsm&auml;&szlig;igen Veranstalter durchgef&uuml;hrt werden, ein homogener Teilnehmerkreis vorliegt und der Erwerb der Kenntnisse und F&auml;higkeiten auf eine anschlie&szlig;ende Verwendung in der beruflichen T&auml;tigkeit angelegt ist.<\/p>\n<p>2. Private Anwendungsm&ouml;glichkeiten der in den NLP-Kursen vermittelten Lehrinhalte sind unbeachtlich, wenn sie sich als blo&szlig;e Folge zwangsl&auml;ufig und untrennbar aus den im beruflichen Interesse gewonnenen Kenntnissen und F&auml;higkeiten ergeben.<\/p>\n<p>3. Ein homogener Teilnehmerkreis liegt auch dann vor, wenn die Teilnehmer zwar unterschiedlichen Berufsgruppen angeh&ouml;ren, aber aufgrund der Art ihrer beruflichen T&auml;tigkeit gleichgerichtete fachliche Interessen haben.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) wurden als Eheleute in den Streitjahren (1997 und 1998) zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Die Kl&auml;gerin war in den Streitjahren bei der X AG im Unternehmensbereich Unternehmenskommunikation als Leiterin der Redaktion eines internen Informationsblatts f&uuml;r F&uuml;hrungskr&auml;fte nichtselbst&auml;ndig t&auml;tig. In den Streitjahren nahm sie jeweils an vier Kursen zum &quot;Neuro-Linguistischen Programmieren&quot; (NLP-Kurse) teil. Gegenstand der NLP-Kurse war die Verbesserung der Kommunikationsf&auml;higkeit der Teilnehmer.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                In den Einkommensteuererkl&auml;rungen f&uuml;r die Streitjahre machte die Kl&auml;gerin die Aufwendungen f&uuml;r die Teilnahme an den NLP-Kursen in H&ouml;he von 7 663 DM (1997) und 6 593 DM (1998) als Werbungskosten geltend, die vom Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) nicht ber&uuml;cksichtigt wurden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit ihrer nach erfolglosem Vorverfahren erhobenen Klage machten die Kl&auml;ger geltend, die Inhalte der NLP-Kurse seien genau auf die berufliche T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin zugeschnitten gewesen. Die Kl&auml;gerin sei im Rahmen ihrer beruflichen T&auml;tigkeit damit betraut gewesen, Interviews mit F&uuml;hrungskr&auml;ften und der Unternehmensleitung zu f&uuml;hren, Gruppengespr&auml;che zu organisieren und zu leiten sowie zum Thema Kommunikation Artikel zu schreiben und Vortr&auml;ge zu halten. An den NLP-Kursen h&auml;tten F&uuml;hrungskr&auml;fte aus unterschiedlichen Berufsgruppen teilgenommen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Klage blieb erfolglos. Das Finanzgericht (FG) f&uuml;hrte zur Begr&uuml;ndung im Wesentlichen aus, die Aufwendungen der Kl&auml;gerin seien nicht ausschlie&szlig;lich beruflich veranlasst gewesen und h&auml;tten einen nicht nur ganz untergeordneten Bezug zur privaten Lebensf&uuml;hrung gehabt. Zwar habe der Besuch der NLP-Kurse der Kl&auml;gerin eine wertvolle F&ouml;rderung und Verbesserung ihrer Kommunikationsf&auml;higkeit in ihren beruflichen T&auml;tigkeitsfeldern als Redakteurin der Zeitschrift &quot;ZI&quot; gebracht. &Uuml;ber diese berufsf&ouml;rdernden Aspekte hinaus seien in den NLP-Kursen nach den von der Kl&auml;gerin vorgelegten Programmen aber Wissenselemente vermittelt worden, die auch zur pers&ouml;nlichen Weiterbildung gef&uuml;hrt h&auml;tten. Die in den Programmen genannten Lernziele h&auml;tten gerade auch das Alltagsleben umfasst. Aus den in den Lernzielen angegebenen speziellen Anwendungsbereichen wie Management, P&auml;dagogik, Therapie, Familie und Partnerschaft ergebe sich, dass die Inhalte der NLP-Kurse nicht speziell auf eine Berufsgruppe zugeschnitten gewesen seien. Ferner habe sich der Teilnehmerkreis der Seminare nicht entsprechend homogen zusammengesetzt. Das Urteil des FG ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2005, 776 ver&ouml;ffentlicht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit der Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger die Verletzung formellen und materiellen Rechts.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;ger beantragen, das Urteil des FG aufzuheben und unter Aufhebung der Einspruchsentscheidung vom 28. September 2000 sowie unter &Auml;nderung der Einkommensteuerbescheide f&uuml;r die Streitjahre weitere Werbungskosten f&uuml;r NLP-Kurse f&uuml;r das Streitjahr 1997 in H&ouml;he von 7 663 DM und f&uuml;r das Streitjahr 1998 in H&ouml;he von 6 593 DM zum Abzug zuzulassen. Die Kl&auml;ger beantragen weiterhin, die Zuziehung eines Bevollm&auml;chtigten f&uuml;r das Vorverfahren f&uuml;r notwendig zu erkl&auml;ren.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Das angefochtene Urteil ist aufzuheben und der Klage stattzugeben (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Entgegen der Ansicht der Vorinstanz sind die Aufwendungen der Kl&auml;gerin f&uuml;r die NLP-Kurse in den Streitjahren als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit zu ber&uuml;cksichtigen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Werbungskosten sind Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen (&sect; 9 Abs. 1 Satz 1 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;). Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) geh&ouml;ren hierzu auch Bildungsaufwendungen, sofern sie beruflich veranlasst sind (BFH-Urteile vom 17. Dezember 2002 VI R 137\/01, BFHE 201, 211, BStBl II 2003, 407; vom 15. M&auml;rz 2007 VI R 61\/04, BFH\/NV 2007, 1132, m.w.N.). Eine berufliche Veranlassung ist gegeben, wenn die Aufwendungen objektiv mit dem Beruf zusammenh&auml;ngen und subjektiv zu dessen F&ouml;rderung erbracht werden (BFH-Urteil vom 1. Februar 2007 VI R 25\/03, BFHE 216, 522, BStBl II 2007, 459, m.w.N.). Aufwendungen f&uuml;r einen Lehrgang sind demnach als Werbungskosten abziehbar, wenn ein konkreter Zusammenhang mit der Berufst&auml;tigkeit besteht (BFH-Urteil in BFH\/NV 2007, 1132).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ob der Steuerpflichtige Aufwendungen f&uuml;r einen Lehrgang aus beruflichem Anlass erbringt oder ob es sich um Aufwendungen f&uuml;r die Lebensf&uuml;hrung i.S. des &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 EStG handelt, ist anhand einer Gesamtw&uuml;rdigung aller Umst&auml;nde des Einzelfalles, die in erster Linie dem FG als Tatsacheninstanz obliegt, zu entscheiden (z.B. BFH-Urteil vom 12. April 2007 VI R 77\/04, BFH\/NV 2007, 1643, m.w.N.). Die berufliche Veranlassung eines Lehrgangs, der &#8211;wie die streitigen NLP-Kurse&#8211; die Verbesserung der Kommunikationsf&auml;higkeit zum Gegenstand hat, wird hierbei insbesondere dadurch indiziert, dass der Lehrgang von einem berufsm&auml;&szlig;igen Veranstalter durchgef&uuml;hrt wird, ein homogener Teilnehmerkreis vorliegt und der Erwerb der Kenntnisse und F&auml;higkeiten auf eine anschlie&szlig;ende Verwendung in der beruflichen T&auml;tigkeit angelegt ist (vgl. BFH-Urteil vom 22. Juni 2006 VI R 61\/02, BFHE 213, 566, BStBl II 2006, 782, unter II.2.b der Gr&uuml;nde; Seiler in Kirchhof, EStG, 8. Aufl., &sect; 12 Rz 15).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Nach diesen Grunds&auml;tzen h&auml;lt die W&uuml;rdigung des FG, die Aufwendungen der Kl&auml;gerin f&uuml;r die NLP-Kurse nicht als beruflich veranlasst anzuerkennen, einer revisionsrechtlichen &Uuml;berpr&uuml;fung nicht stand.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FG hat seine W&uuml;rdigung ma&szlig;geblich darauf gest&uuml;tzt, dass in den Seminaren Wissenselemente vermittelt worden seien, die auch zur pers&ouml;nlichen Weiterbildung gef&uuml;hrt h&auml;tten. Es hat hierzu ausgef&uuml;hrt, dass in den NLP-Kursen Aspekte des sicheren Auftretens, der Kommunikationsf&auml;higkeit, der Konfliktl&ouml;sung, der Flexibilit&auml;t und Kreativit&auml;t, der Pers&ouml;nlichkeitsentwicklung sowie der Vertrauensbildung in beruflicher und privater Hinsicht ber&uuml;cksichtigt und Instrumente zur Anwendung im beruflichen wie im partnerschaftlichen Bereich angeboten worden seien.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die vom FG angenommenen privaten Anwendungsm&ouml;glichkeiten der in den NLP-Kursen vermittelten Lehrinhalte sind jedoch unbeachtlich, wenn sie sich als blo&szlig;e Folge zwangsl&auml;ufig und untrennbar aus den im beruflichen Interesse gewonnenen Kenntnissen und F&auml;higkeiten ergeben (vgl. BFH-Urteile vom 17. Juli 1992 VI R 12\/91, BFHE 168, 567, BStBl II 1992, 1036; vom 24. August 2001 VI R 40\/94, BFH\/NV 2002, 182; Seiler in Kirchhof, a.a.O., &sect; 12 Rz 15). Hierzu hat das FG zu Unrecht keine Ausf&uuml;hrungen gemacht, da es den Inhalt der NLP-Kurse nicht vollst&auml;ndig in seine Gesamtw&uuml;rdigung einbezogen hat. Dies ergibt sich aus den im Klageverfahren vorgelegten Kursprogrammen, auf die in der Vorentscheidung Bezug genommen wird. Danach hat das FG insbesondere unber&uuml;cksichtigt gelassen, dass die von der Kl&auml;gerin besuchten NLP-Kurse Interviewtechniken, die Vorbereitung und Durchf&uuml;hrung von Seminaren, die Koordination und Leitung von Gruppenprozessen sowie die Organisationsentwicklung zum Inhalt hatten. Weitere Lernziele der NLP-Kurse bestanden nach den Kursprogrammen darin, sicher und frei vor Gruppen zu sprechen und die Instrumente des NLP auf speziellen Anwendungsgebieten wie dem Management einzusetzen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Die Vorentscheidung ist von anderen rechtlichen Grunds&auml;tzen ausgegangen und deshalb aufzuheben. Die Sache ist spruchreif. Der Senat kann auf der Grundlage der insoweit ausreichenden Feststellungen des FG selbst beurteilen, dass die Aufwendungen der Kl&auml;gerin f&uuml;r die NLP-Kurse beruflich veranlasst sind (vgl. BFH-Urteil vom 11. Januar 2007 VI R 52\/03, BFHE 216, 320, BStBl II 2007, 317, unter II.4. der Gr&uuml;nde).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Nach den tats&auml;chlichen Feststellungen des FG f&uuml;hrte der Besuch der NLP-Kurse zu einer wertvollen F&ouml;rderung und Verbesserung der Kommunikationsf&auml;higkeit der Kl&auml;gerin in ihrer beruflichen T&auml;tigkeit als leitende Redakteurin der Zeitschrift &quot;ZI&quot;. Die vom FG hervorgehobenen privaten Anwendungsm&ouml;glichkeiten sind eine blo&szlig;e Folge der durch die NLP-Kurse erreichten Verbesserung der beruflichen Kommunikationsf&auml;higkeit der Kl&auml;gerin und stehen daher dem Abzug der auf die NLP-Kurse entfallenden Aufwendungen nicht entgegen. Denn die Kommunikationsf&auml;higkeit geh&ouml;rt als Bestandteil der Sozialkompetenz zu den Schl&uuml;sselqualifikationen (&quot;soft skills&quot;), die f&uuml;r die Wahrnehmung von F&uuml;hrungspositionen wie die von der Kl&auml;gerin ausge&uuml;bte T&auml;tigkeit als leitende Redakteurin erforderlich sind.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Senat hat im Streitfall keine Zweifel, dass die Kl&auml;gerin die in den NLP-Kursen vermittelten Kenntnisse und F&auml;higkeiten auch in ihrer beruflichen T&auml;tigkeit eingesetzt hat und die Verbesserung der beruflichen Kommunikationsf&auml;higkeit zum Aufstieg der Kl&auml;gerin zur Leiterin der Abteilung &quot;AB&quot; der X AG beigetragen hat. Es kann daher im Streitfall dahinstehen, ob ein Abzug der Aufwendungen f&uuml;r die NLP-Kurse auch im Hinblick darauf in Betracht kommt, dass die Kl&auml;gerin eine stufenweise Ausbildung zur zertifizierten NLP-Trainerin abgeschlossen hat und damit als NLP-Trainerin eingesetzt werden konnte (vgl. hierzu FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 20. Januar 1995&nbsp;&nbsp;3 K 1372\/94, EFG 1995, 662; Frotscher in Frotscher, EStG, 6. Aufl., Freiburg 1998 ff., &sect; 9 Rz 244 Stichwort &quot;Pers&ouml;nlichkeitsschulung&quot;).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Ein weiteres gewichtiges Indiz f&uuml;r die berufliche Veranlassung der streitigen Aufwendungen stellt &#8211;neben dem berufsbezogenen Inhalt der NLP-Kurse&#8211; der homogene Teilnehmerkreis dar (vgl. II.1.). Entgegen der Auffassung des FG ist es f&uuml;r die homogene Zusammensetzung des Teilnehmerkreises nicht erforderlich, dass alle Teilnehmer derselben Berufsgruppe angeh&ouml;ren (vgl. BFH-Urteil in BFH\/NV 2002, 182, unter II.2.b aa der Gr&uuml;nde). Entscheidend ist vielmehr, dass die Kursteilnehmer aufgrund der Art ihrer beruflichen T&auml;tigkeit gleichgerichtete fachliche Interessen haben (vgl. bereits BFH-Urteile vom 22. Mai 1974 I R 212\/72, BFHE 113, 274, BStBl II 1975, 70, unter 3.b der Gr&uuml;nde; vom 24. April 1992 VI R 110\/89, BFH\/NV 1992, 801). Der Teilnehmerkreis ist damit als homogen anzusehen, wenn die Teilnehmer zwar unterschiedlichen Berufsgruppen angeh&ouml;ren, aber &#8211;wie im Streitfall nach dem unbestrittenen Vortrag der Kl&auml;gerin&#8211; in ihren jeweiligen Berufsgruppen F&uuml;hrungspositionen innehaben und aufgrund dieser Leitungsfunktionen an einer Verbesserung ihrer Kommunikationsf&auml;higkeit durch die NLP-Kurse interessiert sind.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                4. Die Einkommensteuerbescheide f&uuml;r die Streitjahre sind dahingehend abzu&auml;ndern, dass bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit f&uuml;r den Besuch der NLP-Kurse zus&auml;tzliche &#8211;der H&ouml;he nach unstreitige&#8211; Werbungskosten von 7 663 DM f&uuml;r das Streitjahr 1997 und von 6 593 DM f&uuml;r das Streitjahr 1998 zu ber&uuml;cksichtigen sind. Die Neuberechnung der Einkommensteuer wird dem FA &uuml;bertragen (&sect; 100 Abs. 2 Satz 2, &sect; 121 Satz 1 FGO).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                5. Da die Revision schon mit der Sachr&uuml;ge Erfolg hat, musste &uuml;ber die Verfahrensr&uuml;ge der Kl&auml;ger nicht mehr entschieden werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.8.2008, VI R 44\/04 Aufwendungen einer leitenden Redakteurin f&uuml;r NLP-Kurse zur Verbesserung beruflicher Kommunikationsf&auml;higkeit sind Werbungskosten Leits&auml;tze 1. Die berufliche Veranlassung von Aufwendungen f&uuml;r Kurse zum Neuro-Linguistischen Programmieren (NLP-Kurse) zur Verbesserung der Kommunikationsf&auml;higkeit wird insbesondere dadurch indiziert, dass die Kurse von einem berufsm&auml;&szlig;igen Veranstalter durchgef&uuml;hrt werden, ein homogener Teilnehmerkreis vorliegt und der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-44-04-aufwendungen-einer-leitenden-redakteurin-fuer-nlp-kurse-zur-verbesserung-beruflicher-kommunikationsfaehigkeit-sind-werbungskosten\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;R&nbsp;44\/04 &#8211; Aufwendungen einer leitenden Redakteurin f&uuml;r NLP-Kurse zur Verbesserung beruflicher Kommunikationsf&auml;higkeit sind Werbungskosten<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-17215","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17215","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17215"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17215\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17215"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17215"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17215"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}